Börsenblick

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Analyse:
Nemetschek: Das war weder eine Überraschung noch ein Kaufsignal!

Mit einem Plus von 5,24 Prozent war die Aktie des Bau- und Architektursoftware-Entwicklers Nemetschek in einem ohnehin steigenden Markt der Tagessieger im MDAX. Welche positive Nachricht mag die Marktteilnehmer bewogen haben, so beherzt zuzugreifen? Es gab gar keine positiven Nachrichten, auch keine schlechten.

Es war ausschließlich die Kombination aus zwei Elementen: Der abrupten und für viele völlig überraschenden Aufwärtswende zuvor haltlos abrutschender US-Aktienmärkte am Donnerstag, an dem man bei uns feiertagsbedingt nicht reagieren konnte und einer charttechnisch brenzligen Situation, die die Bullen mit dem Rückenwind allgemeiner Käufe auf Basis der US-Vorlagen heilen wollten. Und heilen konnten?

Sehen wir uns den Chart an. Da springt einem die Antwort unmittelbar ins Auge. Die da lautet: noch nicht. Diese Käufe waren nicht nur aufgrund der US-Rallye und der in deren Kielwasser mitlaufenden deutschen Indizes keine Überraschung. Sie reichten auch nicht aus, um ein bullisches Signal zu generieren. Was gelang, ist ein klar bärisches Signal im allerletzten Moment abzuwenden. Aber man darf vermuten, dass die Leerverkäufer, die Bären, sich keineswegs als geschlagen betrachten und bereitstehen, eine zweite Chance zu nutzen, sofern sie die bekommen.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt das Problem, das momentan noch die Bullen haben und nicht das bärische Lager. Nemetschek war am Dienstag mit dem Versuch gescheitert, sich aus dem Anfang Juli etablierten Abwärtstrend zu befreien. Am Mittwoch brach die Aktie daraufhin weg und rutschte ziemlich deutlich unter die im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie, die im September noch verteidigt werden konnte.

Eigentlich wäre die Messe damit schon gelesen gewesen, aber die ausharrenden Bullen hatten das Glück, dass sie von der Schlussglocke des Handels gerettet wurden, weil die Aktie fast genau auf Höhe des September-Verlaufstiefs zum Stehen kam und damit noch eine allerletzte Chance bekam. Und dann kam der Feiertag mit der abrupten Aufwärtswende der US-Börsen, die den Käufern den Mut gab, diese 5,24 Prozent weit führende „Rettungsaktion“ zu starten. Aber der Haken ist eben:

Die Aktie lief dadurch zwar an die zuvor gebrochene 200-Tage-Linie heran, aber nicht darüber. Die wird derzeit noch durch die 20-Tage-Linie als Widerstand verstärkt. Und selbst wenn der Kurs heute über diese gleitenden Durchschnitte geht, er müsste auch noch die Juli-Abwärtstrendlinie bezwingen, an welcher er in der Vorwoche gescheitert war.

Es bedarf eines Schlusskurses klar über dem Verlaufshoch des vergangenen Dienstags (48,96 Euro), um die Kuh wirklich vom Eis zu bekommen. Dann dürften die Bären aufgeben, den Anstieg durch Eindeckungen von Leerverkäufen womöglich noch intensivieren. Aber das muss eben erst einmal gelingen!

Chart vom 04.10.2019, Kurs 45,74 Euro, Kürzel NEM | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

 

 

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