Kion Group Aktie Prognose Kion: Jetzt in die laufende Rallye einsteigen?

News: Aktuelle Analyse der Kion Group Aktie

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Kion Group
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Kion hat eine komplette Kehrtwende vollzogen, geschäftlich wie auch kurstechnisch. Die Rallye könnte längst nicht zu Ende sein.

Vom Gabelstapler bis zur automatisierten Supply Chain

Kion ist einer der weltweit führenden Anbieter von Intralogistiklösungen, die Nummer eins im Bereich Lagerautomatisierungsgeräte und der zweitgrößte Hersteller von Gabelstaplern.
Das Angebotsspektrum wird durch Automatisierungstechnologie und Softwarelösungen für die Optimierung von Logistik abgerundet.

Zuletzt erzielte man 73 % des Umsatzes im Segment Industrial Trucks & Services und die restlichen 27 % im Bereich Supply Chain Solutions. Das Segment Industrial Trucks & Services umfasst beispielsweise Gabelstapler, Schmalgangstapler, Routenzüge, fahrerlose Transportsysteme sowie Kompaktlager.

Der Bereich Supply Chain Solutions umfasst unter anderem Sortier- und Put-Systeme, Lösungen für die Kommissionierung, Palletiersysteme, Fördertechnik sowie automatisierte Regalsysteme, automatische Kleinteillager und Multi-Shuttle Puffer.

Kion ist dementsprechend ein Profiteur des wachsenden E-Commerce und den damit einhergehenden Herausforderungen der Logistik.
Automatisierte Supply-Chain-Lösungen werden daher immer wichtiger, denn eine effiziente Intralogistik entscheidet heute in vielen Branchen über die Wettbewerbsfähigkeit.

Die Achterbahnfahrt der Aktie: Kions volatiler Weg zum Erfolg

Das Geschäft von Kion ist jedoch anfällig, das haben die letzten Jahre eindrucksvoll gezeigt. Kommt es zu einem wirtschaftlichen Abschwung, bricht der Gewinn zeitweise stark ein.
Aber es gab auch Probleme mit Lieferanten und der Verknappung von Bauteilen, hohen Energiepreisen, steigenden Löhnen und einem Mangel an Fachkräften.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Aktie in solchen Situationen unter Druck kommt, selbst wenn die Probleme nicht hausgemacht sind.
Kion wird aber meisten in einem Umfang abverkauft, der fernab jeglicher Logik ist.

Darauf hatten wir beispielsweise im Januar vergangenen Jahres hingewiesen, damals notierte die Aktie noch bei 30 Euro:
Kion: Heimlich, still und leise bricht sie aus
Bei Kion hat es noch nie an Volatilität gemangelt. Was allerdings im vergangenen Jahr vor sich ging, spottet jeder Beschreibung. Ist das der große Turnaround?

Zum Zeitpunkt der letzten Analyse lag der Kurs bei 40 Euro (Kion: Das ist das nächste Kaufsignal) und die Chancen stehen gut, dass sich die Rallye fortsetzen wird.

Totale Kehrtwende

Denn neben dem Aktienkurs, erholt sich auch das Geschäft dynamisch. Bereits im ersten Quartal konnte der Umsatz wieder leicht gesteigert werden und der freie Cashflow war mit 105 Mio. Euro wieder positiv.
In den darauffolgenden Quartalen verfestigte sich der Trend.

Unter dem Strich wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Rekordumsatz von 11,4 Mrd. Euro erzielt werden und der freie Cashflow hat sich von -716 auf +715 Mio. Euro massiv verbessert.

Der Gewinn hat sich von 0,75 auf 2,33 Euro je Aktie verbessert. Kion hat eine echte Kehrtwende vollzogen.

Der freie Cashflow entwickelt sich bei Kion schon immer unstetig. Die erzielten Ergebnisse zeigen jedoch, was möglich ist. Selbst unter Berücksichtigung der Schulden kommt Kion aktuell nur auf einen EV/FCF von 13,8.

Kion hat den starken Cashflow genutzt, um die Schulden zu reduzieren. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat man die Finanzverbindlichkeiten um 23 % auf 1,52 Mrd. Euro reduziert und die Nettoschulden um 27 % auf 1,21 Mrd. Euro.

Investition in die Zukunft

Dadurch ist man für die nächste Krise gewappnet und kann sich fortan wieder stärker auf die Zukunft konzentrieren.
Dazu gehören beispielsweise Investitionen in die Automatisierung und Elektrifizierung der eigenen Produkte. Es wurden konkrete Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Produktionsprozesse effizienter gestalten und die Kosten senken.

Darunter beispielsweise Effizienz- und Flexibilisierungsmaßnahmen auf der Zulieferseite, in der Produktion sowie bei der kundenseitigen Preis- und Vertragsgestaltung.

Nach man 2023 einen Umsatz von 11,4 Mrd. Euro, ein bereinigtes EBIT von 791 Mio. Euro und einen freien Cashflow von 715 Mio. Euro erzielt hat, stellt man für 2024 stellt einen Umsatz von 11,2 – 12,0 Mrd. Euro, ein bereinigtes EBIT von 790 – 940 Mio. Euro und einen freien Cashflow von 560 – 670 Mio. Euro in Aussicht.

Den Konsensschätzungen zufolge wird das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr um 36 % auf 3,05 Euro je Aktie steigen.
Kion kommt demnach auf ein KGVe von 16,4 und ein EV/FCF von 16,0.

Die Dividendenrendite liegt derzeit bei 1,88 %, die Ausschüttung ist gut finanziert. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wieder verschlechtern, ist mit einer deutlichen Erhöhung zu rechnen.

Kion Aktie: Chart vom 25.03.2024, Kurs: 49,82 EUR - Kürzel: KGX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Kion Aktie: Chart vom 25.03.2024, Kurs: 49,82 EUR – Kürzel: KGX | Quelle: TWS

Die Kursentwicklung wird sich kurzfristig an der 50-Euro-Marke entscheiden. Fällt die Aktie jetzt per Wochenschluss unter diese Unterstützung zurück, muss mit einer Korrektur bis zum Aufwärtstrend bei 45 Euro gerechnet werden.
Auf diesem Niveau könnte ein antizyklischer Einstieg erwägt werden.

Gelingt hingegen ein direkter Ausbruch über 50 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit einem ersten Kursziel bei 54-56 Euro. Darüber wäre der Weg in Richtung 60-61 und 65 Euro frei.

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Vorherige Analysen der Kion Group Aktie

Der Lagertechnik-Spezialist KION Group legte vergangene Woche neben den großenteils bekannten Ergebnissen des Vorjahres den Ausblick auf 2024 vor. Der gefiel den Tradern, wie der daraus resultierende Kursanstieg deutlich machte. Aber geht da jetzt noch viel nach oben?

Wie tauglich die Antwort auf diese Frage ausfällt, hängt davon ab, ob man dort hinschaut, wo man hinschauen sollte. Denn ja, die KION Group hat 2023 die Ergebnisse des Vorjahres erheblich überboten. Das Problem ist aber: 2022 war eben auch ein fatal schlechtes Jahr, nicht umsonst fiel die Aktie zwischen Herbst 2021 und Herbst 2022 nahezu nonstop.

Gegenüber diesem richtig üblen Jahr 2022 legte der Umsatz um 2,7 Prozent auf einen neuen Rekord von 11,434 Milliarden zu. Die EBIT-Marge stieg deutlich von 2,6 auf 6,9 Prozent, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 170 Prozent auf 790,5 Millionen Euro. Das liest sich herausragend. Aber wichtig wäre natürlich zu wissen, wie nahe man damit an das Ergebnis vor dem fatalen Jahr 2022, also an 2021, heranreicht.

2021 lagen der Umsatz bei 10,3 Milliarden, das EBIT bei 842 Millionen und die EBIT-Marge bei knapp 8,2 Prozent. Das wäre die echte „Benchmark“. Wie sieht man da das angelaufene Jahr, kommt man da wieder hin? Die Antwort lautet: Wenn der Ausblick so eintritt, dann ja. KION sieht den Umsatz 2024 zwischen 11,2 und 12,0 Milliarden Euro und das EBIT zwischen 790 und 940 Millionen. Und das hieße mit Blick auf die Aufwärtschancen der Aktie:

Expertenmeinung: Da wäre grundsätzlich noch Luft nach oben, auch, wenn der Kurs, wie wir hier im Chart auf Wochenbasis sehen, seit Oktober bereits ein gutes Stück gelaufen ist. Denn selbst wenn man (was richtig wäre) unterstellt, dass die Marktteilnehmer 2021 bis zum Herbst zu viel erhofft hatten und man auf die Aktie ebenso wie auf den Gesamtmarkt und das Umfeld bezogen die kleineren Brötchen als Benchmark nimmt, die dann im Herbst 2021 gebacken wurden, wäre da noch Spielraum.

Ein Anlauf in die Region um die Widerstandslinie bei 63 Euro wäre noch drin, ohne dass die auf Basis dieses bullischen Ausblicks nicht teuer bewertete Aktie in die Region eines zu hohen Kurs/Gewinn-Verhältnisses käme. Aber „möglich“ und „sicher“ sind zwei Paar Schuhe. Zwei Faktoren sollten dazu führen, dass man die Sache mit Bedacht statt mit Überschwang angeht:

KION Group Aktie: Chart vom 01.03.2024, Kurs 47,36 Euro, Kürzel: KGX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
KION Group Aktie: Chart vom 01.03.2024, Kurs 47,36 Euro, Kürzel: KGX | Quelle: TWS

Zum einen hat die Aktie die Widerstandslinie bei 47,12 Euro erreicht und notiert nahe an der oberen Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, der auf den Oktober 2022 zurückgeht, während die Markttechnik, hier im Chart der Stochastik Oszillator, in der überkauften Zone rangiert.

Zum anderen hat die KION-Aktie am Freitagabend ziemlich genau das durchschnittliche Analysten-Kursziel erreicht, das derzeit bei 47,24 Euro liegt. Zwar reicht die Kurszielspanne von 23 Euro bis 68 Euro … wobei beide Extrem-Ziele am Tag der Bilanz, sprich am 29.2., vergeben wurden … aber das unterstreicht eines: Wenn der Ausblick eintritt und alles gutgeht, kann die Aktie allemal ein gutes Stück höher notieren, ohne zu teuer zu sein. Sollte sich das Umfeld aber eintrüben, ist auch nach unten immens viel Luft. Und allzu stabil kommt dieses Umfeld eben nicht daher, ein wenig Vorsicht ist da also auf jeden Fall angebracht.

Quellenangaben: Ergebnis 2023, 29.02.2024: https://www.kiongroup.com/KION-Website-Main/Investor-Relations/Reports-Presentations/2024-Reports-Presentations/FY-2023/Pressemitteilung_q4_2023.pdf
Analysten-Kursziele: https://www.kiongroup.com/de/Investor-Relations/Aktie/

Kurz vor Handelsende am Freitag meldete die KION Group vorläufige Zahlen zum 3. Quartal und hob den 2023er-Gewinn- und Margenausblick an. Die Aktie schwankte, reagierte aber am Ende kaum. Wird der Befreiungsschlag heute nachgeholt und wenn ja – in welche Richtung?

Logistik-Lösungen, wie sie die KION Group anbietet, sind offenbar weiter sehr gefragt. Das dritte Quartal brachte zwar mit 2,7 Milliarden Euro einen zum Vorjahr kaum veränderten Umsatz, aber der Gewinn lag mit 224 Millionen Euro deutlich über der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von 192 Millionen, im Vorjahresquartal wurde noch ein Verlust von 101 Millionen verbucht.

Das Quartal lief gut genug, um auch den Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr anzuheben. Die KION Group sieht jetzt einen zur vorherigen Prognose um 100 Millionen höheren Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 780 Millionen Euro und eine ROCE (Rendite in Relation auf das eingesetzte Kapital) von 7,0 statt zuvor 6,0 Prozent. Gut … aber auch gut genug, um die Handelsspanne zu verlassen, in der die Aktie seit Jahresbeginn gefangen ist?

Expertenmeinung: Das muss sich heute bzw. in den kommenden Tagen erst herausstellen, denn die KION-Aktie machte zwar unmittelbar nach Eintreffen der Meldung einen kurzen Satz nach oben, der wurde aber gleich wieder abverkauft. Das Ergebnis des Freitags war damit nicht mehr als ein einigermaßen volatiler Handelstag, der mit einem kleinen Minus von 1,13 Prozent endete. Was wiederum angesichts des am Freitag allgemein schwachen Gesamtmarkts nichts wäre, was man für die nächsten Tage als wegweisend ansehen sollte.

Hinzu kommt, dass die Meldung so kurz vor dem Handelsende erfolgte, dass vermutlich viele erst nach Handelsschluss realisierten, dass hier eine Prognose-Anhebung vorlag. Oder die magere Reaktion lag an einem anderen Aspekt, der bislang nicht zur Sprache kam:

Die neue Prognose hatte nämlich auch eine Schattenseite: Die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr korrigierte die KION Group nämlich nicht nach oben, sondern nach unten, von zuvor „mindestens 11,4 Milliarden“ auf jetzt „mindestens 11,2 Milliarden“. Das ist zwar im Vergleich zur prozentualen und nach oben weisenden Veränderung der Gewinnprognose nicht die Welt, könnte aber so manchen Investor vermuten lassen, dass der Schwung des Geschäfts gerade nachlässt und die Gewinne über kurz oder lang dem Umsatz nach unten folgen werden. Immerhin hatte der Umsatz 2022 bei 11,14 Milliarden kaum niedriger gelegen, was heißt: In Sachen Volumen wird 2023 nichts vorwärts gehen.

Andererseits sind die Analysten mehrheitlich optimistisch gestimmt, das durchschnittliche Kursziel liegt mit momentan 46,26 Euro klar über dem oberen Ende dieser Handelsspanne zwischen grob 30 und 40 Euro, in welcher die Aktie seit Jahresbeginn – von zwei kurzen Ausreißern abgesehen – unterwegs ist. Was tun?

Da die KION-Aktie derzeit ziemlich genau in der Mitte dieser Range läuft, wäre die sinnvollste Antwort auf die Frage, was jetzt zu tun wäre: gar nichts. Besser wäre es abzuwarten, ob und in welche Richtung die Aktie ihren Seitwärtstrend verlässt, um dann ggf. in Ausbruchsrichtung aktiv zu werden. Solange die KION Group in dieser Range festhängt, ist diese Prognose-Anhebung de facto ein „non event“.

KION Group Aktie: Chart vom 13.10.2023, Kurs 34,05 Euro, Kürzel: KGX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse 3. Quartal und Prognoseanhebung:
https://www.kiongroup.com/de/News-Stories/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Detail.html?id=2615721&type=corporate&title=KION%20Group%20steigert%20das%20Ergebnis%20im%20dritten%20Quartal%202023%20erheblich%20und%20passt%20die%20Prognose%20an
Analysten-Kursziele: https://www.kiongroup.com/de/Investor-Relations/Aktie/

Kion steht kurz davor, das nächste Kaufsignal auszulösen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Kursziele und Kaufmarken.

Kion als Gewinner des Onlinehandels

Kion Group ist einer der weltweit führenden Anbieter von Intralogistiklösungen, die Nummer eins im Bereich Lagerautomatisierungsgeräte und der zweitgrößte Hersteller von Gabelstaplern.
Das Angebotsspektrum wird durch Automatisierungstechnologie und Softwarelösungen für die Optimierung von Logistik abgerundet.

Zuletzt erzielte man 73 % des Umsatzes im Segment Industrial Trucks & Services und die restlichen 27 % im Bereich Supply Chain Solutions.

Das Segment Industrial Trucks & Services umfasst beispielsweise Gabelstapler, Schmalgangstapler, Routenzüge, fahrerlose Transportsysteme sowie Kompaktlager.

Der Bereich Supply Chain Solutions umfasst unter anderem Sortier- und Put-Systeme, Lösungen für die Kommissionierung, Palletiersysteme, Fördertechnik sowie automatisierte Regalsysteme, automatische Kleinteillager und Multi-Shuttle Puffer.

Kion ist dementsprechend ein Profiteur des wachsenden E-Commerce und den damit einhergehenden Herausforderungen der Logistik.
Automatisierte Supply-Chain-Lösungen werden daher immer wichtiger, denn eine effiziente Intralogistik entscheidet heute in vielen Branchen über die Wettbewerbsfähigkeit.

Diese Erfolgsgeschichte wurde nur kurz unterbrochen

Dieser Rückenwind und die starke Positionierung von Kion im Logistikbereich hat dazu geführt, dass man den Umsatz in den zurückliegenden zehn Jahren von 4,50 auf 11,14 Mrd. Euro steigern konnte.
Der Gewinn kletterte in dieser Zeit von 1,68 auf 4,34 Euro je Aktie, bevor 2022 dann ein massiver Gewinneinbruch erfolgte und das Ergebnis auf 0,75 Euro je Aktie absackte.

Das hat auch zu einem massiven Kursverfall der Aktie geführt, der dürfte aber deutlich zu weit geführt haben.
Zuletzt hatten wir im Januar auf die Lage hingewiesen:
Kion: Heimlich, still und leise bricht sie aus

Der Umsatz von Kion erreichte 2022 ein neues Rekordniveau, trotzdem ist der Gewinn aufgrund von Störungen in den Lieferketten und hohen Kosten eingebrochen.
Langsam aber sicher normalisieren sich die Rahmenbedingungen wieder und daher zeichnet sich wie erwartet eine geschäftliche Erholung ab.

Geschäftliche Erholung zeichnet sich ab

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist der Umsatz um 1,5 % auf 5,62 Mrd. Euro leicht gestiegen. Das EBIT legte um 11,7 % auf 348,3 Mio. Euro zu.

Am aussagekräftigsten ist jedoch die Entwicklung beim freien Cashflow, der auf Jahressicht von -592 auf +229 Mio. Euro gesteigert werden konnte.
Kion ist demnach wieder solide profitabel.

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Halbjahreszahlen auch die Prognose erhöht.
Beim Umsatz stellt man 8,2 Mrd. Euro in Aussicht, bisher waren es 8,0 Mrd. USD.
Die Gewinnerwartungen (EBIT) wurden von mindestens 615 auf mindestens 680 Mio. Euro erhöht und die Prognose für den freien Cashflow von mindestens 565 auf mindestens 615 Mio. Euro.

Gewinn soll sich verdreifachen

Im laufenden Geschäftsjahr soll sich der Gewinn von 0,75 auf 2,55 Euro je Aktie mehr als verdreifachen. Die Profitabilität wäre damit noch nicht wieder auf dem Niveau von 2021 angekommen, doch man ist auf dem besten Weg dorthin.
Spätestens 2025 könnte ein neues Rekordergebnis möglich sein.

Das bedeutet, dass in den kommenden Quartalen erhebliche Gewinnsteigerungen erzielt werden könnten. Dieser positive Newsflow würde den Optimismus der Anleger nähren und deutlich steigende Kurse ermöglichen.

In den fünf Jahren vor 2020, als die Welt noch etwas normaler erschien, lag das KGV von Kion durchschnittlich bei 18.
Daraus ergibt sich für dieses Jahr noch ein Kurspotenzial bis 45,90 Euro und auf Sicht von 12-15 Monaten ein Kursziel von 58,68 Euro.

Kion Aktie: Chart vom 04.09.2023, Kurs: 39,80 - Kürzel: KGX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Kion Aktie: Chart vom 04.09.2023, Kurs: 39,80 – Kürzel: KGX | Quelle: TWS

Aus technischer Sicht ist die Lage ebenfalls aussichtsreich und ähnelt der vom Januar.
Damals war die Aktie gerade dabei, den Widerstand bei 30 Euro zu durchbrechen, um dann eine größere Rallyephase einzuleiten.

So ähnlich könnte es jetzt an der Widerstandszone bei 39-40 Euro laufen. Kann dieser Bereich nachhaltig überwunden werden, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen zwischen 45 und 47,50 Euro.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Anbieters von Gabelstaplern, Lagertechnik und verbundenen Dienstleistungen hat sich im Laufe der vorigen Woche ordentlich in Szene setzen können. Die Kion Group-Aktie schoss nämlich fast senkrecht nach oben.

Dem Anstieg ging ein Fehlausbruch unter die Marke von 32.34 EUR voraus. Das Verkaufssignal wurde mittlerweile negiert und zahlreiche Anleger versuchen sich indessen neu zu positionieren. Der Trend selbst ist von einer bärischen Lage wieder in eine neutrale Kaufphase zurückgekehrt. Auch das Handelsvolumen zog am Freitag deutlich an. Könnte sich jetzt mehr entwickeln?  

Expertenmeinung: Die Kurse nähern sich gerade einer überaus bedeutungsvollen Widerstandsebene. So könnte die Marke bei 37.50 EUR in den kommenden Wochen eine entscheidende Rolle in der weiteren Entwicklung spielen.

Auf dem erwähnten Niveau befindet sich eine hartnäckige Widerstandslinie, welche in diesem Jahr noch nicht gebrochen werden konnte. Konstruktiv wäre eine Konsolidierung bei aktuellen Preisen, um frisches Momentum für einen möglichen Ausbruch zu sammeln. Die aktuelle Lage könnte sich weiter entwickeln und das Setup sieht vielversprechend aus.

Aussicht: NEUTRAL

Kion Group Aktie: Chart vom 30.06.2023, Kurs: 136.86 EUR, Kürzel: KGX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Kion Group Aktie: Chart vom 30.06.2023, Kurs: 136.86 EUR, Kürzel: KGX | Quelle: TWS

Am Mittwochnachmittag vorgelegte Vorab-Ergebnisse zum ersten Quartal beförderten die KION Group zum Handelsende an die Spitze der MDAX-Gewinner. Und mit diesen Zahlen können die Bullen in der Tat „arbeiten“, zumal KION daraufhin die 2023er-Prognose anhob.

Auf Basis der noch nicht testierten Berechnungen meldete der Anbieter von Logistik-Lösungen am gestrigen Nachmittag, dass der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) im ersten Quartal mit 156 Millionen Euro zwar unter dem des Vorjahresquartals liegen werde (170,3 Millionen), das Ergebnis aber sehr deutlich über der durchschnittlichen Schätzung der Analysten ist, die bei 118 Millionen liegt. Zwar betonte KION, dass dieses relativ starke Ergebnis auch auf sogenannten „Vorzieheffekten“ basiere, so dass man das Übertreffen der Erwartungen letztlich nicht 1:1 auf das Gesamtjahr umrechnen kann.

Das Zahlenwerk insgesamt präsentierte sich dennoch gut genug, um die KION Group zu veranlassen, den bisherigen Ausblick auf das Gesamtjahr 2023 nach oben anzupassen. So sieht man beim Umsatz jetzt nach bislang 11,0 Milliarden Euro 11,2 Milliarden. Bei der ROCE, sprich der Vorsteuerrendite oder EBT-Marge, erwartet man jetzt 5,5 Prozent, vorher hatte man 5,0 Prozent avisiert. Und für das EBIT setzte KION die Prognose auf 615 statt bisher 550 Millionen Euro nach oben, wobei da jedes Mal das Wort „mindestens“ dahinter stand.

Das ist einerseits deutlich mehr als im Jahr 2022, als das EBIT bei nur 292 Millionen lag, andererseits immer noch weitaus weniger als die 842 Millionen Euro, die die KION Group im Jahr 2021 erreicht hatte. Aber:

Expertenmeinung: Dieser 2021 erreichte EBIT-Gewinn war ein Rekord. Und die Aktie hatte Ende 2021, im Überschwang der Erwartung, dass sich dieser Gewinnanstieg lückenlos fortsetzen wurde und als man noch nicht ahnte, wie heftig sich Lieferketten-Probleme und Inflation auswirken würden, ein Rekordhoch von 103,70 Euro erreicht. Setzt man dies ins Verhältnis zum derzeitigen Niveau des Aktienkurses und betrachtet das Kurs/Gewinn-Verhältnis, das selbst im Vorfeld dieser Prognose-Anhebung mit 18 im historischen Vergleich eher günstig ist, wird die Sache für die Bullen interessant. Zumal die Chance, dass sich die Margen des Logistik-Spezialisten 2024 und 2025 weiter erholen, auch in einem Umfeld stagnierenden Wachstum recht gut sind und die Bewertung somit für die kommenden Jahre auf diesem Kursniveau weiter sinken, sprich noch günstiger werden, könnte.

Was die Trader im bullischen Lager jetzt bräuchten, sind entsprechende Fakten im Chartbild. Der Kursanstieg um 4,39 Prozent als Reaktion auf diese Vorab-Ergebnisse war schon einmal gut. Aber für einen echten charttechnischen Befreiungsschlag müssten die Käufer unmittelbar am Ball bleiben. Die Aktie muss über das bisherige Jahres-Verlaufshoch von 40,86 Euro hinaus und dann idealerweise zügig die Charthürde bei 47,12 Euro nehmen, dann wäre der Weg nach oben frei. Diese vorläufigen Daten zum ersten Quartal und die Prognose-Anhebung würde das hergeben, die Käuferseite hat es jetzt in der Hand.

KION Group Aktie: Chart vom 19.04.2023, Kurs: 37,79 Euro, Kürzel: KGX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX