Occidental Petroleum Aktie Prognose Öl springt an: Diese Aktien profitieren

News: Aktuelle Analyse der Occidental Petroleum Aktie

von |
In diesem Artikel

Occidental Petroleum
ISIN: US6745991058
|
Ticker: OXY --- %

---
USD
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur Occidental Petroleum Aktie
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Der nahe Osten versinkt im Chaos, die Lage ist unübersichtlich und schrecklich. Das ist das Letzte, was die Welt gebraucht hat.

Nicht noch ein Krieg

Mit dem Überraschungsangriff der Hamas aus dem Gazastreifen wurde Israel ein Krieg aufgezwungen. Die Zahl der Todesopfer ist vollkommen unklar, ebenso die möglichen Folgen.
Doch dieser Großangriff hat aber nicht nur lokale Auswirkungen, sondern hat über Nacht die geopolitische Lage auf der ganzen Welt verändert.

Die Hisbollah im Libanon droht mit der Eröffnung einer zweiten Front und die USA verlegen die U.S.S. Ford, den größten Flugzeugträger der Welt, inklusive Begleitflotte nach Israel.

Der Iran droht Israel ebenfalls und die USA wiederum dem Iran. Wenn es nach dem einflussreichen US-Senator Lindsay Graham geht, werden die US-Streitkräfte alle Raffinerien im Iran zerstören, sollte die Hisbollah Israel wirklich angreifen.

Die Zeiten waren schon unruhig genug, jetzt sind sie noch sehr viel unsicherer geworden.
Eine Krise jagt die andere und man fragt sich, wann und ob das jemals ein Ende haben wird.

Konsequenzen unkalkulierbar

Dass der Konflikt im Nahen Osten bald beigelegt wird, dürfte jedoch ausgeschlossen sein. Abgesehen von Waffenherstellern und den geopolitischen Profiteuren dürfte dieser Konflikt wohl nur der Öl- und Gasindustrie helfen.

Denn selbstverständlich ist der Ölpreis als Reaktion auf die Vorkommnisse in Israel in die Höhe geschnellt.
Sollte sich der Konflikt ausweiten oder die USA tatsächlich die Raffinerien im Iran angreifen, könnten die Preise noch deutlich stärker steigen.

Bisher gibt es zwar keine Hinweise darauf, doch dasselbe gilt, falls sich die anderen arabischen Ölproduzenten in den Krieg einmischen würden.
Es wäre nicht das erste Mal, dass Saudi-Arabien, Iran, Irak & Co. versuchen, den Westen und Israel mit Öl zu erpressen.

Die Lage als angespannt und brandgefährlich zu bezeichnen, dürfte eine Untertreibung sein.

Das wird den Trend beschleunigen

Diese Vorfälle werden einen vorherrschenden Trend weiter verstärken:
Die USA arbeiten mit großem Nachdruck daran, ihre Lieferketten neu zu strukturieren und sich von Unsicherheitsfaktoren zu entledigen.

Diese strategische Neuausrichtung umfasst alle Bereiche, von der Produktion von einfacheren Gütern über Halbleiter bis hin zur Energie.

Die großen Öl- und Gasproduzenten in den USA könnten also nicht nur kurzfristig von den steigenden Ölpreisen profitieren, sondern auch grundsätzlich.

Beides dürfte dazu beigetragen haben, dass die Kurse von Occidental Petroleum, Pioneer Resources, Diamondback, EQT und vielen anderen Unternehmen im Sektor gestern erheblich angesprungen sind.

Occidental Petroleum

Doch selbst ohne diese Sondereffekte ist der Sektor interessant. Wir hatten bereits vor einiger Zeit auf Occidental Petroleum hingewiesen:
Occidental: Warren Buffett schlägt wieder zu

Seitdem hat Berkshire seine Beteiligung an Occidental von 203,3 auf 224,1 Millionen Aktien aufgestockt.

Im letzten Quartal hat die Holding von Warren Buffett in kein anderes Unternehmen mehr Geld gesteckt. Bei Berkshire scheint man vom Unternehmen überzeugt zu sein und das ist verständlich.
Die Gründe dafür hatten wir in der verlinkten Analyse zu Occidental aufgezeigt.

Der größte Occidental-Bule dürfte aber Prem Watsa von Fairfax sein. Die Holding-Gesellschaft hat ihre Beteiligung am Unternehmen zuletzt fast verdoppelt und 23% des verwalteten Vermögens in Occidental gesteckt.

CO² einfangen, statt in die Luft pusten?

Der Ölpreis ist volatil und dementsprechend sind es auch die Gewinne von Occidental Petroleum.
Solange die geopolitische Lage jedoch angespannt bleibt, ist ein sinkender Ölpreis eher unwahrscheinlich und das Ergebnis von Occidental sollte vergleichsweise hoch ausfallen.

Darüber hinaus könnte sich Occidental neue Geschäftsfelder erschließen. Mit der kürzlich erfolgten Übernahme von Carbon Engineering Ltd, einem Spezialisten für Direct air capture scheint man es jedenfalls wagen zu wollen.
Mit dem Zukauf sollen die hauseigenen Aktivitäten in diesem Segment gestärkt werden.

Mit Amazon hat man bereits den ersten Großabnehmer gewonnen. Der Versandriese hat in einem ersten Schritt Credits für die Abscheidung von 250.000 Tonnen CO² gekauft.
Das entspricht in etwa der Menge CO², die ein nordamerikanischer Wald mit einer Fläche von 290.000 Acre speichert.

Umgerechnet in die liebste Flächeneinheit der Deutschen: Das entspricht in etwa 167.655 Fußballfeldern oder 47% der Fläche des Saarlands.

Occidental Aktie: Chart vom 09.10.2023, Kurs: 61,40 - Kürzel: OXY | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Occidental Aktie: Chart vom 09.10.2023, Kurs: 61,40 – Kürzel: OXY | Quelle: TWS

Der primäre Aufwärtstrend von Occidental ist intakt und die Unterstützungszone bei 56-58 USD hat mehrfach gehalten.
Ausgehend von dieser Basis könnte es jetzt zu einer Aufwärtsbewegung in Richtung 67 USD kommen. Darüber wäre der Weg bis zum Widerstand bei 74 USD frei.

Gelingt ein Wochenschlusskurs von über 74 USD, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Fällt Occidental hingegen per Wochenschluss unter 56 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Mehr als 12.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?
Wenig hilfreichSehr hilfreich
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
T-Hoch
T-Tief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen

Loading ...
Alle Börsenblick-Artikel

Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der Occidental Petroleum Aktie

Berkshire Hathaway befindet sich bereits seit geraumer Zeit auf Einkaufstour im Energiesektor.
Als erstes sicherte man sich in Q3 2020 eine Beteiligung an Chevron, seitdem hat sich der Kurs ungefähr verdoppelt.
Inzwischen ist der Öl-Gigant die drittgrößte Position im Portfolio des Altmeisters.

Bei Occidental Petroleum ist man im ersten Quartal vergangenen Jahres eingestiegen und kauft seitdem sukzessive zu.
Wie aus den Filings hervorgeht, hat man sich im zweiten Quartal 22,2 Millionen Aktien geschnappt und im dritten Quartal 35,8 Millionen.

Nachdem man in Q4 eine kleine Pause eingelegt hatte, baut man die Position aktuell wieder aus.
Da Berkshire inzwischen fast ein Viertel aller Anteile an Occidental Petroleum hält, müssen Transaktionen binnen drei Tagen veröffentlicht werden.

Wir können also nahezu in Echtzeit verfolgen, wie Berkshire seine Position ausbaut.

Am 3. März hat man 2,36 Millionen Aktien erworben, am 6. März weitere 1,68 Mio. und am 7. März 1,76 Millionen Stück.
Der Gesamtwert der Transaktionen summiert sich auf etwas mehr als 350 Mio. USD.

Wir dürfen gespannt sein, ob in den kommenden Tagen weitere Käufe offengelegt werden, die Chancen dafür stehen nicht schlecht.
Doch selbst wenn nicht, eine Sache dürfte sicher sein: Warren Buffett scheint von Occidental Petroleum überzeugt zu sein.

Was sieht Buffett?

Warum das der Fall ist, haben wir bereits in einer früheren Analyse thematisiert.

Es gibt jedenfalls handfeste Gründe, die für das Unternehmen sprechen. Occidental ist der größte Produzent und Landbesitzer im texanischen Permian Basin. Inzwischen wird dort mehr Öl und Gas produziert als in Saudi-Arabien. Die Förderkosten sind vergleichsweise niedrig, daher ist Occidental auch noch profitabel, während bei der Konkurrenz bereits Köpfe rollen.

In Anbetracht der steigenden Energiepreise ist das keine schlechte Ausgangslage.
Natürlich wird man nicht ewig so viel verdienen wie derzeit, im Branchenvergleich schlägt sich das Unternehmen aber auch in schlechten Zeiten gut.

Daher ist es Occidental im Gegensatz zur absoluten Mehrheit der Branche auch gelungen, seit mehr als einem Jahrzehnt durchgängig eine Dividende zu zahlen und über weite Strecken eigene Aktien einzuziehen.

Der Trend der Buybacks wurde nur dadurch gestoppt, dass man 2019 für 57,0 Mrd. USD Anadarko Petroleum übernommen hat, was übrigens ziemlich genau dem aktuellen Börsenwert von Occidental entspricht.
Anadarko war zuvor auch einer der größten Akteure im Permian Basin. Daher ergab ein Zusammenschluss durchaus Sinn.

Das hat allerdings auch dazu geführt, dass die langfristigen Schulden von 10,2 auf 39,4 Mrd. USD sprunghaft angestiegen sind.
Seitdem hat Occidental den Schuldenstand auf 21,1 Mrd. USD reduziert.

Der Konzern scheint es mit der Tilgung also äußerst ernst zu meinen und es zeigt auch, welche Summen Occidental verdient.
Die Buybacks hat man auch wieder aufgenommen.

Ende Februar hat man dafür 3,0 Mrd. USD bereitgestellt, was aktuell rund 5,5% des Börsenwerts entspricht.

Das KGV ist kein guter Maßstab

Das große Problem an Unternehmen wie Occidental Petroleum ist natürlich, dass die Gewinne sehr unstetig sind.
Es ergibt also wenig Sinn, einfach die aktuelle P/E von 6,9 heranzuziehen. Vielmehr muss man die Überlegung anstellen, ob das Unternehmen dazu in der Lage sein wird, über einen oder mehrere Wirtschaftszyklen hinweg gutes Geld zu verdienen.

Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, muss man allerdings eine ganze Reihe von Annahmen unterstellen. Bleibt der Ölpreis bei 70-80 USD, was Occidental Petroleum selbst als „optimal“ bezeichnet, ist das Unternehmen hochprofitabel.

Dass der Ölpreis nun aber auf ewig seitwärts tendiert, dürfte ausgeschlossen sein. Daher werden Unternehmensgewinn und Aktienkurs auch in Zukunft volatil bleiben.

Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass man die Aktie irgendwann auch nochmal günstiger bekommen wird.

Auf der anderen Seite kann man aber auch die Frage anstellen, wie viele gute Jahre das Unternehmen noch benötigt, um den derzeitigen Börsenwert zu rechtfertigen.
Diese Frage ist in Anbetracht einer P/E von unter 7 und dem Wissen, dass Occidental Petroleum unter guten Rahmenbedingungen einen Gewinn von 8-9 USD je Aktie einfahren kann, leicht zu beantworten.

Warren Buffett wird diese und viele andere Überlegungen angestellt haben und ganz offensichtlich kommt er zu einem optimistischen Ergebnis.
Das sollte man ernstnehmen.

Aktuell ist Occidental Petroleum die siebtgrößte Beteiligung von Berkshire und die Gewichtung liegt bei knapp über 4%.

Chart vom 08.03.2023 – Kurs 60,85 Kürzel: OXY - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 08.03.2023 – Kurs 60,85 Kürzel: OXY – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht ist die Aktie übergeordnet klar bullisch, nachdem die Aktie jedoch mehrfach am Widerstand bei 74 USD gescheitert ist, droht jedoch eine Top-Bildung.

Fällt die Aktie jetzt unter 58 USD, droht eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 55 oder 52 USD.
Kann auch dieses Niveau nicht gehalten werden, wäre ein Rücksetzer zum Aufwärtstrend, welcher derzeit bei etwa 46 USD verläuft, denkbar.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 62 USD, entspannt sich die Lage wieder. In diesem Szenario könnte es zu einem erneuten Anstieg in Richtung 74 USD kommen.