Airbus Aktie aktuell Airbus: Das muss doch schiefgehen … oder?

News: Aktuelle Analyse der Airbus Aktie

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Zur Airbus Aktie

Am 29. Oktober legte Airbus die Bilanz des dritten Quartals vor. Umsatz zum Vorjahresquartal -26,7 Prozent, ein Verlust als EBIT (vor Steuern und Zinsen) von 0,62 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 1,34 Milliarden im dritten Quartal 2019. Was deutlich schlechter war als die -0,1 Milliarden Euro, die die Analysten im Konsens geschätzt hatten. Eine Gesamtjahresprognose wurde nicht gegeben. Die Aktie reagierte auf diese Bilanz so gut wie gar nicht und beendete diesen 29. Oktober bei 61,34 Euro.

Danach kam am 6. November die Meldung, dass der Konzern im November gerade einmal elf Neuaufträge erhalten und 72 Maschinen ausgeliefert hat. Der einzige Lichtblick war, dass der Auftragsbestand weiterhin immens ist, per 31. Oktober 7.377 Maschinen umfasste. Aber das reichte auch nur für einen Schlusskurs bei 69,85 Euro zum Handelsende dieses Tages.

Und am Freitag schloss die Aktie bei 90,07 Euro und damit 46,8 Prozent über dem Niveau des 29. Oktober, direkt nach der Quartalsbilanz. Das kann doch nur schiefgehen … oder?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Airbus Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Es könnte schiefgehen, es muss nicht. Richtig ist zwar, dass die Aktie derzeit fast doppelt so hoch steht wie am Tief im März. Aber vor dem Corona-Crash hatte Airbus im Bereich 130/140 Euro notiert. Und das Argument der Bullen hat schon etwas für sich: Auch, wenn es Jahre und damit weit über Corona hinaus dauern könnte, bis die meisten Airlines auf dem Status Quo angekommen sind und dann wieder vergleichbare Ordergrößen bei Airbus einlaufen wie zuvor, könnte diese Zeit mit den bereits laufenden Einsparungen und dem soliden Auftragsbestand überbrückt werden.

Dass den Anlegern das erst einfiel, als am 9.11. die erste Meldung über einen kurz vor dem Zulassungsantrag stehenden COVID19-Impfstoff einlief, mag verwundern. Aber es brauchte wohl einer Initialzündung, um die Akteure aufzuwecken. Die anfangs die Impfstoff-Meldung war, die dann aber den Staffelstab an die Charttechnik übergab: Binnen zwei Tagen wurden die 200-Tage-Linie, das Hoch vom August und zuletzt auch das Juni-Hoch überboten. Ausgelöst durch eine die Rallye beschleunigende Eindeckungswelle der Leerverkäufer und auf den Zug aufspringende kurzfristige Trader.

Chart vom 27.11.2020, Kurs 90,07 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX

Jetzt kommt es zur Nagelprobe. Gelingt es, diesen auf einmal so viel höheren Kurslevel durchzuhalten? Wer kaufen wollte, ist jetzt erst einmal dabei und neue Nachrichten sind kurzfristig nicht zu erwarten, die imstande wären, das Gesamtbild nennenswert zu verändern. Falls Gewinnmitnahmen in größerer Ausdehnung kommen, dürften sie das nahe liegende Juni-Hoch durchaus unterbieten, das liegt einfach zu nahe, um zwingend halten zu müssen. Aber spätestens auf Höhe des August-Hochs um 76 Euro muss die Aktie im Fall einer Korrektur wieder nach oben drehen, ansonsten wäre es in der Tat möglich, dass der Optimismus aus dem Kurs entweicht wie aus einem Leck geschlagenen Ballon und Airbus in die mittelfristig wichtige Supportzone zwischen 62 und 70 Euro zurückfällt.

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Airbus Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während der letzten Monate gab es recht wenig Bewegung in Aktien aus dem Bereich der Flugzeughersteller oder bei Aktien von Lufttransportunternehmen. Einzig die kurze Rallye von Anfang Juni war recht beeindruckend, wurde jedoch von Anlegern schnell wieder abverkauft. Seither bewegt sich auch die Airbus Aktie eher seitwärts in einem Korridor zwischen 60 und 70 EUR. Gleichzeitig bildete sich hier eine klare Abwärtstrendlinie, welche bislang nicht gebrochen werden konnte. Im gestrigen Handel nahmen die Bullen jedoch erstmals Anlauf, diese Hürde zu brechen. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Bruch nun auch bestätigt wird.

Expertenmeinung: Aus technischer Sicht wäre hierzu ein weiterer Schlusskurs oberhalb der gestrigen Ausbruchskerze notwendig. Auch im Wochenchart ist hier ein möglicher Ausbruch erkennbar, was die Aktie derzeit wirklich interessant macht. Wir könnten hier womöglich den Startschuss zu einer nachhaltigen Trendwende sehen. Nach wie vor sind die Kurse meilenweit von den Ständen zu Beginn des Jahres entfernt, womit das Potential in Airbus somit überaus groß ist. Nach unten hin ist darauf zu achten, dass es mit der Aktie möglichst nicht mehr unter den Bereich von 57.50 bis 60.00 EUR geht. Wir geben dem Titel von bullische Aussichten mit auf den Weg.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 05.11.2020 Kurs: 70.38 Kürzel: AIR | Online Broker LYNX

Der Einbruch bei den Airlines und der daraus resultierende, lähmende Effekt bei den Neubestellungen von Flugzeugen ist zweifellos das deutlich stärkere Element, das die Airbus-Aktie niederhält. Jeder Versuch, sich nach oben abzusetzen, fiel in den vergangenen Monaten schwächer aus. Auf der anderen Seite gelingt es immerhin, die flache Mai-Aufwärtstrendlinie zu halten, d.h. die Zwischentiefs liegen jeweils über den vorherigen. Noch.

Die vergangene Woche präsentierte Bilanz hatte keinerlei belebenden Effekt, man könnte sagen, dass sie so mies war wie befürchtet. Bleibt die Airbus-Aktie also im Keller, bis eine flächendeckende Impfung in Europa ebenso wie in den wichtigsten Urlaubsregionen die Airlines wiederbelebt und Airbus wieder mehr Aufträge erhält?

Nicht unbedingt. Dass der Kurs wieder das Prä-Corona-Hoch vom Januar bei 139,40 Euro erreicht, wäre im Vorfeld einer mehrjährigen Rekonvaleszenz-Phase der Luftfahrtindustrie zwar illusorisch. Aber es wäre ja schon ein bedeutsamer Schritt, wenn es gelänge, die Juni-Abwärtstrendlinie und den darüber liegenden Kreuzwiderstand aus den Hochs vom August und September sowie der 200-Tage-Linie im Bereich 74,50/76,12 Euro zu überwinden. Und das wäre zumindest denkbar, wenn die Wahl in den USA zu Gunsten von Airbus ausgehen würde. Wie das?

Expertenmeinung: Es ist zwar richtig, dass die Streitereien zwischen den USA und der Eurozone über unrechtmäßige Subventionen für die jeweiligen „Haus-Flugzeugbauer“ Boeing und Airbus schon seit Jahren andauern und nicht unmittelbar mit Donald Trump zu tun haben. Aber dessen Administration verfolgte alles, was den USA Vorteile im Handel bringen könnte, besonders aggressiv.

Es wäre zu vermuten, dass eine Regierung Biden erst einmal eine Menge Besseres zu tun hätte, als diesen u.a. über die WTO ausgetragenen Dauerstreit zu intensivieren. Der Druck, unter den sich die beiden Konkurrenten Boeing und Airbus in den letzten Jahren gegenseitig setzten, ist für beide Unternehmen jetzt kontraproduktiv.

Würde das US-Wahlergebnis die Chance bieten, dass es in den kommenden Jahren in Sachen Erholung der Weltwirtschaft mehr zu einem Miteinander als zu einem Grabenkampf kommt, könnte Airbus daher eine der Aktien sein, denen zumindest dieser Klotz vom Bein genommen würde. Was natürlich auch impliziert, dass der Kurs noch mehr unter Druck geraten könnte, sollte es zu einem Wahlsieg von Mr. Trump kommen.

Es dürfte lohnen, diese Aktie in den kommenden Tagen im Auge zu behalten. Sie muss nicht, kann aber sehr wohl zu denen gehören, die auf das Ergebnis dieser US-Wahl überproportional reagieren.

Airbus Aktie: Chart vom 02.11.2020, Kurs 63,08 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX

Airbus hat sich der aufkommenden Mode, unangekündigt vorläufige Zahlen zu veröffentlichen, bislang nicht angeschlossen, so dass die morgen anstehende Bilanz des dritten Quartals und die Beurteilung des laufenden vierten Quartals für die Investoren eine Wundertüte sein werden. Die Frage ist, was sie bekommen werden bzw. wie groß die Hoffnungen der Anleger sind.

Denn wenn die Marktteilnehmer sich den Analysten anschließen, würde man mit wenig zufrieden sein und zugleich viel von der Aktie erwarten.

Denn dort, bei den Experten, zeigt sich ein einigermaßen erstaunliches Bild. Auf der einen Seite liegt die durchschnittliche Gewinnerwartung für 2020 bei gerade einmal 45 Cent pro Aktie nach 6,10 Euro im Vorjahr. Und selbst dieser Mini-Gewinn würde erfordern, dass das dritte und vierte Quartal eine spürbare Besserung zeigen, denn auf die ersten sechs Monate gerechnet liegt der Verlust vor Steuern und Zinsen bei knapp einer Milliarde Euro. Trotzdem haben von 20 die Aktie überwachenden Analysten nur drei eine „Verkaufen“-Einstufung, die große Mehrheit sieht die Aktie auf aktuellem Kursniveau als einen Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt dabei bei 81 Euro.

Expertenmeinung: Wollte die Airbus-Aktie diese im Schnitt anvisierten 81 Euro erreichen, müsste der Kurs nicht nur aus dieser die Aktie seit Monaten in immer engere Bahnen drückenden Dreiecksformation nach oben ausbrechen, die Sie im Chart sehen. Sie müsste auch über die momentan bei 76,33 Euro verlaufende 200-Tage-Linie hinaus. Angesichts der Nachrichtenlage und der berechtigten Befürchtung, dass die Lage für die Airlines und damit für die Kundschaft von Airbus noch lange schwierig bleiben wird, ein ambitioniertes Ziel.

Dass die Trader hier schon nach Strohhalmen greifen, zeigte sich an dem Kurssprung, der sich am vergangenen Freitag auf die Nachricht hin vollzog, dass Airbus den Zulieferern avisierte, man möge sich auf eine mögliche Ausweitung der Produktion des A320 von 40 auf 47 Maschinen ab Sommer 2021 vorbereiten. Das sind „Peanuts“ und kein Signal der großen Wende, zumal Airbus-COO Schöllhorn gerade erst Anfang Oktober festhielt, dass die Situation für die Luftfahrtbranche im Frühherbst schlechter sei als das, was man im Sommer erhofft hatte. Werden die Anleger morgen auch wieder nach Strohhalmen in der Bilanz greifen oder wird das Zahlenwerk dazu führen, dass die Bullen aufgeben und die Aktie aus ihrem Dreieck nach unten herausfällt?

Ohne Kenntnis der Zahlen und der dann erst einmal vor allem emotionalen Reaktion der Akteure ist das nicht vorhersagbar, daher wäre es mehr als gewagt, im Vorfeld der Bilanz auf eine Ausbruchsrichtung wetten zu wollen. Besser wäre es, die Reaktion abzuwarten und dann konsequent entsprechend der charttechnischen Vorgaben zu agieren. Was hieße: Schlusskurse klar über 70 Euro wären ein kurzfristig bullisches Signal, das den Weg an die 200-Tage-Linie bei 76,33 Euro freigeben würde. Schlusskurse klar unter 60 Euro würden den Bruch der Mai-Aufwärtstrendlinie bedeuten und aus rein charttechnischer Sicht einen Abstieg in die Zone der Frühjahres-Tiefs im Bereich 47/50 Euro ermöglichen.

Airbus Aktie: Chart vom 27.10.2020, Kurs 63,89 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX

Ein mehr als halbierter Umsatz und ein Milliardenverlust, das waren die finsteren Aussagen der Bilanz des zweiten Quartals beim Flugzeughersteller Airbus. Doch diese Ende Juli vorgelegten Zahlen erzeugten keinen weiteren Druck auf die Aktie, im Gegenteil zog der Kurs danach erst einmal wieder an.

Grund: das Prinzip Hoffnung. Die zweite Jahreshälfte werde eine Stabilisierung bringen, womöglich könnte man schon im Spätsommer einen breiten Silberstreif am Horizont zu sehen bekommen, dachten viele. Doch mittlerweile sind diese Hoffnungen geplatzt.

Dass Airbus im August nur eine einzige Neubestellung hereinbekam und 39 Maschinen auslieferte, war zwar ernüchternd, aber das drückte die Aktie zunächst noch nicht. Anders die Aussagen der Deutschen Lufthansa zu Wochenbeginn. Dass man dort unterstrich, dass sich die Lage spürbar langsamer stabilisiert als noch im Sommer vermutet und immer mehr Maschinen stillgelegt werden, war für die Anleger bei Airbus ein klares Signal. Denn dieses düstere Bild dürfte natürlich für die meisten Airlines gelten, so dass die Flaute bei den Neuaufträgen bei Airbus vorerst weitergehen wird und womöglich noch einiges an Aufträgen storniert wird. Die Reaktion fiel deutlich aus:

Expertenmeinung: In den ersten vier Tagen der jetzt zu Ende gehenden Handelswoche gab die Airbus-Aktie gut 13,8 Prozent nach und steht unmittelbar davor, ein absteigendes Dreieck nach unten zu verlassen. Ein signifikanter Bruch der Unterstützung im Bereich 60/61 Euro konnte am Donnerstag zwar noch verhindert werden. Aber während viele Analysten weiter stur bullisch bleiben und ihre Kursziele teilweise sogar noch anheben (so hob die Credit Suisse ihr Kursziel erst Ende letzter Woche von 78 auf 106 Euro an), stimmen die Anleger mit den Füßen ab und verkaufen. Damit kommt diesem „seidenen Faden“ im Bereich 60/61 Euro besondere Bedeutung zu, denn:

Denjenigen, die sich noch an die teilweise äußerst ambitionierten Kursziele und „Kaufen“-Einschätzungen der Analysten klammern, dürfte der Boden unter den Füßen weggezogen werden, wenn diese Supportzone bricht und damit aus charttechnischer Sicht der Weg bis hinunter an den Bereich der bisherigen Jahrestiefs vom März und Mai bei 47,23 und 48,21 Euro freigegeben würde. Ob diese Zone dann hält, wird sich erst weisen müssen. Aber sollte die Airbus-Aktie jetzt in Richtung 47,23/48,21 abdriften und die Ergebnisse des jetzt zu Ende gehenden dritten Quartals enttäuschen (die, sofern keine vorläufigen Ergebnisse veröffentlicht werden, am 29. Oktober anstehen), wäre nach unten nichts unmöglich.

Chart vom 24.09.2020, Kurs 59,65 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX

Würde man von einer MDAX-Aktie sprechen, bei der die Analysten derzeit im Schnitt mit einem Gewinneinbruch von 90 Prozent zum Vorjahr rechnen, würde man wohl schnell auf Airbus kommen. Würde man indes die Frage stellen, bei welchem MDAX-Titel 80 Prozent der Analysten in diesem rezessiven Umfeld eine „Kaufen“-Empfehlung abgeben und bei dem das durchschnittliche Kursziel 15 Prozent über dem aktuellen Kursniveau liegt, wäre Airbus wohl kaum eine Aktie, auf die man als erstes käme. Und doch ist es so. Das ist es, was die Käufer motiviert. Das und die Annahme, dass sich der Gewinn pro Aktie 2021 gegenüber 2020 verfünffachen soll, wenn die Analysten Recht behalten. Die Haken dabei werden gern ignoriert:

Diese Verfünffachung des Gewinns würde, so es dazu käme, einem Gewinn von drei Euro pro Aktie entsprechen, was aber dennoch nur die Hälfte dessen wäre, was der Flugzeugbauer im Jahr 2019 verdient hatte. Und es müsste eben auch erst einmal so kommen. Wie realistisch Schätzungen für 2021 sein können, ist nicht absehbar. Mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres ist Airbus noch nicht einmal auf einem sicheren Weg, die für 2020 im Schnitt erwarteten 60 Cent Gewinn pro Aktie zu erreichen. Dennoch: Gerade in kritischen Marktphasen neigen verunsicherte Anleger dazu, Optimismus auf Analystenseite dankbar anzunehmen und gerne noch eins draufzusetzen. Ist das auch bei Airbus so?

Expertenmeinung: Eher nicht, wie der Chart zeigt. Es gab zwar zwischen Mitte Mai und Anfang Juni eine immense Rallye, auch unterfüttert durch die Nachrichten hinsichtlich des Riesen-Kredits für die Lufthansa. Aber ob bei der Aktie der Kranich-Airline oder bei Airbus, diese kurze, euphorische „wir schaffen das“-Phase wich der grauen Realität, die klar macht: Ein großes Luftfahrtunternehmen finanziell so zu sichern, dass es nicht in die Pleite rutscht und eine nachhaltige Erholung zurück zu Profitabilität und alter Stärke sind zwei sehr verschiedene Paar Schuhe. Dementsprechend gehört Airbus trotz der vielen „Kaufen“-Empfehlungen der Analysten zu den Aktien, die spät anzogen, nie wirklich drehten und daher immer noch weit näher am Jahrestief als am Jahreshoch notieren. Und es könnte sogar zu einem Test der bisherigen Tiefs kommen.

Denn derzeit zeichnet sich nicht ab, dass ein Umfeld nahe wäre, in dem die Airlines wieder fleißig neue Flugzeuge ordern würden. Und das wird mehr und mehr Anlegern klar, wie es scheint. Dass der Versuch, sich aus der zweimonatigen Seitwärtsrange zwischen 60 und 72 Euro nach oben abzusetzen, an fehlenden Anschlusskäufen scheiterte und die Aktie bereits wieder in diese alte Handesspanne zurückgefallen ist, macht deutlich, dass man hier derzeit keine Goldgräberstimmung erwecken kann. Und sollten sich enttäuschende Konjunkturdaten und/oder schwache Auslastungsraten der Airlines fortsetzen, kann es allemal sein, dass die Bären Airbus wiederentdecken, die untere Begrenzung dieser Seitwärtsspanne bei 60 Euro fällt und es in Sachen Trendwende nach oben hieße: Zurück auf „Los“!

Chart vom 20.08.2020, Kurs 69,12 Euro, Kürzel AIR | Online Broker LYNX