Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Continental: Ist der „worst case“ schon antizipiert?

Der Tag, an dem das Ergebnis des ersten Quartals veröffentlicht wurde (9. Mai) war auch der Tag, an dem die Aktie des Reifen- und Automobiltechnik-Herstellers Continental aus dem Anfang des Jahres begonnen Aufwärtstrendkanal herausfiel. Seither geht es abwärts, von Gegenwehr der Bullen ist, zumindest bislang, nichts zu sehen. Da mochte sich der Conti-Vorstand im Zuge der Kommentierung des Zahlenwerks optimistisch geben wie er wollte und darauf verweisen, dass der Umsatz gegenüber Vorjahr trotz der Schwäche der Automobilindustrie gehalten wurde, die Anleger waren trotzdem „not amused“. Denn was hilft es, den Umsatz zu halten, wenn dafür die Preise unter Druck geraten und die Gewinnmarge schrumpft?

Die fiel im ersten Quartal 2019 auf nur noch 8,1 Prozent nach 9,7 Prozent im Vorjahresquartal. Und das führte dazu, dass das operative Ergebnis sehr deutlich, um 17,1 Prozent, niedriger ausfiel als im Vergleichszeitraum 2018. Das ist es, was den Anlegern quer im Magen liegt. Das und die Sorge, dass es damit noch lange nicht getan sein könnte, denn:

Expertenmeinung: Bislang gibt es noch keine Hinweise darauf, dass sich das Umfeld für die Autobauer bessert. Und damit kann es auch für Zulieferer wie Continental keine Wende geben. Der Markt in China gestaltet sich immer schwieriger, weil man dort die Wirkung des Handelskriegs spürt. Und das Damoklesschwert der US-Strafzölle ist mit der Verschiebung der Entscheidung keinen Deut weniger scharf, zumal den meisten Akteuren klar ist, dass die Entscheidung um „bis zu“ sechs Monate verschoben wurde, das heißt, diese Zölle könnten dennoch jederzeit verhängt werden. Und dann würden Gewinnmarge und Umsatz zugleich massiv unter Druck geraten.

Das ist es, was die Marktteilnehmer aus der Aktie heraus dängt und verhindert, dass man es wagt, in dieses fallende Messer zu greifen. Sollte es in dieser Hinsicht zu weiterem Druck kommen, wäre die Rückkehr auf einen Gewinnlevel wie in den Jahren 2012/2013 allemal nicht auszuschließen. Und damals notierte die Aktie deutlich tiefer.

Es ist daher durchaus möglich, dass das „worst case szenario“ trotz der bisherigen Abgaben noch nicht eingepreist ist, was heißt: Darauf zu setzten, dass das Tief des 2018er-Abstiegs der Aktie bei 118,30 Euro halten wird, wäre momentan eine recht gewagte Wette. Unterhalb von 143 Euro bliebe Continental aus charttechnischer Sicht bärisch.

Chart vom 23.05.2019, Kurs 123,34 Euro, Kürzel CON | LYNX Aktienempfehlungen

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