Münchener Rück Aktie Prognose Münchener Rück: Kurssprung nach schwachen Zahlen – wieso?

News: Aktuelle Analyse der Münchener Rück Aktie

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Münchener Rück
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Zur Münchener Rück Aktie
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Mit einem Plus von 3,69 Prozent wurde die Aktie der Münchener Rück am Freitag Tagessieger im DAX. Und das, obwohl die bisherige 2022er-Gewinnprognose im Zuge der Quartalszahlen unter Vorbehalt gestellt wurde. Eine höchst seltsame Reaktion … oder doch nicht?

Der Rückversicherer Münchener Rück erreichte nach vorläufigen, am Freitag vorgestellten Ergebnissen im dritten Quartal nur einen Gewinn von 0,5 Milliarden Euro. Grund war der Hurrikan „Ian“, der eine höher als erwartete Schadensbelastung zur Folge hatte. Das ist grundsätzlich zwar unerfreulich. Aber damit hatten die Anleger im Vorfeld ja rechnen können. Und dass am Ende überhaupt noch ein Gewinn zu Buche steht, das war der Grund, weshalb man diese Vorab-Ergebnisse positiv honorierte, statt auszusteigen: Viele hatten Schlimmeres erwartet.

Zumal die Münchener Rück trotzdem am bisherigen Ausblick eines Jahresgewinns um die 3,3 Milliarden Euro festhält. Zwar unter dem Vorbehalt, dass einige momentan erwartete, positive Sondereffekte auch greifen werden, aber immerhin. In einem Umfeld, in dem immer mehr Gewinnwarnungen aus allen Branchen einlaufen, reichte das einigen offensichtlich, um der Aktie den Status eines „relativ sicheren Hafens“ einzuräumen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Münchener Rück Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Anfangs niedrigere Kurse wurden aufgekauft und ein solider Kursgewinn erreicht, der die Basis für einen Befreiungsschlag nach oben darstellt. Aber bislang nur die Basis dafür, denn jetzt müssten die Bullen umgehend nachsetzen. Sie sehen im Chart, dass der Kurs auf Höhe der bis in den Januar zurückgehenden Widerstandslinie um 258/259 Euro schloss. Aus einer im Chart schwarz gehaltenen Dreiecksformation ist die Aktie mit dem Kursgewinn zum Wochenschluss bereits ausgebrochen, aber erst, wenn es gelingt, neben dieser jetzt erreichten Hürde auch das September-Hoch bei 268,70 Euro herauszunehmen, wäre der Befreiungsschlag wirklich gelungen.

Möglich wäre das, denn Unternehmen, die ihre ursprünglichen Gewinnziele aufrechterhalten können und zudem Branchen angehören, die wenig bis gar nicht von Inflation und dem Druck auf den Konsum betroffen sind, werden seltener, so dass solche Aktien Kapital anziehen können wie ein Magnet – und zeitweise dann auch eine in normalen Phasen zu hohe Bewertung hingenommen würde. Aber in diesem volatilen Markt sollte man besser nicht auf reine Möglichkeiten hin agieren sondern im Fall der Münchener Rück abwarten, ob es wirklich gelingt, mit Schlusskursen über 268,70 Euro den Weg nach oben frei zu räumen.

Chart vom 21.10.2022, Kurs 258,80 Euro, Kürzel MUV2 | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Münchener Rück Aktie

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Die Aktie der Münchener Rück ist zwar nicht gerade ein Ausbund an Spannung und Dynamik im Rahmen der DAX-Titel. Aber bei Gewinnen in einem soliden Trend ist ein Euro ein Euro, auch, wenn die Aktie nicht spektakulär ist. Aber haben wir hier denn einen soliden Trend?

Wir haben zumindest nach mehrtägigem Ringen und auffällig gehäuften grünen Tageskerzen den Ausbruch über eine wichtige Widerstandslinie. Das sieht bullisch aus. Die Frage ist nur, ob man diesem Braten trauen kann, ob die Aktie wirklich Luft nach oben hätte, in diesem bislang ja klar abwärts orientierten Gesamtmarkt?

Unbedingt zwingend wären die Argumente, die der Rückversicherer im Zuge seiner Ergebnisse des zweiten Quartals Anfang August geliefert hat, nicht, denn der Gewinn blieb hinter den Erwartungen zurück. Immerhin bestätigte der Konzern seinen bisherigen Jahresausblick, der einen Anstieg des Nettogewinns von 2,9 Milliarden im Vorjahr auf 3,3 Milliarden Euro prognostiziert. Aber auch, wenn positive Überraschungen ausblieben: Es fällt auf, dass sich die Aktie seither recht konsequent nach oben gekämpft hat … und nicht nur das:

Expertenmeinung: Das war ein Anstieg wie aus dem Lehrbuch. Zunächst stieg die Münchener Rück nach den Zahlen über die Widerstandszone 230/235 Euro. Dann blieb sie zwar an der im Chart schwarz gehaltenen 200-Tage-Linie hängen, der Rücksetzer wurde aber präzise auf Höhe der die Aufwärtsbewegung begleitenden 20-Tage-Linie aufgefangen. Das Ringen des Kurses zwischen dieser 20-Tage-Linie, auf der Unter- und der 200-Tage-Linie auf der Oberseite wurde Anfang September zu Gunsten der Bullen entschieden. Und am Mittwoch schaffte die Aktie dann auch noch den Break über das März-Hoch bei 249,20 Euro.

Die nächste Zielmarke wäre das Zwischentief des zu Jahresbeginn entstandenen Doppeltopps bei 258,05 Euro, darüber wäre die Aktie dann erst einmal nach oben frei. Aber kann das denn klappen? Es muss nicht … aber es kann, denn:

Diese Häufung grüner Kerzen, insbesondere mit Beginn des neuen Börsenmonats September, deutet darauf hin, dass große Adressen sich im Rahmen ihrer regelmäßigen Strategie-Adjustierung entschieden haben, diesen Bereich der Rückversicherer überzugewichten (auch die Hannover Rück läuft gut). Wohl vor allem deshalb, weil man damit rechnen kann, dass das Versichern von Versicherern ein Geschäft ist, dass besser gegen die Unbill einer Rezession abgesichert ist als die meisten anderen Branchen. Und da die Aktie bislang noch nicht überbewertet ist, kann sie durchaus die Funktion eines „sicheren Hafens“ erlangen und andere Trader auf diesen Zug aufspringen. Solange die zuletzt so oft als Leitstrahl bestätigte 20-Tage-Linie hält, die momentan kurz vor einem bullischen Crossover mit der 200-Tage-Linie steht, wäre die Tür für weitere Kursgewinne hier offen.

Münchener Rück-Aktie: Chart vom 07.09.2022, Kurs 251,50 Euro, Kürzel MUV2 | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Münchener Rück ist eine der größten Rückversicherungs-Gesellschaften weltweit. Die Aktie stand von April bis Juli unter Abgabedruck. Die Kurse befanden sich bis auf temporäre Ausreißer unter dem EMA-50 und fielen bis 212 Euro. Im August wendete sich dann das Blatt, und die Bullen legten eine starke Performance hin, welche für einen Anstieg bis auf 242 Euro reichte.

Nach dem Pullback zum EMA-20 hat sich nun ein Wimpel ausgebildet.

Expertenmeinung: Für Anleger wird der Versicherungssektor, wegen seiner hohen Dividenden im weiterhin unsicheren Umfeld immer interessanter. Die Aktie der Münchener Rück hat die Abwärtsbewegung des Gesamtmarktes der letzten Tage nicht mitgemacht und zeigt eine relative Stärke. Mit einem Ausbruch der Kurse über die obere Trendlinie würden die Bullen ein Kaufsignal generieren. Sollte es hingegen den Bären gelingen, die Kontrolle zu übernehmen und wir Schlusskurse unter dem EMA-20 bekommen, könnte es in Folge auch wieder in Richtung Juli-Tief gehen.

Aussicht: BULLISCH

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War das, was die Münchener Rück gestern zum zweiten Quartal berichtete, gut oder nicht? Was darf man davon halten, dass der Ausblick bestätigt wurde? Die nächsten Tage werden zeigen, ob das reicht, um aus der laufenden Bodenbildung eine Trendwende zu machen.

Das war ein Zahlenwerk, das automatisch auf ein Abwägen seitens der Investoren herausgelaufen sein dürfte: einerseits gut, andererseits weniger. Konkret stiegen die Einnahmen seitens der Bruttoprämien beim Rückversicherer von 14,64 Milliarden Euro im 2. Quartal 2021 auf 15,85 Milliarden im 2. Quartal 2022: gut. Doch das operative Ergebnis fiel deutlich, von 1,554 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf nur noch 763 Millionen. Das war auch deutlich weniger als seitens der Analysten erwartet: nicht gut.

Basis des sinkenden Gewinns war eine unter Druck geratene Kapitalanlage-Rendite. Den Gesamtjahres-Ausblick für diese Rendite senkte die Münchener Rück daraufhin folgerichtig, konkret von zuvor „über 2,5 Prozent“ auf jetzt „über 2,0 Prozent“. Prozentual ist da nicht gerade wenig: nicht gut. Trotzdem hält die Münchener Rück an den anderen Ankerpunkten ihres bisherigen 2022er-Ausblicks fest: Die Bruttoprämien sollen unverändert um 64 Milliarden Euro, der Nettogewinn soll bei 3,3 Milliarden Euro liegen, mehr als seitens der Experten erwartet: gut. Also, was macht man daraus?

Expertenmeinung: Man müsste schon noch die Ergebnisse des gerade erst zur Hälfte absolvierten dritten Quartals vor sich haben um absehen zu können, ob es der Münchener Rück gelingen wird, ihr Nettogewinn-Ziel wirklich zu erreichen. Aber selbst wenn es ein wenig verfehlt würde, hätte man das mit dem Abschlag, der hier seit Jahresbeginn zu Buche steht, eigentlich schon eingepreist. Was indes nur hieße, dass man hier derzeit eher nicht Short gehen würde, vor allem nicht, solange die solide wirkende Unterstützungszone 212,70/215,60 Euro als Fundament der laufenden Bodenbildung hält. Aber was ist mit der Long-Seite?

Die Aktie versucht sich momentan daran, diese Bodenbildung abzuschließen. Dazu müsste der Kurs als ersten Schritt die Widerstandszone 230/235 Euro bezwingen. Wichtig wäre aber auch, danach zügig über die 200-Tage-Linie zu laufen, denn an diesem wichtigen gleitenden Durchschnitt war die Münchener Rück im März und April gleich mehrfach nach unten abgewiesen worden.

Seit Anfang August legt die Aktie langsam, aber konstant zu, die am Dienstag vorgelegte Bilanz nebst Ausblick hat dem keinen Abbruch getan. Was indiziert, dass die Akteure auf Basis dieses Zahlenwerks keinen Grund sehen, um das Handtuch zu werfen. Das gibt einem Ausbruch nach oben aktuell die besseren Chancen … aber gelingen sollte er, inklusive des Anstiegs über die 200-Tage-Linie, trotzdem erst einmal, bevor man diesem Braten trauen könnte.

Münchener Rück-Aktie: Chart vom 09.08.2022, Kurs 232,40 Euro, Kürzel MUV2 | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das Jahr 2022 lief bislang auch für den deutschen Rückversicherer alles andere als gut. Zusammen mit dem DAX fiel die Münchener Rück-Aktie im März in den Keller und konnte sich seither von diesem Schock kaum erholen. Zwar ging es zwischenzeitlich hier und da mal stärker nach oben, doch diese Bewegungen waren eher als technische Reaktionen in einem intakten Abwärtstrend zu sehen.

Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs konnte zwar Anfang Juli kurzfristig gebrochen werden, doch eine große rote Kerze hat das vielversprechende Bild wieder zerstört. Nun sind die Kurse abermals an einer wichtigen Unterstützung angekommen.   

Expertenmeinung: Grundsätzlich wird der weitere Weg der Aktie natürlich primär vom DAX bestimmt werden. Sollte es hier jedoch keine positiven Impulse geben, dürfte der Bruch der Unterstützungslinie wohl unausweichlich sein. Mit Schlusskursen unter der Marke von 215 EUR würden die Bären abermals das Zepter übernehmen und weiter fallende Kurse wären wohl die logische Folge.

Natürlich kann sich der Trend auch in die Gegenrichtung entwickeln, doch hierzu müssten die Kurse schon deutlich über das Zwischenhoch bei 232.90 EUR steigen. Dieses Szenario ist zwar grundsätzlich möglich, doch in der aktuellen Lage würde ich die Wahrscheinlichkeit hierfür eher als gering einstufen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 13.07.2022 Kurs: 221.50 Kürzel: MUV2 | Online Broker LYNX