Albemarle Aktie Prognose Albemarle: Lithium-Aktien erneut unter Beschuss – was ist passiert?

News: Aktuelle Analyse der Albemarle Aktie

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Albemarle
ISIN: US0126531013
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Albemarle Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Eigentlich sah die Erholung der Kurse von Lithium-Aktien, welche sich in den letzten Handelstagen gebildet hatte, recht gut aus. Doch im gestrigen Handel kam der Rückschlag. Nach Bekanntgabe einer Kapitalerhöhung in der Höhe von 1.75 Milliarden USD geriet der Kurs der Albemarle-Aktie ins Schleudern.

Der Konzern ist derzeit der weltweit größte Produzent von Lithium und belastet durch den an der Börse aktuell eingeleiteten Abverkauf die gesamte Branche. Die jüngst eingeleitete Trendwende ist somit vorerst vom Tisch.   



Expertenmeinung:
Der Sektor der Lithium-Aktien hat es momentan nicht einfach. Die Preise für Lithium sind im vergangenen Jahr um fast 70% gefallen und die Aussichten für die kommenden Jahre wurden vom Branchenprimus gesenkt.

Anleger warfen nun das Handtuch und somit dürfte die Reise nach Süden wohl vorerst weitergehen. Während sich die Wall Street fast auf Allzeithochs sonnt, sieht es in dieser Branche nach wie vor eher düster aus.

Aussicht: BÄRISCH

Albemarle Aktie: 05.03.2024, Kurs: 111.77 EUR, Kürzel: ALB | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Albemarle Aktie: 05.03.2024, Kurs: 111.77 EUR, Kürzel: ALB | Quelle: TWS
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Vorherige Analysen der Albemarle Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Neben Solaraktien gehörten in den letzten Monaten vor allem auch Lithium-Titel zu den großen Verlierern an der Wall Street. Von der einstigen Stärke ist nicht viel geblieben. Selbst die Aktie eines der weltweit größten Lithiumproduzenten konnte sich dem Trend nicht entziehen.

Die Albemarle-Aktie zeigte sich zwar Ende des vorigen Jahres noch einmal von ihrer positiven Seite, doch das neue Jahr verlief bislang alles andere als zufriedenstellend. Der Trend befindet sich aktuell in einer neutralen Phase mit einer überaus wichtigen Support-Ebene bei rund 110 USD. Diese wurde im gestrigen Handel getestet. Die Bullen scheinen diese Marke vorerst verteidigen zu wollen.  

Expertenmeinung: In den letzten beiden Monaten ist das Handelsvolumen in der Aktie deutlich gestiegen. Es scheint sich gerade um eine längerfristige Bodenbildung zu handeln, doch es fehlen noch die Impulse für einen klaren Trendwechsel nach oben.

Hierzu wäre zumindest die Rückeroberung der 50-Tage-Linie notwendig und in Folge die Bildung eines höheren Tiefs. Dies würde uns wesentlich mehr positive Informationen für eine mögliche Rallye liefern. Vorerst ist es noch um einen Deut zu früh für Euphorie. Die nächsten Quartalsergebnisse bei Albemarle werden für den 14. Februar erwartet.

Aussicht: NEUTRAL

Albemarle Aktie: 22.01.2024, Kurs: 423.36 USD, Kürzel: ALB | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Albemarle Aktie: 22.01.2024, Kurs: 423.36 USD, Kürzel: ALB | Quelle: TWS

Bei Albemarle ist es mal wieder zu einem Crash gekommen, der Schweinezyklus lässt grüßen. Ist die nächste Rallye nur eine Frage der Zeit?

Albemarle ist der weltweit größte Produzent von Lithium, stellt aber auch Flammschutzmittel, Katalysatoren und Chemikalien zur Oberflächenbehandlung her.

Durch die Übernahme von Rockwood im Jahr 2015 ist Albemarle zum weltgrößten Produzenten von Lithium und Lithiumverbindungen aufgestiegen. Schätzungen zufolge kontrolliert der Konzern mittlerweile rund ein Drittel des weltweiten Lithium-Geschäfts. Gleichzeitig ist man aber auch gut diversifiziert.

History doesn’t repeat itself, but it often rhymes

Wer lange genug an der Börse ist, der stößt immer wieder auf ähnliche Situationen. Wer weiß, wie eine Geschichte in den letzten 8 von 10 Fällen ausgegangen ist, hat einen gigantischen Vorteil.
Im Englischen sagt man: „History doesn’t repeat itself, but it often rhymes.”

An der Börse ändert sich meistens nur der Name. Bei Albemarle ist das, was gerade passiert aber schonmal passiert.

Wir schreiben das Jahr 2017 und der Hype um Lithium erreichte sein vorläufiges Hoch. Albemarle ging damals durch die Decke und die P/E schoss auf über 30. Für ein zyklisches Rohstoffunternehmen, das damals dabei war, ein Rekordergebnis einzufahren, war das deutlich zu hoch.

Es folgten unweigerlich einige schwächere Jahre und der Kurs brach von über 140 auf 50 USD ein, obwohl der Gewinn nur um ein Viertel sank.
Dadurch brach die P/E von über 30 auf unter 10 ein.

Daraus können wir einige wichtige Lehren ziehen:
Die Bewertung in zyklischen Branchen erreicht dann einen Höhepunkt, wenn es gerade gut läuft und einen Tiefpunkt, wenn es gerade schlecht läuft.
Das hört sich logisch an, doch das Gegenteil wäre rational.

Die nächste Sau

Dadurch bewegen sich die Kurse von Aktien exorbitant stärker als die zugrundeliegenden Fundamentaldaten. Das gilt für alle Branchen, in zyklischen Sektoren sind die Kursbewegungen jedoch besonders ausgeprägt.

Wo waren wir noch gleich bei unserer Geschichte? Nachdem die Aktie 2017 ein Hoch bei über 140 USD erreicht hatte, stürze sie anschließend ab.

Daher schrieb ich im März 2019 die folgenden Worte (Die Einleitung ist online noch abrufbar), Zitat:

„Jeden Tag wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Sektoren gehen durch die Decke und stürzen dann ab. Es drohen herbe Verluste.
Verhält man sich aber antizyklisch, kann man das zu seinem Vorteil nutzen. Der nächste Hype für den Lithium-Weltmarktführer Albemarle wird kommen.“

Damals notierte die Aktie bei knapp über 80 USD, ein Jahr später hatte sich der Kurs verdoppelt und noch einige Monate später hatte er sich vervierfacht.

Wo im Schweinezyklus befinden wir uns?

Doch darum geht es nicht. Es geht darum, die entsprechenden Lehren daraus zu ziehen. Denn aktuell geschieht wieder dasselbe.
Verkürzt lässt es sich wie folgt darstellen:

Schritt 1: Der Lithiumpreis steigt und somit auch die Gewinne von Albemarle. Die Aktie reagiert mit einer überproportionalen Rallye, wodurch die Bewertung steigt.

Schritt 2: Dann sinkt der Lithiumpreis und somit auch der Gewinn von Albemarle, was wiederum zu einem überproportionalen Abverkauf der Aktie führt.
Und dann wieder zurück zu Schritt 1.

Wenn man das weiß, muss man nur noch dazu in der Lage sein, herauszufinden, an welchem Punkt des Zyklus’ wir uns gerade befinden.
Im Fall von Albemarle sind wir heute an einem ähnlichen Punkt wie im März 2019:

„Der nächste Hype für den Lithium-Weltmarktführer Albemarle wird kommen.“

Und wir haben bereits heute eine grobe Ahnung davon, wie und warum es dazu kommen wird.
Der Grund dafür ist der allseits bekannte Schweinezyklus.

Nochmal runter, bevor es richtig hoch geht?

Sind die Lithiumpreise niedrig, wird zu wenig in den Ausbau von Förderkapazitäten investiert und gleichzeitig steigt die Nachfrage stetig (Projection of lithium demand worldwide from 2020 to 2035).

Dadurch könnte es bereits ab 2025 wieder zu einem Nachfrageüberhang kommen. Dazu passen die derzeitigen Schätzungen für den Unternehmensgewinn von Albemarle.

Im Geschäftsjahr 2024 soll das Ergebnis um 44 % auf 12,25 USD je Aktie sinken, im Folgejahr jedoch wieder um 30 % auf etwa 16 USD je Aktie steigen.

Albemarle hat das finale Tief womöglich noch nicht erreicht, doch bereits heute ist das Chance-Risiko-Verhältnis gut.
Sollten die Prognosen richtig sein, liegt die forward P/E (2024) bei 11,8. Um ein ähnliches Niveau wie beim letzten Crash zu erreichen, müsste die Aktie nochmal um knapp 20 % fallen, also in etwa auf 116 USD.

Albemarle Aktie: Chart vom 02.01.2024, Kurs: 144 - Kürzel: ALB | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Albemarle Aktie: Chart vom 02.01.2024, Kurs: 144 – Kürzel: ALB | Quelle: TWS

Jetzt wird es aber richtig spannend: Sollten die Prognosen richtig sein, ergibt sich auf Sicht von 20-24 Monaten ein Kursziel von 240 USD.

Aus technischer Sicht hat die Aktie mit dem Anstieg über 142 USD bereits erste positive Signale geliefert.
Solange Albemarle nicht unter diese Unterstützung zurückfällt, sind erneute Kursgewinne in Richtung 155 USD denkbar. Darüber wäre der Weg bis 172 und 183 USD frei.

Fällt die Aktie jedoch per Wochenschluss unter 142 USD, müssen Kursverluste bis 130 und 107 – 112 USD eingeplant werden.