Aktienanalyse:
Bayer: Bullisch unter dem Damoklesschwert

Aktuelle Analyse der Bayer Aktie

Eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet, mit deren Nackenlinie zugleich die 200-Tage-Linie überwunden, was will man mehr? Das ist ein bullischer Doppelschlag aus dem Lehrbuch. Der Haken dabei ist, dass sich das Pulver, das Anfang August diesen charttechnischen Befreiungsschlag zündete, mittlerweile als nass erwiesen hat. Was hieße: Diese im Chartbild so stark daherkommende Wende könnte leicht zum Rohrkrepierer werden.

Basis dieses Ausbruchs war nämlich das Gerücht, Bayer habe hinsichtlich der anhängigen und anstehenden Prozesse auf Schadenersatz wegen der Gesundheitsfolgen der glyphosathaltigen Unkrautvernichter der Monsanto-Tochter ein Angebot auf einen Roundup-Vergleich in Höhe von acht Milliarden US-Dollar gemacht und gute Chancen, damit durchzukommen.

Das wäre zwar eine Menge Geld, aber damit wäre dieses Damoklesschwert dann eben auch weg. Immerhin haben die Anleger hier mit der permanenten Unsicherheit zu leben, wie viele dieser Prozesse wann durchgezogen werden und wie groß die Schadenersatzsummen jeweils ausfallen. Ein finanzielles Risiko für den Konzern, das sich in keiner Weise beziffern lässt, ist eine extreme Belastung, nicht zuletzt auch für den Aktienkurs. Daher war es kein Wunder, dass die Anleger auf diese Meldung euphorisch reagierten. Aber:

Expertenmeinung: Dieses Gerücht wurde nicht bestätigt, im Gegenteil. Der von Bayer eingesetzte Mediator Kenneth Feinberg, der es wissen müsste, wenn solche Pläne und entsprechende Chancen auf deren Umsetzung existieren, bezeichnete das Gerücht über einen solchen Vergleich als pure Fiktion.

Daraufhin kam die Aktie, die am 9.8. zunächst wie eine Rakete nach oben geschossen war, deutlich vom damaligen Tageshoch von 70,04 Euro zurück. Aber das Interessante ist: Der zuvor überbotene Kreuzwiderstand aus der Nackenlinie der Trendwendeformation und der 200-Tage-Linie konnte der Kurs verteidigen, lief dann über diesem jetzt als Unterstützung fungierenden Bereich um 62 Euro einige Tage seitwärts und zog dann erneut an.

Charttechnisch ein perfekter, den Ausbruch bestätigender Pullback. Aber eben einer, dem der ursprüngliche Auslöser abhandengekommen ist. Jetzt notiert die Bayer-Aktie vor allem auf Basis der Hoffnung höher, dass es diesen Vergleich vielleicht doch und zeitnah geben könnte. Ein dünnes Ruhekissen, daher wäre es unbedingt zu überlegen, Long-Trades konsequent unter dem Level dieses letzten Rücksetzers abzusichern, was einen Stopp-Level in der Region 61/61,50 Euro nahelegen würde.

Chart vom 29.08.2019, Kurs 67,64 Euro, Kürzel BAYN | Online Broker Aktienempfehlungen

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