Sartorius VZ Aktie Prognose Sartorius: Hält jetzt wenigstens die „Beton-Unterstützung“?

News: Aktuelle Analyse der Sartorius VZ Aktie

von |
In diesem Artikel

Sartorius VZ
ISIN: DE0007165631
|
Ticker: SRT3 --- %

---
EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur Sartorius VZ Aktie
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Sartorius hatte die Analysten-Prognosen für das 3. Quartal nur minimal verfehlt, trotzdem setzte es ein dramatisches Minus von 18,5 Prozent. Es gab zwar ein Argument, die Zahlen trotzdem negativ zu sehen. Aber es wäre durchaus möglich, dass das Gros der Baisse jetzt vorbei ist.

Das Medizin- und Labortechnikunternehmen Sartorius meldete für das 3. Quartal einen Umsatzanstieg von knapp 17 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Die Prognose der Analysten lautete im Schnitt auf 1,06 Milliarden. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, d.h. das EBITDA, legte um knapp 14 Prozent auf 354 Millionen Euro zu, die Analysten hatten im Schnitt 357 Millionen geschätzt. Und deswegen kracht diese Aktie um 18,5 Prozent ein? Das wäre ja noch einigermaßen verständlich gewesen, wen der Kurs im Vorfeld zügellos von einem Hoch zum nächsten gelaufen wäre. Aber so?

Ein Argument indes gab es durchaus, die Stirn zu runzeln: Der Auftragseingang fiel von 1,1 Milliarden im Vorjahresquartal auf 952 Millionen, während man in Analysten-Kreisen mit einem gehaltenen Auftragsvolumen gerechnet hatte. Und bedenkt man die seither gestiegenen Preise, ist der Rückgang nicht ganz unerheblich. Allerdings kann er, nüchtern betrachtet, in einem Umfeld wie diesem auch nicht ganz unerwartet sein, Analystenschätzungen hin oder her. Und wirklich dramatisch ist auch das nicht.

Sartorius Aktie: Wochen-Chart vom 19.10.2022, Kurs 315,70 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX

Zumal Fresenius mit der marginal in Sachen Umsatz in Richtung +15 Prozent nach unten korrigierten Jahresprognose bei einer weiterhin bei 34 Prozent gesehenen EBITDA-Marge um die 15 Prozent mehr EBITDA-Gewinn einfahren würde als 2021, als die Aktie noch viel höher notierte. Also, ist der Selloff überzogen?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Sartorius VZ Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Tendenziell ja, zumal man so langsam auch nicht mehr mit dem Argument einer Überbewertung kommen kann. Denn noch Ende 2021 lag das Kurs/Gewinn-Verhältnis bei über 125, jetzt liegt es für den erwarteten 2022er-Gewinn knapp unter 40, bezogen auf die Nettogewinne. Das ist zwar immer noch nicht billig, wenn man unterstellt, dass Sartorius in diesem Umfeld 2023 eher nicht mehr verdienen, sondern fallende Gewinne sehen könnte. Aber bei der Substanz des Unternehmens und der grundsätzlich starken Mittel- und Langfrist-Perspektive für die Medizintechnikbranche ließe sich dennoch behaupten: Jetzt ist es langsam genug mit dem Abstieg. Allerdings …

… muss das diejenigen, die hier stur auf Baisse setzen, natürlich nicht abhalten. Und verlockend wäre es, für das bärische Lager allemal, die jetzt fast erreichte, super-massive Unterstützungszone zwischen 293,30 und 303,55 Euro zu durchschlagen, die zusätzlich noch durch die längerfristige, Anfang 2019 etablierte Aufwärtstrendlinie verstärkt wird. Denn darunter wäre erst einmal keine markante Auffanglinie vorhanden, die den weiteren Absturz bremsen müsste. Daher sollte man sich besser nicht zu sicher sein, dass diese „Beton-Unterstützung“ wirklich hält. Besser wäre abzuwarten, ob die Aktie mit Schlusskursen über 350 Euro über die nächstliegende Widerstandslinie laufen kann. Wäre das so, könnte man vermuten, dass das Bären-Lager genug hat und erst einmal die Gewinne kassiert. Solange das nicht passiert, ist nach unten trotz des eher übertriebenen Selloffs auf eigentlich solide Zahlen nichts unmöglich.

Sartorius Aktie: Chart vom 19.10.2022, Kurs 315,70 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX
Aktien verleihen und Rendite steigern

Steigern Sie die Rendite Ihres Depots, indem Sie Ihre Aktien verleihen und dafür Zinsen erhalten. Nutzen Sie das Aktienrendite-Optimierungs­programm über LYNX. Jetzt informieren: Aktien verleihen

Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
T-Hoch
T-Tief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen

Alle Börsenblick-Artikel

Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der Sartorius VZ Aktie

Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Eine jetzt vollendete Toppbildung im August beendete die kräftige Erholung der Sartorius Vorzugsaktie, die den Kurs vom Juni-Tief aus immerhin über 50 Prozent nach oben getragen hatte. Jetzt stellt sich die Frage, was als nächstes kommt: Neue Tiefs oder eine Rallye?

Kurzfristig hat jetzt erst einmal das März-Tief bei 345,70 Euro gehalten. Da diese Wendemarke in den Monaten danach aber mehrfach über- und unterkreuzt wurde, dürfte das nicht unbedingt wegweisend sein. Klare mittelfristige Signale würde erst dann von der Aktie ausgehen, wenn entweder mit Kursen unter dem Juni-Tief bei 293,30 ein neues Jahrestief entstanden ist oder aber wenn es gelungen wäre, sich durch die dichte Widerstandszone zwischen 384,40 und 425,40 Euro nach oben hinaus zu kämpfen. Alles, was sich dazwischen abspielt, ist nur etwas für Day-Trader.

Dass es überhaupt zu dieser Schulter-Kopf-Schulter-Formation kam, die zwischen Mitte Juli und Mitte September entstand und deren Vollendung die Hoffnungen der Bullen zunichtemachte, basiert auf dem Problem, dass man bislang nicht einschätzen kann, ob die Medizin- und Labortechnikbranche die Rolle eines „sicheren Hafens“ in einem rezessiven und zugleich von steigenden Preisen gekennzeichneten Umfeld übernehmen kann oder nicht. Darauf hatte man im Sommer noch gesetzt, aber jetzt kommen Zweifel auf. Da kann nur eines helfen: neue Quartalsergebnisse. Denn wenn die Margen bei Sartorius nennenswert unter Druck kommen, dann müsste das bereits im jetzt endenden dritten Quartal sichtbar geworden sein. Nur: Die Zahlen sind halt noch nicht da.

Expertenmeinung: Die Bilanz des dritten Quartals, deren Ergebnisse nebst dem dann aktualisierten Gesamtjahres-Ausblick den Weg für die Aktie weisen könnten, steht erst am 19. Oktober im Terminkalender. Und das, was Sartorius zum ersten Halbjahr vorlegte, hat keine Aussagekraft, das war schon im Sommer ein Blick nach hinten.

In den ersten sechs Monaten hatten Umsatz und Gewinn im selben Maß zugelegt, die Gewinnmarge blieb also auf dem grandiosen Niveau des Jahres 2021, das galt auch für den Auftragseingang. Aber es war klar, dass sich steigende Kosten und defensiver agierende Kunden erst im dritten Quartal zeigen würden … wenn es denn so kam und Sartorius zudem nicht imstande sein sollte, höhere Kosten vollumfänglich an die Abnehmer weiterzugeben. All das muss man wissen, wollte man als Investor eine substantiierte Entscheidung treffen, ob man hier ein- oder aussteigt. Was heißt: Wer nicht bis zur Vorlage dieser wegweisenden Bilanzdaten wartet, nimmt auf diese Weise an einer Art Lotterie teil, indem er sich auf sein Glück verlässt bzw. darauf, dass die eigene, noch nicht auf Fakten seitens des Unternehmens fußende Meinung die richtige sein wird.

Und würde man ausschließlich auf die Charttechnik ausweichen, hätte man zwar oben genannte Ankerpunkte bei 293,30 und 425,40 Euro, deren Überkreuzen einen Trade in Ausbruchsrichtung nahelegen würde. Aber solange diese Bilanz des dritten Quartals nicht auf dem Tisch liegt, kann auch der Break über markanten Chartmarken jederzeit durch überraschende Zahlen am 19.10. komplett auf den Kopf gestellt werden, daher sollte vorher nur handeln, wer sich der Dünne des Eises solcher Trades bewusst ist.

Sartorius Vz.: Chart vom 26.09.2022, Kurs 359,70 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt gehörte die Aktie des deutschen Pharma- und Laborzulieferers zu den positiven Ausnahmen im DAX. Die Sartorius-Aktie konnte sich lange gegen das bärische Treiben am deutschen Parkett stellen und hatte bis zum Ende der vorigen Woche eine weiße Weste. Der Aufwärtstrend, welcher im Juli begann, konnte bis dato ohne Probleme gehalten werden.

Mit dem Bruch der 20-Tage-Linie zeigten die Bullen jedoch Ende August erstmals Schwäche und der Kursverlauf wurde volatiler. Der Versuch das alte Zwischenhoch knapp unter der Marke von 460 EUR erneut zurückzuerobern scheiterte und es bildete sich zudem ein tieferes Hoch. Von hier aus ging der Aktie regelrecht die Luft aus. Innerhalb weniger Handelstage ging es um mehr als 15% Richtung Süden. Gleichzeitig wurde auch ein wichtiger Boden gebrochen. Somit ist auch der Aufwärtstrend dahin und der Trend geht in eine neutrale Verkaufsphase über.  

Expertenmeinung: Erschwerend kommt hinzu, dass wir am Freitag das höchste Handelsvolumen seit Monaten gesehen haben. Dies deutet darauf hin, dass hier auch einige Großanleger Kasse gemacht haben.

Das Verkaufssignal könnte mit dem Bruch des Supports bei rund 405 EUR nicht deutlicher sein. Von hier aus dürfte sich die Talfahrt wohl weiter beschleunigen. Der nächste mögliche Zwischenboden findet sich erst bei 357.80 EUR. Dies war das Pivot-Tief von Mitte Juli, welches wohl in den kommenden Tagen ins Spiel kommen dürfte. Somit stufe ich Sartorius erstmals seit Monaten von bullisch auf neutral ab. Erst bei Kursen über der Marke von 420 EUR würde sich das nun eingeleitete Verkaufssignal wieder auflösen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 16.09.2022 Kurs: 387.20 Kürzel: SRT3 | Online Broker LYNX
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die allgemeine Börsenschwäche in Europa und den USA hat nun auch die Sartorius-Aktie in ihrem bisherigen Erfolgslauf gestoppt. Erstmals seit Juli wurde die 20-Tage-Linie nach unten verletzt und zahlreiche Anleger nahmen mit dem Bruch des Indikators ihre Gewinne vom Tisch. Der Aufwärtstrend war hiervon aber nicht betroffen, denn hier haben wir noch das Pivot-Tief von Juli vor uns, welches knapp oberhalb der Marke von 400 EUR gebildet wurde. Exakt hier haben sich dieser Tage einige Schnäppchenjäger versammelt und wieder ordentlich zugegriffen. Ein klares Kaufsignal? Zumindest ein mögliches, denn noch wurde die Umkehr nach oben nicht bestätigt.    

Expertenmeinung: Sollte sich die Stärke der letzten beiden Tage fortsetzen, könnte sich ein erneutes Engagement in der Aktie möglicherweise lohnen. Die Unterstützung bei 400 EUR ist überaus offensichtlich und solange die Kurse hier nicht deutlich darunter fallen, bleiben die Bullen fest im Sattel. Das Risiko ist also klar beschränkt. Nach oben hingegen ist die Chance auf weitere Anstiege völlig offen. Natürlich wird auch der Gesamtmarkt eine entscheidende Rolle spielen, denn solange der DAX im Abverkaufs-Modus bleibt, wird es auch für Sartorius recht schwierig werden, sich gegen den allgemeinen Trend zu stellen. Vorerst stufe ich meine Aussicht auf das Papier auf neutral zurück und warte, ob die beschriebene Unterstützungsebene bei 400 EUR gehalten werden kann.


Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 06.09.2022 Kurs: 419.90 Kürzel: SRT3 | Online Broker LYNX
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Manch aufmerksamer Leser wird bereits gemerkt haben, dass die Sartorius-Aktie seit Juli zu meinen Lieblingen am deutschen Parkett gehört. Dennoch sollte man mit dieser Aussage vorsichtig umgehen, denn Wertpapiere sollten immer nur so lange gelobt werden, bis ein schöner und intakter Aufwärtstrend verletzt wird. Genau hier leistet der deutsche Laborzulieferer sehr gute Dienste.

Bereits in meiner letzten Analyse hatte ich auf die starke Korrelation mit der 20-Tage-Linie hingewiesen. Jegliche Schwäche hin zu diesem Indikator wurde bislang von den Bullen sehr gerne gekauft. So war es auch im gestrigen Handel. Die Kurse näherten sich erneut dem Indikator und Schwupps wurde der Turbo ein weiteres Mal gezündet.

Expertenmeinung: Sartorius Anleger blicken derzeit gelassen auf die schwache Performance des DAX. Die Aktie zeigt an der Börse aktuell relative Stärke und liefert uns diese Woche ein neues höheres Pivot-Tief. Der Aufwärtstrend bleibt somit intakt.

Gleichzeitig haben Anleger nun eine neue Referenzmarke, auf die sie sich konzentrieren können. Es handelt sich dabei um das Tief der letzten beiden Tage. Solange die Kurse nicht darunterfallen, bleiben die Bullen am Ruder. Sollte die Aktie diese Ebene brechen, könnte die positive Stimmung jedoch rasch kippen. Vorerst sieht es aber nicht danach aus und ich halte am Kursziel bei rund 485 EUR weiter fest.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 25.08.2022 Kurs: 447.80 Kürzel: SRT3 | Online Broker LYNX
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Mitte Juli hatten wir uns den Chart der Aktie des deutschen Pharma- und Laborzulieferers genauer angesehen. Der Trendwechsel, welcher durch das höhere Hoch ausgelöst wurde, war klar und deutlich zu sehen. Es blieb noch die Frage offen, ob es die Sartorius-Aktie auch über die Marke von 425 EUR schaffen würde.

Einige Anleger entschlossen sich auf diesem Niveau ein paar Schäfchen ins Trockene zu bringen. Dies ist überaus natürlich, denn hier lauerte bislang ein hartnäckiger Widerstand. Mit dem Bruch dieser Ebene wird die Marke zu einer Unterstützung im Chart und sollte nun möglichst nicht mehr nach unten gebrochen werden. Durch das weitere höhere Hoch geht der Trend sogar wieder in eine bullische Phase über.

Expertenmeinung: Gibt es schon neue Kursziele? Ja die gibt es und es sieht ganz danach aus, als ob diese sogar im Monat August erreicht werden könnten. Alles blickt jetzt auf das Zwischenhoch von Anfang Februar bei 489.70 EUR. Diese Ebene war für viele Monate eine wichtige Unterstützung. Als diese dann gebrochen wurde, wurden die Bären sofort aktiv und drückten die Kurse deutlich Richtung Süden.

Doch diese bärische Phase ist vorbei und die Bullen haben alle Chancen nach oben. Dennoch wird die Luft bei Erreichen des Kursziels allmählich etwas dünner und Anleger sollten bei Stärke auch die ein oder andere Gewinnmitnahme mit einbeziehen. Vorerst belasse ich meine Aussichten auf Sartorius auf der bullischen Seite.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 29.07.2022 Kurs: 435,50 Kürzel: SRT3 | Online Broker LYNX