Crowdstrike Holdings Aktie Prognose Supergau bei CrowdStrike: Weltweite IT-Ausfälle– Aktie im freien Fall

News: Aktuelle Analyse der Crowdstrike Holdings Aktie

von |
In diesem Artikel

Crowdstrike Holdings
ISIN: US22788C1053
|
Ticker: CRWD --- %

---
USD
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur Crowdstrike Holdings Aktie
Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Ein verheerendes Update von CrowdStrike hat weltweit IT-Systeme lahmgelegt und einen dramatischen Absturz der Aktie ausgelöst.

Bluescreen-Albtraum

Das Wort Supergau wird allzu oft verwendet, doch in diesem Fall kann man es nicht anders beschreiben.

Ein Update des Cybersecurity-Anbieters CrowdStrike hat zu einem gravierenden IT-Ausfall geführt, der weltweit Banken, Flughäfen und andere Unternehmen lahmlegte. Ursache war ein fehlerhaftes Update der Cybersicherheitsplattform CrowdStrike Falcon.

Das Update löste auf Windows-Systemen einen Bluescreen-Fehler aus. Betroffene Geräte konnten nicht mehr neu gestartet werden und steckten in einer Boot-Schleife fest.

Die Folgen waren immens. Zahlreiche Unternehmen und Organisationen waren handlungsunfähig. Finanztransaktionen konnten nicht mehr durchgeführt werden, Fernsehsender konnten nicht mehr live übertragen, Flüge wurden abgesagt und Notrufsysteme fielen teilweise aus.

Crowdstrike hat schnell Abhilfe geschaffen

CrowdStrike konnte das Problem nach einigen Stunden identifizieren und einen Workaround veröffentlichen. Betroffene Nutzer mussten ihre Geräte im abgesicherten Modus starten, die fehlerhafte Datei löschen und dann neu starten.

Der Schaden wird dennoch auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.

CrowdStrike hat bereits eingeräumt, dass in der Qualitätssicherung des Updates Fehler gemacht wurden. Das Unternehmen hat angekündigt, die Qualitätssicherungsprozesse zu verbessern und weitere Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren.

Für CrowdStrike ist der Vorfall ein Ereignis mit weitreichenden Folgen. Er hat gezeigt, wie fragil die moderne IT-Infrastruktur ist und wie wichtig es ist, Cybersicherheitssysteme sorgfältig zu entwickeln, zu testen und zu betreiben. Unternehmen müssen sich auf solche Ausfälle vorbereiten und Notfallpläne haben, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Wie teuer könnte es für CrowdStrike werden?

Es ist fraglich, ob und in welchem Umfang die betroffenen Kunden Schadensersatzansprüche gegen CrowdStrike geltend machen werden.

Es gibt zwar etliche Beispiele dafür, dass Updates von Cybersecurity-Anwendungen zu massiven Problemen geführt haben, ich konnte jedoch keine vergleichbaren Fälle finden, in denen nennenswerte Schadensersatzansprüche geltend gemacht wurden.

Zu Schadensersatzforderungen kam bisher nur, wenn ein dauerhafter Schaden entstanden ist, beispielsweise der Verlust von Daten.

Bei CrowdStrike könnte es aber dennoch der Fall sein. Es wäre durchaus denkbar und vielleicht sogar die beste Strategie, dass das Unternehmen seinen Kunden Entschädigungen anbietet.

Aktuell hat CrowdStrike 3,7 Mrd. USD an Barmitteln. Man könnte sich demnach auch Entschädigungen in Milliardenhöhe leisten, dadurch würden keine grundlegenden Probleme entstehen.
Man müsste sich weder überbordend verschulden noch eine gigantische Kapitalerhöhung durchführen.

Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass CrowdStrike dagegen (teilweise) versichert ist.

Dauerhafter Schaden?

Die möglichen Kosten wurden durch den Kurssturz der CrowdStrike-Aktie längst kompensiert. Womöglich ist der Kurssturz sogar übertrieben, denn über Nacht wurden etwa 8,5 Mrd. USD Börsenwert vernichtet.

Damit wird auch einem möglichen Reputationsverlust Rechnung getragen. Wie schwer der allerdings wiegt, ist unmöglich abzuschätzen.
Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sich der Schaden in Grenzen hält.

Es gibt wohl keinen Cybersecurity-Anbieter, bei dem nicht schon mehrfach Sicherheitslücken entdeckt wurden oder dessen Software nicht schon mehrfach Probleme verursacht hätte.

Bei Palo Alto wurden beispielsweise schon mehrfach Sicherheitslücken entlarvt, trotzdem gehört das Unternehmen zu den Branchenführern und notiert heute am Allzeithoch.

Das könnten die Gründe dafür sein, dass sich die Aktie vorbörslich wieder erholt hat. Zwischenzeitlich lag das Minus bei über 18%, aktuell liegt der Kurs 11,5% im Minus bei 303,94 USD. Auf den zweiten Blick ist der Vorfall nicht so schlimm wie im ersten Moment gedacht.

Crowdstrike Aktie: Chart vom 19.07.2024, Kurs: 301 - Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: Chart vom 19.07.2024, Kurs: 301 – Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Aus technischer Sicht ist der Schaden erheblich, egal ob die Aktie heute bei 290 oder 310 USD eröffnen wird.

Wird jetzt die Unterstützungszone bei 280 – 290 USD durchbrochen, könnte sich der Abverkauf in Richtung 238 – 250 USD fortsetzen.

Aus Sicht der Bullen sollte die Aktie also möglichst nicht unter diese Unterstützungszone fallen und es muss unbedingt eine Stabilisierung über 300 USD gelingen.
Dann könnte der Spuk schon wieder vorbei sein, das bedeutet aber nicht, dass es mit den Kursen direkt wieder aufwärtsgehen wird.

Die meisten Anleger, die nicht unmittelbar die Reißleine ziehen, werden vorerst abwarten, bis klar ist, wie hoch die Kosten der Panne sind und wie Crowdstrike darauf reagieren wird.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Handeln wie die Profis? Mein Broker ist LYNX.

Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?(erforderlich)
Wenig hilfreichSehr hilfreich
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
T-Hoch
T-Tief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen

Loading ...
Alle Börsenblick-Artikel

Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der Crowdstrike Holdings Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im Zuge der letzten Quartalsergebnisse hat der Spezialist für Cybersicherheit seine Aussichten deutlich angehoben. So erwartet das Unternehmen im laufenden Quartal einen Gewinnschub auf 0,98 bis 0,99 USD je Aktie. Analysten waren bislang lediglich von 0,90 USD je Aktie ausgegangen. Dies hat die Crowdstrike-Aktie erneut auf frische Allzeithochs katapultiert. Damit geht der Bull-Run vorerst weiter und die Kurse scheinen nach wie vor weiter nach oben steigen zu wollen. Die kurze Korrektur zum Ende der vorigen Woche wurde von den Bullen bereitwillig für neue Einstiege genutzt. Im gestrigen Handel ging es schon wieder deutlicher nach oben.

Expertenmeinung: Die Aktie scheint sich weiterhin unaufhaltsam ihren Weg in Richtung Norden zu bahnen. Aus kurzfristiger Sicht wäre es nun notwendig, die letzten kleineren Supports, welche bei 367,10 und 370,70 USD gebildet wurden, zu halten. Solange die Bullen die Crowdstrike Aktie über diesem Bereich halten können, bleibe ich bei positiven Aussichten. Ein Kursziel von bis zu 440 USD könnte sich bis zu den nächsten Quartalsergebnissen durchaus erreichen lassen. Somit gibt es noch einiges an Potenzial, welches die Aktie in den kommenden Wochen ausschöpfen könnte.

Aussicht: BULLISCH

Crowdstrike Aktie: Chart vom 25.06.2024, Kurs: 387.97 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: Chart vom 25.06.2024, Kurs: 387.97 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach einem heftigen Absturz zum Ende der vorigen Woche machten sich zahlreiche Anleger Sorgen, dass die rasante Aufwärtsbewegung der Aktie des Cybersecurity-Unternehmens ein mögliches Ende finden könnte. Doch dann kamen wieder einmal überzeugende Quartalsergebnisse, welche die Crowdstrike-Aktie nach oben schnellen ließen.

Im gestrigen Handel schloss der Titel mit einem Plus von fast +12%. Was für ein Comeback. Die langfristige Aufwärtsbewegung war trotz des jüngsten Einbruchs nie gefährdet. Der Trend bleibt auf der bullischen Ebene.



Expertenmeinung:
Die Zahlen für das letzte Quartal konnten überzeugen. Sowohl die Gewinn- als auch die Umsatzerwartungen der Analysten konnten übertroffen werden. Das Umsatzwachstum kann sich mit +33% sehen lassen und bestätigt wieder einmal, dass wir es hier mit einem klaren Wachstumskonzern zu tun haben.

Für das laufende Quartal hat das Unternehmen seine Prognosen leicht nach oben angehoben. Alles in allem eine überzeugende Darstellung auf fundamentaler Ebene. Nun müssen nur noch die jüngsten Hochs gebrochen werden. Dann dürfte die Reise nach Norden wohl weitergehen.

Aussicht: BULLISCH

 Crowdstrike Aktie: 05.06.2024, Kurs: 340.59, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: 05.06.2024, Kurs: 340.59, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Quelle:
Earningswhispers.com – https://www.earningswhispers.com/epsdetails/CRWD

Die Quartalszahlen und der Ausblick von Crowdstrike sind richtig stark. Die Aktie explodiert. Ob die Rallye weitergehen wird und warum uns die Kursreaktion mehr über den Markt als über Crowdstrike sagt, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Crowdstrike Aktie: Chart vom 05.03.2024, Kurs: 368,90 - Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: Chart vom 05.03.2024, Kurs: 368,90 – Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Aktuell notiert die Aktie 24% im Plus bei 368,90 USD und hat damit das vor wenigen Wochen erreichte Allzeithoch nochmal deutlich übertroffen.
Die Bullen feiern eine wilde Party, aber sie haben auch allen Grund dazu.

Aus charttechnischer Sicht bewegen wir uns auf unbekanntem Terrain. Die extrapolierten Kursziele über dem bisherigen Allzeithoch liegen bei 375 – 385 und 400 USD.
Darüber wäre der Weg bis 425 – 435 USD frei.

Antizyklische Käufer dürften spätestens bei 335 USD auf den Plan treten. Wird ein Gap geschlossen, wird das gerne zum Einstieg genutzt.

Der helle Wahnsinn

Rückblickend fragt man sich, warum die Aktie 2022 derartig unter die Räder gekommen ist, denn das Geschäft lief auch damals gut.
Der Umsatz und der freie Cashflow legte im Jahresverlauf um 50% zu, die Aktie wurde trotzdem abverkauft.

Wir hatten damals immer wieder auf die Aktie hingewiesen, erstmals im November 2022, oder auch hier:
Crowdstrike brilliert. Startschuss zur Rallye

Crowdstrike ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass sich die Kursentwicklung kurzfristig komplett von den Geschäftszahlen abkoppeln kann. Am Ende folgen die Kurse aber immer den Zahlen, ohne Ausnahme.

Obendrein zeigt es exemplarisch, wie irrational die Börse ist. In Krisenzeiten werden starke Ergebnisse einfach ignoriert, in Bullenmärkten lösen sie enorme Kurssprünge aus.

Nehmen wir beispielsweise die gestrigen Quartalszahlen. Der Gewinn lag in Q4 mit 0,30 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,20 USD. Der Umsatz übertraf mit 431 Mio. die Analystenschätzungen von 410 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 63% und mehr als einer Verdopplung des Gewinns.
Darüber hinaus hat man eine Prognose vorgelegt, die die bisherigen Konsensschätzungen deutlich übertrifft.

Muss man gesehen haben

Für das kommende Geschäftsjahr stellt man einen Umsatz von 2,13 – 2,16 Mrd. USD und einen Gewinn von 1,03 – 1,13 USD je Aktie in Aussicht. Bisher war man von 2,0 Mrd. USD und einem Ergebnis in Höhe von 0,92 USD je Aktie ausgegangen.

Kein Wunder, dass die Aktie durch die Decke geht, nicht wahr? Das Problem daran ist, dass das nicht die gestrigen Zahlen waren, sondern die, die man im März 2022, also vor zwei Jahren, vorgelegt hat.

Damals legte die Aktie aber nicht zu, sondern stürzte in den Wochen danach ab.

Die Schlussfolgerung daraus ist äußerst simpel. Wenn man während Crashs die Perlen einsammelt, die abverkauft werden, obwohl das Geschäft blendend läuft, wird am Ende dafür belohnt.

Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Tief exakt erwischt und bei 133 USD (Link) oder 151 USD (Link) einsteigt.
Worum es wirklich geht, ist Top-Unternehmen zu einem vernünftigen Preis einzusammeln. Der Rest erledigt sich von selbst.

Ende der Fahnenstange?

Die aktuellen Quartalszahlen möchte ich Ihnen trotzdem nicht vorenthalten. Der Gewinn lag in Q4 mit 0,95 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,82 USD. Der Umsatz übertraf mit 845 Mio. die Analystenschätzungen von 838 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 33% und einer Verdopplung des Gewinns.

Für das erste Quartal stellt man einen Gewinn von 0,89 – 0,90 USD je Aktie in Aussicht, bisher wurden 0,80 USD je Aktie erwartet.

Der Gewinn im angebrochenen Geschäftsjahr soll von 3,09 auf 3,77 – 3,97 USD je Aktie steigen, die bisherigen Konsensschätzungen lagen bei 3,65 USD je Aktie.
Darüber hinaus stellt man einen Umsatz von 3,92 – 3,99 Mrd. USD in Aussicht, weitaus mehr als die bisherigen Schätzungen in Höhe von 3,90 Mrd. USD.

Der freie Cashflow soll um 34% auf 1,26 Mrd. USD steigen, was in etwa 5,15 USD je Aktie entspricht.

Bei einem Kurs von 368,90 USD kommt Crowdstrike auf einen forward P/FCF von 72. Es ist äußerst fraglich, ob man die Aktie in Anbetracht dieser Bewertung noch kaufen sollte.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die Aktie in den kommenden Monaten nicht trotzdem gut entwickeln kann. Solange weiterhin Wachstumsraten von über 30% erzielt werden, kann die Aktie problemlos in die Bewertung hineinwachsen.

Nehmen wir beispielsweise an, der Kurs von Crowdstrike würde in den kommenden Jahren durchschnittlich um 15% p.a. zulegen, der FCF aber wie erwartet um 32-38% pro Jahr steigen.
In diesem Szenario hätte man eine sehr ordentliche Rendite eingefahren und die Bewertung wäre deutlich gesunken.

Damit verdient man Milliarden

Am Geschäftsmodell hat sich wenig geändert. Crowdstrike ist noch immer einer der führenden Anbieter von Cybersecurity für Endgeräte.

Mit Falcon Endpoint Protection stellt das Unternehmen eine cloud-native, intelligente Sicherheitslösung bereit, die Workloads in lokalen, virtualisierten und cloud-basierten Umgebungen schützt, die auf einer Vielzahl von Endpunkten wie Laptops, Desktops, Servern und virtuellen Maschinen und IoT Geräten laufen.
Es geht also um den Schutz von Endgeräten wie Laptop, PCs, Server.

Dass das ein Wachstumsmarkt ist, muss man kaum erwähnen. Obendrein ist das Geschäft aber auch gut skalierbar, nicht kapitalintensiv und die Kunden halten Crowdstrike in der Regel für eine lange Zeit die Stange.

Man ändert die eigenen Cybersecurity-Vorkehrungen nicht ständig und wechselt nur selten seine Cybersecurity-Anbieter.

Das führt bei Crowdstrike zu planbaren und wiederkehrenden Umsätzen, wie wir es von vielen Abo-Geschäftsmodellen kennen.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Viele Anleger dachten bereits zu Jahresbeginn, dass das Cybersecurityunternehmen nach einem Anstieg von rund +150% im Jahr 2023 schon zu teuer war. Doch bekanntlich werden günstig erscheinende Aktien immer günstiger und teure Papiere laufen weiter in Richtung Norden.

Das ist die Natur der Börse und auch 2024 war bislang für die Crowdstrike-Aktie ein besonders guter Nährboden. Die Kurse konnten seit Jahresbeginn konstant weiter zulegen und befinden sich nun in der dritten großen Übertreibungsphase eines starken Aufwärtstrends, welcher hier bereits im September des vorigen Jahres begann.  

Expertenmeinung: Hier haben weiterhin die Bullen das Zepter fest in der Hand und ich halte die Aktie noch immer für hochinteressant. Dennoch glaube ich, dass der aktuelle Zeitpunkt eher weniger zum Einstieg einlädt, denn gerade in Übertreibungsphasen, wenn die Euphorie des Marktes in die Höhe schnellt, ist die nächste Korrektur nicht weit.

Gerade nach einer Vielzahl von Übertreibungsphasen kann es mitunter zu einer größeren Korrektur kommen, welche in Folge meist bessere Kaufgelegenheiten liefert. Daher gebe ich dem Titel vorerst nur neutrale Aussichten mit auf den Weg.   

Aussicht: NEUTRAL

Crowdstrike Aktie: 09.02.2024, Kurs: 329.34 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: 09.02.2024, Kurs: 329.34 USD, Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Die Rallye ist in vollem Gange. Ist bei Crowdstrike noch Potenzial vorhanden? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Kursziele und Kaufmarken.

The Trend is your Friend

„The Trend is your Friend“. So lautet eine der bekanntesten Börsenweisheiten und sie bewahrheitet sich immer wieder.
Und je mehr Anleger an diesen Spruch glauben, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie damit richtig liegen. Es handelt sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy).

Der Trend wird geritten, auch wenn es längst keinen Sinn mehr ergibt. Daher kommt es auch ständig zu Übertreibungen.
Wie sollte man sonst erklären, dass Crowdstrike kürzlich noch für 93 USD zu haben war und heute 248 USD kostet?

Rückblickend dürfte klar sein, dass es sich um eine Übertreibung zur Unterseite gehandelt hat.
Das lässt sich zum Glück nicht nur rückblickend erkennen, sondern auch im Moment des Geschehens. Im Jahresverlauf hatte ich dreimal auf die aussichtsreiche Lage bei Crowdstrike hingewiesen (zuletzt hier: Crowdstrike auf dem Vormarsch. Prognose nochmal hoch) und wäre nicht schon zu viel Zeit vergangen, würden Sie auch noch eine Analyse aus dem November des vergangenen Jahres finden.

Je nachdem, nach welcher Analyse man eingestiegen ist, kann man sich jetzt über Kursgewinne zwischen 54 % und mehr als 100 % freuen.
Daher dürfte sich für viele Leser von LYNX die Frage stellen, ob die laufende Rallye über das Ziel hinausgeschossen ist. Diese Frage wollen wir heute klären.

Das wird immer wichtiger

Am Geschäftsmodell hat sich wenig geändert. Crowdstrike ist noch immer einer der führenden Anbieter von Cybersecurity für Endgeräte.

Mit Falcon Endpoint Protection stellt das Unternehmen eine cloud-native, intelligente Sicherheitslösung bereit, die Workloads in lokalen, virtualisierten und cloud-basierten Umgebungen schützt, die auf einer Vielzahl von Endpunkten wie Laptops, Desktops, Servern und virtuellen Maschinen und IoT-Geräten laufen.
Es geht also um den Schutz von Endgeräten wie Laptops, PCs, Server.

Dass das ein Wachstumsmarkt ist, muss man kaum erwähnen. Obendrein ist das Geschäft aber auch gut skalierbar, nicht kapitalintensiv und die Kunden halten Crowdstrike in der Regel für eine lange Zeit die Stange.

Man ändert die eigenen Cybersecurity-Vorkehrungen nicht ständig und wechselt nur selten seine Cybersecurity-Anbieter.

Das führt bei Crowdstrike zu planbaren und wiederkehrenden Umsätzen, wie wir es von vielen Abo-Geschäftsmodellen kennen.

Crowdstrike dominiert

Crowdstrike ist vor allem im Bereich Endpoint-Security aktiv und in diesem Bereich führend. Darüber hinaus schnappt man sich stetig Marktanteile.

Dadurch hat man mehr Kapital, die man in die Forschung und Entwicklung stecken kann. Mit der Zeit wird der technologische Vorsprung dadurch immer größer.

Perspektivisch dürfte der Markt von wenigen Akteuren beherrscht werden, viele kleine Wettbewerber werden in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Je nach Segment, sind die wahrscheinlichsten Sieger in diesem Wettkampf Unternehmen wie Crowdstrike, Sentinelone, Microsoft und McAfee.
Zu SentinelOne finden Sie ebenfalls eine aktuelle Analyse auf LYNXbroker.de:
SentinelOne: KI-Cybersecurity findet reißenden Absatz

Prognose nochmal erhöht. Trotzdem überbewertet?

Seit der letzten Analyse zu Crowdstrike hat das Unternehmen nochmal Quartalszahlen geliefert und die kamen nicht nur gut an, sie waren auch gut.

Der Gewinn lag in Q3 mit 0,82 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,74 USD. Der Umsatz übertraf mit 786 Mio. die Analystenschätzungen von 776 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 35 % und einer Verdopplung des Gewinns.
Der freie Cashflow kletterte von 174 auf 239 Mio. USD.

Wie gewohnt hat man die Prognose erhöht, beim Umsatz von 3,03 – 3,04 auf 3,05 Mrd. USD und beim Gewinn von 2,80 – 2,84 auf 2,95 – 2,96 USD je Aktie.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde ein Umsatz von 2,21 Mrd. USD erzielt, nach 1,60 Mrd. USD im Vorjahr.
Das Ergebnis hat sich von 1,07 auf 2,13 USD je Aktie nahezu verdoppelt.

Die wiederkehrenden Umsätze (ARR, Annual Recurring Revenue) konnten um 35 % auf 3,15 Mrd. USD gesteigert werden.
Um es zusammenzufassen: Rekorde auf allen Ebenen.

Dafür muss man inzwischen aber auch einen horrenden Preis auf den Tisch legen. Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Anstieg des freien Cashflows um 32 % auf 3,82 USD je Aktie gerechnet. In den kommenden beiden Jahren werden jeweils FCF-Steigerungen um 29-34 % erwartet.

Das bedeutet, dass Crowdstrike auf einen forward P/FCF von 65 kommt. Das ist grenzwertig viel, auch für ein Unternehmen mit der Qualität von Crowdstrike.

Selbst wenn die hochgesteckten Erwartungen erfüllt werden und die Aktie auf der Stelle tritt, läge der P/FCF in zwei Jahren noch bei 37,4. Für Investoren ist es sicherlich nicht der optimale Zeitpunkt, um einzusteigen.

Crowdstrike Aktie: Chart vom 13.12.2023, Kurs: 248,55 USD - Kürzel: CRWD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Crowdstrike Aktie: Chart vom 13.12.2023, Kurs: 248,55 USD – Kürzel: CRWD | Quelle: TWS

Das bedeutet aber nicht, dass die Aktie nicht vorerst weiter steigt. „The Trend is your Friend“ – kurzfristig ist eine Trendfortsetzung immer wahrscheinlicher als eine Umkehr.

Aus technischer Sicht steht die nächste Richtungsentscheidung unmittelbar bevor. Gelingt ein Ausbruch über 250 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit einem möglichen Kursziel bei 270 USD.
Darüber wäre der Weg in Richtung 285 oder 295 USD frei.

Scheitert der Ausbruch jedoch, könnte das einen Rücksetzer in Richtung 238-240 USD einleiten. Darunter droht eine größere Korrektur.