Aktienanalyse:
Goldman Sachs: Gar nicht mal so gut, diese Zahlen!

Aktuelle Analyse der Goldman Sachs Aktie

Und wieder einmal präsentierte die US-Investmentbank Goldman Sachs Umsatz und Gewinn weit über den Erwartungen der Analysten. Das wirkte bullisch und so sollte es auch wirken. Aber in Wahrheit ist das eine Mogelpackung. Die überzeugte zwar am Dienstag immerhin so viele Anleger, dass die Aktie ein Plus von 1,86 Prozent schaffte. Aber damit schloss sie in etwa auf ihrem Eröffnungskurs und produzierte einen Doji, der gut und gerne einen Wendepunkt markieren könnte. Erstens, weil die Aktie bei überkaufter Markttechnik nahe an die Widerstandslinie bei 219 US-Dollar herangelaufen ist.

Zweitens, weil die Zahlen eigentlich ganz und gar nicht grandios waren und das eher magere Plus andeutet, dass dieser alte Analystentrick mehr und mehr Akteuren bewusst wird. Der Trick, ganz gezielt viel zu niedrige Prognosen abzugeben. Was gerade bei dieser Aktie schon Tradition hat. Alle durchschnittlichen Gewinnprognosen der vorangegangenen vier Quartale wurden meilenweit überboten. Hier die Schätzungen und die dann gelieferten Gewinne ab den 2. Quartal 2018: Q2/2018 Prognose 4,66 US-Dollar, Ergebnis 5,98 US-Dollar. Q3/2018 Prognose 5,38 US-Dollar, Ergebnis 6,28 US-Dollar. Q4/2018 Prognose 4,45 US-Dollar, Ergebnis 6,04 US-Dollar. Q1/2019 Prognose 4,89 US-Dollar, Ergebnis 5,71 US-Dollar. Und diesmal?

Expertenmeinung: Diesmal lag die Konsens-Prognose bei 4,89 US-Dollar, es wurden 5,81 US-Dollar. Klingt gut, war aber weniger als die 5,98 US-Dollar im Vergleichsquartal vor einem Jahr. Und das ist es, was eigentlich zählt. Auch der Umsatz war gefallen: Er lag zwar mit 9,46 Milliarden US-Dollar weit über der Analystenprognose von 8,9 Milliarden, aber zwei Prozent unter dem Umsatz des zweiten Quartals 2018. Nicht gut. Es sah eben nur gut aus, weil die meisten Medien einfach die Ergebnisse mit den Schätzungen vergleichen statt mit denen des repräsentativen Vorjahresquartals.

Damit ist einer Verzerrung der Realität Tür und Tor geöffnet … und dass das so lange schon funktioniert, basiert darauf, dass die meisten Anleger entweder an die relevanten Daten nicht herankommen oder sich die Mühe einfach nicht machen. So aber wird so getan, als habe Goldman Sachs wieder einmal alle verblüfft. Wären die Zahlen wirklich so gut gewesen wie man das vorgaukelte, wäre die Aktie indes weitaus stärker gelaufen, hätte nicht unter Tageshoch geschlossen und die Hürde bei 219 US-Dollar genommen. So müssen die Bullen darauf bauen, dass der übermorgen anstehende Abrechnungstermin am Terminmarkt die Aktie weiterzieht. Denn sollte der Kurs heute wieder nachgeben, könnte es ungemütlich werden.

Die pünktlich zum Halbjahresultimo erstmals seit April 2018 überwundene, im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie bei knapp 198,50 US-Dollar wäre auch für mittelfristige Anleger eine sinnvolle Basis, um sich für den Fall der Fälle abzusichern, dass diejenigen, die den Mummenschanz um die Quartalsbilanz durchschauen, nur abgewartet haben, ob es sich nicht zu besseren Kursen verkaufen ließe.

Chart vom 16.07.2019, Kurs 215,54 US-Dollar, Kürzel GS | LYNX Aktienempfehlungen

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