Shop Apotheke Europe Aktie Prognose Shop Apotheke: Das Risiko neuer Tiefs ist noch nicht vom Tisch

News: Aktuelle Analyse der Shop Apotheke Europe Aktie

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Shop Apotheke Europe
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Da die Shop Apotheke bereits am 5. Oktober vorläufige Rumpfdaten zum dritten Quartal vorgelegt hatte, war die gestrige Bilanz keine große Überraschung mehr. Aber die Reaktion auf die Zahlen unterstrich eines: Die Bodenbildung kann allemal noch schiefgehen.

Der Umsatz stieg, der Verlust hingegen wuchs, das wusste man bereits seit Anfang Oktober. Man wusste ebenso, dass man rein operativ mittlerweile durchaus Gewinn erzielt, die Kosten aber bislang so anwachsen, dass unter dem Strich ein wachsendes Minus steht. Was man noch nicht wusste, war, dass die Einführung des E-Rezepts zur Vereinfachung der Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente bei Online-Apotheken langsamer als seitens der Shop Apotheke erwartet verläuft. Man sei aber zuversichtlich, dass die flächendeckende Einführung im Jahr 2023 gelingen werde.

Diese Sache mit dem E-Rezept ist für die Online-Apotheken wichtig, denn da ließe sich einiges an Umsatz und Gewinn mehr machen … wenn es denn deutschlandweit endlich so weit wäre. So gesehen war alleine diese Aussage im Zuge der Bilanz-Kommentierung ein Grund, hier nicht beherzt zuzugreifen. Immerhin hätte der Start des E-Rezepts ursprünglich im Spätjahr 2021 erfolgen sollen, also blieben die Anleger hinsichtlich der Frage, ob es denn jetzt endlich schnell vorangeht, zu Recht skeptisch. Hinzu könnte noch ein weiterer Aspekt kommen, der die Aktie bremst:

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Expertenmeinung: Dass Online-Apotheken mittelfristig starke Umsatz- und Gewinnperspektiven haben, steht zwar außer Frage, aber die Shop-Apotheke ist ja beileibe nicht der einzige Anbieter. Damit steht die Frage im Raum, ob sich das Unternehmen so wird etablieren können, dass man von Konkurrenten Marktanteile gewinnt und die Bilanz dadurch zügig und weit in die schwarzen Zahlen kommt. Man weiß es nicht … und solange die Aktie seitwärts dahin schleicht und sich damit unübersehbar Skepsis im Chartbild niederschlägt, wird die Vollendung der Bodenbildung hin zu einer glaubwürdigen Aufwärtswende schwierig bleiben.

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 31.10.2022, Kurs 41,95 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Dazu müsste der Kurs zumindest die Widerstandszone 51,00 zu 56,64 Euro überwinden. Aber schon deutlich unterhalb dieses Bereichs wurde eine anfänglich positive Reaktion auf die Vorab-Zahlen zum dritten Quartal am 5. Oktober abverkauft. Diesmal kam die Aktie gar nicht erst in die Nähe dieser Zone. Aber wieder sah man, dass ein anfänglich größeres Plus auf Abgabedruck stieß, am Ende bleib der Aktie nur ein Prozent Zugewinn … charttechnisch unbedeutend. Daher sollte man hier nicht zu sicher sein, dass das bisherige Jahres-Verlaufstief, das am 13. Oktober bei 37,25 Euro ausgebildet wurde, als Unterstützung halten würde, sollte das bärische Lager hier wieder Druck machen. Erst müssten auf charttechnischer Ebene bullische Fakten her, vorher wäre diese Aktie ein riskantes Investment.

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Vorherige Analysen der Shop Apotheke Europe Aktie

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Es waren nur vorläufige Ergebnisse für das 3. Quartal, die die Shop Apotheke gestern vorlegte, aber sie sahen gar nicht übel aus, vor allem die Andeutung, dass man operativ die Gewinnzone erreicht haben könnte. Aber die Aktie fiel nach starkem Start massiv zurück … wieso?

Das war richtig bitter für diejenigen, die, ermutigt durch gute, vorläufige Zahlen zum 3. Quartal, am Morgen bei der Aktie der niederländischen, im SDAX gelisteten Shop Apotheke zugriffen. Die Aktie startete mit einem „Gap Up“, d.h. einer Aufwärts-Kurslücke, von fast 10,5 Prozent, stieg dann noch ganz kurz auf +11,4 Prozent und beendete den Handelstag dann mit -1,6 Prozent. Nach solchen Erfahrungen pflegen die Käufer solche Aktien meist längere Zeit zu meiden. Aber wieso dieser Abverkauf der Gewinne?

Der Umsatz stieg im dritten Quartal stärker als in den beiden Vorquartalen, das für Umsatz und Gewinn so wichtige E-Rezept ist wenigstens jetzt gestartet und sollte nach und nach flächendeckender verfügbar sein. Und die um Sonderfaktoren bereinigte Gewinnmarge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA-Marge) werde, so die Online-Apotheke, für das Quartal wohl positiv sein. Es läuft also alles nach Plan … oder?

Expertenmeinung: Nein, wer nach Haaren in der Suppe suchte, wurde durchaus fündig. Was für Stirnrunzeln sorgen konnte, war die Zuwachsrate der aktiven Kunden. Die stieg im 3. Quartal um 0,2 Millionen, im Neunmonatszeitraum aber um 1,0 Millionen. Der Zuwachs an Kunden hat sich also deutlich verlangsamt. Und um solide und auch netto in die schwarzen Zahlen zu kommen, muss der Kundenstamm kontinuierlich wachsen. Denn insgesamt ist die Shop Apotheke von der Gewinnschwelle durchaus noch ein gutes Stück entfernt, was man erkennt, wenn man sich die Ergebnisse des 2. Quartals in Erinnerung ruft:

Da hatte man netto einen Verlust von 47,75 Millionen Euro verbucht, weit mehr als die -16,96 Millionen im 2. Quartal 2021. Grund: Höhere Kosten für Werbung und Personal. Operativ rentabel zu werden alleine reicht nicht … und diese vorläufigen Zahlen räumen die Skepsis derer, die zweifeln, dass ein Nettogewinn in nächster Zeit gelingen wird, nicht aus.

Das dürfte ein Hauptgrund gewesen sein, weshalb sich der anfängliche Gewinn nicht halten ließ. Das bärische Lager ist stark genug, dagegenzuhalten und hat auch nach diesen Vorab-Zahlen die besseren Argumente auf seine Seite. Die Aktie müsste mindestens über die letzte, kurze Seitwärts-Range zwischen 51,00 und 56,60 Euro hinaus, um wenigstens Spielraum an die massive Chart-Hürde knapp über 65 Euro zu erhalten. Nach diesem Abverkauf ist das unwahrscheinlich genug, um die Aktie weiterhin zunächst zu meiden.

Shop Apotheke Aktie: Chart vom 04.10.2022, Kurs 43,27 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX
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Der gestrige Schlusskurs der Shop Apotheke war der niedrigste seit März 2020. Dazwischen lag ein Rekordhoch bei 249 Euro – und jetzt ist die Aktie wieder da, wo sie vor dem Corona-Lockdown herkam. Wie weit soll sie denn noch fallen? Und warum fällt sie überhaupt?

Am Wachstum an sich liegt es nicht. Als die niederländische Online-Apotheke 2016 an die Börse ging, lag der Umsatz (des Jahres 2016) bei 177 Millionen Euro. 2021 waren es 1,07 Milliarden, für 2022 avisieren die Analysten 1,23 Milliarden. Aber auf den Umsatz alleine kommt es natürlich nicht an, die Kasse muss auch entsprechend klingeln. Und das tut sie nicht. Und wenn man da „noch nicht“ einwendet, könnte einem ein bärischer Anleger entgegnen:

Das hören wir aber schon länger und die schwarzen Zahlen kommen nicht. Und ja, das ist so. Und 2021 ist der Verlust auch noch angewachsen. Dass die Aktie der Shop Apotheke 2020 zu einem scheinbar endlosen Steigflug ansetzte, basierte auf der Überzeugung, dass alleine die Corona-Problematik dazu beitragen würde, nachhaltig schwarze Zahlen zu erreichen. Dieser Aspekt und das sogenannte „E-Rezept“. Und das ist jetzt der Dreh- und Angelpunkt.

Expertenmeinung: Die Shop Apotheke hat viel Geld in die Hand genommen, um die Logistik hochzufahren, auch, weil man damit rechnete, dass das sogenannte E-Rezept, mit dem ein Patient sein Rezept schnell und einfach online an die Online-Apotheke übermitteln kann, statt es wie bislang per Brief zu senden, zeitgerecht starten würde. Was aber nicht passierte. Eigentlich sollte es 2021 losgehen. Jetzt ist es losgegangen, aber nur in einem ziemlich kleinen Teil Deutschlands. Man spricht jetzt von einem „stufenweisen, bundesweiten Roll-Out“ der E-Rezepte. Das klingt, als würde sich das hinziehen. Und erst, wenn das E-Rezept bundesweit umgesetzt ist, würde nicht nur der Umsatz der Shop-Apotheke deutlicher zulegen, sondern auch die Margen besser aussehen. Denn dort, bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten, sind die guten Margen zu erreichen.

Dass den Anlegern mittlerweile klar ist, dass ein „stufenweiser, bundesweiter Roll-Out“ nicht andeutet, dass die Shop Apotheke wenigstens 2023 in die schwarzen Zahlen kommen wird, schlägt sich jetzt eben im Kurs nieder. Die Aktie fällt dorthin zurück, wo sie herkam, bevor man dachte, hier würden die Gewinne in Kürze nur so sprudeln. Aber wäre die Aktie dann nicht trotzdem ein Kauf, für Anleger mit ausreichend langem Atem? Vielleicht. Aber das kommt eben darauf an, wann die Shop Apotheke die Gewinnzone erreicht und wovon wir dann beim Gewinn pro Aktie reden. Und das kann man noch nicht abschätzen. Daher kann es leicht sein, dass die Aktie weiter nachgibt und der Atem, den ein Käufer von heute haben müsste, ein unerfreulich langer sein müsste.

Wie immer, wenn man bei einem Abwärtstrend ein „open end“ anhängen muss, wäre es deshalb ratsam, erst dann über einen Einstieg nachzudenken, wenn das Chartbild das auch hergibt, indem wichtige Widerstände bezwungen wurden … idealerweise mit Rückendeckung positiver, fundamentaler Nachrichten … und so erkennbar wird, dass die Bären nicht mehr aktiv Druck machen. Und dafür reicht es aus aktueller Sicht nicht, den kleinen Sockel knapp unter 57 Euro zu überwinden, der sich Ende August/Anfang gebildet hatte. Die Aktie müsste mindestens mit Schlusskursen über 66 Euro über die Tiefs vom März/April hinaus, um ein glaubwürdiges Long-Signal abzuliefern. Und das wäre aus derzeitiger Sicht ein steiniger Weg.

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 20.09.2022, Kurs 44,95 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Shop Apotheke zählt zu den führenden europäischen Online-Apotheken. Das Unternehmen vertreibt hauptsächlich rezeptfreie Arzneimittel, hat sich aber auf die Einführung des E-Rezeptes in Deutschland bereits seit der ersten Testphase im Juli 2021 vorbereitet.

Die Aktie lief von Mai bis Juli in einer großzügigen Range seitwärts. Hier versuchte sich das Papier der Shop-Apotheke nach dem vorangegangenen Abverkauf zu stabilisieren. Dieser Versuch wurde dann aber im August zunichte gemacht. Die Bären schlugen mit voller Kraft zu und ließen die Kurse um 50 Prozent einbrechen.

Expertenmeinung: Der stufenweise bundesweite Roll-out des elektronischen Rezepts ist nun am 1. September offiziell gestartet. Letzten Freitag sah es so aus, als könnte die überverkaufte Aktie einen Bounce einleiten. Ein großer Abstand zum EMA-50 löst oftmals einen Gummiband-Effekt aus, welcher in Folge für eine dynamische Bewegungen sorgen könnte.

Der schlechten Stimmung am Gesamtmarkt konnte sich aber auch die Aktie von Shop Apotheke nicht entziehen. Mit der Mutter-Kerze von letztem Donnerstag haben wir nun klare Trigger für die Bullen- und die Bärenseite.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 05.09.2022 Kurs: 53.43 Kürzel: SAE | Online Broker LYNX
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Dass der Rekordkurs von 248 Euro, der Anfang 2021 erreicht wurde, eine klare Übertreibung war, dürfte heute jedem klar sein. Aber aktuell rutscht die Aktie der Shop Apotheke auf ihr Jahrestief zu und droht es zu brechen. Ist das nicht wiederum eine Übertreibung nach unten?

Die Ergebnisse des zweiten Quartals waren ganz und gar nicht gut, das lässt sich nicht weg reden. Zwar stieg der Umsatz der niederländischen, im SDAX gelisteten Online-Apotheke um 15 Prozent, bezogen auf das erste Halbjahr immerhin um 11 Prozent. Aber der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) war ein Verlust, die EBITDA-Marge negativ. Im ersten Halbjahr 2021 war sie noch positiv gewesen.

Zwar bremsten Akquisitionen, höhere Personalkosten und der Ausbau der Logistik, was mittelfristig zu einer besseren Rendite führen könnte. Aber der Chart zeigt, dass die Marktteilnehmer das nicht honorierten. Die Aktie versuchte zwar unmittelbar nach den am 3. August vorgelegten Ergebnissen, sich nach oben zu lösen, wurde aber auf Höhe des Juli-Hochs und unmittelbar unter der 200-Tage-Linie abgewiesen. Seither geht es abwärts. Aber ergibt dieser jetzt laufende Test des bisherigen Jahrestiefs angesichts des nahenden E-Rezepts einen Sinn? Sobald das startet, würden sich die Rahmenbedingungen doch spürbar verbessern. Und der Starttermin 1. September 2022 wurde gerade erst am Montag vom Bundesgesundheitsministerium bestätigt. Wo ist also das Problem?

Expertenmeinung: Das Problem ist, dass die Kassenärztliche Vereinigung in Schleswig-Holstein der Einführung zu Wochenbeginn widersprochen hat. Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sollen die beiden Bundesländer sein, in denen das E-Rezept am 1.9. startet, danach soll es nach und nach flächendeckend eingeführt werden. Doch jetzt kommt Widerspruch, weil man um die Sicherheit der Patientendaten fürchtet. Wie das nun in den kommenden Tagen weitergeht, wird mit entscheiden, was aus der Shop Apotheke-Aktie wird, denn klar ist: Das problemlose Einreichen von Rezepten bei Online-Apotheken durch dieses E-Rezept ist entscheidend für deren Wachstum und Margenentwicklung. Und je länger sich diese ohnehin schon x-mal verschobene Sache hinzieht, desto nervöser werden die Anleger … und desto mutiger diejenigen, die sich jetzt Chancen auf der Short-Seite ausrechnen.

Die, wenn man sich den Chart ansieht, natürlich verlockend wirken. Schließlich rutscht die Aktie rasant auf die Tiefs der Monate März und April bei 65,40 bzw. 65,28 Euro zu, hatte diese am Dienstag intraday sogar schon leicht unterboten. Und ohne das E-Rezept würde das Erreichen einer positiven Marge für das Unternehmen schwierig. Nur sollte man eines sehen:

Es ist unwahrscheinlich, dass das E-Rezept kurz vor dem Start und nach so langen Testreihen am Ende scheitert. Es könnte eine weitere Verzögerung geben, aber sicher ist nicht einmal das. Daher wäre ein Bruch dieses bisherigen Jahrestiefs der Aktie zwar in erster Linie ein markant bärisches Signal, das, alleine durch das Auslösen von Stop Loss-Verkaufsorders, kurzfristig weitere Kursverluste nach sich ziehen kann. Aber da sich der Silberstreif am Horizont wohl im schlimmsten Fall nur etwas weiter entfernt, grundsätzlich aber vorhanden bleibt, wäre es keine Überraschung, wenn die Short-Seller im Fall eines klaren Bruchs dieser Zone 65,28/65,40 Euro relativ schnell ihre Gewinne eindecken, die Aktie dadurch höher ziehen und ein solches, neues Tief in eine Bärenfalle verwandeln.

Darauf schon einmal zu wetten, wäre zwar waghalsig. Diese Möglichkeit aber im Auge zu behalten und im Fall einer Bärenfalle einen Long-Trade zu erwägen, wäre indes für risikofreudige Akteure einen Gedanken wert.

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 23.08.2022, Kurs 65,56 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX
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Die Quartalszahlen boten Licht und Schatten … und genauso kam die Shop Apotheke-Aktie gestern auch daher: unentschlossen. Aber warum hängt diese früher trendstarke Aktie fest? Das hat Gründe, die sich in der Bilanz ebenso wiederfinden wie im Chartbild.

„Rx“ ist das entscheidende Kürzel. Es steht für rezeptpflichtige Medikamente und ist für die kommende Umsatz- und Gewinnperspektive entscheidend. Denn bislang ist der Kauf von rezeptpflichtigen Medikamenten über Online-Apotheken aufwändig, weil man das Rezept einreichen muss. Da hilft es wenig, dass man sich einen Freiumschlag anfordern kann, mit dem man das Rezept einsenden kann: Meist will, oft muss man das Medikament umgehend haben, so dass man, auch, wenn die Online-Händler es meist deutlich günstiger anbieten, nicht warten kann. Das soll sich ändern, oder besser: Das hätte sich längst ändern sollen, bislang ist das aber nicht passiert, Stichwort „E-Rezept“.

Ein digitales Rezept (E-Rezept) bietet die Möglichkeit, die Medikamente ohne Aufwand bei Online-Apotheken zu ordern. Nur ist es immer noch nicht eingeführt. Eigentlich hätte das schon Ende 2021 passieren sollen, wurde aber immer wieder mit unbekanntem Starttermin verschoben. Jetzt meldete die Shop Apotheke, dass am 1. September zwar nicht, wie vor einigen Monaten erhofft, der deutschlandweite Start erfolgen soll, aber immerhin der Startschuss für zwei Regionen erfolgen wird, die elf Millionen Einwohner Deutschlands einschließen. Wenn danach bald der landesweite Start folgt, hieße das für die Shop-Apotheke ein Plus bei Umsatz und Gewinn, zweifellos auch eine spürbar höhere Gewinnmarge.

Expertenmeinung: Dass das dringend nötig ist angesichts der gestern vorgelegten Quartalszahlen und dass die Anleger dem so oft verzögerten E-Rezept-Start misstrauen, dürfte der Hauptgrund sein, wieso die Shop Apotheke-Aktie immer noch in dieser volatilen Seitwärtsrange festhängt. Die aber, wenn man sich das Chartbild auf Wochenbasis ansieht, auch aus rein charttechnischer Sicht ein „Käfig“ ist, der so leicht nicht zu verlassen ist.

Shop Apotheke-Aktie: Wochen-Chart vom 03.08.2022, Kurs 96,76 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Da sehen Sie, dass das Fortkommen der Aktie nicht nur durch die Anfang Februar etablierte Abwärtstrendlinie behindert wird, sondern auch einige großkalibrige Charthürden über dem derzeitigen Kursniveau warten. So die 200-Tage-Linie bei momentan 102,45 Euro, vor allem aber die bis ins Jahr 2020 zurück reichende Widerstandszone zwischen 108 und 117 Euro. Wobei vor allem der Bereich um 117 Euro Gewicht hat, weil diese Linie die Nackenlinie der großen, Anfang dieses Jahres vollendeten Toppbildung war. Aber:

Dass ein Anstieg des Rx-umsatzes nach dem Start des E-Rezepts darauf hinauslaufen wird, dass die Zahlen dann womöglich sehr deutlich besser aussehen als das, was die Shop Apotheke für das abgelaufene Quartal meldete (Umsatzanstieg im Plan, aber weiterhin Verluste), dürfte auch denen klar sein, die in der Region ab 100 Euro bislang auf den Kurs drücken. Es wäre also vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis die Aktie den Ausbruch schafft. Aber da nicht vorhersagbar ist, wann das gelingt und ob nicht erste Anläufe an die Hürde bei 117 Euro noch abgewiesen werden, wäre es jedem, der nicht gezielt risikofreudig agieren will, geraten, den Ausbruch abzuwarten. Zumal: Wenn der Knoten geplatzt ist, kann da noch sehr viel Luft nach oben sein, so dass man nicht das Beste verpassen würde, wenn man ein bullisches Signal abwartet.

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 03.08.2022, Kurs 96,76 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX