Roblox: Ein neuer Stern unter den Momentum-Aktien – hier lauert die nächste Kaufgelegenheit

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Roblox
ISIN: US7710491033
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Roblox Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der US-amerikanische Spielehersteller feierte im Frühjahr dieses Jahres sein Börsendebüt. Seitdem stieg das Interesse der Anleger zwar langsam aber stetig, bis enorm gute Quartalsergebnisse gemeldet wurden. Dies ließ die Roblox-Aktie Anfang November explodieren. Schauen wir uns einmal die Zahlen des Konzerns genauer an.

Zwar schreibt das Unternehmen nach wie vor keine Gewinne, doch die Umsatzwachstumsraten sind enorm. Im Jahr 2018 lag der Umsatz noch bei 324.96 Millionen USD. Dieser konnte 2019 auf 508.39 Millionen und im darauffolgenden Jahr auf 923.88 Millionen USD gesteigert werden. Das ist Wachstum pur. Noch dazu kommt das Ergebnis aus dem letzten Quartal. Innerhalb von nur drei Monaten wurde ein Umsatz in Höhe von 509.3 Millionen USD gemeldet. Dieser lag somit um 102% über dem Quartal des vorigen Jahres.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Roblox Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Alles in allem sehen wir hier gute Zutaten einer Wachstumsaktie. Die Kurse haben sich die letzten Wochen den Fundamentaldaten angepasst und ein heftiger Anstieg war zu beobachten. Dass es nach einer solchen Rallye auch mal zu Gewinnmitnahmen kommt, ist völlig normal. Dies könnte allerdings nach der Korrektur eine überaus interessante Kaufgelegenheit darstellen.

Die erste Anlaufstation dürfte hier wohl die 20-Tage-Linie sein. Sollten sich die Kurse hier beginnen zu stabilisieren, wäre dies unter Umständen eine gute Basis für die nächste Impulswelle nach oben.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 23.11.2021 Kurs: 114.87 Kürzel: RBLX | Online Broker LYNX
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Derzeit drängen so viele Unternehmen an die Börse, wie nie zuvor. Darunter sind aber wenige, die ein so geniales Geschäftsmodell wie die Gaming-Plattform Roblox haben.

Kasse machen

Der Aktienmarkt ist überbewertet. Die Multiples, die derzeit auf den Tisch gelegt werden sind in vielen Fällen schlichtweg überzogen.

Daher drängen aktuell auch mehr Unternehmen an die Börse, als jemals zuvor. Gründer und Investoren wollen Kasse machen und nutzen die hohen Bewertungen zum Ausstieg.

Sie verkaufen ihre Anteile an Privatanleger, die auf der Suche nach Rendite ebenfalls massenhaft an die Börse drängen.

Das sollte einem zu denken geben…

Im Durchschnitt werden in den USA pro Jahr rund 200 IPOs durchgeführt. Im vergangenen Jahr waren es 480.
Das bisherige Rekordjahr 2000, in dem 397 Börsengänge stattfanden, wurde deutlich übertroffen.

Das stellt alles in den Schatten

Das laufende Jahr dürfte aber alles in den Schatten stellen. Es ist erst Mitte März und die Zahl der IPOs liegt bereits bei sagenhaften 331.

Abgesehen von 2000 und dem letzten Jahr wäre das bereits jetzt ein neuer Rekord.

Und sehr viel mehr steht in den Startlöchern.

Gerade erst wurden zum Beispiel bekannt, dass Stripe in einer neuen Finanzierungsrunde mit 95 Mrd. USD bewertet wurde.
Damit ist man das teuerste „Start-Up“ aller Zeiten. Der Börsengang erfolgt wohl in den nächsten Monaten.

Jetzt werden Blankoschecks verteilt

All das ist schon bedenklich genug, man treibt es aber noch weiter auf die Spitze – mit den sogenannten SPACs. Faktische Blankoschecks.

Hier wird zuerst ein Börsengang durchgeführt und Geld eingesammelt, dann schaut man sich um, was man damit Sinnvolles machen kann.
Anleger, die das Geld zur Verfügung stellen, können nur hoffen.

Welche Ausmaße dieses Phänomen bereits angenommen hat, zeigt folgendes Beispiel.

Gestern haben an nur einem Tag 6 (!) SPACs einen Börsengang durchgeführt. Inzwischen ist man dazu übergegangen, sie zu nummerieren.

Es klingt absurd, ist aber die Realität.
Daher gibt es inzwischen „Fortress Value Acquisition IV“ oder eben „CF Acquisition VIII“.

Diese Blankoscheck-Firmen sammeln Milliarden ein. Ausgang vollkommen offen,

Hunger nach Rendite

Im Endeffekt erleben wir aktuell ähnliche Vorgänge wie zur Jahrtausendwende.

Der einzige Unterschied: Damals befanden sich vor allem Internet-Aktien in einer Blase. Heute wird einfach alles blind gekauft.

Die meisten Assets befinden sich in einer Blase oder bewegen sich entschlossen darauf zu.
Früher oder später wird das in einem Knall enden.

Es stellt sich nur die Frage, in welchem Stadium wir uns befinden. Sind wir gerade im Jahr 1998 und die Party geht noch zwei Jahre weiter, oder sind wir bereits im Jahr 2000 und der Höhepunkt ist nahe?

Diese Frage ist unmöglich zu beantworten. Wer Ihnen vorgaukelt, er wüsste es, belügt Sie.

Die Chancen stehen aber nicht schlecht, dass die Hausse entgegen aller Vernunft noch eine Weile anhält.
Nach wie vor strömen Börsenneulinge in den Markt und sie kaufen kaufen kaufen.

Kennen Sie Roblox?

Roblox dürfte den wenigsten Anlegern ein Begriff sein, bei Kindern und Jugendlichen ist die Gaming-Plattform allerdings sehr beliebt.

Weltweit hat man mehr als 100 Millionen Nutzer. In Spitzenzeiten waren über 50 Millionen Menschen gleichzeitig auf der Plattform.

Mit der Grafik gewinnt Roblox sicher keine Preise, es ähnelt eher Minecraft und alles ist aus Blöcken gebaut.

Für Spieler ist das theoretisch alles kostenlos, man kann aber auch Geld für digitale Gegenstände ausgeben.
Heutzutage ein gängiges Modell und scheinbar auch ein einträgliches. Immerhin erzielte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 924 Mio. USD.

Geniales Geschäftsmodell

Bei Roblox handelt es sich um eine Art virtuelle Welt. Der Clou an der ganzen Sache ist aber mit Sicherheit, dass man (auch Sie) in dieser Welt selbst eigene Games veröffentlichen kann.

Roblox stellt dafür einen Baukasten zur Verfügung, mit dem auch Laien einfache Spiele erstellen können.
Werden damit entsprechende Erlöse erzielt, beteiligt man die Entwickler.

Das würde ich als geniales Geschäftsmodell bezeichnen. Roblox hat das Risiko und einen großen Teil der Arbeit ausgelagert.

Das grenzt an Ausbeutung

Die Entwickler investieren all die Zeit und Kreativität. Floppen die Spiele, kostet es Roblox quasi nichts. Werden sie ein Hit, kassiert der Konzern fast alles.

Insgesamt wurden auf diese Weise bereits über 18 Millionen Spiele oder Erlebnisse erstellt.

Auf der Seite von Roblox, wirbt das Unternehmen stolz damit, dass bereits 200 Millionen USD an die Entwickler aus der Community ausgezahlt hat.

Bisher dürfte der Konzern rund 2,0 Mrd. USD an Umsatz erzielt haben. Die Entwickler, die einen Großteil der Arbeit tragen, bekommen also nur einen lausigen Anteil der Einnahmen.

Für die meisten Entwickler dürften die Spiele nur ein Hobby sein und genau das nutzt Roblox aus meiner Sicht schamlos aus.

Während der Analyse beschlich mich zunehmend das Gefühl, dass hier Kinder und Jugendliche ausgebeutet werden.

Für mich persönlich hat sich die Aktie dementsprechend erledigt.

Roblox Bewertung

Wer allerdings nicht zu diesem Schluss kommt, für den könnte Roblox interessant sein.

Die Zahl der aktiven Spieler ist zuletzt stark gestiegen.
Das Unternehmen wächst sehr schnell, hat eine hohe Bruttomarge und erzielt bereits einen positiven operativen und freien Cashflow.

Mit einem P/S von 48 und einem P/FCF von 109 ist das Unternehmen allerdings auch alles andere als ein Schnäppchen.

Die Aktie könnte mittelfristig dennoch laufen. Dazu nur eine Beispielrechnung, wie das aussehen könnte:
Verzeichnet Roblox weiterhin jährliche Wachstumsraten von 50-80% und die Aktie legt um 30% zu, sinkt die relative Bewertung. Gleichzeitig würde man den breiten Markt schlagen.

(Nach dem Chart geht es weiter)

Chart vom 17.03.2021 Kurs: 75 Kürzel: RBLX - Stundenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 17.03.2021 Kurs: 75 Kürzel: RBLX – Stundenkerzen

One Trick Pony

Die Frage ist nur, wie lange sich die gute Entwicklung fortsetzt. Die Spielebranche ist schnelllebig und Roblox hat nur ein Produkt.

Dadurch, dass auf der Plattform immer wieder neue Inhalte entstehen, ist womöglich eine längere Halbwertszeit gegeben.
Früher oder später ebbt der Hype aber ab und neue Gaming-Hits werden den Platz von Roblox einnehmen.

Als Anleger sollte man sich fragen, ob man nicht lieber die etablierten Gaming-Firmen ins Auge fassen sollte.
Sie haben ein breites Portfolio und erfolgreiche Spielereihen.

Wir hatten bereits frühzeitig darauf hingewiesen, auch wenn nur noch die Einleitung online abrufbar ist (Link).
Damals notierte Activision noch bei 44 USD. Hier finden Sie zwei ausführliche Analysen zu EA.