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Aktienanalyse:
SAP: Das wirkt bärisch … aber ist es das auch?

Für eine Aktie nahe ihres gerade erst erzielten Allzeithochs war diese am Donnerstagmorgen vorgelegte SAP kein wirklich tiefgreifendes Problem hat, das dazu führte, dass das Nettoergebnis im abgelaufenen Quartal deutlich unter dem des Vorjahresquartals und noch viel deutlicher unter den Prognosen lag. Denn die operative Marge lag mit 27,3 Prozent zwar leicht unter der Analystenerwartung, aber auf Vorjahresniveau.

Der Gewinn als EBIT, vor Steuern und Zinsen gerechnet, lag mit 1,82 Milliarden Euro elf Prozent über dem des 2. Quartals 2018 und ebenso nur moderat unter den Erwartungen der Analysten. Und dasselbe galt für den Umsatz. Was den Nettogewinn drückte, waren höhere Kosten für das laufende Abfindungsprogramm für ausscheidende Mitarbeiter und zugleich für „Bonbons“ in Form aktienbasierter Gehaltskomponenten. Also eigentlich kein Problem?

Expertenmeinung: Ganz so leicht sollte man es besser nicht nehmen, denn man ahnte nicht, dass die im ersten Quartal vorgenommenen personellen Maßnahmen im zweiten Quartal so sehr nachwirken würden. Die Analysten waren überrascht, die Anleger ebenso … und SAP selbst womöglich auch? Und dass sich SAP genötigt sah, dieser unangenehmen Überraschung verbal entgegenzuwirken, indem Vorstandschef McDermott u.a. erklärte, man werde die Verwaltungskosten senken und den Vertrieb stärken (was so indes schon seit einiger Zeit kommuniziert wird), sollte zumindest dazu führen, dass man allzu großen Optimismus für die kommenden Monate besser bleiben lässt.

Trotzdem, operativ ist da noch nichts angebrannt, was eine Wende nach unten unterfüttern würde. Und auch, wenn das Minus von 5,61 Prozent kräftig ausfiel: Zum einen hatte die Aktie am Tagestief ganze zehn Prozent verloren und somit knapp die Hälfte der Abschläge wieder aufgeholt. Zum anderen hat der Kurs noch keine charttechnisch wichtige Unterstützung gebrochen, sondern vielmehr durch das Reduzieren der gestrigen Verluste eine gehalten: die zu Jahresbeginn etablierte Aufwärtstrendlinie.

Der Chart zeigt, dass der Kurs bis hinunter zu der aktuell bei 100,80 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie durch eine Vielzahl potenzieller Auffanglinien unterstützt ist. Gut möglich also, dass das Bären-Lager nicht allzu viel Beute machen kann. Aber erst, wenn SAP die gestern gerissene Kurslücke mit Schlusskursen über 120,50 Euro sauber geschlossen hätte, wäre die Aktie auf Trading-Ebene wieder bullisch. Jetzt bereits die Rettung der Bullen auszurufen, könnte daher voreilig sein!

Chart vom 18.07.2019, Kurs 113,32 Euro, Kürzel SAP | LYNX Aktienempfehlungen

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