SMA Solar Aktie Prognose SMA Solar: War es das – oder kommt noch ein finaler Rallyeschub?

News: Aktuelle Analyse der SMA Solar Aktie

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SMA Solar
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Dass SMA Solar in der Bilanz des dritten Quartals deutlich machte, dass die den Umsatz zuvor lange ausbremsenden Materialengpässe langsam verschwinden, sorgte für eine massive Kaufwelle. Jetzt kann es also wieder vorangehen. Aber wie lange gilt das auch für die Aktie?

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Der Bedarf an Solar-Wechselrichtern, die der Photovoltaikindustrie-Zulieferer SMA Solar herstellt, ist groß. Der Auftragseingang ist gut, die Verfügbarkeit von für die Produktion benötigten elektronischen Bauteilen hat sich verbessert. Schon vor der eigentlichen Quartalsbilanz hatte SMA Solar deshalb Ende Oktober die Gesamtjahresprognose auf der Unterseite eingegrenzt. Was auch beinhaltete, dass die Gefahr eines Verlusts im EBIT (vor Steuern und Zinsen) gebannt ist.

Die Aktie zog daraufhin rasant davon, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt. Fast 50 Prozent ist SMA Solar seit Ende Oktober bereits gelaufen. Auf Tagesbasis ist SMA Solar damit klar überkauft, aber noch nicht auf Wochenbasis. Und angenommen, es gelänge, das jetzt anvisierte, bisherige Jahres-Verlaufshoch bei 61 Euro zu überwinden, käme sofort das bisherige, Anfang 2021 bei 71,80 Euro markierte Rekordhoch ins Spiel. Wäre dieser Anstieg noch drin, bevor eine größere Korrektur ansteht?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SMA Solar Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das kann man zwar nicht ausschließen, aber die Luft ist bereits jetzt sehr dünn geworden. Denn auch, wenn SMA Solar jetzt von der Materialversorgung her wieder mehr produzieren kann und damit das Hauptproblem, das die Bilanz seit Sommer 2021 ins Wanken brachte, vom Tisch ist, bedeutet das nicht, dass jetzt umgehend gewaltige Unternehmensgewinne ins Haus stehen. Momentan rechnen die Analysten damit, dass SMA Solar im laufenden Jahr um die 0,62 Euro pro Aktie verdienen wird. Daraus würde sich momentan ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 95 errechnen – das ist atemberaubend hoch. Zu hoch?

Das wiederum hängt davon ab, ob die Analysten mit ihrem Blick in die Glaskugel Recht bekommen, der ihnen im Schnitt einen Gewinn von 1,33 Euro pro Aktie im Geschäftsjahr 2023 weissagt. Würden die Unternehmensgewinne wirklich durchstarten und sich das 2024 fortsetzen, wäre diese immens hohe Bewertung heilbar. Aber es sollte eben auch 2024 schnell weiter vorangehen, denn wer sich das mal ausrechnet, erkennt: Auch mit 1,33 Euro Gewinn pro Aktie in 2023 käme man auf ein sehr ambitioniertes Kurs/Gewinn-Verhältnis von 45. Und damit diese Bewertung nicht noch höher wird, darf die Aktie ab hier dann ja nicht mehr weiter steigen. Also: Sollte sich die momentan immens optimistische Stimmung noch ein wenig halten, könnte das Rekordhoch bei 71,80 Euro noch drin sein. Aber wetten sollte man darauf besser nicht, denn das Umfeld bleibt unberechenbar und die Bewertung wäre dann ja erst recht jenseits von Gut und Böse. Wer dabei ist, könnte es vorerst bleiben und die Aktie eher eng absichern, aber neu einsteigen, das wäre jetzt, nach dieser Super-Rallye, doch ziemlich gewagt.

SMA Solar-Aktie: Chart vom 18.11.2022, Kurs 60,00 Euro, Kürzel S92 | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der SMA Solar Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Siegeszug der Solarwerte findet mittlerweile nicht nur in den USA statt. Auch SMA Solar, der deutsche Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen, konnte sich in den letzten Wochen etablieren und überaus positiv in Szene setzen.

Nach dem Zünden des Turbos zum Ende des vorigen Monats, bildete sich eine überaus konstruktive bullische Konsolidierung. Diese wurde Ende letzter Woche nach oben verlassen und sorgte für ein technisches Kaufsignal. Allein in den letzten Handelstagen konnte die SMA Solar-Aktie weitere +10% zulegen. Schön zu sehen, dass es im allgemein eher angespannten Börsenumfeld auch noch Gewinner gibt, bei denen sich Trader auf der Long-Seite austoben können.

Expertenmeinung: Trotz eines gemeldeten Umsatzrückganges bleibt die Aktie auf Kurs. Zahlreiche Neuaufträge und Projektverschiebungen machen den Konzern zuversichtlich, ein sehr gutes viertes Quartal zu liefern.

Die Zahlen sind was die Wachstumsraten angeht zwar bei weitem nicht so gut wie bei den Branchenkollegen aus den USA, aber bei den Kursgewinnen kann SMA Solar mithalten. Aktuell sehe ich dennoch keine Kaufsignale, da die Kurse langsam in eine Übertreibungsphase übergehen. Die letzten Anstiege zeigten, dass ein „Bar by Bar-Stop“, bei dem der Stop jeweils unter das Tief der letzten Kerze platziert wird, vor allem für kurzfristig orientierte Trader eine gute Wahl beim Laufenlassen der Gewinne war.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.11.2022 Kurs: 56.75 Kürzel: S92 | Online Broker LYNX
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Chart vom 27.10.2022, Kurs 48,24 Euro, Kürzel S92 | Online Broker LYNX

Von SMA Solar hörte man in den vergangenen Monaten immer nur Unerfreuliches. Umso überraschender war die gestern gemeldete Anhebung der Gesamtjahresprognose. Die Aktie machte einen Riesensatz und steht damit an der Schwelle zu einem markanten Kaufsignal.

Tagelang mühten sich die Trader redlich, bei der Aktie des Photovoltaik-Zulieferers SMA Solar einen Boden zu bilden, aber wirklich voran ging da nichts. Bis gestern Nachmittag eine Meldung vom Unternehmen kam, die ausnahmsweise nicht negativ, sondern im Gegenteil äußerst ermutigend war: Der Hersteller von Solar-Wechselrichtern hob die im bisherigen Jahresverlauf deutlich zusammengestrichene Gewinnprognose an.

Der zuletzt geltende Ausblick auf das 2022er-EBITDA (d.h. auf den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen prognostizierte einen mageren Gewinn zwischen 10 und 60 Millionen Euro. Jetzt sieht SMA Solar ein EBITDA zwischen 60 und 75 Millionen Euro. Zugleich hob man die Umsatzprognose auf der Unterseite an, von zuvor 0,90 bis 1,05 Milliarden auf jetzt 0,975 bis 1,05 Milliarden Euro. Der Grund:

Es passierte, was SMA Solar im Zuge der Halbjahresbilanz bereits als Hoffnung kommuniziert hatte: Es sind endlich wieder mehr Chips verfügbar. Denn das war der Flaschenhals, der die Gewinne massiv unter Druck setzte: Der Auftragseingang war hervorragend, aber mangels ausreichender Verfügbarkeit der für die Solarwechselrichter benötigten Chips konnte man weit weniger produzieren, als man es gerne getan hätte. Jetzt, so das Unternehmen, sehe man „eine sich sukzessive verbessernde Versorgung mit elektronischen Bauteilen“. Zwar werde auch ein Immobilienverkauf, der einen zweistelligen Millionenbetrag ausmacht, das Ergebnis als Einmaleffekt stützen. Aber immerhin: Die Produktion kann wieder Fahrt aufnehmen. Das war genau das, was die Trader hören wollten. Das Ergebnis:

Expertenmeinung: Ein satter Kursanstieg um 12,82 Prozent, der aus dem Versuch einer Bodenbildung eine vollendete Bodenbildung machte. Eine, die nicht nur Hoffnung, sondern positive Fakten im Rücken hat und damit auch zu einem bullischen Signal auf mittelfristiger Ebene werden kann. Das man jetzt bereits auf dem Fuß hat … aber noch ist die Sache nicht in trockenen Tüchern, denn die SMA Solar-Aktie ist zwar an, aber noch nicht über die entscheidenden Charthürden gelaufen.

Chart vom 27.10.2022, Kurs 48,24 Euro, Kürzel S92 | Online Broker LYNX

Sie sehen im Chart, dass dieser Kurssprung die obere Begrenzung eines im August etablierten Abwärtstrendkanals leicht überboten hat, nachdem der Kurs zuvor in deren unterem Bereich einen Boden bildete. Das ist schon mal gut. Aber bislang ist die Aktie nur in, nicht aber über die Widerstandszone 47,20/48,48 Euro gelaufen. Und der SMA Solar-Kurs müsste darüber hinaus idealerweise wieder zurück in den alten, Anfang Oktober nach unten verlassenen mittelfristigen Aufwärtstrendkanal zurücklaufen, dessen untere Begrenzung momentan bei 49,50 Euro verläuft. Gelingt das, wäre auch ein Anlauf an das bisherige Jahreshoch bei 61,00 Euro nicht ausgeschlossen, denn nichts befeuert eine Aktie mehr als gute Nachrichten. In einem Umfeld, in dem „bad news“ dominieren, umso mehr.

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Wie lange kann das Prinzip Hoffnung einen Aufwärtstrend aufrechterhalten? Bei SMA Solar stellt sich diese Frage, denn die jüngste Rallye fußte vor allem auf Hoffnungen. Jetzt kam es zu einem Rücksetzer. Wenn daraus nicht mehr werden soll, müssten die Bullen jetzt handeln!

Momentan läuft bei SMA Solar, einem Hersteller von Solar-Wechselrichtern, nichts, wie es soll. Man könnte zwar deutlich mehr produzieren, wenn man die nötigen Chips hätte. Aber die bekommt man eben nicht. Das soll sich im laufenden zweiten Halbjahr bessern, 2023 erst recht. So hofft man bei SMA Solar. Aber wie sich die Sache wirklich entwickeln wird, weiß man eben nicht sicher. Und das, was bislang für 2022 zu Buche steht, ist schlecht:

Der Umsatz fiel zwar nur leicht, aber der Gewinn deutlich. Bei 3,3 Prozent weniger Umsatz als im ersten Halbjahr 2021 fiel der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um 58 Prozent, netto stand sogar ein Verlust in den Büchern. Und was macht die Aktie nach diesen am 11. August vorgelegten Zahlen: Sie saust auf ein neues Jahreshoch. Und das wegen eines Satzes in der Halbjahres-Meldung: „Ab 2023 rechnen wir mit einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation und einem profitablen Umsatzwachstum.“ Das Problem bei Rallyes nach dem Prinzip Hoffnung ist aber:

Expertenmeinung: Neue Hochs gegen Gewinnmitnahmen zu verteidigen, obwohl alle wissen, dass das, worauf man da setzt, erst in vielen Monaten bestätigt würde … wenn es denn bestätigt wird … ist nicht gerade einfach. Zumal die Aktie selbst dann nicht mehr günstig bewertet wäre, wenn SMA Solar 2023 den Gewinnlevel guter Jahre wie 2016, 2017 oder 2020 erreichen sollte. Selbst dann hätte die Aktie derzeit ein 2023er-Kurs/Gewinn-Verhältnis von knapp 60. Trotz des jüngsten Rücksetzers. Und obwohl keineswegs sicher ist, dass diese Gewinne sich auch einstellen werden. So gesehen haben die Bullen jetzt Handlungsbedarf.

Denn sollte sich aus dem bislang noch innerhalb eines bullischen Plans laufenden Rücksetzer eine größere Korrektur entwickeln, dürfte mit dem Kursniveau auch die Zuversicht schwinden. Denn auf Basis von Hoffnungen einsteigen, das tut man doch eher nur dann, wenn die Aktie reflektiert, dass man mit seinem Optimismus nicht alleine ist, indem sie steigt.

Dass SMA Solar an der oberen Begrenzung des breiten Aufwärtstrendkanals erst einmal hängenblieb, sollte nicht überraschen. Eine Rallye von über 60 Prozent binnen anderthalb Monaten trotz mieser Bilanzdaten, das fordert zu Gewinnmitnahmen an einer charttechnischen Hürde ja förmlich auf. Aber jetzt gilt’s:

Jetzt ist der Kurs an das obere Ende einer Unterstützungszone zwischen 47,50 und 50 Euro gelaufen. Hält die nicht, wäre mit einem Test der unteren Begrenzung des Aufwärtstrendkanals zu rechnen, die momentan bei 43,50 Euro verläuft. Spätestens da müsste SMA Solar schnell und dynamisch wieder nach oben drehen. Gelingt das nicht, würde sich das Prinzip Hoffnung Hand in Hand mit diesem Aufwärtstrendkanal verabschieden.

SMA Solar-Aktie: Chart vom 25.08.2022, Kurs 52,05 Euro, Kürzel S92 | Online Broker LYNX
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Es war klar, dass SMA Solar zum ersten Halbjahr nichts Gutes würde berichten können. Dass die Aktie im Vorfeld der gestern vorgelegten Bilanz stieg, wirkte daher wie eine hochriskante Wette. Aber sie ging auf: Der Kurs stieg nach den Zahlen weiter. Was steckt dahinter?

Basis der Käufe ist, dass diejenigen, die weiter kaufen, einfach das Hier und Jetzt abhaken und sich auf die Zukunft konzentrieren. Was grundsätzlich sinnvoll ist … aber auch riskant. Fakt ist: Bei SMA Solar lief das erste Halbjahr klar schlechter als das des Vorjahres. Der Umsatz lag um 3,3 Prozent niedriger, das EBITDA, d.h. der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, um 58 Prozent. Netto kam es sogar zu einem Verlust von gut zehn Millionen Euro, nach einem Gewinn von 13,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Was aber nicht daran liegt, dass SMA Solar seine Solar-Wechselrichter nicht verkaufen könnte. Es klemmt an der Produktionskapazität, eingeschränkt durch die zu geringe Verfügbarkeit von Chips.

Und da setzen diejenigen an, die die Aktie derzeit einsammeln. SMA Solar rechnet damit, dass sich die Probleme im zweiten Halbjahr verringern und bestätigt deshalb die Gesamtjahres-Prognose. Die zwar auch keine großen Sprünge verheißt, aber: Mit den Zahlen kam auch die Aussage, dass man ab 2023 mit einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation und einem profitablen Umsatzwachstum rechnet und auf Basis des Baus einer neuen Fabrik am Standort Kassel die Verdopplung der Produktionskapazität bis 2024 erreichen werde. Das klingt in der Tat, als ließe es sich zuversichtlich nach vorne blicken. Die Frage ist allerdings:

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Expertenmeinung: Rechtfertigt das auch dieses neue Jahreshoch der Aktie? Zumindest ruht dieser Kursanstieg nicht auf einem soliden Fundament aus Fakten, sondern balanciert auf Hoffnungen. Und die müssten schon groß sein und zügig erfüllt werden, um zu erreichen, dass das charttechnische Potenzial, das sich durch den laufenden, nach der Bilanz fortgeführten Anstieg ergibt, ausgelotet wird und sich die Aktie dann auch auf höherem Niveau hält. Denn ja, per heute hätte SMA Solar auf Wochenbasis den Ausbruch aus dem leicht keilförmigen, zu Jahresbeginn etablierten Trendkanal vollzogen, wodurch grundsätzlich Spielraum bis in die Widerstandszone zwischen 68 und 71,80 Euro vorhanden wäre, aber:

Als diese Kurslevels Anfang 2021 erreicht wurden, ahnte man noch nichts von Chipmangel und reißenden Lieferketten, auch nicht davon, dass die Kosten derart steigen würden. Damals hatte SMA Solar für 2021 einen Gewinnausblick auf EBITDA-Basis von 75 – 90 Millionen Euro ausgegeben. Und das war im März, als die Aktie bereits auf dem Rückzug war und im Bereich um 50/55 Euro notierte, denn zuvor hatten die Trader es mit ihrem Optimismus übertrieben.

75 bis 90 Millionen im EBITDA (die es dann übrigens nicht wurden, sondern mit 8,7 Millionen dramatisch weniger) waren da also 50/55 Euro im Aktienkurs „wert“. Heute notiert SMA Solar aufgrund dieser Käufe als Reaktion auf den optimistischen, zugleich aber vagen Ausblick höher, während das Unternehmen für das laufende Jahr ein EBITDA zwischen 10 und 60 Millionen sieht. Das ist sehr dünnes Eis, daher: Wer Long dabei ist, täte gut daran, den Stop Loss eng zu halten und sukzessiv nachzuziehen. Neu einzusteigen oder zuzukaufen wäre im Licht des immensen Hoffnungsfaktors riskant. Und sollte der Kurs auf Wochenschlusskurs-Basis wieder in diesen Trendkanal zurückfallen, was derzeit mit Freitags-Schlusskursen unter 54 Euro der Fall wäre, müsste man überlegen, ob man nicht besser den Gewinn mitnimmt.

SMA Solar-Aktie: Chart vom 11.08.2022, Kurs 58,75 Euro, Kürzel Y92 | Online Broker LYNX
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Nächste Woche kommt die Quartalsbilanz von SMA Solar. Aber die Charttechnik fordert jetzt die Entscheidung ein, die Trader werden nicht auf die Zahlen warten. Gelingt es, den Ausbruch nach oben zu verteidigen? Oder endet der Ausflug auf neue Jahreshochs als Bullenfalle?

Anfang 2021 hatte die Aktie des Herstellers von Solar-Wechselrichtern 71,80 Euro erreicht. Würde sich der jüngste Ausbruch über die Hochs vom Sommer und Herbst 2021 bei 49,92 und 50,90 Euro halten, wären diese 71,80 Euro ein unmittelbares, charttechnisches Kursziel. Aber momentan ist völlig offen, ob sich der Kurs über diesen Zwischenhochs halten kann. Die Aktie vollzog am Dienstag einen Rücksetzer, der, wird er nicht zeitnah und überzeugend aufgekauft und das am vergangenen Donnerstag entstandene Zwischenhoch bei 55,00 Euro überboten, als Bullenfalle enden könnte, indem die Aktie wieder unter die nächstgelegene Supportzone 47/48 Euro abtaucht.

Wer hier bullisch ist, könnte sich fragen, warum das angesichts dieses dynamischen Anstiegs passieren sollte, zumal die Trader das gestrige, zeitweise beachtliche Minus zum Handelsende entscheidend verringerten. Aber es gäbe da nicht gerade wenige Argumente, die offenbar werden, wenn man sich anschaut, was die Analysten derzeit zu dieser Aktie sagen:

Expertenmeinung: Die durchschnittliche Einstufung der Analysten zu SMA Solar lautet „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel lieg momentan nur bei 39,40 Euro … und selbst das höchste momentan geltende Analysten-Kursziel läge mit 45 Euro klar unter dem derzeitigen Niveau der Aktie. Und das ist keineswegs überraschend. Denn die Bilanz des ersten Quartals war ernüchternd: SMA Solar setzte weniger um und verdiente weniger als im Vorjahreszeitraum.

Zwar lag der Auftragseingang immens hoch, aber der Chipmangel erfasst auch SMA Solar: Man konnte längst nicht so viel produzieren, wie das die Auftragslage hergegeben hätte. Und es gibt keine Hinweise, dass sich das im zweiten Quartal geändert hätte. Was zwar nicht heißt, dass es nicht doch Lichtblicke geben könnte, aber solange das bis zur Vorlage der Ergebnisse, die am 11.8. geplant ist, nicht herausgestellt hat, steht dieser Ausbruch der Aktie nach oben auf sehr wackligen Füßen. Denn auch, wenn die Experten mehrheitlich erwarten, dass SMA Solar 2023 wieder schwarze Zahlen schreiben dürfte, müsste hinsichtlich der Gewinne allerhand gelingen, damit dieses Kursniveau einer mittelfristig akzeptablen Bewertung entsprechen würde.

Man könnte diesen Ausbruch als ein Vorpreschen der Vorhut beschreiben, die sich jetzt nervös umschaut, ob die Masse der Anleger ihnen folgen wird. G

enau das wird jetzt ausgefochten. Wie gesagt: im bullischen Sinne „durch“ wäre die Aktie dabei erst, wenn das Vorwochen-Hoch von 55 Euro überboten würde – und zwar auf Schlusskursbasis. Als Bullenfalle abhaken müsste man diesen Kurssprung der Vorwoche, wenn SMA Solar wieder klar unter 47 Euro schließen sollte.

SMA Solar-Aktie: Chart vom 02.08.2022, Kurs 51,40 Euro, Kürzel S92 | Online Broker LYNX