LOreal Aktie aktuell L’Oréal: Jetzt wird es richtig eng für die Bullen

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Es ist gerade einmal gut zwei Wochen her, dass die Aktie des französischen Kosmetikriesen L’Oréal zur Abrechnung der Aktien-Optionen mit Januar-Laufzeit am 17. Januar mit 276,20 Euro ein Rekordhoch erreichte. Doch jetzt liegen entscheidende, mittelfristige Unterstützungen auf einmal weit näher als diese noch junge Bestmarke. Denn seither hat sich einiges getan, das, von außen kommend, negativ auf diese Aktie sowie die Branchenkollegen wie LVMH oder Kering drückt:

Zunächst hatte Mr. Trump verkündet, dass er sich jetzt, nachdem mit China durch den Phase-I-Deal erst einmal eine Art Waffenruhe erreicht wurde, mit Europa befassen werde. Und hatte in Davos betont, dass er EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen mitgeteilt habe, dass die EU harte Zölle zu erwarten habe, wenn man den USA nicht entgegenkommen würde. Was die Anleger durchaus richtig mit „erfüllt alle unsere Bedingungen und wir geben euch dafür nichts“ übersetzten. Und da Mr. Trump sich zuletzt gerade auf Frankreich eingeschossen hat, da ihm Frankreichs Digitalsteuer quer im Magen liegt, kamen vor allem die Unternehmen unter Druck, die herstellen oder vertreiben, was man in den USA als „typisch französisch“ ansehen würde: Luxusgüter wie Parfums, Mode, Champagner, Wein, Kosmetik. Kein Wunder, dass L’Oréal unter Druck kam, denn der Konzern ist Heimat von weltbekannten Marken wie L’Oréal selbst, Helena Rubinstein, Garnier, Lancôme, Body Shop etc. Aber damit war es noch nicht getan.

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Expertenmeinung: Mit der Ausbreitung des Corona-Virus traf das Unternehmen der zweite Schlag in kurzer Zeit. Denn Asien ist für L’Oréal ein sehr wichtiger Markt. Und dass der Einzelhandel außerhalb der lebensnotwendigen Güter spürbar leidet, ist logisch, zumal man genau das auch im Zuge der SARS-Pandemie 2002/2003 erlebt hatte. Und anders als Käufe langlebiger Güter holen die Verbraucher den Einkauf von Cremes oder Parfums eher nicht nach, wenn sich die Lage beruhigt, der Umsatz wird fehlen. Und natürlich ist die bislang eher defensive Lagebeurteilung der WHO kein Argument für die Anleger, Entwarnung zu geben: Sie wissen sehr wohl, dass völlig offenbleibt, wie sich die Lage weiter entwickelt.

Denkbar wäre, dass eine überzeugende Bilanz des vierten Quartals und ein optimistischer Ausblick, der die Sorgen der Investoren zu dämpfen vermag, die Lage beruhigen und beitragen könnte, die jetzt im Feuer stehenden, entscheidenden Unterstützungen zu verteidigen. Diese Bilanz wird am 6. Februar, also am Donnerstag, erwartet. Worauf müsste man vom Chart her achten? Sie sehen, dass sich der Kurs zügig dem doppelten Leitstrahl des Aufwärtstrends bei 250 Euro nähert, zusammengesetzt aus der 2019er-Aufwärtstrendllinie und der 200-Tage-Linie. Aber darunter gäbe es noch eine Art letztes „Sprungtuch“ in Form des verbleibenden, noch nicht geschlossenen Bereichs der Kurslücke von Ende Oktober. Dieser Bereich liegt zwischen 244,50 und 248,30 Euro und könnte den Bullen noch als letzte Chance dienen. Sollte L’Oréal aber auch diesen Bereich auf Schlusskursbasis unterbieten, wäre der Weg für das bärische Lager erst einmal frei, daher wäre es gewagt, im Vorfeld der anstehenden Bilanz auf der Long-Seite ins fallende Messer zu greifen!

Chart vom 31.01.2020, Kurs 251,90 Euro, Kürzel OR | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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