Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Schaeffler: Was billig scheint, kann noch viel billiger werden

Aktuelle Analyse der Schaeffler Aktie

Kurzarbeit, Schließtage, Reduzierung der Wochenarbeitszeit: Solche Schlagzeilen bringt man derzeit mit dem Zuliefer-Konzern Schaeffler in Verbindung. Es sieht kritisch aus in diesem Unternehmenskonvolut, in dem nicht nur, aber viel für die Automobilindustrie produziert wird. Solche Maßnahmen betreffen nicht alle Werke, nicht alle Bereiche. Aber es wirkt, als würde es immer schwieriger, den Kopf über Wasser zu halten. Nicht, weil die Umsätze insgesamt wegbrechen würden. Die waren im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert, sogar eine Winzigkeit höher.

Das Problem ist die Marge. Der Preisdruck geht weiter. Vor Sondereffekten lag die Gewinnmarge im ersten Halbjahr bei 7,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 hatte man noch elf Prozent gesehen, zuvor war es noch mehr. Mit der Halbjahresbilanz vor vier Wochen wurde auch die Prognose der Marge gesenkt. Wieder einmal.

Zwischen sieben und acht Prozent soll es jetzt sein, zuvor wurden acht bis neun Prozent angepeilt. Die Aktie versucht sich seither zu stabilisieren. Im Bereich von Rekordtiefs zwar, aber immerhin. Es scheint, als würden manche Anleger glauben, dass die Aktie nicht billiger werden könnte. Aber doch, das könnte sie.

Expertenmeinung: Der Chart auf Wochenbasis zeigt die gesamte Historie dieser erst vor knapp vier Jahren an die Börse gegangenen Aktie. Nachdem die wichtige Unterstützungszone 11,25/11,85 Euro gebrochen war, sackte der Kurs schnell in den Bereich um sieben Euro ab. Dort versuchte man sich an einer Bodenbildung, die aber, unter der Last der nicht abebbenden „bad news“, im Mai aufgegeben wurde. Danach war es bis August die Sechs-Euro-Marke, die als Boden diente … bis auch sie, zumindest kurzzeitig, unterboten wurde und die Schaeffler-Aktie mit 5,73 Euro das nächste Rekordtief markierte. Warum sollte der Abstieg damit zu Ende sein?

Es mag verlockend sein, sich den Level von 16,80 Euro zu betrachten, den Schaeffler Anfang 2018 erreicht hatte und die dreistelligen prozentualen Gewinne vorab zu errechnen, die man einfahren würde, wenn die Aktie wieder dorthin läuft. Aber realistisch betrachtet ist das aktuelle konjunkturelle Umfeld dergestalt, dass es eher noch schlimmer als besser werden könnte. Für eine große Hausse ist einfach der Nährboden nicht da.

Solange sich eine Aktie in einem Abwärtstrend befindet, wie dies bei Schaeffler der Fall ist und wichtige Chartmarken über und nicht unter dem Kurs liegen, gilt die alte Börsenregel: Was billig scheint, kann leicht noch viel billiger werden. Ob die Aktie zeitnah weiter abrutscht oder nicht, dürfte von der US-Politik in Sachen Strafzölle und den kommenden Quartalsergebnissen abhängen, die am 5. November erwartet werden. Aber nichtsdestotrotz ist die Aktie so lange ein fallendes Messer, in das man besser nicht hinein greift, solange nicht ein Ausbruch über die am höchsten liegende der aktuell entscheidenden Widerstandslinien, die bei 7,16 Euro verlaufende 200-Tage-Linie, eine glaubwürdige Aufwärtswende ausweist.

Chart vom 03.09.2019, Kurs 6,19 Euro, Kürzel SHA | Online Broker Aktienempfehlungen

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
00800 5969 0000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.AT
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN