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Aktienanalyse:
Volkswagen Vz.: Relative Stärke-Trader sollten jetzt aufpassen …

Aktuelle Analyse der Volkswagen Vz. Aktie

Acht Tage in Folge schloss die Volkswagen Vorzugsaktie über ihrem Eröffnungskurs und generierte so eine ungewöhnlich lange Folge an grünen Kerzen im Candlestick-Chart. Sogar am Freitag, als die Aktie gegenüber dem Vortag leicht im Minus schloss, kam es zu einer solchen bullischen Kerze, weil das Papier am Morgen deutlich im Minus gestartet war, diese Abschläge aber bis zum Handelsende komplett wieder aufholte. Eigentlich ist das ein klarer Beleg für Stärke. Aber in diesem Fall sollte man besser etwas genauer hinsehen. Denn der Volkswagen-Konzern ist ein wichtiges Element in einer äußerst zyklischen Branche. Und die Konjunktur wackelt immer mehr. Daher lohnt es, den Grund, warum diese Aktie steigt, als wäre sie ein „sicherer Hafen“, zu hinterfragen.

Richtig ist, dass es eine klassische Börsenregel gibt, nach welcher man immer nur die relativ stärkste Aktie einer Branche kaufen sollte. Und das dürfte im Bereich Automobilbau und Automobilindustrie-Zulieferer derzeit in der Tat VW sein. Gerade erst senkte Renault seine Gesamtjahresprognose, nicht zum ersten Mal. Bei VW hingegen rechnen die Analysten für 2019 sogar mit einem Gewinnanstieg, weil zwar der Umsatz in den ersten neun Monaten auch hier zurückkam, es dem Konzern aber gelingt, das durch Effizienzsteigerungen aufzufangen. Das ist unbestritten erfreulich, aber:

Expertenmeinung: Die Vehemenz, mit der diese Aktie seit zwei Wochen steigt, ist nicht von neuen, die Gemengelage zum Positiven verändernden Nachrichten begleitet. Es sind diese relative Stärke zu anderen Unternehmen der Branche und die bullische Charttechnik auf kurzfristiger Ebene, die die Aktie treiben. Aber ein Anstieg von im Tief 146,20 Euro am 7. Oktober bis auf im Hoch 173,30 Euro am 17. Oktober ist ein Wort, das sind immerhin über 18 Prozent in kürzester Zeit. Stabile Gewinne hin oder her, damit wird die Aktie in erster Linie von der Bewertung her teurer. Und das, obwohl der Druck auf die Automobilkonjunktur womöglich hartnäckiger sein könnte als die derzeitigen Effekte der Produktivitätssteigerungen.

Dass die Aktie am Freitag klar tiefer startete, nachdem sie am Vortag zunächst deutlich über die obere Begrenzung des im Herbst 2018 entstandenen Aufwärtstrendkanals hinauslief, dann aber doch nicht eindeutig darüber schloss, war ein typisches Signal dafür, dass viele die VW-Aktie fast bedingungslos kaufen. Das anfängliche Minus war eine Reaktion auf die vorgenannte Prognosesenkung bei Renault. Die Renault-Aktie fiel um satte 11,5 Prozent, VW holte sein Minus wieder auf. Das kann auch mit dem am Freitag absolvierten Options-Abrechnungstermin an der Terminbörse zusammenhängen, aber grundsätzlich ist jetzt Vorsicht geboten: Die Aktie ist ziemlich heiß gelaufen. Und wenn sie die nächstgelegene Unterstützung in Form des April-Hochs bei 164 Euro, das am Freitag im Tagestief verteidigt wurde, unterschreitet, spräche nichts dagegen, dass der Kurs, wie zuvor mehrfach geschehen, wieder die untere Begrenzung ihres Trendkanals ansteuert, der derzeit bei 141 Euro verläuft.

Volkswagen Vorzugsaktie: Chart vom 18.10.2019, Kurs 169,34 Euro, Kürzel VOW3 | LYNX Online Broker

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