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Expedia Aktie Prognose Expedia: Die Lage hat sich um 180 Grad gedreht

News: Aktuelle Analyse der Expedia Aktie

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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Vorherige Analysen der Expedia Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.11.2025 um 10:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Expedia überrascht selbst seine größten Fans. Zunehmende Wachstumsdynamik, steigende Margen, Boom im B2B-Segment.

Globales Ökosystem für jede Reise

Expedia ist einer der weltweit führenden Online-Reiseanbieter und betreibt ein vielfältiges Portfolio an Plattformen, darunter Expedia.com, Hotels.com, Vrbo, Orbitz und Trivago.

Das Kerngeschäft von Expedia ist die Online-Buchung von Reisen. Einnahmen erzielt das Unternehmen vor allem durch Provisionen von Hotels, Fluggesellschaften und Mietwagenanbietern sowie durch Werbedienstleistungen auf seinen Plattformen. Besonders stark ist das Unternehmen im Bereich Hotelbuchungen und Ferienwohnungen.

Das Besondere an Expedia ist die Breite seines Ökosystems. Durch die Kombination verschiedener Marken, Zielgruppen und Buchungskanäle gelingt es dem Unternehmen, unterschiedliche Marktsegmente abzudecken.

Eine Erfolgsbilanz

Expedia gehört gemeinsam mit Booking Holdings zu den dominierenden Akteuren im globalen Online-Reisemarkt. Während Booking in Europa stärker ist, hält Expedia vor allem in Nordamerika eine führende Position. Der weltweite Marktanteil von Expedia wird auf rund 15 bis 20 Prozent geschätzt, abhängig vom Segment.

Seit 2019 konnte der Umsatz von 12,07 auf 13,69 Mrd. USD gesteigert werden. Den Einbruch im Jahr 2020 hat das Unternehmen gut weggesteckt. Expedia hat die Krise für sich genutzt und den Konzern gestrafft.

Im letzten Artikel zur Aktie bin ich ausführlich auf dieses Thema eingegangen:
Expedia: Glanzleistung oder letztes Aufbäumen?

Expedia konnte die operative Marge in dieser Zeit von etwa 8 % auf über 12 % massiv steigern.
Das Ergebnis erreichte bereits 2022 ein neues Rekordniveau und hat sich bis 2024 noch einmal fast verdoppelt.

Daher hatte ich mich in dieser Zeit unzählige Male positiv zur Aktie geäußert, bereits bei Kursen von unter 100 USD und zuletzt bei einem Kurs von 195 USD.

Bazinga

Wenn man einer Aktie optimistisch gegenübersteht, sollten einen selbst starke Ergebnisse eigentlich nicht überraschen. Aber Expedia gelingt es immer wieder, selbst überzeugte Optimisten aufs Neue zu beeindrucken.

Das ist auch im jüngsten Quartal wieder gelungen. Der Gewinn lag in Q3 mit 7,57 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 7,20 USD. Mit einem Umsatz von 4,41 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 4,30 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 9 % und einem Gewinnsprung um 23 %.

Die Zahl der gebuchten Nächte konnte um 11 % gesteigert werden. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 36 % und der Gewinn nach GAAP sogar um 45 %.

Darüber hinaus laufen weiterhin Buybacks, wodurch die Zahl der ausstehenden Aktien auf Jahressicht von 131,8 auf 127,1 Millionen Stück reduziert werden konnte.

Wachstumsdynamik zieht an

Besonders gut läuft es im B2B-Geschäft. Die Wachstumsdynamik in diesem Bereich ist auf das höchste Niveau seit mehr als drei Jahren gestiegen. Laut dem CEO konnte das B2B-Geschäft 17 Quartale in Folge zweistellig wachsen und verzeichnete zuletzt ein Umsatzplus von 26 %.

Darüber hinaus wurde die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von einem Anstieg um 3–5 % auf 6–7 % erhöht. Die EBITDA-Marge soll um 2 % statt um 1 % steigen.

In Kombination mit den Aktienrückkäufen dürfte das zu einem Gewinnsprung um 27 % auf 15,38 USD je Aktie führen.
Expedia kommt demnach auf eine forward P/E von 17,4.

Expedia Aktie: Chart vom 10.11.2025, Kurs: 268 USD - Kürzel: EXPE | Online Broker LYNX
Expedia Aktie: Chart vom 10.11.2025, Kurs: 268 USD – Kürzel: EXPE | Quelle: TWS

Sollte der Gewinn im kommenden Jahr wie erwartet um 15 % auf 17,70 USD je Aktie steigen, würde die P/E auf 15,1 sinken.
Es kommt nicht häufig vor, aber Expedia ist selbst jetzt am Allzeithoch und nach dem Kurssprung der letzten Tage noch attraktiv bewertet.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Rallye von Expedia könnte vor einem entscheidenden Wendepunkt stehen. Einsteigen, aussitzen oder Reißleine ziehen?

Im letzten Artikel bin ich ausführlich auf die aktuelle Situation bei Airbnb eingegangen (Buybacks, Wachstum, volle Kassen: Nachzügler-Chance Airbnb?) und natürlich wurde auch Expedia thematisiert.
Die Aktie notiert inzwischen nahe dem Allzeithoch und hat die kurstechnische Durststrecke, im Gegensatz zu Airbnb, längst hinter sich gelassen.

Seitdem die Aktie 2022 abgestürzt ist, habe ich mich zigmal positiv zur Aktie geäußert, und wer die Volatilität ausgehalten hat, ist damit sehr gut gefahren. Je nach Einstiegszeitpunkt liegt die annualisierte Rendite in dieser Zeit bei 20 – 40 %.

Jetzt stellt sich die Frage, ob die Rallye langsam ihr Ende erreicht hat.

Mehr als nur Hotelbuchungen

Expedia Group gehört zu den weltweit führenden Reisevermittlungsportalen für Flüge, Hotels, Mietwagen, Ferienunterkünfte, Aktivitäten und Pauschalreisen.

Zur Gruppe gehören neben Expedia auch Marken wie Hotels.com, Vrbo, Travelocity, Hotwire, Orbitz, Ebookers, CheapTickets, CarRentals.com, Expedia Cruises, Wotif und Trivago.
Mit den verschiedenen Marken adressiert das Unternehmen unterschiedliche Kundengruppen und Segmente in allen möglichen Bereichen.

Das Geschäftsmodell von Expedia basiert auf mehreren komplementären Erlösquellen. Zum einen das Merchant-Modell, bei dem Expedia als Händler agiert und beispielsweise Kontingente in Hotels einkauft und sie mit entsprechendem Aufschlag weiterverkauft.

Hinzu kommt das Agenturmodell, bei dem Expedia lediglich als Vermittler fungiert und Provisionen erhält, sowie eine Advertising- und Media-Einheit (Expedia Group Media Solutions), die besonders hohe Margen erzielt, indem sie Anzeigen an Reiseanbieter verkauft.

Ein weiterer Hebel sind Affiliate-Partnerschaften und Loyalty-Programme – insbesondere die 2024 eingeführte One-Key-Plattform, die Expedia Rewards, Hotels.com Rewards und Vrbo Rewards bündelt, stärkt das Kundenbindungs-Potenzial und ermöglicht wiederkehrende Einnahmen.

Die stille Transformation

In den letzten Jahren hat das Unternehmen eine ganze Reihe strategischer Maßnahmen ergriffen, um sich schlanker aufzustellen und die Profitabilität zu erhöhen.

Bereits vor 2020 wurde ein Programm zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung gestartet, wodurch die Fixkosten deutlich gesenkt werden konnten.

Darüber hinaus gab es Anpassungen im Working-Capital-Management, die sich positiv auf den Cashflow ausgewirkt haben. Hinzu kamen eine stärkere Fokussierung auf das margenstarke Merchant-Geschäft und Investitionen in Loyalitätsprogramme und KI-getriebene Tools.
Das hat teilweise auch Geld gekostet, ist aus meiner Sicht aber strategisch richtig.

Die wichtigste Maßnahme war jedoch wohl sicherlich, dass Expedia eine Konsolidierung der Technologieinfrastruktur von über 20 Plattformen auf drei durchgeführt hat. Dadurch wurden die Cloud-Kosten um mehr als 10 % gesenkt.

In Summe hat das dazu geführt, dass sich die operative Marge massiv verbessert. Von etwa 8 % im Jahr 2019 auf 12 % im Jahr 2024.

Rekorde auf Rekorde

Dieser Umstand, gepaart mit dem organischen Wachstum, hat zu massiven Gewinnsteigerungen geführt. Im laufenden Geschäftsjahr dürfte Expedia mehr als doppelt so viel wie 2019 verdienen.

Derzeit sehen die Konsensschätzungen für dieses Jahr einen Gewinnsprung um 18 % auf 14,25 USD je Aktie vor. Expedia kommt demnach auf eine forward P/E von 13,7. In den fünf Jahren vor 2020 lag die P/E durchschnittlich bei über 20, obwohl die Wachstumsraten und die Margen damals niedriger waren.

Ferner sprechen die jüngsten Quartalszahlen dafür, dass die Prognosen zu niedrig sein könnten.

Im zweiten Quartal lag der Gewinn mit 4,24 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 4,14 USD. Mit einem Umsatz von 3,78 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 3,72 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 6 % und einem Gewinnsprung von 21 %.

Der freie Cashflow ist jedoch um 29 % auf 921 Mio. USD gesunken. Das sollte einen als Anleger jedoch nicht verunsichern, da der Cashflow bedingt durch das Geschäftsmodell von Quartal zu Quartal stark schwankt.
Darüber entsprechen 921 Mio. USD etwa 7,14 USD je Aktie, also weitaus mehr als der gemeldete Gewinn.

Expedia nutzt den starken Cashflow weiterhin für massive Buybacks. Im ersten Halbjahr hat das Unternehmen für 957 Mio. USD eingezogen, wodurch die Zahl der ausstehenden Aktien auf Jahressicht von 131,9 auf 126,4 Millionen Stück gesunken ist.

Expedia zeigt sich aufgrund der unvorhersehbaren Rahmenbedingungen trotzdem zurückhaltend.
Die Prognose für das Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr wurde von 2 – 4 % auf 3 – 5 % vorsichtig erhöht. Darüber hinaus stellt man einen Anstieg der EBITDA-Marge um 100 statt 75 – 100 Basispunkte in Aussicht.
Mit Blick auf die ersten beiden Quartale ist der Ausblick sehr konservativ. Der Vorstand will scheinbar keinesfalls die Erwartungen verfehlen.

Expedia Aktie: Chart vom 11.08.2025, Kurs: 195,26 USD - Kürzel: EXPE | Online Broker LYNX
Expedia Aktie: Chart vom 11.08.2025, Kurs: 195,26 USD – Kürzel: EXPE | Quelle: TWS

Als Reaktion auf die Quartalszahlen ist es zu einem Kurssprung gekommen. Zeitweise notierte die Aktie bei über 210 USD, hat jedoch bei 195,26 USD geschlossen.

Für die Bullen ist das eine schwierige Situation. In der Regel kommt es im Anschluss an derartige Intraday-Abverkäufe zu weiteren Kursverlusten.
Fällt die Aktie jetzt unter 190 USD, ist ein Rücksetzer in Richtung 178 USD wahrscheinlich.

Sollte die Aktie jedoch nicht unter 190 USD fallen, könnte der Spuk bereits vorüber sein.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Expedia hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Transformation hingelegt. Trotz massiver Kursteigerungen könnte die Aktie ein Schnäppchen sein.

Noch immer spottbillig?

Expedia gehört zu den erstaunlichsten Geschichten der letzten Jahre. Seitdem die Aktie 2022 abgestürzt ist, habe ich mich zigmal positiv zur Aktie geäußert, und wer die Volatilität ausgehalten hat, ist damit sehr gut gefahren.
Je nach Einstiegszeitpunkt liegt die annualisierte Rendite in dieser Zeit bei 20 – 35 %.

Das Erstaunliche ist aber weder die Vola noch die hohe Rendite, sondern dass die Bewertung heute noch genauso niedrig ist wie zu Beginn der Rallye.
Bevor die Aktie im November 2023 in die Höhe schoss, pendelte die P/E im Jahresverlauf zwischen 11 und 14.  Aktuell liegt die blended P/E bei 12,5.

Trotz mehrerer aufeinanderfolgender Jahre mit erheblichen Gewinnsprüngen, hat keine Neubewertung stattgefunden.
Der Kurs steigt lediglich durch den unweigerlichen Aufwärtsdruck, den das steigende Ergebnis je Aktie auslöst. Das Sentiment scheint jedoch genauso miserabel zu sein wie 2022. Das sieht man in dieser Art und Weise selten.

Für langfristige Investoren ist das allerdings eine erfreuliche Sache. Man erhält immer wieder die Möglichkeit, eine ohnehin gut laufende Position aufzustocken – und das zu einem, aus meiner Sicht, attraktiven Preis.

Ich verstehe natürlich die Sorgen, die das aktuelle Umfeld auslöst. Es ist eine Mischung aus Unsicherheit, allgemeinen Konjunktursorgen und Nachrichten, wonach Kanadier die USA im großen Stil boykottieren und so weiter.

Zu pessimistisch?

Das ist aber vor allem für die dortigen Hotels und die Tourismusindustrie ein Problem und nicht für Expedia.
Für ein Reiseportal ist es schließlich unbedeutend, ob die Kanadier in den USA oder in Buxtehude Urlaub machen. Die negativen Auswirkungen auf das Geschäft von Expedia könnten daher geringer sein als viele annehmen.

Darüber hinaus sind die Konsensschätzungen für das laufende Geschäftsjahr in den letzten Wochen deutlich gesunken. Eine nachlassende Dynamik dürfte daher bis zu einem gewissen Maß eingepreist sein.
Hinzu kommt, dass die Prognostiker bei Expedia systematisch zu pessimistisch sind. Inzwischen hat das Unternehmen die Erwartungen siebenmal in Folge übertroffen, teilweise erheblich.

Das zeigt das letzte Quartal exemplarisch. Der Gewinn lag in Q4 mit 2,39 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 2,08 USD. Expedia konnte das Ergebnis auf Jahressicht mehr als verdoppeln.
Im gesamten Geschäftsjahr 2024 konnte das Ergebnis um 25 % auf 12,11 USD je Aktie gesteigert werden.

Diese Neuigkeiten führten zu einem Kurssprung, der die Aktie in die Nähe des bisherigen Allzeithochs katapultierte. Da Expedia inzwischen doppelt so viel verdient wie 2019, war das gut begründet.

Die Aktie wurde zuletzt trotzdem wieder abverkauft. Aktuell kommt Expedia auf eine forward P/E von 11,2.
In den fünf Jahren vor 2020 lag die P/E durchschnittlich bei über 23, obwohl die Wachstumsraten in dieser Zeit wesentlich niedriger waren.

Daher ist es folgerichtig, dass Expedia im großen Stil eigene Aktien zurückkauft. Im vergangenen Jahr hat man 1,6 Mrd. USD für Buybacks aufgewendet, womit man einen echten Mehrwert für die Anleger geschaffen hat.
Da man 5,5 Mrd. USD an Barmitteln besitzt, kann man es sich auch problemlos leisten. Die Barmittel entsprechen derzeit mehr als einem Viertel des Börsenwerts.

Expedia Aktie: Chart vom 28.04.2025, Kurs: 160,11 USD - Kürzel: EXPE | Online Broker LYNX
Expedia Aktie: Chart vom 28.04.2025, Kurs: 160,11 USD – Kürzel: EXPE | Quelle: TWS

Mit dem Ausbruch über 155 USD wurde ein prozyklisches Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 166, 174 und 180 USD ausgelöst. Darüber wäre der Weg in Richtung 190 und 200 – 205 USD frei.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.