Analyse:
US-Dollar / Chinesischer Yuan: Nach oben ist nichts unmöglich

Zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse am 6. August hatte der Chart der Relation US-Dollar/Yuan noch einen Kurs knapp unterhalb der entscheidenden Widerstandszone 6,97/6,99 Yuan pro US-Dollar ausgewiesen. Doch die Einschätzung, dass der Kurs sprungbereit in Richtung einer weiteren Eskalation des Handelskriegs sei, erfüllte sich umgehend. Und in der Tat verstand man in den USA den Ausbruch des Kurses über diese Hochs der Jahre 2016/2018 als aktive Attacke Chinas, als einen Konter gegen die Ausweitung der Strafzölle durch den US-Präsidenten. Was auch zutrifft.

Dieser Anstieg bedeutet, dass der chinesische Yuan zum US-Dollar schwächer wird, der US-Dollar aus Sicht der chinesischen Exporteure, die ihre Waren in den USA anbieten, mehr wert ist. Dieser durch die Schwächung der eigenen Währung erreichte Vorteil gleicht die in zwei Wochen anstehende Ausweitung der Zölle auf das Gros der bislang noch nicht mit Strafzoll belegten Importe zum Teil aus. China ist nicht bereit, in die Knie zu gehen. Und das bedeutet auch: Diese funktionierende „Waffe“ in Form der eigenen Währung könnte noch weiter feuern, der Kursanstieg weitergehen.

Expertenmeinung: Denn China kann in Sachen Strafzölle nicht vergleichbar kontern, da weit weniger US-Waren nach China fließen. Da ist die eigene Währung ein probates Mittel, dagegen zu halten, solange diese Schwäche nicht als „interne Schwäche“, als Konsequenz des durch diesen Konflikt mit den USA spürbaren Abstiegs des Wachstums angesehen wird. Käme es so, müsste China fürchten, dass ausländische Investoren sich zurückziehen, was die Wirtschaft ebenso wie den Aktienmarkt noch mehr unter Druck setzen würde.

Aber allzu wahrscheinlich ist das derzeit noch nicht, denn eben diese internationalen Akteure sehen sehr wohl, dass dieser Handelskrieg für die USA nahezu genauso schmerzlich abläuft wie für China. Dass China am Ende der Verlierer sein würde, wie man das noch vor einem Jahr vielerorts unterstellte, ist keineswegs sicher.

Hinzu kommt, dass dieser Ausbruch bislang auch charttechnisch tadellos ablief, so dass die Trader am Devisenmarkt womöglich durch Long-Trading zu Erfüllungsgehilfen chinesischer Intentionen werden. Sie sehen in diesem Chart auf Tagesbasis, dass der Kurs am Dienstag einen perfekten Pullback an den Ausbruchslevel vollzog. Auslöser des Rücksetzers war die Meldung aus China, man würde die Gespräche mit den USA in den kommenden zwei Wochen wieder aufnehmen.

Dass sich diese Meldung nur auf Telefonate bezog und dass die US-Regierung auf gestern formulierte Hoffnungen Chinas auf ein beiderseitiges Entgegenkommen brüsk vom Tisch wischte, führte dazu, dass US-Dollar/Yuan wieder anzog. Dafür, dass die Basis des Rücksetzers jetzt nicht mehr gegeben ist, hält sich der Anstieg sogar noch in Grenzen. Zumal man mutmaßen darf, dass die Eskalation noch lange kein Ende gefunden hat. Solange diese charttechnische Schlüsselzone 6,97/6,99 Yuan nicht wieder unterboten würde, wäre daher nach oben nichts unmöglich.

Chart vom 15.08.2019, Kurs 7,0457 Yuan, Kürzel USD.CNH | LYNX Aktienempfehlungen

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
00800 5969 0000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.AT
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN