Cancom Aktie Prognose Hat die Rallye gerade begonnen? Cancom mit starkem Jahresauftakt

News: Aktuelle Analyse der Cancom Aktie

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Cancom
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Cancom ist überzeugend in das Jahr gestartet und erwartet einen stark steigenden Gewinn. Die Aktie hat eine wichtige Hürde übersprungen und ein Kaufsignal ausgelöst.

Alles aus einer Hand

Cancom ist ein herstellerunabhängiges IT-Systemhaus mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungsspektrum im Bereich IT-Infrastruktur und Professional Services.

Zielgruppe des IT-Dienstleisters sind große und mittelständische Unternehmen. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot erstreckt sich über das gesamte Spektrum von Beratung, Erstellung von IT-Konzepten, über die Beschaffung bis hin zur Integration und dem Betrieb der Systeme.

Als Partner von HP, Microsoft, IBM, SAP, Symantec, Citrix, Apple und Adobe verfügt Cancom über Kernkompetenzen in richtungsweisenden IT-Zukunftsthemen wie etwa Cloud Computing.

In der IT-Branche kommt es ständig zu Innovationen und Verbesserungen, eine Produkt-Generation folgt auf die nächste. Das macht Cancom zu einem Profiteur des niemals endenden Wandels, denn egal, ob die Kunden immer technologisch an der Spitze bleiben möchten oder aufholen müssen, es gibt immer etwas zu tun.

Nachfrage besteht also immer und wenn sie zeitweise sinkt, führt das in Anschluss zu Nachholeffekten.
Unternehmen können die eigene IT nicht ewig vernachlässigen.

Transformativ

Nachdem Cancom Ende 2021 das Großbritannien-Geschäft für 390 Millionen Euro an Telefonica veräußert hatte, schwamm der IT-Dienstleister geradezu in Geld.
Das Kapital hat man eingesetzt, um für etwa 165 Mio. Euro den führenden ITK-Lösungsanbieter Österreichs zu übernehmen (Informations- und Kommunikationstechnik, kurz ITK).

K-Businesscom AG (KBC) hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 520 Mio. Euro erzielt, jedoch nur ein EBITDA von 28 Mio. Euro. Die Margen sind also mager, man könnte auch sagen „ausbaufähig“.

Cancom dürfte mit der Übernahme gleich mehrere Ziele verfolgen. Man stärkt seine Marktposition in Österreich und der Schweiz, kauft sich 1.650 neue Mitarbeiter und den Kundenstamm von KBC ein und schafft Möglichkeiten zum Cross-Selling.

Cancom befindet sich selbst gerade in einer transformativen Phase und verlagert das Geschäft zunehmend in die Cloud. Zuletzt erzielte der IT-Dienstleister bereits zwei Drittel des Gewinns in diesem Segment, obwohl weniger als ein Viertel des Umsatzes auf die Cloud entfiel.

In Zukunft wird man die Cloud-Services auch den Kunden von KBC anbieten können, was die Margen auch dort deutlich verbessern könnte. Das dürfte zumindest der Plan sein.

Auf dem Prüfstand

Der Deal ergibt aus meiner Sicht Sinn. Doch abgesehen davon hat sich Cancom in den letzten Monaten nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Erst wurden eigene Aktien eingezogen, dann hat man eine Kapitalerhöhung durchgeführt.

Derartige Aktionen wirken kopflos, damit verspielt man das Vertrauen der Anleger. Dasselbe gilt für einen anderen Vorfall, bei dem man die Prognose senken musste, nachdem man sie kurz davor noch bestätigt hatte.

Die geschäftliche Entwicklung ist jedoch solide, Cancom ist gut in das neue Jahr gestartet.
Im ersten Quartal konnte der Umsatz von 317,7 auf 440,6 Mio. Euro gesteigert werden.

Ein Großteil der Zuwächse sind jedoch auf die Übernahme von KBC zurückzuführen, wodurch der Umsatz im Segment International von 19,8 Mio. auf 147,7 Mio. Euro gestiegen ist.

KBC-Übernahme ein voller Erfolg?

Viel wichtiger ist jedoch, dass die EBITDA-Marge in diesem Bereich bei 8,3% lag und von 1,9 auf 12,3 Mio. Euro gestiegen ist. Die Marge ist bereits deutlich höher als sie bei KBC vor der Übernahme war (5,4%).
Das anfangs beschriebene Szenario scheint demnach aufzugehen.

Damit hat man die schwache Entwicklung im Heimatmarkt Deutschland überkompensiert. Hier war der Umsatz von 297,9 auf 292,9 Mio. Euro rückläufig und das EBITDA ist von 22,2 auf 18,1 Mio. Euro gesunken.

In Summe konnte das EBITDA 24,0 auf 30,4 Mio. Euro erheblich gesteigert werden. Der operative Cashflow verbesserte sich sogar von -43,6 auf +56,3 Mio. Euro.

Ausblick und Bewertung

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Der Umsatz soll von 1,52 Mrd. auf 1,75 – 2,00 Mrd. Euro und das EBITA von 64,1 auf 75 – 100 Mio. Euro steigen.
Die Spannweite ist vergleichsweise groß, Cancom stellt jedoch in jedem Fall eine erhebliche Steigerung von Umsatz und Gewinn in Aussicht.

Den derzeitigen Konsensschätzungen zufolge soll das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr um 36% auf 1,36 Euro je Aktie steigen.
Cancom kommt demnach auf ein KGVe von 23,9.

Im Verhältnis zu den vorliegenden Wachstumsraten und in Anbetracht der Möglichkeit weiterer Margensteigerungen sowie den Charakteristiken des Geschäfts ist das wenig.

In den letzten zehn Jahren lag das KGV von Cancom im Durchschnitt bei 31 und am absoluten Tief bei 19,7. Entweder lag über eine Dekade hinweg eine Fehlbewertung vor oder heute.

Cancom Aktie: Chart vom 15.05.2024, Kurs: 32,56 - Kürzel: COK | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Cancom Aktie: Chart vom 15.05.2024, Kurs: 32,56 – Kürzel: COK | Quelle: TWS

Mit dem Ausbruch über das Widerstandsband bei 30,00 – 31,25 Euro wurde ein Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 33 und 34,50 – 35,50 Euro ausgelöst. Darüber würde sich das Chartbild nachhaltig aufhellen.

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