Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Sartorius Vz.: Markantes doppeltes Warnsignal im Wochenchart

Hat die Aktie des Labor- und Prozesstechnikanbieters Sartorius ihr Hoch bereits gesehen? Die letzten beiden Handelstage der vergangenen Woche lassen zumindest eine Augenbraue nach oben wandern. Wir zeigen ihnen hier den Kursverlauf auf Wochenbasis, weil der ein doppeltes Warnsignal zu bieten hat, das in kurzfristigeren Charts leicht übersehen wird. Aber auch auf Tagesbasis war das Kursverhalten der Vorzugsaktie interessant.

Am Donnerstagmorgen stand die Bilanz des ersten Quartals an. Aber schon am Mittwoch kam die Aktie kräftig unter Druck, gab 4,76 Prozent nach. Man hätte vermuten können, dass da jemand bereits Bescheid wusste und das Zahlenwerk eine Enttäuschung werden würde. Aber das war es nicht.

Umsatz und Gewinn lagen beide über denen des Vorjahres und über der durchschnittlichen Analystenprognose. Zugleich wurde die bestehende 2019er-Prognose bestätigt. Eigentlich also kein Grund, um auszusteigen. Das sahen einige Anleger auch so und griffen sofort zum Start in den Handel am Gründonnerstag zu. Aber der Abgabedruck kam umgehend wieder zurück:

Expertenmeinung: Die Aktie startete über fünf Prozent im Plus, geriet aber sofort erneut unter Druck, lag zeitweise sogar spürbar im Minus, bevor es dann mit einem halben Prozent Zugewinn gegenüber dem schwachen Mittwoch ins lange Wochenende ging. Trotz einer auf den ersten Blick tadellosen Bilanz. Wo liegt das Problem derer, die da verkaufen, womöglich sogar Short gehen?

Wahrscheinlich darin, dass „schneller, höher, weiter“ seine Grenzen hat. Denn Sartorius Vz. war gegenüber dem letzten Kurs 2018 in der Spitze um sagenhafte 50 Prozent gestiegen. Zugleich ist Sartorius damit meilenweit am durchschnittlichen Kursziel der Analysten (135 Euro) vorbei gesaust. Und die Einschätzungen der Experten sind alles andere als bullisch: Da dominierten zuletzt die „Halten“- und „Verkaufen“-Empfehlungen deutlich.

Möglich also, dass einige sich sagten: Die Bilanz und damit die „Good News“ sind auf dem Tisch, vorerst kommt da wohl nichts Neues, warum also nicht die Gelegenheit zum Verkauf auf Rekordniveau nutzen? Das Problem ist, dass diese Gewinnmitnahmen eine Konstellation im Wochenchart hinterlassen haben, die die Bären anlocken dürfte. Sie sehen, dass der Kurs dadurch drei Wochen in Folge kurz über das alte Rekordhoch vom Sommer 2018 bei 160,30 Euro lief, in allen drei Wochen am Ende aber darunter schloss. Zudem ist dadurch eine potenziell bärische Candlestick-Formation entstanden:

Die grüne Kerze, der Doji in der Mitte und zuletzt die rote Kerze der Vorwoche bilden zusammen einen „Evening Star“. Sehr gut möglich also, dass hier in den kommenden Tagen und Wochen noch mehr Druck aufkommt. Das würde nur dann unwahrscheinlicher, wenn es gelingen sollte, dieses alte Hoch bei 160,30 Euro noch in dieser Woche auf Schlusskursbasis zu bezwingen und den „Evening Star“ damit zu neutralisieren. Worauf man sich aber besser nicht verlassen sollte.

Chart vom 18.04.2019, Kurs 152,90 Euro, Kürzel SRT3 | LYNX Aktienempfehlungen

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