Börsenblick

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Aktienanalyse:
Südzucker: Es ergibt keinen Sinn

Aktuelle Analyse der Südzucker Aktie

Südzucker produziert jährlich über 4,7 Mio. Tonnen Zucker und gehört zu den weltweiten Marktführern in diesem Bereich.

Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz von Rübenbauern, die über die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG einen Anteil von 56 % am Kapital halten.

Südzucker ist der weltweite Marktführer im traditionellen Zuckerbereich und produziert jährlich über 4,7 Mio. Tonnen der Süßware.

Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz von Rübenbauern, die über die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG einen Anteil von 56 % am Kapital halten.

Wen interessiert die Konjunktur?

Südzucker hat also die Marktführerschaft in einer stabilen und krisensicheren Branche inne.

Das ist ein erfreulicher Umstand und in den meisten Fällen sind derartige Unternehmen auch ein gutes Investment.
Bei Südzucker muss man das allerdings verneinen, denn die Aktie notiert heute auf dem Niveau der Jahrtausendwende, oder auch der Finanzkrise.

Woran liegt das?

Der Markt wächst nicht und die ausländische Konkurrenz drückt auf die Margen. Darüber hinaus ist das Geschäft kapitalintensiv.

Ein Großteil des operativen Cashflows wird durch konstante Investitionen aufgezehrt, die zu keinem Wachstum führen.

Der Umsatz konnte in den letzten zehn Jahren auch nur von 5,87 auf 6,98 Mrd. Euro gesteigert werden. Seit 2013 sind die Einnahmen sogar rückläufig.

Der Gewinn pendelt weitgehend um die Marke von 1,00 Euro, auch an dieser Front macht also keine Fortschritte.

Bereits an diesem Punkt gibt es kaum keine schlüssigen Argumente dafür, warum man ein Unternehmen mit diesen Charakteristiken im Depot haben sollte.

Was ist denn jetzt los?

Die zuvor genannten Punkte sind bereits ein Problem, doch jetzt scheint sich die Lage weiter einzutrüben.

Vor wenigen Stunden wurde der Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach ist der Umsatz um 3,3% auf 6,75 Mrd. Euro gesunken.

Das EBITDA hat sich halbiert und der Gewinn ist von 445 auf 27 Mio. Euro eingebrochen. Ein Minus von 94% und somit eine regelreichte Implosion.

Durch Restrukturierungsaufwendungen sowie die Wertberichtigung von Geschäfts- und Firmenwerten lag der Konzernfehlbetrag am Ende sogar bei 805 Mio. Euro.

Dass der überwiegende Teil davon nicht liquiditätswirksam ist, ändert an der realen Vernichtung von hunderten Millionen Euro an Firmenwerten aber nichts.

Dass die Aktie nach diesem Bericht nicht in der Luft zerrissen wird, ist mehr als erstaunlich.

Doch vielleicht ist es nur ein Ausrutscher und der Ausblick verschafft Erleichterung?

Was kommt als nächstes?

Im neuen Geschäftsjahr erwartet Südzucker einen deutlichen Rückgang des Umsatzes und eine abermalige Verschlechterung des Betriebsergebnisses.

Besserung ist also nicht in Sicht.

Die Dividende wurde von 0,45 auf 0,20 Euro je Aktie gekürzt, die Rendite sinkt somit auf 1,5%.

Legt man das operative Ergebnis zugrunde, liegt das KGV bei 104.
Ein KGVe lässt sich nicht berechnen, da im neuen Jahr mit einem Verlust gerechnet werden muss.

Selbst wenn man in 1-2 Jahren wie früher einen Gewinn nahe 1,00 Euro je Aktie erwirtschaften würde, entspräche das einem KGV von 14.
Für ein kapitalintensives Unternehmen ohne Wachstum, mit geringen Margen und schlechten ROCE wäre auch das zu viel.

Fundamental kann keinesfalls eine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

All diese Tatsachen scheinen keine Rolle zu spielen, denn die Aktie zeigt bisher keinerlei Reaktion.

Charttechnik

Ganz im Gegenteil, seit einigen Monaten zeichnet sich sogar eine Stabilisierung ab. Oberhalb von 13,75 Euro wäre Luft bis 14,50 Euro und darüber kommt es zu einem Kaufsignal.

Doch selbst wenn es dazu kommt, das langfristige Potenzial der Aktie tendiert gegen Null.

Wachen die Bären auf, kann es ganz schnell bis 11,25 Euro abwärts gehen. Darunter trübt sich das Chartbild nachhaltig ein.

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Chart vom 16.05.2019 Kurs: 13,89 Kürzel: SZU - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 16.05.2019 Kurs: 13,89 Kürzel: SZU - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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