Börsenblick

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Aktienanalyse:
Fiat Chrysler: Fusion mit Renault – DAS ist unglaublich

Aktuelle Analyse der Fiat Chrysler Automobiles Aktie

Fiat Chrysler ist einer der weltweit führenden Autobauern, mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.

Zum Konzern gehören Fiat und Chrysler auch Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Jeep, Lancia, Maserati und Ram sowie die weniger bekannten Industrieunternehmen und Zulieferer Magneti Marelli, Comau, Mopar und Teksid.

Die Börse schläft seit Jahren

Magneti Marelli wurde erfolgreich verkauft. Wir sind auf die Transaktion ausführlich eingegangen.

Selbst wenn man es kurz zusammengefasst, wird schnelle eine Diskrepanz offensichtlich:
Der Verkaufspreis der Tochter entspricht mit 7,1 Mrd. USD mehr als einem Drittel des Börsenwerts von Fiat Chrysler. Auf Magneti entfielen aber weniger als ein Zehntel des Gewinns.

Noch bemerkenswerter ist allerdings die Tatsache, dass der Verkauf vollständig durch andere Unternehmensteile kompensiert: Fiat erwartete einen Gewinn über dem Vorjahresniveau, als Magneti noch zum Konzern gehörte.

Dass der Kurs von Fiat auf diese Tatsachen nicht massiv positiv reagiert hat, ist absolut unverständlich.

Alle Details finden Sie hier: Fiat Chrysler: Zeit zu handeln

Nach der Analyse habe ich die Aktie auch für das Musterdepot 3 auf Guidants gekauft. Derzeit liegt die Position knapp im Plus und darüber hinaus haben wir 2,15 Euro je Aktie an Sonderdividenden erhalten.

Innerhalb weniger Monate ist also eine Dividende von knapp 18% angefallen.
Der Konzern hat schlichtweg zu viel Geld und muss es ausschütten.

Folgt jetzt die Fusion Renault?

Durch einen Zusammenschluss würde einer der größten Automobilkonzerne der Welt entstehen.

Das bringt Chancen mit sich, birgt aber auch Risiken und ob es für die Aktionäre von Fiat positiv wäre, liegt vor allem an der Art und Weise, wie der Zusammenschluss konstruiert wird.

Bevor ich mir Verlautbarungen beider Konzerne durchgelesen habe, habe ich mir natürlich  Gedanken darüber gemacht, was aus meiner Sicht die beste Variante wäre.

Im besten Fall schließen sich die beiden Unternehmen zusammen und alle bisherigen Aktionäre erhalten in einem entsprechenden Umtauschverhältnis Wertpapiere der neuen „Fiat-Chrysler-Renault“.

Pro und Contra

Die Vorteile einer Fusion liegen auf der Hand: Insgesamt erwartet man rund 5,0 Mrd. Euro an jährlichen Einsparungen.

Man kann die Bereiche Forschung & Entwicklung zusammenlegen, vorhandene Patente konzernübergreifend nutzen.

Rund 40% der erwarteten Kosteneinsparungen entfallen auf den Einkauf.
Die Schließung von Standorten wurde indes ausgeschlossen.

Fiat-Chrysler ist sehr stark in Nordamerika und Europa positioniert, Renault kooperiert eng mit Nissan/Mitsubishi und hat sich in Asien nennenswerte Marktanteile erstritten.

Stichhaltige Argumente gegen die Fusion kann ich derzeit nicht ausmachen, denn bisher sieht es tatsächlich danach aus, dass es sich um eine Fusion auf Augenhöhe handelt.

Der Markt scheint es ebenfalls positiv einzuschätzen, die Kursreaktionen der Aktien sprechen für sich.

Wie läuft das jetzt ab?

Hier finden Sie die Pressemitteilung mit den Informationen zum möglichen Deal.

Die Aktionäre von Fiat und Renault sollen abschließend jeweils 50% am neuen Unternehmen halten und daher spricht vieles für ein Tauschgeschäft ohne neue Schulden – so wie ich es mir eingehend gewünscht hätte.

Die Aktionäre von Renault erhalten in diesem Szenario auf jeden Fall einen guten Deal, da Fiat deutlich unterbewertet ist. Umgekehrt scheint das nicht im selben Ausmaß der Fall zu sein, doch die positiven Effekte des Zusammenschlusses überwiegen auch hier.

Fiat war vor Bekanntwerden rund 2,5 Mrd. Euro mehr Wert, auch dieser Tatsache soll Rechnung getragen werden.

Kommt die Fusion Zustande, dürfen die Fiat-Aktionäre auf eine weitere Sonderdividende von 1,60 Euro je Aktie hoffen.
Beim aktuellen Kurs entspricht das einer Rendite von 12,7%.

Seit der Kaufempfehlung im Februar hätten wir dann rund 30% des damaligen Aktienkurses in Form von Dividenden zurückbekommen.  Es sind schlichtweg die Mittel aus dem Magneti-Verkauf. Die Analyse ist dementsprechend voll aufgegangen.

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Charttechnik

Fiat Chrysler

Egal ob die Fusion zustande kommt, oder nicht: Fiat Chrysler ist aus meiner Sicht attraktiver, Anleger erhalten vorab eine stattliche Dividende und das Chartbild sieht besser aus.

Mit dem heutigen Kurssprung ist die Aktie wieder über den Support bei 12,50 Euro zurückgekehrt. Aus Sicht der Bullen muss diese Marke unbedingt verteidigt werden. Dort liegt auch die antizyklische Kaufmarke.

Solange die Aktie über 12,50 Euro notiert, sind erneute Gewinne in Richtung 13,75 Euro jederzeit möglich. Darüber wäre Platz bis 14,75 Euro. Über 15 Euro würde sich das Chartbild spürbar aufhellen.

Chart vom 27.05.2019 Kurs: 12,68 Kürzel: FCA - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Renault

Blickt man jedoch in die Dokumente und den vorgeschlagenen Tauschkurs, ist Renault günstiger. Die Aktie könnte sich also bis zur Fusion besser entwickeln, im Gegenzug verzichtet man aber auch auf eine Dividende.

Für die Aktionäre von Renault kommen die Fusionsgespräche auf jeden Fall genau zur richtigen Zeit. Der Abverkauf wurde vorerst gestoppt.

Vor einigen Monaten war der Konzern noch doppelt so viel Wert wie heute und man hätte sich wohl kaum auf einen 50-50-Deal mit Fiat eingelassen. Es sieht schon sehr stark danach aus, dass Fiat sehr berechnend vorgeht und die derzeitige Schwäche von Renault für sich ausnutzt.

Durch den Anstieg über 55 Euro hat sich die Lage bei Renault entspannt. Grundsätzlich wäre nun sogar der Weg in Richtung 63 Euro frei.
Doch erst über dieser Marke hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Chart vom 27.05.2019 Kurs: 57 Kürzel: RNO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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