Micron Technology Aktie Prognose Micron Technology: Es kommt auf die Perspektive an

News: Aktuelle Analyse der Micron Technology Aktie

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Micron Technology
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Micron hat einen Horror-Ausblick vorgelegt, der Kurs steigt nachbörslich trotzdem. Sind so langsam alle verrückt, oder ergibt das sogar Sinn?

Futter für die Bären

Am Donnerstagabend war es mal wieder so weit. Micron präsentierte Zahlen und einen Ausblick für das, was da kommen möge.

Der Gewinn lag in Q4 mit 1,45 je Aktie über den Erwartungen von 1,40 USD. Der Umsatz verfehlte mit 6,64 Mrd. die Analystenschätzungen von 6,88 Mrd. USD allerdings.

Das wäre noch so halbwegs akzeptabel gewesen, allerdings bedeutet das auch, dass der Umsatz auf Jahressicht um 20% gesunken und der Gewinn sogar um 40% eingebrochen ist.

Obendrein stellt man für das erste Quartal des nun angebrochenen Geschäftsjahres nur noch ein ausgeglichenes Ergebnis und einen Umsatzeinbruch auf 4,0 – 4,5 Mrd. USD in Aussicht.

Die Bären, immerhin wurden rund 3% aller Aktien leerverkauft, dürften sich richtig gefreut haben.
Allerdings stieg die Aktie als Reaktion auf diese Nachrichten zeitweise sogar.  

Man darf sich wirklich fragen, wie das möglich sein kann.

Futter für die Bullen

Wie immer kommt es eben auf die Perspektive an. Langfristig führt wenig daran vorbei, dass der Speicher-Markt wachsen wird.
Die Datenmengen explodieren und die Notwendigkeit ihrer Speicherung und vor allem Verarbeitung nimmt ebenfalls zu.

Der Bedarf für Arbeitsspeicher (DRAM) und schnelle Speicher (NAND) dürfte in Zukunft also geradezu zwangsweise steigen. In beiden Bereichen ist Micron Technology führend.

Wir haben es also mit einem Marktführer in einer wachsenden Branche zu tun. Im Fall von DRAM handelt es sich sogar um ein Oligopol, welches faktisch von Micron, Samsung und SK Hynix beherrscht wird.
Bei NAND-Speichern sind es auch nur sechs Unternehmen, die sich den Markt aufteilen.

Und damit wären wir auch schon fast am Ende der Analyse. Denn daraus ergibt sich eine recht simple Rechnung.

Micron hat in diesem Jahr 9,48 Mrd. USD verdient und im bisher besten Jahr 14,1 Mrd. USD.

Wie viele gute Jahre benötigt Micron noch, um den derzeitigen Börsenwert von 54,7 Mrd. USD zu rechtfertigen?
Ferner ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Unternehmen in einigen Jahren neue Rekordgewinne einfahren wird.

Chart vom 30.09.2022 – Kurs: 49,32 Kürzel: MU - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 30.09.2022 – Kurs: 49,32 Kürzel: MU – Wochenkerzen

Wir werden sehen, ob der Börsenwert noch immer bei 54,7 Mrd. USD liegen wird, wenn Micron dereinst 20 Mrd. USD verdient.

Mit Unterschreiten von 55 USD und 52 USD wurden jeweils Verkaufssignale ausgelöst. Es wäre gut möglich, dass jetzt der untere Aufwärtstrend und die Unterstützungszone bei 43,50 – 40,00 USD angesteuert wird.

Für antizyklische Investoren könnte das eine Gelegenheit sein.

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Vorherige Analysen der Micron Technology Aktie

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In der letzten Analyse zu Micron hatten wir die Frage gestellt, ob der mehrjährige Aufwärtstrend hält oder nicht.
Am Donnerstag hat der Speicher-Spezialist Quartalszahlen vorgelegt und die kamen nicht gut an.

Nachbörslich ging es um 4,18% auf 52,97 USD abwärts. Wird dieser Kurs im regulären Handel bestätigt und kann Micron nicht zeitnah wieder über 55 USD zurückkehren, käme es zu einem Verkaufssignal.

Chart vom 01.07.2022 - Kurs: 52,97 Kürzel: MU - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.07.2022 – Kurs: 52,97 Kürzel: MU – Wochenkerzen

In diesem Szenario muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 50 USD gerechnet werden.
Darunter wäre sogar der Weg in Richtung 43,50 – 40,00 USD frei.

Aus Sicht der Bullen muss der Kurs möglichst schnell wieder über 50 USD zurückkehren, nur das führt zu einer Entspannung.

Waren die Zahlen wirklich so schlecht?

Soweit zur technischen Einschätzung. Aber selbstverständlich ergibt sich erst ein vollständiges Bild, wenn wir uns auch die Zahlen zu Gemüte geführt haben und vor allem auch die Bewertung von Micron sowie die zugrundeliegenden langfristigen Trends berücksichtigen.

Fangen wir mit den Zahlen an.

Der Gewinn lag in Q3 mit 2,59 je Aktie weit über den Schätzungen von 2,45 USD. Der Umsatz lag wie erwartet bei 8,64 Mrd. USD.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 16% und einem Gewinnsprung um 37%.

Das war also sicherlich nicht der Auslöser für den Abverkauf. Es sieht aber stark danach aus, dass das Fahrwasser deutlich rauer wird.
Pünktlich zu den Quartalszahlen von Micron, finde ich in meinem Newsfeed auch noch eine Meldung von Digitimes.

Demnach ist es seit Ende Juni zu einem „rapiden“ Preisverfall bei DRAM und NAND Speichern gekommen.
Es ist sicherlich kein Zufall, dass dieser Artikel unmittelbar vor Bekanntgabe der Zahlen von Micron veröffentlicht wurde.

Wissen wir doch

Im Endeffekt ist das auch keine Neuigkeit, die Preise von Arbeitsspeicher sinken bereits seit April.
Wenn man die Aufwärtsbewegung von 2021 ausblendet, sinkt der Preis bereits seit 2018. Und wenn man das Big Picture betrachtet, wird klar, dass der Preis übergeordnet immer sinkt.

Computer und Elektronikprodukte werden günstiger, das Volumen steigt allerdings sehr viel schneller als der Preis sinkt.

Außerdem muss man eine Sache ganz klar sagen: Ob Preis oder Nachfrage in den kommenden Wochen oder Monaten sinken oder steigen, ist langfristig belanglos.

Für Micron und den Wert des Unternehmens kommt es darauf an, wo der Markt in einer Dekade und mehr steht.
Der Wert von Micron entscheidet sich nicht an dem Gewinn im nächsten Quartal, sondern daran, was man in den vielen Jahren, die da noch kommen mögen, verdienen wird.

Ausblick gekappt

Das wird die Mehrheit der Anleger aber nicht davon abhalten, Micron aufgrund von vorübergehenden Problemen oder aus Angst vor einer Rezession abzustoßen.

Genau aus diesen Gründen hat sich der Kurs ja bereits fast halbiert. Und tatsächlich liegt die Prognose für das vierte Quartal weit unter den bisherigen Erwartungen.

Micron stellt ein Ergebnis von 1,43 – 1,83 USD je Aktie in Aussicht, bisher war man von 2,50 USD je Aktie ausgegangen.

Die Nachfrage in den Bereichen Datenzentrum und Server ist ungebrochen.
Micron zufolge kam es aber zu einem deutlichen Rückgang der industriellen Nachfrage gekommen.
Die Zahl der PC -Verkäufe könnte in diesem Jahr um 10% sinken, bei Smartphones wird ein Rückgang im einstelligen Prozentbereich erwartet.

Das schlägt sich natürlich in den Zahlen nieder. Aber ändert das etwas an der langfristigen Perspektive?

Dementsprechend reagiert Micron auch absolut richtig auf diese Situation und kündigt bereits „aggressive Aktienrückkäufe“ an.

Micron hat die hohen Gewinne der letzten Jahre genutzt und sich entschuldet. Inzwischen hat man keine Nettoverpflichtungen mehr und 10,16 Mrd. USD an Barmitteln in der Rückhand.

Damit könnte man derzeit mehr als jede sechste Aktie einziehen, was bei der derzeitigen Bewertung sicherlich keine schlechte Idee ist.
Unter der Annahme, dass der Gewinn in Q4 am unteren Ende der jetzigen Prognose liegt, kommt Micron noch immer nur auf eine forward P/E von 6,3.

Fantasielos

Vielleicht fehlt mir die Fantasie. Aber ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem ein Investment in Micron auf lange Sicht keine ordentlichen bis sehr guten Resultate liefern sollte.

Micron ist außerordentlich niedrig bewertet, hat hohe Kapitalrenditen, 50.000 Patente und ist in einem stark wachsenden Markt aktiv, der durch ein Oligopol geprägt wird.

Es führt im Endeffekt gar kein Weg daran vorbei, dass wir zukünftig sehr viel mehr Daten- und Arbeitsspeicher benötigen werden, schließlich steigen die Datenmengen unaufhörlich.

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Hält der mehrjährige Aufwärtstrend oder nicht? Wir zeigen Ihnen, wo die wichtigsten Kursziele und Kaufmarken liegen und ob Micron auch ein Investment-Case sein könnte.

Wie die Zeit vergeht

Bei manchen Aktien frage ich mich, wie viele Artikel ich schon darüber geschrieben habe. Micron ist eine davon.
Tatsächlich begleitet mich Micron seit Anfang 2016. Damals lag der Kurs bei 10 USD und eigentlich sollte es nur ein Trade werden.

Es hat sich allerdings schnell herausgestellt, dass das Unternehmen sehr viel mehr Qualität mitbringt und ein Investment wahrscheinlich die bessere Entscheidung sein dürfte.
Heute würde sich diese Frage für mich ohnehin nicht mehr stellen. Aus einem Vollzeit-Trader ist ein Vollzeit-Investor geworden. Den aktiven Handel sollen und dürfen andere übernehmen.

Statistisch gesehen scheitern 99% der Trader binnen fünf Jahren. Der Großteil sehr viel früher.
Daher rate ich jedem davon ab. Aber von diesem gut gemeinten Rat wird sich ohnehin niemand abbringen lassen. Daher wünsche ich Ihnen, dass Sie zu den 1% gehören.

Einzigartigkeit

Ich erinnere mich an einen Vortrag von Peter Thiel, den ich vor einigen Jahren gehört hatte.
Der Titel war „Competition is for Losers“. Im Kern geht es darum, dass Unternehmen einzigartig sein müssen, um wirklich herausragende Erfolge zu erzielen.

Ein Weg, das zu erreichen ist natürlich ein Monopol. Nach der Meinung des Redners sollte man nur in monopolistische Strukturen investieren und auch nur für solche Unternehmen arbeiten.

Natürlich ist die Formulierung überspitzt, aber grundlegend liegt er richtig. Einzigartige Unternehmen, sind das, was wir als Investor suchen sollten.

Die Basis dafür kann eine ganze Reihe von Eigenschaften bilden, Monopole oder Oligopole sind nur ein Beispiel.
Es kann auch eine proprietäre Technologie, Kundenbindung, eine starke Marke oder ähnliches sein.

Ich würde behaupten, dass wir es bei Micron mit so einem Fall zu tun haben.

Meilenweit voraus

Micron Technology ist ein weltweit agierender Hersteller und Anbieter von Halbleitersystemen, vor allem im Bereich Arbeitsspeicher.

Das Hauptgeschäft von Micron entfällt auf DRAM -Arbeitsspeicher. Der Markt wird weltweit von drei Akteuren beherrscht, neben Micron sind das Samsung und SK Hynix.

Das erlaubt es allen drei Herstellern, in diesem Markt hohe Gewinne zu erzielen. Die Margen sind für die Hardware-Branche sogar außerordentlich hoch, das gilt vor allem, wenn die Auslastung in  Richtung 100% tendiert.

Basis für moderne Arbeitsspeicher sind Lithographiesysteme. Eine einzelne dieser Maschinen kostet inzwischen 200-300 Mio. USD.
Das ist nur einer der Gründe, warum der Markt von wenigen Playern beherrscht wird.

Die meisten ehemaligen Konkurrenten haben längst den Anschluss verloren und haben nicht die Finanzkraft, hier noch mitzuspielen.

Rückenwind

Ferner ist vollkommen klar, wohin sich der Markt für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher (NAND) entwickeln wird. Die Zeichen stehen auf Wachstum, erheblichem Wachstum.

Die Datenmengen steigen, ein Datenzentrum und eine Cloud-Farm nach der anderen werden aus dem Boden gestampft. Über all benötigt man Flash und Arbeitsspeicher.
Die Daten wollen schließlich gespeichert und vor allem schnell verarbeitet werden.

Je nachdem welcher Prognose man Glauben schenkt, dürfte das jährliche Wachstum im Bereich Flash-Speicher und DRAM bis 2030 jeweils bei 10-20% liegen.

Micron hat also erheblichen Rückenwind. Dennoch wurde die Aktie zuletzt abverkauft, vermutlich aufgrund von Rezessionsängsten.
Das erscheint durchaus nachvollziehbar, da der Sektor als zyklisch gilt.

Dass das Geschäft mit Arbeitsspeicher und vielen anderen Typen von Halbleitern aber noch so zyklisch ist, wie es früher der Fall war, wage ich zu bezweifeln.

Ausblick und Bewertung

Am 30. Juni wird Micron die nächsten Zahlen präsentieren, dann werden wir sehen, ob auch das dritte Quartal so gut verlaufen ist wie die vorherigen.
Das Geschäftsjahr von Micron endet im August, ist also bereits weitgehend abgeschlossen.

In den ersten sechs Monaten war die Geschäftsentwicklung sehr erfreulich. Der Umsatz kletterte von 12,0 auf 15,5 Mrd. USD.
Das Ergebnis explodierte von 1,23 auf 4,04 USD je Aktie regelrecht.

Für das Gesamtjahr wird ein Ergebnis von 9,60 USD je Aktie erwartet. Micron kommt somit nur auf eine forward P/E von 5,8.

Das ist für sich genommen bereits eine sehr erstaunliche Gesamtkonstellation. Die Sache wird aber noch interessanter, da in den kommenden Jahren weitere Gewinnsteigerungen erwartet werden.

Darf man den Prognosen Glauben schenken, könnten sich der Gewinn im laufenden und den nächsten beiden Jahren auf mehr als 35 USD je Aktie summieren, beim freien Cashflow sollen es rund 20 USD je Aktie werden.

Chart vom 21.06.2022 - Kurs: 55,75 Kürzel: MU - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 21.06.2022 – Kurs: 55,75 Kürzel: MU – Wochenkerzen

Micron ist zum mehrjährigen Aufwärtstrend bei 55 USD zurückgekommen und scheint dort vorerst Halt zu finden.
Können die Bullen diese Trendlinie abermals verteidigen, wäre eine Erholung in Richtung 60 sowie 62 und 66 USD möglich. Darüber hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Fällt Micron jedoch unter 55 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Bei manchen Aktien wünscht man sich, dass sie fallen, doch sie tun es einfach nicht.
Zu dieser Kategorie gehört auch Micron, die Aktie trotzt seit Wochen dem schwachen Marktumfeld und hält sich gut.

Für aktive Anleger ist selten eine schlechte Idee relative Stärke zu kaufen. Langfristige Investoren hoffen jedoch auf das Gegenteil, je tiefer es geht, umso besser. Antizyklische Investoren wollen schließlich möglichst günstig einsteigen.
Micron könnte für beide Seiten interessant sein.

Glauben Sie nicht mir

Zum ersten Mal bin ich 2016 auf Micron Technology gestoßen. Ich kann nicht zählen, wie oft ich mich seitdem positiv zur Aktie geäußert habe und bis heute hat sich nichts an dieser bullischen Einschätzung geändert.

Eine Reihe anderer Value-Investoren scheint ebenfalls zu einem optimistischen Ergebnis zu kommen.

Li Lu von Hamalaya Capital, seines Zeichens einer der erfolgreichsten Investoren unserer Zeit, hat Micron Technology in seinem US-Portfolio mit 37% gewichtet.

Mohnish Pabrai, der inzwischen wohl hauptsächlich in Indien, China und der Türkei engagiert ist, hält in den USA nur noch eine einzige Aktie: Micron Technology.

Zuletzt hatten diese Aktien einen Wert von 142 Mio. USD und machen damit einen enormen Teil (20%) der insgesamt wohl rund 700 Mio. USD, die Pabrai verwaltet.

Es gäbe noch eine ganze Reihe anderer Namen, die man nennen könnte und die ebenfalls investiert sind.
Darunter beispielsweise auch David Tepper (Apaloosa), Sequoia, Seth Klarman (Baupost) oder auch Prem Watsa (Fairfax)

Was sehen sie?

Was die einzelnen Investoren dazu bewogen hat, bei Micron einzusteigen, kann man nur mutmaßen.

Micron Technology ist ein weltweit agierender Hersteller und Anbieter von Halbleitersystemen, vor allem im Bereich Arbeitsspeicher. Das Hauptgeschäft von Micron entfällt auf DRAM -Arbeitsspeicher.

Der Markt wird weltweit von drei Akteuren beherrscht, neben Micron sind das Samsung und SK Hynix.

Das erlaubt es allen drei Herstellern, in diesem Markt hohe Gewinne zu erzielen. Die Margen sind für die Hardware-Branche sogar außerordentlich hoch.

Aufstrebende Konkurrenten sind nicht in Sicht, denn für die Produktion hochmoderner Arbeitsspeicher sind Lithographiesysteme notwendig. Der Preis dieser Maschinen beginnt bei ca. 200 Mio. USD.

Gute Jahre

Die Zukunft scheint also recht sicher zu sein. Dazu kommt wahrscheinlich die Überlegung, dass Micron in guten Phasen geradezu astronomische Gewinne einfährt.

In den letzten 12 Monaten hat man beispielsweise 9,0 Mrd. USD verdient. Im Spitzenjahr 2018 waren es sogar 14,1 Mrd. USD.
Die Branche ist zwar größeren Schwankungen unterlegen, Micron hat aber selbst im letzten Abschwung noch gut verdient.

Am Ende wird man nicht mehr viele gute Jahre brauchen, um den derzeitigen Börsenwert zu rechtfertigen, schließlich liegt die die forward P/E bei mageren 7,2. Das Geschäftsjahr endet bereits im August.

Darf man den Prognosen Glauben schenken, soll damit aber noch nicht Schluss sein.
Im dem im September anbrechenden Geschäftsjahr soll das Ergebnis auf über 12 USD je Aktie steigen. Für 2024 werden sogar mehr als 14 USD je Aktie erwartet.

Da Micron Technology 10,1 Mrd. USD auf der hohen Kante und keine Nettoverpflichtungen mehr hat, kann man mit weiteren Buybacks rechnen. Im letzten Quartal hat man 4,8 Mio. Aktien eingezogen.

Chart vom 20.05.2022 - Kurs: 70 Kürzel: MU - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.05.2022 – Kurs: 70 Kürzel: MU – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht steht die Aktie am Scheideweg. Es wäre gut möglich, dass die Korrektur auf diesem Niveau ein Ende findet.
Solange die Unterstützung bei 66 USD nicht nachhaltig unterschritten wird, könnte dieser Bereich die Basis für erneute Kursgewinne sein.

Fällt Micron jedoch unter 66 USD, wäre eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 61 und 55 USD denkbar. Für antizyklische Investoren könnte sich das als Gelegenheit herausstellen.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Neben klingenden Namen wie Nvidia, AMD oder Intel gehört der US-Konzern zu den führenden Chipunternehmen weltweit. Am Montag nach Börsenschluss wurden die Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal bekanntgegeben und diese waren geradezu grandios. Der Gewinn ist im Vergleichszeitraum um satte 177% gestiegen. Auch der Umsatz konnte mit einem Plus von 33% die Erwartungen der Analysten zufriedenstellen. Der gestrige Anstieg an der Wall Street wurde zum Großteil auf dem Rücken dieses Unternehmens getragen. Es kam wieder etwas Euphorie auf und die Bullen konnten sich erstmals seit vielen Tagen wieder in Szene setzen. Auch die Micron Technology-Aktie überzeugte und ging mit einem Plus von über +10% aus dem Handel. Der Trend geht aus technischer Sicht erstmals seit langem wieder in eine bullische Phase über.

Expertenmeinung: Die größten Gewinner an der Börse haben nun mal starke Wachstumsraten und somit dürfte uns diese Aktie wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder mit guten Setups und neuen Hochs begleiten. Micron dürfte in der nächsten Rallye eine wichtige Rolle als Zugpferd übernehmen und sollte somit für mögliche tradebare Setups unbedingt auf der Beobachtungsliste behalten werden. Solange das nun aufgerissene Gap offenbleibt, sehen wir der weiteren Entwicklung der Aktie sehr bullisch entgegen. Als nächstes dürfte das Allzeithoch bei 97.50 USD in das Visier der Anleger geraten.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 21.12.2021 Kurs: 90.68 Kürzel: MU | Online Broker LYNX