Philip Morris Aktie aktuell Altria: Kurspotenzial und 7,86% Dividende?

News: Aktuelle Analyse der Philip Morris Aktie

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Altria Group
ISIN: US02209S1033
Ticker: MO
Währung: USD

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Philip Morris International Inc.
Zur Altria Group Aktie

Altria ist ein global tätiger Tabak- und Nahrungsmittelkonzern. Zum Unternehmen gehören unter anderem Marlboro USA, mit einem US-Marktanteil von nahezu 50%.

Schlummernde Werte

Das Hauptgeschäft entfällt zwar auf Zigaretten. Der Konzern besitzt aber allerlei Beteiligungen.
Darunter Chateau Ste. Michelle, der älteste Weinhersteller der USA. 45% am Cannabis-Hersteller Cronos, 35% an der Vaporizer-Marke Juul.
Darüber hinaus hat man eine eigene Investment-Tochter.

Die wichtigste Beteiligung ist aber sicherlich ein Aktienpaket von 12,2% an Anheuser Busch. Derzeitiger Wert über 12 Mrd. USD und somit fast ein Sechstel des Börsenwerts von Altria.

Ein bedeutender Teil der Unternehmensbewertung wird also bereits durch die Beteiligungen abgedeckt.
Als Investor hat man also einen gewissen Puffer, wenn das operative Geschäft ebenfalls attraktiv bewertet ist.

Gegen den Trend

Zigaretten sind keine Wachstumsbranche. Die Zahl der Raucher ist weltweit leicht rückläufig, wenn es auch Regionen gibt, in denen das anders aussieht.

Dennoch ist es Altria gelungen, den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 16,89 auf 19,79 Mrd. USD zu steigern.
Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert, die operative Marge ist mit 53% außerordentlich hoch.
Der operative Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,90 auf 4,22 USD je Aktie.

Der freie Cashflow hat sich im selben Zeitraum nahezu verdreifacht und lag zuletzt bei 7,59 Mrd. USD.
Das Geschäft ist also nicht kapitalintensiv, sonst hätte man sich all die Beteiligungen auch nicht leisten können.

Die Dividendenrendite liegt bei 7,86% und dürfte einer der Hauptgründe für einen Kauf der Aktie sein.
Ein Blick auf den Cashflow zeigt, dass sich Altria diese Zahlung tatsächlich leisten kann.

Massiver Gewinneinbruch?

Das dürfte den ein oder anderen Anleger wundern, hat man im Vorjahr doch einen Verlust gemeldet.
Die Betonung liegt wieder mal auf „gemeldet“.

Altria musste Milliarden auf die Investments von Juul und Cronos abschreiben. Das ist zwar nicht erfreulich, wahrscheinlich hat man Milliarden in den Sand gesetzt. Das Geld ist aber bereits damals abgeflossen, heute sind die Beteiligungen nur noch Buchhaltungsposten.
Am operativen Geschäft ändert das nichts und es hat auch keinen Einfluss auf den real erwirtschafteten Gewinn.

Man kann daraus auch etwas lernen: Investiere nicht in Hypes.

Wie läuft es aktuell?

Wir haben bereits gesehen, dass die langfristige Unternehmensentwicklung überzeugender ist.
Trotz der Abschreibungen hat man operativ Milliarden verdient.
Wie sieht es aber derzeit aus?

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz um 3,9% auf 12,73 Mrd. USD gestiegen. Das Ergebnis legte um 8,5% auf 2,18 USD je Aktie zu.

Die Dividende wurde von 0,84 auf 0,86 USD je Quartal angehoben. Daraus ergibt sich eine Rendite von 7,86%.

Der Abverkauf der Aktie hatte aus meiner Sicht keine nachhaltige Grundlage. Mit einem P/FCF von 10 und einer forward P/E von 9,6 ist das Unternehmen attraktiv bewertet. Es ist nicht lange her, als man das doppelte bezahlen musste.

Altria steht dabei stellvertretend für die Branche. Bei Philip Morris und British American Tobacco ist die Situation ähnlich.
PM kommt auf eine Dividendenrendite von 5,85% und BAT auf 7,95%.
Alle drei können es sich leisten.

Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

Chart

Aus charttechnischer Sicht ist die Kuh aber noch nicht vom Eis, daher sollten Investoren einen schrittweisen Einstieg erwägen.

Aus Sicht der Bullen sollte die Aktie möglichst nicht mehr unter 40 USD fallen. Sonst drohen erneute Verluste bis 35 oder sogar 30 USD. In diesem Bereich wären antizyklische Käufe hochinteressant.

Über 44 USD sind weitere Kursgewinne in Richtung 49 USD wahrscheinlich. Über 51,50 USD würde sich das Chartbild nachhaltig aufhellen.

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Chart vom 28.08.2020 Kurs: 43,75 Kürzel: MO - Wochenkerzen
Chart vom 28.08.2020 Kurs: 43,75 Kürzel: MO – Wochenkerzen | Online Broker LYNX

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Philip Morris Aktie

Altria ist ein global tätiger Tabak- und Nahrungsmittelkonzern.

Haben Sie das auf dem Schirm?

Zum Unternehmen gehören unter anderem Marlboro USA, mit einem US-Marktanteil von nahezu 50%, L&M, Parliament, Kentucky Club, John Middleton, Nat Sherman, der Vaporizer-Hersteller Nu Mark und Philip Morris Capital Corp.

Den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass Kraft Foods und Philip Morris dereinst ebenfalls zum Konzern gehörten.
Auch heute gibt es noch eine ganze Reihe an Beteiligungen, wie 11% an Anheuser Busch.

In jüngerer Vergangenheit hat man durch zahlreiche Investitionen im Bereich Vaporizer und sogar Cannabis Aufsehen erregt. Zum Konzern gehört MarkTen, man ist mit 35% an Juul beteiligt und mit 45% an Cronos Group.

In den letzten zehn Jahren legte der Umsatz von 16,84 auf 25,36 Mrd. USD zu.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,75 auf 3,99 USD je Aktie.

Der freie Cashflow legte von 3,17 auf 8,15 Mrd. USD zu. Altria ist also hochprofitabel und daher kann man sich die enorme Dividendenrendite von 8,0% auch leisten.

Wiedervereinigung

Philip Morris gehörte bis vor rund zehn Jahren noch zu Altria. Jetzt erwägt man die Wiedervereinigung.

PM war zwischenzeitlich nicht tatenlos, hat zugekauft und ist ebenfalls in den Bereich Vaporizer vorgestoßen.

Der Umsatz kletterte in den letzten zehn Jahren zwar nur von 25,04 auf 29,63 Mrd. USD, beim Gewinn sieht es allerdings besser aus.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 3,29 auf 5,23 USD je Aktie.

Der freie Cashflow lag zuletzt bei 8,04 Mrd. USD und dementsprechend kann sich auch Philip Morris die enorme Dividendenrendite von 6,4% leisten.

Wer macht den besseren Deal?

Egal ob die Fusion über einen Aktiendeal läuft oder teilweise per Cash beglichen wird: Die Bewertung von beiden Unternehmen ist nicht hoch.
Es ist keine Selbstverständlichkeit, doch ein Zusammenschluss dürfte für Anleger also keine große Gefahr darstellen.

Altria kommt auf ein EV/FCF von 13,5 und ein EV/EBITDA von 10,8.

Philip Morris wird derzeit mit einem EV/FCF von 17,5 und einem EV/EBITDA von 11,7 bewertet.

Altria ist also eindeutig günstiger bewertet und bietet mit 8,0% auch die höhere Dividende.
Darüber hinaus hat das Unternehme meines Erachtens einen besseren Trackrecord.

Wie gut der ist, zeigt auch der Fastgraphs* -Chart. Eine derartige Kontinuität beim Gewinn ist äußerst selten.

Die P/E lag seit der Jahrtausendwende durchschnittlich bei 14. Wer darunter gekauft hat, konnte anschließend eine ansehnliche (Out-) Performance erzielen können.
Aktuell ist das der Fall, die P/E liegt bei 10,6.

Altria - Fastgraphs Chart | LYNX Online Broker

Paradoxe Situation

Dadurch lässt sich auch die unterschiedliche Kursentwicklung der beiden Aktien erklären.

Ein Zusammenschluss könnte für die Anteilseigner von Altria weniger attraktiv sein, als für die von Philip Morris.
Das gilt vor allem dann, wenn es zu einem Aktientausch kommt und genau das wird aktuell wohl diskutiert.

Das bedeutet: Kommt die Fusion zustande, könnte man mit den Papieren von Philip Morris womöglich besser fahren. Das rechnet sich der Markt aktuell zumindest aus.
Daher hält sich PM auch, während Altria weiterfällt.

Kommt es nicht zu einem Zusammenschluss, wäre Altria die bessere Wahl.
Der Fastgraphs* -Chart deutet ebenfalls daraufhin, dass die Aktie klar unterbewertet ist.

Für diejenigen, die nicht investiert sind, ergibt sich durch die jüngsten Kursverluste also eine Chance. Der Abschlag wurde bereits vollzogen, außerdem liefert er dem Vorstand von Altria weitere Munition, um in den Verhandlungen doch vorteilhafte Konditionen zu erzielen.

Charttechnik

Die Altria -Aktie hat inzwischen nahezu die Hälfte an Wert verloren. Unter 44 USD wurde ein weiteres Verkaufssignal, mit einem Kursziel bei 40 USD, ausgelöst.

Fällt die Aktie in den Bereich zwischen 37,50 und 40 USD, sollte dort mit vermehrtem Interesse gerechnet werden.
Altria würde sich in diesem Fall wieder am unteren Ende des Abwärtstrends befinden, was bereits mehrfach zu größeren Erholungen geführt hat.

Darüber hinaus reihen sich unter 37,50 Euro die Unterstützungen regelrecht auf.

Man sollte auch nicht vergessen, dass das Abwärtspotenzial begrenzt ist. Ein Unternehmen mit Milliarden-Cashflow ist nicht unendlich wenig Wert.
Was auf der Oberseite gilt, gilt auch auf der Unterseite: Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Je weiter die Aktie fällt, desto geringer ist für Anleger das Restrisiko und umso größer das Potenzial.

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Chart vom 16.09.2019 Kurs: 41,31 Kürzel: MO - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 16.09.2019 Kurs: 41,31 Kürzel: MO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker
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