CFD

Alles, was Sie über CFDs 2020 wissen sollten – Was sind CFDs? Wie funktioniert der CFD-Handel? Worauf sollten Sie beim CFD-Trading achten?

Wir erklären Ihnen auf „Börse LYNX“ die Grundlagen von CFDs und geben Ihnen wertvolle Tipps, die Sie beim Handel berücksichtigen sollten. CFD ist die Abkürzung von „contract for difference“, zu deutsch: Differenzkontrakt. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Derivat, das heißt der Kurs eines CFDs leitet sich von einem Basiswert oder Underlying ab. Derivate sind hochspekulative Instrumente. Sie ermöglichen große Gewinne bei geringem Kapitaleinsatz, sind aber auch mit einem hohen Risiko verbunden und können zu hohen Verlusten führen. Daher sollten sie nur von professionellen Tradern gehandelt werden.

Beim CFD-Handel ist zu beachten, dass dieser in der Regel nicht an der Börse stattfindet, sondern OTC (Over-the-counter-Handel) und man einen Basiswert wie Aktien nicht direkt erwirbt, sondern mit einem Differenzkontrakt auf den Basiswert. Dies bedeutet, dass zwei Parteien sich über den Austausch von Wertentwicklung und Erträgen eines Basiswertes, wie Dividenden, gegen eine Zinszahlung während der Haltedauer des CFDs einigen. Beim Trading von CFDs muss lediglich eine Sicherheitsleistung in Form einer sogenannten Margin hinterlegt werden. Der Kapitalaufwand beim CFD-Handel ist somit viel geringer als etwa beim Kauf von Aktien. Da mit einem Hebel gehandelt wird, sind dennoch hohe Gewinne möglich. Je nach Broker ist dieser Hebel fest definiert oder variabel.

Der CFD-Handel ist aber auch mit Risiken für den Anleger behaftet, da der Hebel in beide Richtungen wirkt und schon geringe Kursschwankungen des Basiswertes am Markt zu hohen Verlusten führen können. Ebenfalls muss man bei CFD-Geschäften auf die Kursstellung achten. Handelt man CFDs zu Market Maker Kursen, muss einem bewusst sein, dass diese von den tatsächlichen Kursen an der Börse abweichen können. Eine Alternative wäre ein CFD-Broker, der DMA Kurse anbietet.

CFD Ratgeber



Häufig gestellte Fragen zu CFDs

Was ist ein CFD?

Ein CFD oder Contract for Difference ist ein sogenannter Differenzkontrakt. Dabei handelt es sich um derivatives Finanzinstrument, das einem sogenannten Basiswert oder Underlying wie einer Aktie oder einem Aktienindex unterliegt. Die Wertentwicklung des CFD ist dabei von der Kursbewegung des Basiswertes abhängig. CFDs werden in der Regel außerbörslich gehandelt und von CFD-Brokern angeboten.

Wie funktioniert ein CFD?

Beim CFD-Handel hinterlegt der Anleger nur eine Sicherheitsleistung in Form einer Margin beim CFD-Broker. Diese Geldleistung für den CFD-Kontrakt ist viel geringer als der Wert der eigentlichen Position, mit der der Anleger handelt. Dennoch kann er in voller Höhe der Position an der Wertentwicklung des Basiswertes profitieren. Die Differenz zwischen der Margin und dem Wert der Position wird vom Broker finanziert. Für diesen Service muss der Anleger an den Broker Zinsen zahlen. Mit dem Differenzkontrakt gehen Anleger und Online-Broker eine Zahlungsvereinbarung ein, deren Höhe sich aus der Differenz der Positionsgröße zum Zeitpunkt des Kaufs und Verkaufs des CFDs errechnet.

Was bedeutet Margin beim CFD-Handel?

Die Margin beim CFD-Handel ist eine Sicherheitsleistung, die vom Anleger beim CFD-Broker hinterlegt werden muss. Die Höhe der Margin wird vom Broker festgelegt und entspricht nur einem Bruchteil des Wertes des gehandelten Basiswertes. Beträgt die Margin für Wertpapiere wie Aktien beispielsweise 10%, werden für den Aufbau einer CFD-Position im Wert von 10.000 Euro nur 1.000 Euro benötigt. In der Regel haben Online-Broker auch unterschiedliche Marginsätze für verschiedene Anlageklassen des zugrundeliegenden Basiswertes. Oft wird auch zwischen Eröffnungsmargin oder Initial-Margin (zum Aufbau einer Position) und Haltemargin (zur Aufrechterhaltung der gehebelten Position) unterschieden.

Was ist ein CFD Hebel?

CFDs werden mit einem sogenannten Hebel gehandelt. Durch die Hebelwirkung kann das eingesetzte Kapital schnell vervielfacht, aber auch verloren werden. Der Hebel ist abhängig von der hinterlegten Sicherheitsleistung oder Margin. Beträgt die Margin etwa 10%, kann ein Anleger mit CFDs mit dem Zehnfachen seines eingesetzten Kapitals handeln. Werden hingegen nur 5% an Sicherheitsleistung vom CFD-Broker gefordert, entspricht dies einem Hebel von 20.

Auf welche Basiswerte gibt es CFDs?

CFDs gibt es auf eine Vielzahl verschiedener Basiswerte. Dazu gehören Aktien (Aktien-CFD), Indizes (Index-CFD), Rohstoffe wie Edelmetalle (Rohstoff-CFD), ETFs (ETF-CFD), Währungen (Forex-CFD), Anleihen (Anleihen-CFD) und Zinsraten (Zins-CFDs). Bei einem professionellen CFD-Broker steht Ihnen eine große Auswahl an Basiswerten zur Verfügung, auf die CFDs handelbar sind.

Was bedeutet long gehen bei CFDs?

Wenn Sie mit einem CFD long gehen, setzen Sie auf steigende Kurse des Basiswertes. Sie gehen eine Long-Position ein, indem Sie einen CFD kaufen, um diesen später zu einem höheren Kurs wieder zu verkaufen. In diesem Fall erzielen Sie einen Gewinn. Verkaufen Sie den CFD zu einem niedrigeren Kurs als den Einstiegskurs, machen Sie einen Verlust.

Was bedeutet short gehen bei CFDs?

Wenn Sie mit einem CFD short gehen, setzen Sie auf fallende Kurse des Basiswertes. Sie gehen eine Short-Position ein, indem Sie einen CFD verkaufen, um diesen später zu einem niedrigeren Kurs wieder zurück zu kaufen. In diesem Fall erzielen Sie einen Gewinn. Kaufen Sie den CFD zu einem höheren Kurs als den Einstiegskurs, machen Sie einen Verlust.

Welche Gebühren fallen beim CFD-Handel an?

CFD Gebühren werden bei Online-Brokern unterschiedlich berechnet. Es gibt CFD-Anbieter, die einen kostenlosen CFD-Handel bewerben. Diese Anbieter sind in der Regel sogenannte Market Maker, die die CFD-Kurse unabhängig von den Börsenkursen der Basiswerte festlegen. Häufig ist auch der Spread (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs) geweitet, so dass der Anleger indirekt über diesen Spread Gebühren bezahlt, da er schlechtere Kurse für den Kauf und Verkauf des CFDs erhält. CFD-Broker mit DMA-Kursen (Kurs des CFDs entspricht immer dem Börsenkurs des Basiswertes) berechnen hingegen Gebühren für den Kauf und Verkauf der Position. Zusätzlich muss ein Anleger beim CFD-Handel immer Zinsen auf die gehandelte Position bezahlen, da dieser zwar die volle Positionsgröße handelt, aber nur eine Margin hinterlegt.

Was macht einen guten CFD-Broker aus?

Auf dem CFD-Markt gibt es viele Anbieter. Ein guter CFD-Broker sollte eine faire Kursstellung bieten und übermittelte Orders der Anleger schnell ausführen. Der Broker sollte transparente Preise ausweisen und niedrige Zinsen beim CFD-Trading verlangen. Auch die Auswahl an CFDs sollte bei der Wahl eines CFD-Brokers berücksichtigt werden. Des Weiteren zeichnet sich ein guter Broker dadurch aus, dass er CFD-Händlern eine Handelsplattform anbietet, die schnell und zuverlässig funktioniert. Viele private Trader und Kleinanleger schätzen zudem, wenn ein Online-Broker auch andere Anlageklassen beziehungsweise andere Derivate wie Futures oder Optionen anbietet und bereits als bester Online-Broker ausgezeichnet wurde.

Was sollte eine CFD-Handelsplattform bieten?

Eine CFD-Handelsplattform sollte speziell auf die Anforderungen von CFD-Tradern zugeschnitten sein. Sie sollte unter anderem übersichtliche Charts bieten, eine einfache Instrumentensuche beinhalten, eine große Anzahl Ordertypen zur Verfügung stellen, einen direkten Handel aus dem Chart ermöglichen, einen individualisierbaren Trading-Desk besitzen und das Anlegen von Watchlisten erlauben. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Plattform stabil und zuverlässig ist, so dass eine vom CFD-Händler übermittelte Order auch immer schnell ausgeführt wird. Eine empfehlenswerte CFD-Handelsplattform ist beispielsweise die vom CFD-Broker LYNX kostenlos zur Verfügung gestellte Trader Workstation, die auch als Demokonto genutzt werden kann.