Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Nordex steht auf der Kippe

Nordex produziert und vertreibt technologisch anspruchsvolle Onshore-Windkraftanlagen der Multimegawatt-Klasse.

Breit aufgestellt

Als Systementwickler übernimmt Nordex die Planung und das Engineering für große Anlagen und fertigt selbst die Steuerungen, die Elektrotechnik, die Maschinenhäuser und die Rotorblätter.

Überdies hat sich die Gruppe als Dienstleister für die Planungsphase von Windparksystemen positioniert, der geeignete Flächen findet und Windparks einschließlich Netzanschluss und Anlagen-Services technisch realisiert.

Nordex deckt als einen großen Teil der Wertschöpfungskette ab und kann auf allen Ebenen Services anbieten.

Das muss Ihnen bewusst sein

Nordex hat sich also seinen Platz in dieser Wachstumsbranche erkämpft, an den Unternehmenszahlen erkennt man aber auch, dass nicht alles optimal läuft.

Der Umsatz ist in der zurückliegenden Dekade von 1,14 auf 2,46 Mrd. Euro gestiegen, in den letzten beiden Jahren allerdings von 3,40 Mrd. Euro eingebrochen.

Beim Gewinn hapert es seit jeher. Das Unternehmen schafft es einfach nicht, anhaltend profitabel zu arbeiten.
Das gilt leider auch für das abgeschlossene und laufende Geschäftsjahr. Man erwartet 2019 wieder einen Verlust.

Der freie Cashflow hat sich etwas besser entwickelt, zuletzt konnte man immerhin ein Plus von 11 Mio. Euro erzielen. Im Verhältnis zum Umsatz ist das aber auch nicht gerade viel.

Es fällt auch sofort auf, dass Nordex nahezu den kompletten operativen Cashflow reinvestieren muss. Das Geschäft ist also kapitalintensiv.

Ein Teil des Wachstums wurde durch Kapitalerhöhungen finanziert. Die Zahl der ausstehenden Aktien ist in den letzten drei Jahren von 81 auf 97 Mio. Stück gestiegen.

Eine derartige Verwässerung ist für Anleger nie erfreulich, vor allem wenn Umsatz und Gewinn gleichzeitig rückläufig sind.

Ausblick und Bewertung

Die Entwicklung von Nordex ist also von Licht und Schatten geprägt. Bullen und Bären haben und hatten je nach Zeitpunkt gute Argumente und das erklärt auch die sehr volatile Kursentwicklung.

Timing ist also der Schlüssel.

Daher hatte ich die Aktie Anfang des Jahres auch bei 7,85 Euro zum Kauf empfohlen:

Nordex: Traders Dream?

Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg bis 13,32 Euro hatte ich dann zu Gewinnmitnahmen geraten:

Nordex: Jetzt wird es gefährlich

Fundamental betrachtet halte ich die Bewertung von Nordex weiterhin für zu hoch.
Selbst wenn die Prognose für 2020 erfüllt werden kann, läge das KGV dann noch bei 27.

Ein viel höherer Gewinn wurde auch nie erzielt, daher scheint auch das anschließende Potenzial eher gering. Es ist aber ohnehin Zukunftsmusik und wer weiß schon, ob die Prognose für 2020 auch wirklich erreicht wird?

Die bloße Aussicht auf ein KGV von 27 im Jahre 2020 ist einfach zu viel, vor allem mit Blick auf die vorhandenen Probleme, die unstete Entwicklung und den rückläufigen Umsatz.

Chart

Aus technischer Sicht steht Nordex auf der Kippe.

Solange die Bullen das Papier über 12,00 Euro halten können, besteht die berechtigte Hoffnung auf eine Erholung in Richtung 13,00 und 14,00 Euro. Darüber sitzen die Bullen wieder fest im Sattel.

Fällt die Aktie hingegen unter 12,00 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit ersten Kurszielen bei 11,60 und 11,00 Euro. Darunter wäre Platz bis in den Bereich 9,60 – 10,00 Euro.

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Chart vom 18.06.2019 Kurs: 12,14 Kürzel: NDX1 - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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