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Analyse:
Hypoport: Höher, schneller, weiter …?

Als wir Hypoport am 12. Mai analysiert hatten, hatte der IT-Plattformdienstleister für die Finanzindustrie gerade seine Bilanz zum ersten Quartal vorgelegt und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die Ergebnisse waren tadellos: Umsatz +28, EBIT +31 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Und im Ausblick sieht das Unternehmen einen Gesamtjahres-Gewinnanstieg von bis zu 22 Prozent gegenüber 2019. Starke Zahlen, aber trotzdem gab die Aktie an diesem 11. Mai, an dem das Zahlenwerk herauskam, erst einmal nach, statt durchzustarten. Das dürfte zwei Gründe gehabt haben: Zum einen hatte der Kurs im Vorfeld schon bis zu 80 Prozent des „Corona-Sellofs“ aufgeholt. Zum anderen dürften viele erkannt haben, dass die Bewertung in Relation zu einem Gewinnwachstum von 20 bis 25 Prozent schon sehr hoch war. Aber wer dachte, dass damit der Beginn einer nennenswerten Korrektur eingeläutet worden wäre, lag daneben:

Nur wenige Tage danach testete die Aktie die im März etablierte, supersteile Aufwärtstrendlinie erfolgreich und bestätigte damit die Relevanz dieser Linie als Leitstrahl der Aufwärtsbewegung. Und auch deren immenser Steigungswinkel wurde den Bullen bislang nicht zum Verhängnis, denn die Aktie zog rasant davon und übertraf am Montag sogar das bisherige Verlaufshoch von 386,50 Euro. Erst am Dienstag dann kam es, nachdem ein neuer Verlaufsrekord bei 406 Euro erreicht wurde, zu ersten Gewinnmitnahmen. Aber die alte Bestmarke von 386,50 Euro, die als nächstgelegene Unterstützung dient, wurde dabei erst einmal gehalten. Woher rührt diese immense Dynamik?

Expertenmeinung: Auf Zurückhaltung und Vorsicht basieren die Käufe zweifellos nicht, immerhin würde das Erreichen der 2020er-Prognosen auf dem aktuellen Kursniveau ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von gut 73 bedeuten, in Relation zum erwarteten Gewinnanstieg ungewöhnlich hoch. Und diese Prognose muss auch erst einmal erreicht werden. Denn das Jahr ist so schwer vorhersehbar wie kaum eines zuvor. Voraussetzung für ein Gewinnwachstum am oberen Ende der Prognose wäre, dass Hypoport von der weltweiten Rezession weiterhin nicht beeinträchtigt wird und zugleich das Wachstum zügig zurückkehrt. Das muss erst einmal so kommen. Und auch dann müsste sich ein Käufer die Frage stellen, welche Gewinnperspektiven er bei einer solchen Bewertung für ein nicht einmal zur Hälfte absolviertes Jahr noch hätte, wenn das Kurs/Gewinn-Verhältnis bereits jetzt so hoch liegt.

Es dürfte vor allem das Momentum der Rallye selbst sein, das die Käuferseite motiviert, immer weiter zuzugreifen. Solange der Schwung hoch ist, ist man dabei. Die Kehrseite der Medaille: Gerade bei ein wenig marktengen Aktien wie dieser kann es leicht passieren, dass alle auf einmal ihren Gewinn mitnehmen wollen und zugleich kaum jemand die Hand aufhält, wenn eben dieses Momentum der Rallye dahin ist. Ob die gestrigen Gewinnmitnahmen auf Rekordlevel da bereits die Vorwarnung darstellen, ist noch offen. Aber spätestens, wenn die Kreuzunterstützung aus der März-Aufwärtstrendlinie und dem Hoch des Aprils im Bereich von 357 Euro fallen sollte, wäre zu überlegen, sich hier erst einmal, zumindest bei einem Teil der Position, den Gewinn zu sichern.

Hypoport Aktie Chart vom 26.05.2020, Kurs 389,00 Euro, Kürzel HYQ | Online Broker LYNX

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