Infineon Aktie Prognose Infineon: Starke Zahlen, rosiger Ausblick … und gewisse Risiken

News: Aktuelle Analyse der Infineon Aktie

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Infineon
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Die Ergebnisse zum letzten Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 sowie der Ausblick hoben die Infineon-Aktie am Montag an die Spitze der DAX-Gewinnerliste. Ist noch Luft nach oben? Ja, vorausgesetzt, genug Trader glauben, dass der Chiphersteller der Rezession trotzt.

Das bei Infineon immer am 30. September endende Geschäftsjahr lief hervorragend. Während manch anderer Halbleiter-Hersteller zu kämpfen hatte und Anlegerhoffnungen enttäuschte, steigerte Infineon den Umsatz um 29 Prozent, die Gewinnmarge von 18,7 auf 23,8 Prozent und den Gewinn folglich überproportional um 63 Prozent.

Wenn man dann sieht, dass die Aktie zu Jahresbeginn noch bei gut 40 Euro notierte und jetzt mit der kräftigen Reaktion auf die Bilanz gerade erst die 30 Euro-Marke zurückerobert hat, könnte man unterstellen, dass man auf diesen Zug noch problemlos aufspringen kann. Auch, wenn es sich bei den Hochs vom vergangenen Herbst um Rekordkurse handelt, wenn man mal die Phase vor dem sogenannten „Dot.Com-Crash“ des Jahres 20000 ausnimmt. Immerhin hat Infineon damit im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Rekordgewinn eingefahren. Und wenn sich der Ausblick bestätigt, der mit der Bilanz mitgeliefert wurde, würde dieser Gewinn im jetzt begonnenen Geschäftsjahr 2022/2023 weiter steigen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Infineon Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Grundsätzlich ist der Gedanke, dass da noch Luft nach oben wäre, richtig. Zumal die Aktie derzeit mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 17 auf Basis des 2022/2023er-Ausblicks relativ günstig bewertet wäre. Allerdings sollte man, wollte man hier Long bleiben, sprich die kurzfristig aufgelaufenen, kräftigen Gewinne nicht mitnehmen, zukaufen oder sogar noch neu einsteigen, immer im Hinterkopf haben: Prognosen haben sich oft als ziemlich unzuverlässige Ratgeber erwiesen.

Und immerhin ist die Inflation entgegen der Hoffnung vieler nicht besiegt, eine Rezession nicht vom Tisch und damit das Umfeld für Chip-Aktien eigentlich alles, nur nicht ideal. Sie gehören zu denen, die in Rezessionen normalerweise dramatischen Margen-Druck erleben und deren Aktien dann wie ein defekter Fahrstuhl fallen. Infineon machte da früher keine Ausnahme. Will man also Long bleiben oder gehen, muss man darauf setzen, dass es diesmal anders kommt. Wobei man sich eher schwertun würde, dafür Argumente zu finden, daher:

Rein aus chart- und markttechnischer Sicht hätte die Aktie durchaus noch Luft nach oben. Mit dem gestrigen Anstieg wurde ein Doppeltief vollendet, dessen rechnerisches Kurspotenzial in die Region 37/38 Euro reichen würde. Und zumindest auf Wochenbasis, das zeigt unser Chart, wäre Infineon noch nicht überkauft, so dass es denkbar wäre, dass der Kurs die jetzt kurz vor der Überwindung stehende Widerstandszone 29,70/31,60 Euro bezwingt und erst einmal an die nächste Hürde bei 33,26 Euro weiter läuft. Aber wie gesagt: Dazu müssten genug Trader an diese rosige Zukunft in einem keineswegs rosigen Umfeld glauben. Sollte die Aktie unter 29,70 Euro schließen und damit die aktuelle Widerstandszone nach unten verlassen, wäre unbedingt zu überlegen, die Beine in die Hand zu nehmen!

Infineon-Aktie: Chart vom 14.11.2022, Kurs 31,50 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Infineon Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Wochen waren gerade für Technologieaktien kein Honigschlecken. An den Börsen ging es steil nach unten und zahlreiche Werte kamen im Rahmen der dritten Abverkaufs-Welle erneut unter die Räder. Auch die Infineon-Aktie konnte sich dem bärischen Treiben nicht entziehen und verlor wichtiges Terrain.

Im Rahmen des Abverkaufs gab es jedoch auch positive Signale. So beispielsweise das zuletzt gebildete Tief, welches deutlich höher lag, als das Pivot-Tief von Anfang Juli. In der gleichen Zeit bildete der DAX ein tieferes Tief. Dies ist ein Zeichen von Relativer Stärke, wenngleich dies nur ein schwacher Trost für Anleger ist. Dennoch ein positives Signal, welches nicht zu unterschätzen ist, denn Großanleger scheinen sich auf aktuellem Niveau nicht mehr im Übermaß von ihren Positionen trennen zu wollen und das ist gut so. Allein die letzten beiden Handelstage habe gezeigt, dass mit Infineon jederzeit zu rechnen ist.

Expertenmeinung: Im gestrigen Handel wurde der Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal bestätigt. Das technische Kaufsignal wird aber bereits heute auf den ersten wichtigen Widerstand treffen. Dieser befindet sich bei 26.14 EUR.

Danach wäre der Weg in Richtung der letzten Zwischenhochs möglich. Hierbei blicken wir auf den Bereich zwischen 29.50 und 30.00 EUR. Vorerst ist das Pflänzchen einer möglichen Erholung noch schwach und verletzlich aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan. Das Tief der vorigen Woche jetzt aber nicht mehr gebrochen werden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 05.10.2022 Kurs: 25.485 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Erstmals in diesem Jahr konnten Technologieaktien nachhaltig steigen. Vor allem Chiphersteller profitierten dieser Tage enorm von der positiven Stimmung, denn es war gerade diese Branche, welche im letzten Halbjahr ordentlich unter die Räder kam.

Auch die Infineon-Aktie musste 2022 ordentlich Federn lassen, profitierte zuletzt aber ebenfalls vom bullischen Tenor. Die Kurse konnten sich wieder positiv in Szene setzen und zwei schöne Impulswellen starten. Angekommen am Pivot-Hoch von Ende Mai haben sich einige Anleger entschlossen, ihre Schäfchen vorerst ins Trockene zu bringen. Die Kurse befinden sich seit Anfang der Woche wieder im Rückwärtsgang.  

Expertenmeinung: Wichtig war in den letzten Wochen vor allem die Rückeroberung des Bereichs bei 25 EUR. Hier hat sich von März bis Mai ein solider Support gebildet, welcher im Juni nach unten gebrochen wurde. Die Bären hatten hierdurch leichtes Spiel. Da diese Barriere wieder zurückerobert wurde, ist das Halten dieser umso wichtiger.

Gleichzeitig sehen wir, dass sich hier auch die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 befinden. Wenn die Bullen also die Aufwärtsbewegung weiter aufrecht erhalten wollen, dann sollte Infineon exakt hier wieder beginnen, Stärke zu zeigen. Gleichzeitig könnte ein Wendepunkt auf diesem Niveau eine neue Kaufgelegenheit darstellen. Nun wird sich zeigen, wie stark diese Rallye wirklich ist.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 09.08.2022 Kurs: 26.13 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX
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Bis Ende 2021 lief die Infineon-Aktie auf sagenhafte Levels, weil der Chipmangel den Eindruck erweckte, die Chiphersteller könnten ihre Gewinne nahezu unbegrenzt steigern. Dann folgte der große Einbruch. Doch jetzt greift die Aktie erneut nach den Sternen: Geht das gut?

Am Mittwoch kamen Quartalsergebnisse von Infineon – und fielen überzeugend aus. Der Umsatz stieg um knapp zehn Prozent, der Gewinn operativ knapp elf, nach Steuern um zehn Prozent. Was bedeutet, dass die gestiegenen Kosten durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden können. Allerdings: Die Ende letzten Jahres erwartete Umsatzexplosion ist das ja nicht gerade. Wie auch, immerhin arbeiten fast alle Chiphersteller längst unter Volllast. Und neue Produktionsanlagen kann man nicht in wenigen Monaten aus dem Boden stampfen.

Dementsprechend klein fiel die Anhebung der Umsatzprognose für das am 30.9. endende Gesamt-Geschäftsjahr aus: Infineon rechnet jetzt mit 14,0 statt wie zuvor 13,5 Milliarden Euro Umsatz, wobei ein Drittel der Anhebung aus Währungsvorteilen durch den gestiegenen US-Dollar resultiert. Dass die Anleger diese Zahlen insgesamt trotzdem positiv sahen, ist zwar verständlich, nicht zuletzt durch die wiedererweckte Goldgräberstimmung des Gesamtmarkts, die besonders emotional ausfällt, weil sie gegen die Rahmenbedingungen läuft. Aber wie weit kann das die Aktie noch tragen?

Expertenmeinung: Diese Frage stellt sich vor allem deshalb, weil man im Vorfeld ja durchaus nicht den Kopf eingezogen und Schlimmes seitens der Bilanz befürchtet hatte. Sie sehen im Chart, dass die Infineon-Aktie schon seit vier Wochen kräftig zulegt, dabei eine kleine, umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet und eine massive Widerstandszone bezwungen hat. All das passierte vor der Bilanzvorlage – und schon da war der Kurs aus markttechnischer Sicht überkauft.

Jetzt ist die Aktie mit dem Rückendwind dieser Bilanz bereits dorthin vorgedrungen, wo man im Vorfeld das Kursziel dieser in der Spitze über 40 Prozent ausmachenden Rallye verortet hätte: an der Widerstandszone im Bereich 29/30 Euro, die, und das ist wie wichtigere Hürde, momentan durch die übergeordnete, im November 2021 begonnene Abwärtstrendlinie verstärkt wird.

Momentan kochen die Emotionen hoch. Wer gehofft und gebangt hatte, der Aktienmarkt möge doch einfach wieder schnell nach oben laufen und eigene Verluste damit „reparieren“, sieht jetzt eine Chance, massiv zuzukaufen. Das ist zwar nüchtern betrachtet mindestens waghalsig, aber solche Phasen können … müssen nie … eine ziemliche Zeit vorhalten. Wenn der Gesamtmarkt weiter zulegt, kann auch Infineon die nächste Stufe zünden und diese Zone 29/30 Euro überwinden. Aber dass die Aktie gestern bei Erreichen dieses Bereichs auf Abgaben traf und damit klar unter Tageshoch schloss, sollte klar machen:

Es wäre sinnvoll einzukalkulieren, dass sich diese weit gelaufene Aufwärtsbewegung, die auf gute, aber nicht umwerfende Bilanzzahlen traf, jetzt erschöpft haben könnte. Sollte der Kurs die jetzt wieder als Support fungierende Zone 25,20/26,15 Euro durchbrechen und damit mehr zeigen als einen Rücksetzer, wäre es wahrscheinlich, dass die Rallye vorbei ist und sich das Bären-Lager Infineon wieder vorknöpfen wird.

Infineon-Aktie: Chart vom 04.08.2022, Kurs 28,53 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zu Beginn des Jahres haben wir die Kursziele auf den deutschen Halbleiterkonzern nach unten revidiert. Die anvisierten Bereiche von 30 bis 32 EUR konnten längst erreicht werden und bislang lief der Titel nach Regieplan. Nach dem Absturz scheint sich die Infineon-Aktie mittlerweile etwas stabilisiert zu haben. Das im März erreichte Tief bei 25.68 EUR wurde im Mai abermals getestet und die Bullen zeigten reges Interesse. Doch der ganz große Trendbruch ist noch nicht erfolgt, denn der Widerstand knapp oberhalb der Ebene von 29 EUR konnte bislang noch nicht überwunden werden. Hier wird sich wohl der weitere Trend entscheiden.    

Expertenmeinung: Ein Breakout nach oben würde nicht nur frische Kaufsignale mit sich bringen. Gleichzeitig würde auch der bärische Gesamttrend in eine neutrale Kaufphase übergeleitet werden. Ob dies gelingen wird, ist jedoch fraglich. Gleichzeitig müssen Anleger auch mit der Gefahr leben, dass die erwähnte Unterstützung ein weiteres Mal getestet werden könnte. Eine weitere Berührung würde wiederum die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs nach unten erhöhen. Die kommenden Tage werden ungemein wichtig und werden über den weiteren Verlauf der Aktie entscheiden.   

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 19.05.2022 Kurs 27.72 Kürzel: IFX | Online Broker LYNX

An den Drei Monats-Ergebnissen des Chipherstellers Infineon gab es nichts zu mäkeln. Und der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde sogar leicht angehoben. Trotzdem wurde die Aktie gestern nach den Bilanzzahlen verkauft … die Bodenbildung droht zu scheitern.

Im zweiten Quartal des am 30.9. endenden Geschäftsjahres 2021/2022 hat Infineon knapp 22 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahresquartal, damit kam diese Zahl leicht über der durchschnittlichen Analystenprognose herein. Der Nettogewinn schlug die Prognose (445 Millionen Euro) mit 469 Millionen Euro ebenfalls, aber deutlich. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn bei 203 Millionen gelegen. Das waren dramatische Gewinnsteigerungen. Und während es in anderen Branchen Gewinnwarnungen hagelt, hob der Chiphersteller seine Prognose leicht an:

Statt der bisherigen, ohnehin schon angehobenen Umsatzerwartung von 12,5 – 13,5 Milliarden Euro sieht Infineon jetzt 13,0 – 14,0 Milliarden (2020/2021: 11,07 Milliarden). Die Gewinnmarge soll „größer als 22 Prozent“ sein, bislang lag der Ausblick bei „etwa 22 Prozent“. Diese Marge hatte 2020/2021 bei 18,7 Prozent gelegen. Also: Der Gewinn wird in diesem Geschäftsjahr 2021/2022 deutlich steigen. Die Aktie tat es nach Vorlage der Zahlen jedoch nicht, wie wir im Chart sehen.

Expertenmeinung: Statt begeistert zuzugreifen, weil hier ein Unternehmen in einem äußerst problematischen Gesamtumfeld solide steigende Gewinne avisiert, wurde verkauft. Die Aktie landete auf Platz 3 in der DAX-Verliererliste des Montags und droht, die Unterstützungszone 25,68/26,11 Euro zu brechen, die sich aus den Tiefs vom März und April zusammensetzt. Das wirkt unlogisch und ist es eigentlich auch, aber nur auf der kurzfristigen Ebene.

Denn nachdem viele Marktteilnehmer angesichts einer sich sukzessiv verdüsternden Perspektive nicht nach vorne blickten, sondern das angenehmere „Ist“ für ihre Entscheidungen in den Vordergrund stellten, hat sich das mit dem Abstieg der Aktienmärkte deutlich geändert. Jetzt sieht man die dunklen Wolken und ist offenbar schon so weit, da dann auch noch den einen oder anderen Blitz oder Donner hinzuzudichten. Es kann durchaus sein, dass man überzogen pessimistisch ist, wenn man unterstellt, dass sich das derzeit noch hervorragende Bild, das Umsatz und Gewinne bei Infineon abgeben, in den kommenden Monaten stark ins Negative verkehren wird. Aber solange dieser neue Pessimismus noch an Intensität gewinnt, wäre es verwegen, sich dem entgegenzustellen. Was bedeutet:

Solange die Infineon-Aktie nicht mindestens über 29,70 Euro schließt und dadurch nicht nur die kurzfristige Seitwärtsspanne, sondern auch die aus dem Januar stammende, steilere der beiden aktuellen Abwärtstrendlinien überwindet, bleiben die Bären dominant. Solange solche Belege einer sich wieder deutlich aufhellenden Sicht der Dinge ausbleiben, kann der ohnehin am Montag schon marginal unterbotene Boden im Bereich 25,68/26,11 Euro jederzeit signifikant brechen und die Aktie noch einmal ein paar Euro tiefer schicken. Dass die Bewertung dann schon nicht mehr normal, sondern günstig wäre, mag sein … aber ebenso, wie man bei vielen Aktien bis zum Herbst nach oben überzogen hatte, kann das jetzt auf der Unterseite anstehen, daher: Bevor Infineon keine bullischen Signale im Chartbild abliefert, bleibt diese Aktie trotz guter Bilanzzahlen ein „fallendes Messer“.

Infineon-Aktie: Chart vom 09.05.2022, Kurs 25,645 Euro, Kürzel IFX | Online Broker LYNX