ServiceNow Aktie Prognose ServiceNow setzt neue Maßstäbe – Bullenalarm

News: Aktuelle Analyse der ServiceNow Aktie

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ServiceNow
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ServiceNow hat wie erwartet ein neues Allzeithoch erreicht (ServiceNow: Kursziel Allzeithoch+?). Ist das langsam das Ende der Fahnenstange, oder geht die Rallye einfach weiter?

Künstliche Intelligenz: Die Power von ServiceNow

Mit seiner innovativen Plattform hat ServiceNow die Art und Weise verändert, wie Unternehmen ihre internen Abläufe gestalten.
Von der Optimierung bis hin zur Automatisierung von Arbeitsabläufen, ServiceNow hat die Lösung.

Dazu bietet man eine breite Palette von cloudbasierten Anwendungen, die nicht nur IT-Teams unterstützen, sondern auch andere Bereiche wie HR, Kundenservice, Sicherheit und mehr.

Diese Plattform ermöglicht es Unternehmen, ihre Prozesse zu vereinheitlichen und ihre gesamte Organisation auf einer einzigen, leicht zugänglichen Plattform zu verwalten.

Eine der herausragenden Eigenschaften von ServiceNow ist die Fähigkeit, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zu integrieren. Durch Predictive Analytics und automatisierte Entscheidungsfindung können Unternehmen proaktiv auf potenzielle Probleme reagieren und Ausfallzeiten minimieren.

Um es in einem Satz auf den Punkt zu bringen: ServiceNow ist ein Problemlöser für Geschäftskunden aller Größen.

ServieNow der Problemlöser – eine beispiellose Erfolgsgeschichte

Das ist ein einträgliches und gut skalierbares Geschäft, welches von wiederkehrenden Einnahmen geprägt ist. Darüber hinaus ist der adressierbare Markt gigantisch.
Die typischen Neukundenverträge von ServiceNow laufen drei Jahre.

Doch genug der schönen Worte. Die geschäftlichen Resultate sind mindestens genauso beeindruckend.
ServiceNow wurde erst 2004 gegründet und ist heute 157 Mrd. USD Wert. Das macht das Unternehmen zu einer der größten Erfolgsgeschichten der jüngeren Vergangenheit.

In den zurückliegenden zehn Jahren konnte der Umsatz von 425 Mio. auf 7,25 Mrd. USD vervielfacht.
Der gemeldete Gewinn (nach GAAP) ist aufgrund des Geschäftsmodells keine sinnvolle Kennzahl, wirklich aussagekräftig ist der freie Cashflow.
Der konnte in derselben Zeit von 0,20 auf 13,13 USD je Aktie gesteigert werden.

Explosives Wachstum

Das Wachstum konnte allerdings nicht vollständig aus dem laufenden Cashflow finanziert werden, die Zahl der ausstehenden Aktien kletterte in derselben Zeit von 135 auf 201 Millionen Stück.
Die Verwässerung hat in den letzten Jahren jedoch stark nachgelassen. Aufgrund der stark gestiegenen Profitabilität führt man seit einiger Zeit Buybacks durch.

Im Geschäftsjahr 2023 hat man nahtlos an diese Erfolge angeschlossen und durchweg die Prognosen geschlagen.
Am 24. Januar wurden die Zahlen zum vierten Quartal veröffentlicht.

Der Gewinn (Non-Gaap) lag mit 3,11 je Aktie weit über den Schätzungen von 2,78 USD. Der Umsatz lag mit 2,40 Mrd. USD im Rahmen der Erwartungen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 27% und einem Gewinnsprung von 36%.

Der Umsatz im gesamten Geschäftsjahr 2023 konnte um 26% auf 8,65 Mrd. USD gesteigert werden, der Gewinn legte um 42% auf 10,78 USD je Aktie zu.
Der freie Cashflow legte um 25% auf 2,73 Mrd. USD zu, was 13,31 USD je Aktie entspricht.

Ausblick und Bewertung

Das Geschäft läuft blendend, anders kann man es nicht ausdrücken, und vorerst dürfte das auch so bleiben.
ServiceNow hat die Prognose für die Abo-Umsätze 2024 von 10,4 auf 10,57 Mrd. USD erhöht, gleichzeitig soll die FCF-Marge von 30 auf 31% steigen.

Das bedeutet, dass ServiceNow für 2024 einen freien Cashflow in Höhe von 3,28 Mrd. USD in Aussicht stellt. Das entspräche einem Anstieg um 20% und einem FCF von 15,61 USD je Aktie.
Die Konsensschätzungen liegen sogar bei 16,45 USD je Aktie.

In den darauffolgenden Jahren werden ebenfalls Steigerungen des freien Cashflows um mehr als 20% p.a. erwartet.
Das einzige Problem ist die hohe Bewertung. Selbst bei den enormen Wachstumsraten muss man einige Vorschusslorbeeren verteilen, um sie zu rechtfertigen. Aktuell liegt der foward P/FCF bei 46,6.

Günstig war ServiceNow aber noch nie. In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 59 und selbst am Tief noch bei 33.

ServiceNow Aktie: Chart vom 26.01.2024, Kurs: 762 - Kürzel: NOW | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
ServiceNow Aktie: Chart vom 26.01.2024, Kurs: 762 – Kürzel: NOW | Quelle: TWS

ServiceNow ist übergeordnet klar bullisch. Mit dem Ausbruch über das frühere Allzeithoch bei 700 USD ist es zu einem Kaufsignal mit extrapolierten Kurszielen bei 780und 800 USD gekommen.
Über diesen Marken würde es jeweils zu weiteren Kaufsignalen kommen.

Antizyklische Investoren könnten sich hingegen nahe 700 und theoretisch auch bei 600 USD auf die Lauer legen. Fundamentale Gründe, die für deutlich sinkende Kurse sprechen würden, gibt es derzeit jedoch nicht.

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Vorherige Analysen der ServiceNow Aktie

ServiceNow ist in einer sich ständig wandelnden Unternehmenslandschaft ein unverzichtbarer Problemlöser – und das ist äußerst lukrativ.

Revolution der Unternehmensabläufe: ServiceNow als Werkzeug für Wandel

In einer Welt, die von kontinuierlichem Wandel geprägt ist, wird die Effizienz und Agilität von Unternehmen immer wichtiger. Sie benötigen Werkzeuge, um die ständigen Veränderungen zu organisieren und ServiceNow liefert sie.

Die Ursprünge von ServiceNow sind auf ein simples Tool für das IT-Service-Management zurückzuführen.
Doch seitdem hat sich ServiceNow zu einer umfassenden Plattform entwickelt, die weit über traditionelles Ticketing und Incident Management hinausgeht. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Arbeitsabläufe zu automatisieren, zu vereinfachen und zu optimieren.

ServiceNow bietet eine breite Palette von cloudbasierten Anwendungen, die nicht nur IT-Teams unterstützen, sondern auch andere Bereiche wie HR, Kundenservice, Sicherheit und mehr. Diese Plattform ermöglicht es Unternehmen, ihre Prozesse zu vereinheitlichen und ihre gesamte Organisation auf einer einzigen, leicht zugänglichen Plattform zu verwalten.

Eine der herausragenden Eigenschaften von ServiceNow ist seine Fähigkeit, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zu integrieren. Dies ermöglicht Predictive Analytics und automatisierte Entscheidungsfindung, die es Unternehmen ermöglichen, proaktiv auf potenzielle Probleme zu reagieren und so Ausfallzeiten zu minimieren.

Top: Planbare und wiederkehrende Einnahmen

Die typischen Neukundenverträge von ServiceNow laufen drei Jahre und werden dann, bei Gefallen, immer wieder um zwei Jahre verlängert.
Wir haben es also mit einem Geschäftsmodell zu tun, welches wiederkehrende Einnahmen produziert und gut planbar ist.

Darüber hinaus ist die Kundenbindung stark, denn wenn man die Produkte von ServiceNow erst in die Arbeitsabläufe integriert hat, ist ein Wechsel zu anderen Anbietern sehr aufwendig.

Obendrein stellt sich die Frage, welchen Nutzen ein Wechsel hätte, denn die Produkte von ServiceNow gelten als die besten ihrer Art und das spiegelt sich auch in den Zahlen wider.

ServiceNow konnte den Umsatz in den letzten fünf Jahren von 2,61 auf 7,25 Mrd. USD erheblich steigern.
Der freie Cashflow konnte in dieser Zeit von 3,30 auf 10,68 USD je Aktie gesteigert werden, das durchschnittliche Wachstum lag bei atemberaubenden 30 %.

ServiceNow übertrifft Erwartungen und stärkt seine Position

Daher hatten wir uns in der Vergangenheit auch immer wieder positiv zur Aktie geäußert, in diesem Jahr bereits drei Mal, zuletzt hier (Link).

Seitdem hat das Unternehmen zweimal starke Zahlen abgeliefert. Im zweiten Quartal lag der Gewinn mit 2,37 je Aktie weit über den Erwartungen von 2,05 USD. Der Umsatz übertraf mit 2,15 Mrd. die Analystenschätzungen von 2,12 Mrd. USD ebenfalls.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 23 % und einem Gewinnsprung von 46 %. Daraufhin erhöhte man die Prognose.

In Q3 lag der Gewinn mit 2,92 je Aktie wieder weit über den Erwartungen von 2,55 USD. Der Umsatz übertraf mit 2,29 Mrd. die Analystenschätzungen von 2,26 Mrd. USD ebenfalls.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 25 % und einem Gewinnsprung von 28 %.

Beim Cashflow stellt man für 2023 einen Anstieg um 30 % in Aussicht, was in etwa 2,83 Mrd. USD respektive 13,80 USD je Aktie entsprechen würde.
ServiceNow kommt demnach auf einen forward P/FCF von 48,2.

Das ist für ServiceNow und Unternehmen mit ähnlichen Charakteristiken nicht ungewöhnlich. In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF von ServiceNow sogar bei 57, aber vielleicht haben Sie auch die heutige Analyse zu Workday gelesen:
Workday: Korrektur beendet, Aktie startet wieder durch

Die Wachstumsraten (FCF) beider Unternehmen sind nahezu identisch und die Geschäftsmodelle haben vieles gemeinsam.
Trotzdem kommt Workday auf einen P/FCF von 40,4 und ServiceNow auf 48,2.

Die Chancen stehen gut, dass sich beide Aktien ordentlich entwickeln werden. Workday hat aufgrund der niedrigeren Bewertung langfristig aber das höhere Potenzial.

ServiceNow Aktie: Chart vom 29.11.2023, Kurs: 665,24 - Kürzel: NOW | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
ServiceNow Aktie: Chart vom 29.11.2023, Kurs: 665,24 – Kürzel: NOW | Quelle: TWS

Bei Servicenow sollte man nach der steilen Rallye vor allem einen antizyklischen Einstieg erwägen.
Prallt die Aktie jetzt am Widerstandsband bei 678-700 USD ab, könnte das eine Korrektur in Richtung der Unterstützungszone bei 585 – 605 USD einleiten. Auf diesem Niveau wäre die relative Überbewertung weitgehend abgebaut.

Nahe 533 USD wäre das Chance-Risiko-Verhältnis noch besser.

Bricht die Aktie jedoch über 678 USD aus, könnte unmittelbar das Allzeithoch nahe 700 USD angesteuert werden. Darüber ergeben sich extrapolierte Kursziele bei 755 und 800 USD.

Börsenhypes enden immer auf dieselbe Weise. Aber handelt es sich bei KI-Aktien wirklich um eine Blase, oder ist die Sachlage eine ganz andere?

Die Gefahren von Börsenhypes: Cannabis, Wasserstoff und jetzt KI

Über die Jahre hinweg habe ich etliche Börsenhypes erlebt. Cannabis oder Wasserstoff-Aktien sind neben der Dot-Com-Bubble nur die prominentesten Beispiele.

In diesen Sektoren wurden Träume gekauft und für Unternehmen, die kein oder kaum ein operatives Geschäft hatten, Milliardenbeträge auf den Tisch gelegt.
Die meisten Aktien in den entsprechenden Sektoren haben seit dem Hype zwischen 90 und 99% an Wert verloren und trotzdem sind die Bewertungen teilweise noch hoch.

Nehmen wir zum Beispiel Cannabis-Hersteller Cronos Group. Die Aktie notierte zeitweise bei 25 USD, heute bei 1,77 USD.
Trotzdem liegt der Börsenwert noch bei 936 Mio. USD und das in Anbetracht von mehr als 200 Mio. USD Jahresverlust und lediglich 119 Mio. USD Umsatz.

Ich erinnere mich noch gut an damals, als der Sektor durch die Decke ging. In jedem einzelnen Webinar und in etlichen Emails wurde man nach Cannabis-Aktien gefragt und welche am aussichtsreichsten sei.
Die Antwort war immer dieselbe: Lassen Sie die Finger davon.

Währenddessen wurden Cannabis-Aktien in den Medien, Foren und auf Social-Media gefeiert. Was sollte schon schiefgehen?

Warum KI-Aktien keine Blase sind: Hochprofitable Konzerne im Fokus

Heute scheint genau das Gegenteil zu passieren. Ich bin kaum auf Social-Media-Plattformen unterwegs, doch schaut man sich aktuell um, findet man unzählige Warnungen vor KI-Aktien und das es sich um eine Blase handle.
Es ist wirklich bemerkenswert.

Dabei unterscheidet sich die Situation bei Cannabis-Aktien, anderen Blasen und der aktuellen Lage grundsätzlich.
Mit den KI-Gewinnern kauft man in der Regel keine Träume, sondern hochprofitable Konzerne, deren Geschäft jetzt noch zusätzlich befeuert wird.

Obendrein sind einige davon auch noch nicht sonderlich teuer. Vergangenen Freitag hatten wir beispielsweise auf Pure Storage hingewiesen, die Aktie kommt lediglich auf einen P/FCF von 13,7 und legte noch am selben Tag um mehr als 6% zu.

KI-Revolution: Entdecken Sie die Gewinneraktien

Und damit ist man längst nicht an der Spitze der Kursgewinner. Viele der kürzlich identifizierten KI-Gewinner heben aktuell ab:
KI-Revolution: Mit diesen Aktien sind Sie dabei

Neben den Hardware-Herstellern, die wir in diesem Artikel behandelt haben, gibt es aber auch noch viele andere Unternehmen, die von den Fortschritten im KI-Bereich profitieren.

In dem Call nach der Vorlage der letzten Quartalszahlen äußerte sich der Nvidia-Chef mehrfach zu ServiceNow und Adobe.
Er sei begeistert von der Partnerschaft mit diesen Unternehmen und deren Fähigkeiten, KI-Fähigkeiten auf intelligente Weise in ihre Produkte zu integrieren.

Servicenow: KI-Fähigkeiten revolutionieren die Produkte

ServiceNow könne Nvidias Technologie demnach nutzen, um maßgeschneiderte Sprachmodelle (LLM) zu entwickeln und dadurch neue Funktionen in die bestehenden Programme integrieren.
Als Beispiel dafür nannte er Anfragen im Personalwesen oder anderen geschlossenen Bereichen, in denen sich die Fragen oft wiederholen.
In diesen Bereichen ließe sich der Kundenservice mithilfe von Datenbanken automatisieren.

Und das ist nicht der einzige Punkt, der für ServiceNow spricht. Wie hatten bereits mehrfach auf die Aktie hingewiesen, zuletzt nach den jüngsten Quartalszahlen:
ServiceNow: Völlig losgelöst

Man könnte die Lage schnell zusammenfassen. ServiceNow ist für seine Kunden ein echter Problemlöser, bedient einen gigantischen Markt, hat eine hohe Kundenbindung und dank einem Abo-Geschäftsmodell planbare und wiederkehrende Einnahmen.
Obendrein ist man hochprofitabel und wächst mit erheblichem Tempo.

ServiceNow: Das Geschäftsmodell und die Erfolgsfaktoren im Überblick

ServiceNow gehört zu den führenden Anbietern von Unternehmenssoftware und der Verbesserung digitaler Arbeitsabläufe.

Die Cloud-Anwendungen von Service zielen darauf ab, verschiedene Abteilungen auf Unternehmensebene zentral zu vernetzen und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

Dereinst handelte es sich bei der Now-Plattform lediglich um ein System für IT-Management, inzwischen sind die Anwendungsfelder sehr viel zahlreicher und genau das ist einer der Wachstumstreiber.
Man gewinnt nicht nur ständig Neukunden und wächst dann mit ihnen, man baut das Geschäft mit den Bestandskunden auch konsequent mit neuen Produkten aus.

Mit diesem Rezept ist es gelungen, den Konzernumsatz von ServiceNow binnen zehn Jahren von 425 Mio. auf 7,25 Mrd. USD zu steigern. Der freie Cashflow kletterte in dieser Zeit von 0,20 auf 10,79 USD je Aktie.
Im laufenden Geschäftsjahr dürfte der FCF um 22% auf über 13 USD steigen.

In den kommenden Jahren werden ähnliche Profitabilitätssteigerungen erwartet, das Wachstum dürfte auf unabsehbare Zeit bei über 20% p.a. liegen.
Im Verhältnis dazu ist eine forward P/FCF von 41,3 angebracht. In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 57.

Obendrein stehen die Chancen gut, dass die Erwartungen zu niedrig sind. In der Vergangenheit hat ServiceNow die Prognosen reihenweise übertroffen, in den letzten 20 Quartalen gab es jedenfalls keine Verfehlung.

ServiceNow Aktie: Chart vom 30.05.2023, Kurs: 538 - Kürzel: NOW | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
ServiceNow Aktie: Chart vom 30.05.2023, Kurs: 538 – Kürzel: NOW | Quelle: TWS |

ServiceNow ist übergeordnet klar bullisch und mit dem Ausbruch über 508 USD wurde ein Kaufsignal mit einem Kursziel bei 550 USD ausgelöst.
Über 550 USD wäre der Weg in Richtung 580 oder 600 USD frei.

Antizyklische Investoren müssen hingegen darauf hoffen, dass die Aktie nochmal zur Unterstützung bei 508 oder 475 Euro kommt.
Greifbare Gründe für nachhaltig sinkende Kurse gibt es aktuell aber nicht. Dazu wären vermutlich eine allgemeine Marktschwäche oder schwache Quartalszahlen notwendig.

Die Lage ist bescheiden, zumindest im Allgemeinen. Bei ServiceNow läuft es trotzdem blendend. Sollte man jetzt zuschlagen?

Das sieht man nicht oft

Die Unsicherheit bei Anlegern ist derzeit außerordentlich groß. In Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist das auch nachvollziehbar.
Es gibt jedoch Unternehmen, denen das alles nicht zu schaden scheint.

Schaut man sich die Geschäftszahlen von ServiceNow an, kann man jedenfalls keinerlei Probleme erkennen.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte der Umsatz um 22 % auf 2,10 Mrd. USD gesteigert werden. Nahezu alle Einnahmen sind wiederkehrender Natur, als Abos.

Das operative Ergebnis legte um 26 % auf 552 Mio. USD zu, der freie Cashflow um 35 % auf 737 Mio. USD.

Der Wert der bestehenden Aufträge kletterte um 23 % auf 7,01 Mrd. USD. Diese Umsätze sind also bereits eingetütet.

Die Prognose für die Abo-Umsätze 2023 wurde von 8,44 – 8,50 auf 8,47 – 8,52 Mrd. USD erhöht. ServiceNow stellt demnach ein Umsatzplus von 23,0 – 23,5 % in Aussicht, der freie Cashflow soll um 30 % gesteigert werden.

Das Geschäft von ServiceNow brummt und es lassen sich auch keine Anzeichen dafür finden, dass sich das zeitnah ändern wird.

Dann wird es schnell gehen

Es gab Zeiten, in denen wäre die Aktie nach einer derartigen Nachricht durch die Decke gegangen. Aktuell kann man wohl schon froh sein, wenn die Kurse nicht trotzdem einbrechen.
Doch so wie sich die Stimmung in den letzten Monaten eingetrübt hat, wird sie sich auch irgendwann wieder aufhellen.

Und selbst wenn das nicht passiert, folgen die Kurse irgendwann wieder den Fundamentaldaten. Wer zwischenzeitlich die Chance genutzt hat und eingestiegen ist, wird dann dafür belohnt.

Wenn ServiceNow den Umsatz und freien Cashflow auch in Zukunft um 20-30 %
p. a. steigern wird, dann wird der Kurs unweigerlich steigen müssen.

So einfach ist das, zumindest wenn die Bewertung stimmt. Aktuell kommt ServiceNow auf einen forward P/FCF von 33,5.
Das ist sicherlich nicht wenig, in Anbetracht des anhaltend hohen Wachstums, des Geschäftsmodells und den damit einhergehenden Charakteristiken aber absolut vertretbar.
In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 57,4 und am absoluten Tief bei 33,2.

Das muss man erstmal nachmachen

Doch wie kommt es dazu, dass das Geschäft von ServiceNow trotz der konjunkturellen Probleme so gut läuft?
Die Kurzantwort wäre, da ServiceNow ein echter Problemlöser ist und daher eine erhebliche Kundenbindung erreicht.

Die längere Version wäre, dass ServiceNow zu den führenden Anbietern von Unternehmenssoftware und der Verbesserung digitaler Arbeitsabläufe gehört.

Die Cloud-Anwendungen von Service zielen darauf ab, verschiedene Abteilungen auf Unternehmensebene zentral zu vernetzen und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

Dereinst handelte es sich bei der Now-Plattform lediglich um ein System für IT-Management, inzwischen sind die Anwendungsfelder sehr viel zahlreicher.

ServiceNow sieht die eigene Plattform als das zentrale Nervensystem für Unternehmen, um den Arbeitsfluss intelligent und effizient zu koordinieren und E-Mails, papierbasierte Formulare und selbst entwickelte oder veraltete Systeme zu ersetzen.

Dieses Thema ist für nahezu alle Branchen und Unternehmen relevant. Der Markt ist entsprechend groß.

Wie wir bereits in der letzten Analyse zu ServiceNow aufgezeigt haben (Link), läuft der typische Neukundenvertrag drei Jahre.
Das Geschäft liefert also wiederkehrende und planbare Einnahmen. Obendrein ist die Kundenbindung außerordentlich stark ausgeprägt.

Rasante Expansion

Die Bestandskunden verlängern ihre Verträge in der Regel nicht nur, sondern nutzen mit der Zeit immer mehr Produkte und Dienstleistungen von ServiceNow.

Der Schlüssel dazu ist, dass man die bisherigen Produkte stetig verbessert und ausbaut und gleichzeitig immer wieder neue Services schafft.

Mit diesem Rezept ist es gelungen, den Konzernumsatz von ServiceNow binnen zehn Jahren von 425 Mio. auf 7,25 Mrd. USD zu steigern.
Da das Geschäft nicht sonderlich kapitalintensiv ist, wurde die Expansion weitgehend aus den laufenden Einnahmen finanziert.

Der Umsatz kletterte in dieser Zeit von 3,14 auf 35,97 USD je Aktie und der freie Cashflow von 0,09 auf 10,79 USD je Aktie.
Im laufenden Geschäftsjahr dürfte der FCF auf über 13 USD steigen.

ServiceNow Aktie: Chart vom 02.05.2023, Kurs: 450 - Kürzel: NOW | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
ServiceNow Aktie: Chart vom 02.05.2023, Kurs: 450 – Kürzel: NOW | Quelle: TWS

Die Aktie ist übergeordnet klar bullisch, der Aufwärtstrend ist intakt. Antizyklische Investoren könnten auf dem aktuellen Niveau eine erste Tranche erwägen und die Position im Falle sinkender Kurse weiter aufstocken, beispielsweise im Bereich der Aufwärtstrends sowie 355 USD.
Tiefere Kurse sind aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

Bricht ServiceNow über 475 USD aus, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit einem ersten Kursziel bei 506-510 USD.
Darüber würde sich das Chartbild deutlich aufhellen.