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Vor knapp zwei Wochen hatte ich an dieser Stelle auf eine vielversprechende charttechnische Ausgangslage bei der Henkel-Aktie hingewiesen. Wenige Tage später setzte sich der Kurs in Bewegung und vollendete eine breit angelegte Bodenbildung. Wie könnte man jetzt agieren?
Zum Januar-Monatsende gelang es, das Zwischenhoch des vierten Quartals bei 73,56 Euro als Widerstand herauszunehmen. Das intensivierte die Käufe, so dass wenige Tage später sogar eine mittelfristige Schlüsselzone überboten wurde: der Bereich 76,08/76,34 Euro, der bereits seit fast zwei Jahren immer wieder als oberer oder unterer Umkehrpunkt fungiert. Dieser Erfolg intensivierte die Aufwärtsbewegung noch, so dass bereits der nächste Widerstandsbereich 81,56/82,12 Euro in Reichweite kommt. Die Frage ist:
Kann man auf diesen Zug noch aufspringen? Sollte man einfach nur halten, was man hier an Aktien hat? Oder wäre es womöglich an der Zeit, langsam über erste Gewinnmitnahmen nachzudenken?
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Expertenmeinung: Letzteres wäre zumindest nicht abwegig, wenngleich es dafür nicht unbedingt eilt, denn durch das Verlassen der seit März 2025 geltenden Handelsspanne nach oben ist die Henkel Vorzugsaktie, wie man im Chart schön sehen kann, quasi ins „Oberhaus“, in die obere Hälfte der mittelfristigen Kursspanne, aufgestiegen. Daher wäre eine erste Maßnahme, diesen Aufstieg mit einem Stoppkurs unterhalb der wichtigen, jetzt wieder als Unterstützung dienenden Zone 76,08/76,34 Euro nach unten abzusichern.

Aber natürlich verlieren die Argumente, die noch vor zwei Wochen einem Kursanstieg Rückhalt geboten haben, mit dem Kursanstieg an Gewicht. Die Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis ist zwar mit aktuell 14,6 für die 2025er-Analystenprognose des Gewinns pro Aktie immer noch eher günstig, aber eben nicht mehr so niedrig wie vor zwei Wochen, als sie noch knapp unter 14 lag. Die Dividendenrendite betrüge jetzt im Fall einer zu 2024 unverändert ausgeschütteten Dividende für 2025 nicht mehr fast drei, sondern „nur“ noch 2,7 Prozent. So gesehen müsste Henkel jetzt einen ermutigenden Ausblick auf 2026 abliefern, der verhindern könnte, dass der Aufwärtsbewegung die Käufer knapp werden, nur:
Das 2025er-Ergebnis nebst Ausblick stünde erst in gut vier Wochen, am 11. März, an. Ob es die Aktie im Vorfeld auch noch über die nächstgelegene Hürde bei 81,56/82,12 Euro schafft, ist fraglich genug, um neben einem nachgezogenen Stoppkurs in der Tat langsam daran zu denken, einen Teil des in den vergangenen Tagen generierten Gewinns durch Teilverkäufe zu sichern und, solange die Aktie nicht zumindest eine Konsolidierung zeigt, für den Moment eher nicht mehr zuzukaufen.
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