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Indexanalyse:
DAX: Gravestone-Doji – war es das für die Bullen?

Aktuelle Analyse des DAX Index

Ein Plus von in der Spitze 145 Punkten wieder zu verlieren, am Ende im Minus zu schließen … und das auch noch nach einer damit insgesamt 950 Punkte in nur zwei Wochen ausmachenden Rallye … das deutet an, dass das bullische Lager das Heft aus der Hand gegeben hat. Dass man entweder Gewinnmitnahmen nicht mehr auffangen kann oder, schlimmer noch, die Short-Trader bereits aktiv gegen die Bullen agieren. Und wenn dabei auch noch ein sogenannter „Gravestone Doji“ entsteht, war es das normalerweise für die Bullen. Aber ist diese Situation eine, bei der man das Wort „normalerweise“ in den Mund nehmen dürfte? Sicher nicht.

Diese abverkaufte Rallye war eine Reaktion blank liegender Nerven, intensiviert durch die Positionskämpfe im Vorfeld der heute stattfindenden Abrechnung der Optionen auf Aktien und Indizes weltweit. Die Meldung, dass man sich zwischen der britischen Regierung und der EU auf einen „Deal“ geeinigt habe, führte am Vormittag zu einer wilden Kaufwelle, nachdem die Trader bereits seit Tagen auf einen Deal gesetzt hatten und der Trend auf kurzfristiger Ebene ein starkes Aufwärts-Momentum zeigte. Was man indes im Eifer des Gefechts übersah: Diese Einigung ist völlig ohne Bedeutung, solange sie nicht auch im britischen Unterhaus durchgeht. Und genau das ist zumindest per Donnerstagabend mehr als offen.

Chart auf Wochenbasis vom 17.10.2019, Kurs 12.654,95 Punkte, Kürzel DAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Denn die nordirische DUP erklärte, dass dieser Kompromiss nicht akzeptabel sei. Bliebe es dabei, wäre die Chance, dass Premier Johnson diese Vereinbarung durch das Unterhaus boxt, nicht größer als die von Theresa May, die ja bereits vor Monaten mit einer vergleichbaren Einigung am eigenen Parlament scheiterte. Denn ohne die Stimmen der DUP dürfte Johnson keine Chance haben … und alle wäre wieder offen. Dann gäbe es die Optionen einer erneuten Verschiebung des Austrittstermins oder eines Austritts am 31. Oktober ohne Vertrag. Als den ersten klar wurde, dass hier noch nicht das Geringste entschieden ist, kam der DAX immer zügiger zurück und schloss tiefer als am Vortag. Aber das muss eben nicht bedeuten, dass das bullische Lager bereits verloren hätte, denn:

Das wäre dann denkbar, wenn der DAX auch heute weiter an Boden verlieren würde, der Abrechnungstermin an der Terminbörse ihn also nicht halten kann. Das wäre ein klares Warnsignal, zumal der „Gravestone Doji“ dann durch eine unmittelbar darauffolgende rote Kerze in seiner negativen Aussage bestätigt würde. Aber auch dann wäre eine Wende nach unten nur „denkbar“. Denn erst am Montag wird Tacheles geredet, weil die Abstimmung im britischen Unterhaus und die sich daraus ergebende Konsequenz laut Terminplan erst am Wochenende stattfinden werden. Was hieße:

Der DAX hätte am Montag noch eine letzte Chance, auch, wenn er heute zurückkommt. Die Charttechnik spielt normalerweise eine tragende Rolle, was hieße, dass ein solcher Gravestone Doji gemeinhin nicht einfach ignoriert wird. Aber hier dominieren eben zwei andere Aspekte, die Options-Abrechnung und der BrExit, das Handeln der Akteure. Erst, wenn der DAX unter 12.300 Punkten und damit unter den September-Hochs und der 20-Tage-Linie schließen würde und immer noch keine bullischen Marktteilnehmer die Hand aufhalten und den Index wieder nach oben drehen, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass die ihr Spiel verloren haben, deutlich gestiegen.

Chart auf Tagesbasis vom 17.10.2019, Kurs 12.654,95 Punkte, Kürzel DAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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