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Aktienanalyse:
Daimler: Die nächsten „bad news“ … der Boden wackelt!

Die erneute Gewinnwarnung am vergangenen Freitag bezog sich zwar auf höhere Rückstellungen für die Folgen von „Dieselgate“ und die Rückrufe wegen der Takata-Airbags, aber daraus zu schließen, dass das operative Geschäft bei Daimler gut genug läuft, um in dieser Gewinnwarnung „nicht vorzukommen“, wäre sehr optimistisch gedacht. Die weiterhin gegenüber Vorjahr schwächeren Absatzzahlen der Autobauer und die zunehmenden Nöte der Zulieferer dieser Branche sprechen eine klare Sprache. Und das sieht auch die Ratingagentur Standard & Poor’s so.

Zunächst hatten zahlreiche Analysten ihre Kursziele als Reaktion auf die jüngste Gewinnwarnung gesenkt, gestern senkte Standard & Poor’s den Ausblick für die Bonität des Daimler-Konzerns von „stabil“ auf „negativ“. Noch wird das ohnehin für einen Super-Konzern wie Daimler bescheidene Rating „A“ also beibehalten, aber es steht unter Beobachtung. Die Aktie reagierte darauf mit einem Minus von 1,47 Prozent eher moderat. Aber der Versuch, einen Boden auszubilden, wackelt dennoch.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt, dass die Gewinnwarnung vom Ende der Vorwoche zwar anfangs kräftige Abgaben auslöste, die dann zum Handelsende des vergangenen Freitags jedoch großenteils aufgekauft wurden. Aber es stellt sich die Frage, ob dahinter wirklich ein gewisser Optimismus steckte, d.h. ob wirklich viele Akteure davon ausgingen, dass das operative Geschäft ja nicht noch schlechter läuft als gedacht, weil sich die Gewinnwarnung auf andere Aspekte bezog und damit die „bad news“ erst einmal auf dem Tisch liegen.

Denn dass der Kurs so präzise auf Höhe des Anfang Januar markierten Tiefs drehte, dessen Unterschreiten den Weg nach unten frei machen würde, deutet darauf hin, dass es sich eher um „Rettungskäufe“ handelte, um zu verhindern, dass die Aktie haltlos nach unten wegrutscht. Möglicherweise auch mit Blick auf die morgen fällige Abrechnung der Aktien-Optionen am Terminmarkt.

Die Herabstufung des Bonitäts-Ausblicks durch Standard & Poor’s hat die danach folgende Aufwärtsbewegung bislang nur gestoppt, nicht endgültig beendet. Aber diese letzte Unterstützung in Form des Jahres-Verlaufstiefs bei 44,51 Euro bleibt in Reichweite. Und sollte dieser Terminbörsen-Abrechnungstermin eine tragende Rolle dabei gespielt haben, dass Daimler bislang nicht nach unten ausgebrochen ist, so stünden die Bullen vor dem Problem, dass dessen stabilisierende Wirkung mit Ablauf des Termins morgen enden würde!

Chart vom 17.07.2019, Kurs 46,13 Euro, Kürzel DAI | LYNX Aktienempfehlungen

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