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Aktienanalyse:
LVMH: Die große Wette

Aktuelle Analyse der LVMH Aktie

Die Aktie des Luxusgüterkonzerns Louis Vuitton Moet Hennessy ist auf dem Sprung, mittelfristig entscheidende Charthürden zu bezwingen. Sie sehen im Chart, dass sich bereits Ende März nach einer rasanten Gegenreaktion nach oben eine Seitwärtsrange gebildet hat, aus der die Aktie bislang nicht auszubrechen vermochte. Durch die lange Dauer dieser Seitwärtsbewegung erhält die obere Begrenzung dieser Range jetzt zusätzliche Relevanz. Denn mittlerweile hat die übergeordnete, im Januar etablierte Abwärtstrendlinie, derzeit bei 366 Euro, diesen Bereich erreicht. Und die Trader proben, wie man im Chart sehen kann, den Ausbruch.

Würde dieser gelingen, müsste die Aktie zwar noch am Hoch des letzten, abgewiesenen Ausbruchsversuchs bei 370 Euro und an der 200-Tage-Linie bei aktuell 376,60 Euro vorbei, um aus rein charttechnischer Sicht wirklich erst einmal freie Bahn nach oben zu haben. Aber diejenigen, die auf den Ausbruch setzen, haben bei dieser Wette einen Vorteil: Ob sie damit richtig liegen, wird sich erst in gut zwei Monaten herausstellen. Denn erst dann stehen die Halbjahresergebnisse des Unternehmens an. Und mit ihnen erstmals Daten zum Gewinn. Denn LVMH meldet in den Quartalsbilanzen die Entwicklung der Umsätze, zum Gewinn nimmt man dort aber nur am Ende eines Halbjahres Stellung. Wird die Wette der Bullen aufgehen?

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Expertenmeinung: Diejenigen, die versuchen, die Aktie aus ihrer Handelsspanne nach oben heraus zu bekommen, gehen davon aus, dass der weltweite Einbruch des Einzelhandels den Luxusgütersektor nur moderat betroffen hat. Die Wette lautet also, dass sich Luxus immer gut verkauft, weil die Reichen von der derzeitigen Rezession weniger bis gar nicht betroffen sind und ihr Konsumverhalten deswegen auch nicht ändern. Eine gewagte Wette, denn im ersten Quartal hat LVMH organisch immerhin 17 Prozent weniger umgesetzt und teilte im Zuge der Veröffentlichung dieser Zahlen mit, dass man die Dividende reduzieren müsse. Zwar ist China für den Konzern ein sehr wichtiger Markt und die Geschäfte konnten dort weit früher wieder öffnen als in Europa oder den USA. Aber China war schon wieder „offen“, als das Unternehmen am 17. April die Quartalsumsätze vorlegte. Wäre man sicher, ungeschoren aus der Krise hervorzugehen, hätte man die Dividende eher nicht gekürzt.

Sollte es dem bullischen Lager gelingen, sich nach oben abzusetzen, kann der Kursanstieg dennoch relativ weit reichen, alleine, weil man ja weiß, dass die Halbjahreszahlen und damit die Auflösung der Wette erst Ende Juli anstehen. Aber zum einen ist der Ausbruch noch nicht gelungen, zum anderen könnte es angesichts eines derart fragilen Unterbaus dieses Optimismus nicht schaden, auch die Unterseite im Auge zu behalten. Denn sollte es den Tradern noch ein paar Tage lang nicht gelingen, LVMH aus seiner Handelsspanne nach oben hinaus zu befördern, werden einige sicherlich testen, ob die Short-Seite nicht vielleicht doch ein leichteres Durchkommen bietet.

LVMH Aktie Chart vom 21.05.2020, Kurs 361,00 Euro, Kürzel MC | Online Broker LYNX

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