Börsenblick

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Aktienanalyse:
Klöckner mit Gewinnwarnung – Was jetzt?

Aktuelle Analyse der Klöckner Aktie

Klöckner ist einer der größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metallhändler in Europa und Nordamerika. Der Konzern agiert hierbei als Bindeglied zwischen der Stahlerzeugung und den Verbrauchern und ist mit 170 Standorten in 12 Ländern tätig.

Mehr als warnen kann man nicht

Klöckner ist ohne jeden Zweifel ein Zykliker und besonders konjunkturanfällig. Dieser Umstand hat Vor- und Nachteile, sollte aber niemals vergessen werden.

Da zyklische Branchen in der Rezession besonders stark unter Druck kommen, müssen sie in guten Zeiten überdurchschnittlich wachsen und sich ein Polster zulegen.

In den letzten Analysen hatte ich mehrfach darauf hingewiesen, dass das bei Klöckner nicht der Fall ist und daher von einem Kauf abgeraten. Zuletzt bei Kursen von 9,35 Euro.

Doch im Endeffekt ist das Votum bereits seit Jahren negativ und die Kursverluste sollten niemanden überraschen.

Der Umsatz hat sich nach dem Einbruch in der Finanzkrise wieder erholt, stagniert seitdem aber weitgehend.
Seit 2011 sind die Einnahmen von 7,10 auf 6,79 Mrd. Euro gesunken.

Bereits der erste Blick auf die Zahlen spricht also eine ganz klare Sprache: Die Hütte brennt Lichterloh.

Hinzu kommen noch Probleme bei der Profitabilität, die Marge schrammt die Null-Linie entlang. In der letzten Dekade hat man in 4 von 10 Fällen einen Verlust erwirtschaftet – trotz anhaltend „guter“ Konjunktur und Bauboom. Beim Cashflow sieht es noch schlechter aus.

Man kann sich ausrechnen, was in einer Krise passieren wird.

Ein kleiner Ratschlag

Genau aus diesen Gründen ist die Aktie auch ein langfristiger Underperformer. Klöckner notiert heute unter dem Ausgabepreis von 2006.

Es gilt wie immer: Investoren sollten die Finger von Aktien lassen, die ein Jahrzehnt oder mehr nicht vom Fleck kommen.

Diese Unternehmen haben im Regelfall schwerwiegende strukturelle Probleme, die sie nie lösen konnten. Das Geschäft läuft einfach nicht.

Selbst wenn man argumentiert, man wolle nur traden und nicht investieren: Warum nicht Aktien handeln, die ganz von selbst zur Oberseite streben?
Ist das nicht aussichtsreicher und einfacher?

Prognose gekappt

Denn gerade, wenn der geneigte Trader einen Boden erkennen mag, kommen vielleicht neue Hiobsbotschaften.

Was einen als Börsianer umso mehr ärgert, ist die Art & Weise der Kommunikation.

Auf der IR-Seite des Konzerns selbst konnte ich die Nachricht nicht finden, vielleicht ist sie aber auch irgendwo.

Erst über den eingebetteten Twitter-Feed gelangt man auf die Seite der DGAP und die Mitteilung.

Demnach muss man „vor dem Hintergrund unerwartet hoher negativer Preiseffekte sowie der rückläufigen Nachfrageentwicklung – insbesondere im Automobilgeschäft“ die Prognose anpassen. Man erfährt auch wie hoch das EBITDA im zweiten Quartal und im Geschäftsjahr ausfallen soll.

Leider aber nicht wie viel man bisher erwartet hatte… Klöckner macht es den Aktionären, denen die ganze Bude immerhin gehört, nicht gerade leicht. Auch das spricht Bände.

Scheinbar soll man sich die alte Prognose gefälligst selbst raussuchen. Das EBITDA dürfte im Gesamtjahr von 227 Mio. auf 180-200 Mio. Euro sinken. Bisher war man von einem leichten Anstieg ausgegangen.

Bewertung

Man könnte noch eine Weil fortfahren und Argumente gegen die Aktie finden. Das Unternehmen wächst nicht und ist nicht nachhaltig profitabel.
Die Zahl der ausstehenden Papiere hat sich hingegen erhöht.

Das KGVe liegt trotz rückläufigem Gewinn und der grundlegenden Probleme bei sehr fragilen 15.

Der freie Cashflow ist negativ und die Dividende daher wohl in Gefahr.

Die Bilanz sendet auch keine positiven Signale. Die Barmittel sind rückläufig, die Verpflichtungen steigen.
Die langfristigen Schulden sind fast so hoch wie der Börsenwert.

Das Unternehmen erfüllt die grundlegenden Voraussetzungen für ein Investment daher nicht.

Chart

Klöckner notiert unter dem Ausgabepreis von 2006, ein mehr als eindeutiges Signal.

Der Abwärtstrendkanal wurde zur Unterseite verlassen und die jüngste Erholung wird direkt wieder abverkauft.
Grundsätzlich ist der Weg in Richtung 6,00 und dem kürzlich markierten Allzeittief bei 5,82 Euro frei. Darunter rücken wohl 5,00 Euro ins Visier der Anleger.

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Chart vom 26.04.2019 Kurs: 6,44 Kürzel: KCO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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