LPKF Laser Aktie aktuell Ganz oben auf der Liste: LPKF Laser

News: Aktuelle Analyse der LPKF Laser Aktie

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LPKF Laser
ISIN: DE0006450000
Ticker: LPK
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Zur LPKF Laser Aktie

LPKF ist ein führender Anbieter von laserbasierten Lösungen für die Technologieindustrie.

High Tech aus Deutschland

Laser sind vom Gimmick zu echten Werkzeugen geworden und bei der Herstellung von elektronischen Systemen unabdingbar.

Lasersysteme sind bei der Produktion von Leiterplatten, Mikrochips, Automobilteilen, Solarmodulen und vielen anderen Komponenten von entscheidender Bedeutung.

LPKF stellt das notwendige Handwerkszeug her, also die Maschinen, die zur Materialbearbeitung mit Lasern notwendig sind.

Da es sich um einen klaren Wachstumsmarkt und Themen mit großer Bedeutung handelt, sollte die Geschäftsentwicklung überzeugend sein. Vor allem, da sich LPKF als Technologie- und Innovationsführer in diesem Segment ansieht

Das müssen Sie wissen

Heute steht die Aktie jedenfalls ganz oben auf der Kaufliste der Anleger. Mit einem Plus von 5,71% steht man an der Spitze des TecDax.

Betrachten wir zunächst das große Bild. Der Kurs von LPKF hat sich im vergangenen Jahr vervielfacht, die Rallye erstreckte sich bis in den Februar dieses Jahres.
Zuvor war die Performance bestenfalls mittelprächtig, im Endeffekt notierte die Aktie kaum höher, als 16 Jahre zuvor.

Das ist kein gutes Zeichen. Denn das bedeutet, dass es beim Unternehmen über einen langen Zeitraum nicht gut gelaufen ist. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die jüngste Rallye überzogen ist.

Um die erste These zu belegen, reicht ein kurzer Blick in das Zahlenwerk von LPKF. Seit mehr als einem Jahrzehnt steigen die Umsätze beim Unternehmen nicht nachhaltig.
2013 wurden beispielsweise 130 Mio. Euro an Umsatz erzielt, dann ging es abwärts auf 87 Mio und erst 2019 konnte der sechs Jahre alte Umsatzrekord übertroffen werden.

Das Ergebnis je Aktie war aber trotzdem niedriger, als damals.
Auch an anderer Stelle sieht es nicht besser aus. LPKF hat Probleme mit der Profitabilität, erzielte mehrfach Verluste, die Marge ist niedrig, der Cashflow schwach.

Damit erfüllt das Unternehmen aus meiner Sicht die Grundvoraussetzungen für ein Investment nicht.

Aktuelle Lage und fundamentale Bewertung

Die übergeordneten Trends sind also klar, dass sich Covid-19 zusätzlich negativ auswirkt, spielt für Investoren kaum eine Rolle.

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz um 30% auf 50,0 Mio. Euro eingebrochen. Im zweiten Quartal lag das Minus aber „nur“ noch bei 16%.
Mit einem EBIT von 2,8 Mio. Euro war man in den ersten sechs Monaten immerhin profitabel, das ist erfreulich.

Ebenso, dass sich die Umsatzzahlen wieder verbessert haben. Ob die positive Tendenz allerdings anhält, ist bei dem schwachen Auftragseingang und einem Auftragsbestand von 21,9 Mio. Euro fraglich.

Selbst der Vorstand erwartet wieder sinkende Umsätze. Im dritten Quartal sollen es 24-27 Mio. Euro werden und ein EBIT von 1-3 Mio. Euro erreicht werden.

Man findet also Licht und Schatten, so richtig erfreulich ist es nicht.
Die eigentliche Frage ist aber, welchen Preis man für die Aktie zahlt. Bei einem KGV von 5 würden die Chancen sicher dennoch überwiegen, bei extrem hohen Bewertungen natürlich nicht.

Selbst wenn wir das starke Vorjahr als Grundlage nehmen – in dem ein Umsatzrekord und das beste Ergebnis seit Jahren erzielt wurde – kommt man auf ein KGV von 39,4.
Das ist zu viel und wäre nur zu rechtfertigen, wenn es sich um ein absolutes Top-Unternehmen handeln würde. Wir haben aber bereits gesehen, dass das keineswegs der Fall ist.

Daher überwiegen die Kursrisiken bei weitem. Selbst wenn sich der Kurs halbieren würde, käme ein Investment für mich nicht infrage.

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Chart

Aus technischer Sicht ist die Lage mindestens angespannt. Die Aktie ist mehrfach in der Widerstandszone um 25 Euro gescheitert.
Ein erneuter Anstieg in diesen Bereich erscheint derzeit möglich, dann wird man weitersehen müssen.

Wird der kurzfristige Aufwärtstrend verlassen, wird es langsam brenzlig. Unter 19,40 und 18,00 Euro käme es jeweils zu prozyklischen Verkaufssignalen.

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Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK - Tageskerzen
Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK – Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK - Wochenkerzen
Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK – Wochenkerzen | Online Broker LYNX

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der LPKF Laser Aktie

Nach einigen äußerst schwierigen Jahren hatten Umsatz und Gewinn beim Lasersysteme-Spezialisten LPKF Laser wieder Fahrt aufgenommen. Vor ziemlich genau einem Jahr begann sich die Aktie des Unternehmens wie ein Phönix aus der Asche zu erheben, haussierte von unter sieben auf in der Spitze 25,70 Euro. Danach kam es erst einmal zu einer volatilen, aber durchaus im normalen Rahmen ablaufenden Konsolidierung, die dann jedoch durch die allgemeine Verkaufspanik im Zuge des Corona-Crashs in einen kurzen, aber heftigen Ausverkauf überging, der den Kurs am 19. März auf 10,20 Euro drückte und damit den Großteil der vorherigen Hausse eliminierte. Doch die Käufer waren zügig wieder zur Stelle:

Der Kurseinbruch wurde rasant aufgeholt, Anfang Mai hatte die LPKF-Aktie schon fast wieder den Level der Februar-Hochs erreicht. Mehr war indes bislang nicht drin, seither schwankt die Aktie in einer breiten Range zwischen grob 18 und 25 Euro seitwärts. Das sieht recht robust aus, zumal mit der Bilanz des zweiten Quartals bereits ein kritischer Punkt absolviert wurde, der die Aktie zwar drückte, aber nicht aus der Bahn warf. Die Bullen halten sich also wacker. Aber halten sie das auch durch?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur LPKF Laser Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Grundsätzlich ist es zwar positiv, dass die Aktie nach Vorlage der Bilanzzahlen nicht nach unten durchgereicht wurde, sondern nur einen Rücksetzer vollzog, der an wichtigen Unterstützungen aufgefangen wurde. Aber allzu überzeugend wirkt die Perspektive, die sich aus dem Zahlenwerk ergibt, nicht. Der Umsatz fiel gegenüber dem zweiten Quartal 2019 um 16 Prozent, der Auftragseingang sackte um 26 Prozent durch. Das EBIT, d.h. der Gewinn vor Steuern und Zinsen, stieg zwar um 30 Prozent, zudem unterstrich LPKF Laser, dass man das Quartal besser als gedacht absolviert habe. Aber für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 24 und 27 Millionen Euro (zweites Quartal: 30,5 Millionen) und ein EBIT zwischen einer und drei Millionen Euro (zweites Quartal 5,2 Millionen). Es wird also erst einmal schlechter, bevor es besser wird, wie es scheint.

Dementsprechend zogen einige Akteure unmittelbar mit Vorlage dieser Ergebnisse am 5. August die Reißleine, obgleich Vorab-Ergebnisse bereits am 24. Juli vorgelegt worden waren und diese bereits Abgaben auslösten, die verhinderten, dass die Aktie das Februar-Hoch überwinden konnte. Daher kann man vermuten, dass die Verteidigung der wichtigen Kreuzunterstützung aus der unter die vorherigen beiden Zwischentiefs zu ziehenden Unterstützungslinie und der im Chart dick schwarz markierten 200-Tage-Linie erst einmal nur eine Defensiv-Aktion des bullischen Lagers war. Sollte es gelingen, die am Dienstag angesteuerte, derzeit bei ca. 21,45 Euro notierende 20-Tage-Linie als nächstgelegenen Widerstand zu überwinden, würde sich die Lage schon besser darstellen. Aber solange das nicht vollzogen ist, bleibt die 200-Tage-Linie als mittelfristig bedeutsame Supportlinie gefährdet. Sollte LPKF Laser diese momentan bei 19,20 Euro verlaufende Linie eindeutig und auf Schlusskursbasis unterbieten, würde sich das Gesamtbild deutlich zu Gunsten der Bären wandeln.

Chart vom 17.08.2020, Kurs 21,20 Euro, Kürzel LPK | Online Broker LYNX

Die Aktie des Spezialmaschinenbauers LPKF Laser hatte im Herbst 2019 einen immensen Anstieg hingelegt, der im Februar dann ausgebremst wurde, weil der „Lockdown“ Umsatz und Gewinn deutlich unter Druck setzte, wovor LPKF Ende Februar auch explizit gewarnt hatte. Der Umsatz ging im ersten Quartal von 36,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2019 auf 19,5 Millionen zurück. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen, im Vorjahresquartal noch bei 6,1 Millionen, wurde zum Verlust (-2,4 Millionen). Aber bei der Vorlage der Bilanz Anfang Mai machte LPKF Laser den Anlegern auch Hoffnung. Denn für das zweite Quartal erwartet man einen wieder höheren Umsatz zwischen 28 und 33 Millionen Euro und die Rückkehr in die Gewinnzone. Ob das gelingt, wird man aber erst Anfang August erfahren, wenn die Bilanz des laufenden Quartals vorgelegt wird.

Die Anleger hatten schon früh darauf gesetzt, dass sich die Lage bald beruhigen würde. Die Aktie hatte bis Anfang Mai einen Gutteil des scharfen Kurseinbruchs vom März wieder aufgeholt. Und diese Hoffnung machende Perspektive für das laufende Quartal führte dann dazu, dass die Rallye „die zweite Luft“ bekam und die LPKF-Aktie danach fast bis an das bisherige Jahreshoch lief … als gäbe es die Rezession nicht, aus der die Weltwirtschaft erst einmal wieder herauskommen müsste. Und das ist zwingend, immerhin ist LPKF Laser wie die meisten Spezialmaschinenbauer ein Unternehmen, dessen Kunden quer über den Globus verteilt sind. Aber das ist womöglich nicht das einzige Problem für das bullische Lager.

Expertenmeinung: Die riskante Annahme, dass das Wirtschaftswachstum schnell auf alte Levels zurückfinden wird, könnte durch einen zweiten Aspekt noch riskanter werden. Denn die Art und Weise, wie die USA in Richtung China agieren, erhöht das Risiko, dass der Handelskrieg wieder aufflammt. Die nervöse Reaktion der US-Aktienmärkte auf Donald Trumps abendliche Ankündigung, am heutigen Freitag eine Pressekonferenz zum Thema China abhalten zu wollen, macht deutlich, dass man sehr wohl ahnt, dass eine Eskalation der Lage zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten genau das ist, was die Chance auf eine baldige Rückkehr zum Wachstum torpedieren würde. Und international agierende Unternehmen wie LPKF Laser können da leicht zwischen die Mühlsteine der Politik geraten.

Nach dem Lockdown könnte LPKF jetzt also auch noch durch die nächste Runde eines Handelskriegs getroffen werden. Die Aktie musste bereits am Donnerstag um den Erhalt der März-Aufwärtstrendlinie ringen. Sollte die mit Schlusskursen unter 20 Euro deutlich gebrochen werden, wird es für die Bullen eng. Wirklich bärisch wäre die Aktie zwar erst, wenn mit Closings unter 16 Euro das Verlaufstief vom Mai ebenso wie die 200-Tage-Linie gebrochen würden. Aber schon der Bruch der Aufwärtstrendlinie wäre eine Situation, in der man sich überlegen könnte, die Gewinne besser sicherzustellen.

LPKF Laser Chart vom 28.05.2020, Kurs 21,30 Euro, Kürzel LPK | Online Broker LYNX

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