HelloFresh Aktie Prognose HelloFresh: Wie gewonnen, so zerronnen

News: Aktuelle Analyse der HelloFresh Aktie

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Der fulminante Ausbruch über die mittelfristige Abwärtstrendlinie wirkte, als sei die Wende bei HelloFresh gelungen. Doch den Käufern ging bald die Luft aus. Heute, zweieinhalb Wochen danach, ist verloren, was binnen zwei Handelstagen gewonnen wurde. Wie geht es weiter?

Das bullische Lager hat ein entscheidendes Problem: So, wie sich die Lage für den Kochboxen-Lieferanten auf Basis der Ergebnisse zum 3. Quartal darstellt, wäre ein nachhaltiger Ausbruch nach oben nur dann zu erwarten, wenn sich die Rahmenbedingungen deutlich aufhellen würden. Denn die für das Sommerquartal gemeldete, deutlich von 5,6 auf 3,9 Prozent gesunkene EBITDA-Gewinnmarge macht deutlich, dass gestiegene Kosten und vorsichtiger werdende Verbraucher auch HelloFresh betreffen. Und die Zeichen für Europa stehen keineswegs auf Wachstum.

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Dementsprechend basierte der Ausbruch der Aktie über die Abwärtstrendlinie auch nicht auf den am 27. Oktober vorgelegten Quartalsergebnissen. Die Reaktion auf das Zahlenwerk war sogar negativ, die HelloFresh-Aktie testete daraufhin das bisherige Jahrestief bei 19,94 Euro. Das hielt zwar, aber nennenswerten Schwung brachte dieser dritte Anlauf an die Zone um 20 Euro nicht hervor. Es waren die bislang letzten Inflationsdaten aus den USA, die dazu führten, dass HelloFresh am 10. und 11.11. insgesamt in der Spitze um 25 Prozent nach oben schoss. Aber die Argumentation der Käufer war auf Sand gebaut, denn:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur HelloFresh Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Davon abgesehen, dass diese auf den ersten Blick sehr positiven US-Daten nur bedingt für HelloFresh relevant sind, weil das Unternehmen hauptsächlich in Europa agiert, warnten viele US-Notenbanker sofort davon, diese Daten überzubewerten. Und nur, wenn die Inflation vom Tisch ist, die großen Notenbanken die Zinsen wieder senken und dadurch wieder kräftig Zug in den Konsum käme, wäre das für ein Unternehmen wie HelloFresh, das beim Konsum ja nun keineswegs zum Grundbedarf zu rechnen wäre, ein Signal, um den Daumen zu heben.

Ob das Wachstum bald zurückkehrt oder nicht, lässt sich kaum voraussagen. Was sich auch darin zeigt, dass sich unter den Analysten äußerst unterschiedliche Meinungen für die Aktie finden. Am selben Tag, dem 1.11., gab die Citigroup für HelloFresh ein Kursziel von 55 Euro aus, Bernstein hingegen eines von 18 Euro.

Dass die auf den ersten Blick ermutigenden deutschen Inflationsdaten, die in der vorläufigen Berechnung gestern veröffentlicht wurden, keine Käufe bei der Aktie auslösten, deutet an, dass diejenigen, die um den geringen Wert der US-Inflationsdaten für HelloFresh’s Perspektive wussten und den Kurssprung zum Verkauf nutzten, jetzt dominieren, während die Käufer vom Abverkauf dieser kurzen, aber weitreichenden Rallye entmutigt sind.

Noch könnte die Aktie über der oberen Begrenzung des keilförmigen Abwärtstrends, aus dem sie Mitte des Monats ausgebrochen war, wieder auf Käufe treffen und drehen. Aber bleiben die aus, wäre nicht nur ein erneuter Test des Jahrestiefs von 19,92 Euro denkbar. Es wäre allemal auch möglich, dass diese Unterstützung bricht und sich HelloFresh in Richtung der unteren Begrenzung dieses Keils bei momentan 15,80 Euro orientiert.

HelloFresh-Aktie: Chart vom 29.11.2022, Kurs 22,66 Euro, Kürzel HFG | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der HelloFresh Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Herstellers von Kochboxen hat es in diesem Jahr ganz besonders hart getroffen. Die Kurse brachen um mehr als 65% ein, doch die Talfahrt begann schon 2021.

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Der Hype rund um die HelloFresh-Aktie endete an der psychologisch wichtigen Marke von 100 EUR. Seither spielten die Bullen das Spiel „Rette sich wer kann“ und die Bären übernahmen das Ruder. Auch im letzten Halbjahr änderte sich nicht viel. Die HelloFresh-Aktie notiert stetig unter dem fallenden 50-Tage-Durchschnitt und es gibt kaum positive und vor allem nachhaltige Impulse. Somit bleibt auch vorerst der bärische Gesamttrend erhalten.

Expertenmeinung: Dennoch könnte es in den kommenden Wochen zur ein oder anderen positiven Überraschung kommen. Die Kurse haben sich aktuell knapp über der runden Zahl von 20 EUR stabilisiert und wir sehen einen bullischen Keil im Chart.

Diese Formation ist überaus selten, wird jedoch in der Charttechnik allgemein als bullisches Wendesignal angesehen. Doch hierzu müsste diese nach oben verlassen werden, was vorerst noch nicht der Fall ist. Zumindest die Chance auf eine Erholung ist da, aber ob die Bullen diese auch wirklich nutzen werden, bleibt abzuwarten. Idealerweise sollte die Formation und das letzte Zwischenhoch bei 24.51 EUR nach oben gebrochen werden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 08.11.2022 Kurs: 22.91 Kürzel: HFG | Online Broker LYNX
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Wie schnell eine Aktie von einem Mauerblümchen, zum Börsenliebling werden kann, das haben wir anhand von HelloFresh erlebt. Leider aber auch, wie schnell eine Rallye wieder abgewickelt werden kann.

Das wirklich interessante daran ist, dass der absolute Großteil der Kursbewegungen, sowohl während der Rallye als auch im darauffolgenden Crash, durch das Sentiment der Anleger ausgelöst wurde.

Die Kurse haben sich um ein Vielfaches von dem bewegt, was an realwirtschaftlicher Veränderung der Geschäftszahlen stattgefunden hat.
Man könnte es auch etwas simpler ausdrücken: An der Börse kommt es ständig zu Übertreibungen, auf der Ober- wie der Unterseite.

Selbst ohne einen Blick in die Zahlen zu werfen, liegt die Vermutung nahe, dass die Rallye im Vorjahr eine Übertreibung war, man könnte es auch als überbordenden Optimismus bezeichnen.

Beim laufenden Crash drängt sich dieselbe Vermutung auf. Immerhin wurde die komplette Rallye, die ab 2020 stattfand, wieder komplett abgewickelt.
Es fehlt nicht mehr viel und wir befinden uns auf dem Kursniveau von 2018.

Damit haben wir zwei gute Referenzpunkte, um zu evaluieren, ob der Abverkauf wirklich gerechtfertigt ist.

Es war so schön

Unternehmen wir gemeinsam einen Zeitsprung in das frühe Jahr 2020. Von Corona hatte niemand jemals gehört, Inflationsraten von 10% waren undenkbar und ein Krieg in Europa hatte kaum jemand auf dem Zettel.
Was war es doch für eine schöne Zeit.

Wer in diesem Zeitraum bei HelloFresh investiert war, für den war es ein Nullsummenspiel. Die Aktie steht heute wieder dort, wo sie damals war.

Der Unterschied ist allerdings, dass der Umsatz von HelloFresh seitdem von 1,81 auf 7,31 Mrd. Euro gestiegen ist.
Im letzten Quartal lag der Umsatz mit 1,86 Mrd. Euro sogar über dem damaligen Jahresumsatz.

Man kann und muss sich also wahrlich die Frage stellen, ob der Abverkauf nicht zu weit geht. Relativ gesehen ist die Aktie jedenfalls günstig.
Würde man 2018 als Referenzpunkt wählen, würde sich diese Einsicht noch weiter verstärken.

Das macht den Unterschied

Jedem dürfte klar sein, dass es enormer Investitionen bedarf, wenn man ein Unternehmen in kurzer Zeit massiv skalieren will.
Genau hier wird es bei HelloFresh erstaunlich.

Das Unternehmen hat auf diesem Weg kaum Geld verbrannt und die Expansion weitgehend aus den laufenden Mitteln finanziert.
Die Bilanz ist sauber und die Zahl der ausstehenden Aktien ist seit dem Börsengang lediglich von 161 auf 173 Millionen Stück gestiegen, zuletzt war sie sogar rückläufig.

Das bedeutet also, dass wir es in diesem Fall mit einem gesunden und gut finanzierten Wachstum zu tun haben. Es wurden keine ausufernden Schulden gemacht oder in großem Still Aktien ausgegeben, um auf Pump zu wachsen.

Genau das macht im Vergleich zu vielen anderen Wachstumsaktien den Unterschied.

Ausblick und Bewertung

HelloFresh ist inzwischen solide profitabel und das dürfte sich auch so fortsetzen. Das Unternehmen hat gerade erst damit begonnen, den Fokus auf die Profitabilität zu richten.
Das Unternehmen hat auch bewiesen, dass man die Kunden aus den Jahren 2020/2021 halten und sogar noch neue gewinnen konnte.
Damit konnte mitten in der Krise von 2020 wohl keiner rechnen.

Doch die jüngsten Zahlen zeigen abermals, dass der Trend intakt ist. Die Zahl der aktiven Kunden ist auf Sicht von einem Jahr von 6,94 auf 7,51 Millionen gestiegen. Der durchschnittliche Bestellwert kletterte sogar um 24,2%, wobei die Abwertung des Euro hier einen erheblichen Effekt hatte.
Ohne positive Wechselkurseffekte hätte das Plus „nur“ bei 11,5% gelegen.

In Summe hat das dazu geführt, dass der Umsatz im dritten Quartal 31,4% über dem Vorjahresniveau lag.
Das Bruttoergebnis konnte um 43,1% gesteigert werden.

Unter dem Strich wird in diesem Jahr ein Gewinn von 0,92 Euro je Aktie erwartet. HelloFresh kommt demnach auf ein KGVe von 23,6.
Das ist bei Wachstumsraten von 30% nicht gerade viel.

Die eigentliche Frage ist aber, ob das KGV während einer laufenden Expansion wirklich die richtige Kennzahl ist.
Es ist vielmehr erstaunlich, dass HelloFresh die Skalierung vollständig aus dem laufenden Cashflow finanzieren kann und noch ein Überschuss erzielt wird.

Was ist der richtige Maßstab?

Obendrein deutet ein Blick in den Cashflow darauf hin, dass der gemeldete Gewinn ein Understatement ist.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag in den letzten 12 Monaten bei 327,2 Mio. Euro, was rund 1,89 Euro je Aktie entspricht – fast das doppelte des gemeldeten Gewinns.

Das stellt das KGV als Messgröße in diesem Fall infrage. Das ist auch der Hauptgrund, warum HelloFresh etwas mehr als 600 Mio. Euro an Barmitteln auf der hohen Kante hat, was rund einem Sechstel des Börsenwerts entspricht.

Daher ist es nur folgerichtig, dass das Unternehmen Aktienrückkäufe durchführt. Im laufenden Geschäftsjahr hat man 125,1 Mio. Euro in eigene Aktien gesteckt.

Chart vom 02.11.2022 – Kurs: 21,72 Kürzel: HFG - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.11.2022 – Kurs: 21,72 Kürzel: HFG – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht liegen die nächsten Schaltstellen bei 20 und 25 Euro. Sollte HelloFresh unter 20 Euro fallen, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 18 oder 15-16 Euro gerechnet werden.

Gelingt hingegen ein Anstieg über 22,50 Euro, wäre der Weg in Richtung 25 Euro frei. Darüber könnte eine größere Erholung eingeleitet werden.  

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Anfangs lag die HelloFresh Aktie am Donnerstag bis zu sieben Prozent im Plus, geschlossen hat die Aktie dann aber mit einem Minus von 6,15 Prozent. Das war ein deutliches Signal der Marktteilnehmer auf die am Morgen vorgelegte Quartalsbilanz.

HelloFresh selbst nannte das dritte Quartal „stark“, aber offenbar war man seitens der Marktteilnehmer bei genauem Hinsehen dann doch anderer Meinung. Wo lagen die Probleme, die die Aktie am Ende des Tages in den Sinkflug schickten?

Am Umsatz lag es nicht, der legte im Sommerquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 31,4 Prozent zu. Aber der Gewinn, der fiel. Auf operativer Basis ging der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um zehn Prozent zurück. Steigender Umsatz, fallender Gewinn, das passiert, wenn die Gewinnspanne unter Druck gerät – und das war in der Tat deutlich der Fall, die EBITDA-Marge fiel von 5,6 Prozent im Vorjahresquartal auf 3,9 Prozent in diesem dritten Quartal 2022.

Was ebenfalls für angehobene Augenbrauen gesorgt haben dürfte, war das übersichtliche Wachstum der Zahl aktiver Kunden. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der aktiven Kunden nur um 8,2 Prozent auf 7,51 Millionen. Das lässt nicht erwarten, dass das Wachstum in nächster Zeit allzu stark ausfallen wird. Vor allem, weil die Zahl der aktiven Kunden nach dem zweiten Quartal noch mit 8,0 Millionen angegeben wurde.

Expertenmeinung: Alles in allem war da nichts dabei, das Argumente hätte liefern können, die ausreichen, um die HelloFresh-Aktie aus ihrem keilförmigen Abwärtstrendkanal nach oben hinaus zu tragen. Der Kurs drehte noch unterhalb der heute bei glatt 25 Euro verlaufenden, oberen Begrenzung des Keils sang- und klanglos nach unten und fiel damit nicht nur wieder in die vorbestehende Seitwärtsspanne zwischen 19,94 und 24,06 Euro zurück, sondern steuert deren untere Begrenzung jetzt mit ordentlichem Momentum an.

Chart vom 27.10.2022, Kurs 21,50 Euro, Kürzel HFG | Online Broker LYNX

Wirklich überraschend wäre es nicht, wenn die Aktie die untere Begrenzung dieses Abwärtstrendkanals, die aktuell bei 18 Euro verläuft, testet. Da jetzt noch Short zu gehen wäre wohl eher gewagt, dazu ist der Abstieg dieser Aktie bereits recht weit gediehen. Aber hier jetzt in der Hoffnung auf einen zweiten Anlauf der Bullen einzusteigen, wäre noch riskanter. Bevor HelloFresh nicht aus diesem Abwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen ist, bleibt die Unterseite des Kurses die „weichere“.

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Zum Wochenstart gehörte die Aktie des Kochboxen-Lieferanten HelloFresh zu den größten MDAX-Gewinnern. Was ist dieses Plus von 5,31 Prozent wert? Charttechnisch bislang wenig. Und eine Nachricht vom Freitag deutet an, dass man auch nicht zu viel erwarten sollte.

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Am Montag meldete HelloFresh, dass man jetzt auch in Irland aktiv geworden sei, eine Marktanalyse habe gezeigt, dass das Land für Kochboxen günstige Bedingungen liefere. Das klingt nach Aufbruch und Wachstum. Was dabei herauskommt, wird man aber erst viel später sehen. Und eine Nachricht, die am Freitag zuvor kam, klingt so gar nicht nach Expansion:

HelloFresh schließt zum 11. Dezember ein Distributionszentrum in Kalifornien. Begründet wird das damit, dass die Anlage veraltet sei, man wolle sich auf neuere, effizientere Standorte konzentrieren. Das klingt harmlos, aber dabei verlieren 611 Mitarbeiter ihren Job. Da das Unternehmen weltweit etwa 15.000 Menschen beschäftigt, ist das keine unerhebliche Zahl. Und wenn der Wegfall dieses Standorts einfach so weggesteckt werden kann und nicht zugleich ein vergleichbares Distributionszentrum aufgebaut wurde, klingt das nicht danach, als hätte HelloFresh in Kalifornien alle Hände voll zu tun. Man sollte vorsichtig sein, zu viel von der Aktie zu erhoffen.

Expertenmeinung: Mittlerweile backen die Analysten ja in Bezug auf den Unternehmensgewinn deutlich kleinere Brötchen als zu Jahresbeginn. Man rechnet mit einem deutlichen Gewinnrückgang, das durchschnittliche Kursziel liegt mit 53 Euro meilenweit unter dem, was noch im Frühjahr angesetzt wurde. Das wäre immer noch ein grandioses Gewinnpotenzial, würde HelloFresh dieses Kursziel erreichen. Aber dazu müsste auch eintreten, was einige Analysten trotz ihrer gesenkten 2022er-Erwartungen noch unterstellen: dass der Gewinn ab 2023 wieder durchstartet. Und das ist zumindest fraglich.

Der Druck auf die Geldbeutel der Verbraucher ist nicht auf Deutschland beschränkt, sondern betrifft fast alle Regionen weltweit. Und HelloFreshs Dienste sind keine, die den Grundbedarf abdecken. Sich die Zutaten für sein Essen portioniert und nach Wunsch liefern zu lassen, ist ein Luxus, auf den man leicht verzichten kann, wenn das Geld knapp wird. Daher sollte man in Bezug auf die Ergebnisse des dritten Quartals, zu denen es noch keine Hinweise gibt, vor allem aber mit Blick auf das angelaufene Quartal und die ersten Quartale 2023 auf alles gefasst sein. Das dürfte zwar in großen Teilen schon eingepreist sein. Aber dass man jetzt nicht mehr unbedingt viel erwarten sollte, wenn man auf diesem gedrückten Level noch Short ginge, heißt nicht, dass die Aktie zwingend viel in die Gegenrichtung zuwege bringen müsste.

Der keilförmige Abwärtstrendkanal der vergangenen Monate dürfte nur zu bezwingen sein, wenn wider Erwarten sehr gute Zahlen und ein glaubwürdig bullischer Ausblick auf den Tisch kämen, die klarmachen, dass die Skepsis der Trader übertrieben war. Das ist nicht wahrscheinlich, aber auch nicht völlig unmöglich. Doch bevor solche Nachrichten nicht wirklich kommen und die Aktie darüber hinaus zumindest den eindeutigen Ausbruch über den mittelfristigen Abwärtstrend schafft, der derzeit bei 26,20 Euro verläuft, ist eine Aufwärtswende Wunschdenken.

HelloFresh Aktie: Chart vom 17.10.2022, Kurs 23,02 Euro, Kürzel HFG | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In meiner letzten Analyse hatte ich dem Hersteller von Kochboxen keine besonders guten Aussichten mit auf den Weg gegeben. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die HelloFresh-Aktie zwar in einer netten Aufholjagd, doch wie so oft scheiterten die Bullen wenig später erneut an der 50-Tage-Linie, welche den Kursen in den letzten Monaten bereits des Öfteren Steine in den Weg legte.

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Dies kam wenig überraschend und sofort holten die Bären zu einer neuen Attacke aus. Mittlerweile sind die Kurse auf ein neues Jahrestief gefallen. Der bärische Trend und auch der nach unten gerichtete Trendkanal bleiben vorerst intakt und es gibt derzeit keine Anzeichen eines möglichen Trendwechsels.

Expertenmeinung: Werfen jetzt auch die letzten Anleger das Handtuch? Das würde es wohl brauchen, um einen wirklichen Trendwechsel auszulösen. Eine Art finalen Ausverkauf, welcher fast schon vertikal nach unten läuft. Dies mag zwar kurzfristig sehr schmerzhaft werden, könnte aber das Grande-Finale der Talfahrt darstellen.

Ob es dazu kommen wird, bleibt abzuwarten. Der nächste wichtige Support befindet sich bei 16.14 EUR. Hier startete die beeindruckende Rallye nach dem Corona Crash und zahlreiche Anleger werden sich noch an diesen Startpunkt erinnern. Vielleicht kann diese Marke den Hunger der Bären endgültig stillen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 23.09.2022 Kurs: 22.00 Kürzel: HFG | Online Broker LYNX