Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
US-Dollar / Chinesischer Yuan: Vorsicht, explosiv!

Am US-Aktienmarkt ist man derzeit sehr bemüht, mit Blick auf das noch nicht einmal völlig sichere Gespräch zwischen Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping große Hoffnungen zu schüren: Erst die Zinssenkung morgen durch die US-Notenbank, so wird fabuliert, dann in der Woche darauf die Einigung mit China … was könnte bullischer sein. Aber davon abgesehen, dass ebenso offen ist, was die US-Notenbank tun wird, ist es nüchtern betrachtet sehr zweifelhaft, dass diese verhärteten Fronten durch ein einziges Gespräch der „Chefs“ in einen Deal verwandelt werden könnten.

Sicherlich wird Mr. Trump versuchen, das dann so darzustellen. Aber das war ja auch Anfang Dezember 2018 am Rande des letzten G20-Gipfels der Fall. Und schnell erkannte man am Aktienmarkt, dass diese angeblich großen Fortschritte nicht existierten. Und dass man außerhalb des Aktienmarkts, wo man aus Angst vor einem massiven Baisseschub versucht, die Realität in allen Bereichen rosa einzufärben, große Zweifel hegt, dass dieses erwartete Gespräch viel bringt, zeigt sich vor allem am Handelskrieg-Barometer des Devisenmarkts: der Relation des US-Dollars zum chinesischen Yuan. Denn der ist sprungbereit für einen Ausbruch nach oben. Und ein solcher Sprung würde bedeuten: Eskalation!

Expertenmeinung: Es fällt auf, dass der US-Dollar nach dem Scheitern der erhofften Einigung im Mai zunächst schnell nach oben lief, jetzt aber seit mehreren Wochen nahezu auf der Stelle tritt. Das tut er aber nicht im charttechnisch luftleeren Raum, sondern knapp unterhalb der markanten Hochs der Jahreswende 2016/2017 und des vergangenen Herbsts. Würden diese im Bereich 6,97/6,99 Yuan pro US-Dollar liegenden Hochs überwunden, hieße das:

Der Yuan wertet weiter ab, was die US-Importzölle gegen China teilweise aushebeln und die US-Waren in China verteuern würde. Offiziell hat China erklärt, keinen Druck über den Devisenmarkt ausüben zu wollen. Aber die Forex-Trader wissen sehr wohl, dass solche offiziellen Statements auf beiden Seiten nur Kosmetik sind. Wenn die USA weiterhin alle ihre Forderungen erfüllt sehen und nichts dafür geben wollen, außer ihre Strafmaßnahmen eventuell aufzuheben, kann dieser Ausbruch nach oben zeitgleich mit einem unbefriedigenden Verlauf dieses Trump/Xi-Gesprächs erfolgen und wäre aus charttechnischer ebenso wie aus politischer Sicht nicht zwingend nach oben limitiert.

Dass eine schwache Währung nicht nur Exportvorteile bringt, sondern womöglich eine Flucht ausländischen Kapitals aus China nach sich zieht, mag zwar sein. Aber China, dass seine Bürger bereits gezielt auf eine Intensivierung des Konflikts vorbereitet, dürfte das eher in Kauf nehmen, als in die Knie zu gehen, weil man dort ahnt: Wenn man nachgibt, werden die USA immer mehr und mehr fordern. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Der offizielle Wechselkurs US-Dollar/Yuan, der täglich von China festgelegt wird, liegt seit Wochen unter dem Börsenkurs. Was deutlich macht, wie intensiv die Erwartung der Forex-Trader ist, dass es in Sachen Ausbruch nach oben nicht um das „ob“, sondern nur um das „wann“ geht!

Chart vom 17.06.2019, Kurs 6,9326 US-Dollar, Kürzel USD.CNY | LYNX Aktienempfehlungen

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