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Aktienanalyse:
Allianz: Gerade noch die Kurve gekriegt, aber bleibt das so?

Aktuelle Analyse der Allianz Aktie

Es fällt derzeit auf, dass die Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer aufgrund der alle Risiken beiseite wischenden Hausse des deutschen Aktienmarkts so hoch liegt, dass bisweilen selbst übertroffene Analystenprognosen nicht ausreichen, um eine Aktie nach der Vorlage einer Bilanz stabil zu halten. Die Allianz-Aktie hatte am Freitag zumindest zu kämpfen, bevor sie zum Handelsende doch noch mit einem Plus von 1,18 Prozent ins Wochenende ging. Zeitweise hatte der Kurs jedoch deutlich im Minus gelegen. Das mag daran gelegen haben, dass der Gesamtmarkt am Freitag schwächer war, aber man sollte die Aktie jetzt in jedem Fall im Auge behalten: Das Tagestief des Freitags sollte tunlichst nicht auf Schlusskursbasis unterboten werden.

Auffällig war das anfängliche Minus deswegen, weil der Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzern beim Umsatz ebenso wie beim Gewinn eine Steigerung erzielte, die über den durchschnittlichen Analystenprognosen lag. Hinzu kamen Bonbons für die Investoren in Form einer stattlichen, von 9,00  auf 9,60 Euro angehobenen Dividende und der Fortsetzung des seit drei Jahren laufenden Aktenrückkaufprogramms, bei dem 2020 zwischen März und Dezember Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft werden sollen. Zwar könnte man den Ausblick als Haar in der Suppe sehen, weil die Allianz für 2020 „nur“ ein operatives Ergebnis von 12 Milliarden Euro nach 11,9 Milliarden im Jahr 2019 anpeilt. Aber eigentlich weiß man, dass man hier grundsätzlich eher zu vorsichtig als zu forsch mit den Prognosen umgeht und diese in der Vergangenheit eher nach oben als nach unten angepasst wurden. Jetzt hat die Aktie zwar letztendlich im Plus geschlossen. Aber dass der Chart andeutet, dass sie eher aus charttechnischen Gründen die Kurve kriegte, mahnt zur Vorsicht.

Expertenmeinung: Die Aktie hatte genau auf Höhe der nächstgelegenen Supportmarken in Form der 20-Tage-Linie bei zuletzt 225,40 Euro und dem November-Hoch bei 225,90 Euro wieder nach oben gedreht. Was unterstreicht, dass das bullische Lager durchaus bereit ist, sein Terrain zu verteidigen. Aber als die Aktie im Handelsverlauf dann zweimal an die bisherigen, im Wochenverlauf erreichten Rekordhochs lief, kam es andererseits zu Gewinnmitnahmen. Was deutlich macht, dass neue Hochs möglich, aber keineswegs sicher sind.

Sollte der Gesamtmarkt weiterhin schwächer tendieren, wäre es nicht überraschend, wenn die Allianz-Aktie mit in den Sog gezogen wird, immerhin liegen die „good news“ jetzt auf dem Tisch, unmittelbare, neue Kaufargumente kämen also erst einmal nicht mehr. Sollte die Aktie unter 225 Euro schließen, wäre das erste Ziel einer Korrektur der doppelte Leitstrahl des Aufwärtstrends in Form des mittelfristigen Aufwärtstrendlinie bei 212 und der 200-Tage-Linie bei 213 Euro. Für mittel- und längerfristig orientierte Anleger wäre zwar erst ein Bruch dieser Zone ein Grund, über den Ausstieg nachzudenken. Aber wer aggressiver und kurzfristiger auf der Long-Seite agiert, würde eine solche Korrektur sicherlich nur ungern mitmachen wollen.

Allianz Aktie Chart vom 21.02.2020, Kurs 230,70 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

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