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Aktienanalyse:
Sartorius: Diese Zahlen überzeugen … alle?

Aktuelle Analyse der Sartorius VZ Aktie

Die Neun-Monats-Zahlen, die der Labor- und Prozesstechnologie-Spezialist Sartorius am Montagmorgen vorlegte, waren unstrittig beeindruckend. Mit einem Umsatzanstieg von 15,5 Prozent und einem Gewinnanstieg pro Aktie von 1,85 Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 2,24 Euro lag das Ergebnis über den durchschnittlichen Erwartungen der Experten und bestätigte, dass Branchen wie Medizin- und Labortechnik bislang nicht von der Wachstumsschwäche erfasst wurden. Dementsprechend deutlich legte die Aktie zu, wurde mit +8,34 Prozent der klare Tagessieger im TecDAX.

Rein charttechnisch ein sehr bullisches Signal, denn so gelang es, den im Juli etablierten Abwärtstrendkanal deutlich zu überwinden, der sich damit als konsolidierende Flagge im Aufwärtstrend entpuppte. Positiv ist zudem, dass die Vorzugsaktie zuvor die Kreuzunterstützung aus der 20-Tage-Linie und der Nackenlinie eines kleinen Doppeltiefs verteidigte und mit dem gestrigen Anstieg das da bereits generierte Kaufsignal des im Chart unten mit eingeblendeten Trendfolgeindikators MACD bestätigt wurde. Aber reicht dieses Zahlenwerk, um das im Juli bei 195,40 Euro markierte, bisherige Rekordhoch anzugehen und womöglich zu überwinden?

Expertenmeinung: So gut die Ergebnisse auch sind, sie ändern nichts daran, dass die Sartorius-Aktie ungewöhnlich teuer bewertet ist. Mit dieser Bilanz darf man vermuten, dass der Gewinn pro Aktie im Gesamtjahr knapp über drei Euro liegen wird. Und das hieße, dass das Kurs/Gewinn-Verhältnis um 60 liegen würde. Das ist nicht zu teuer, wenn es um einen schnell wachsenden Hightech-Titel in einer brandheißen Wachstumsbranche gehen würde. Aber mit einem 2019er-Gewinnwachstum im Bereich von um die 25-28 Prozent und einem Umsatzplus, das tendenziell bei oder knapp unter 15 Prozent liegt, ist Sartorius dieser Kategorie nicht zuzuordnen und ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 60 ungewöhnlich teuer.

Dass Sartorius derart hoch bewertet ist, liegt daran, dass die Aktie seit Jahresanfang von knapp 109 auf in der Spitze gut 195 Euro gestiegen war. Ein Anstieg von fast 80 Prozent bei einem Gewinnanstieg um die 25 Prozent, kein Wunder, dass das Kurs/Gewinn-Verhältnis derart hoch ist. Und dass Sartorius derart massiv zulegte, war nicht zuletzt der Effekt der aus der Angst vor einer Rezession geborenen Flucht vieler Anleger in vermeintlich defensive Branchen.

Die meisten dieser „defensiven“ Aktien sind dadurch äußerst teuer bewertet. Und zumindest derzeit schichten viele schon wieder in die gebeutelten, konjunktursensiblen Titel um. Das mag auf bislang nicht fundierten Hoffnungen in Richtung Handelskrieg-Ende und einem geregelten BrExit beruhen, aber es bedeutet für diese „teuren“ Aktien wie Sartorius das Risiko, dass es hier jederzeit auch zu umfassenderen Gewinnmitnahmen kommen könnte. Sollte die Aktie mit Schlusskursen unter 166,30 Euro wieder in den vorherigen Abwärtstrendkanal zurückfallen und dadurch zugleich das letzte Zwischentief unterbieten, wäre bereits Vorsicht angezeigt!

Chart vom 21.10.2019, Kurs 181,90 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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