Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
DAX: Noch 300 Punkte bis zum rettenden Ufer – das wird nicht leicht

Seit der DAX Anfang des Monats fast punktgenau auf der aktuell bei 11.611 Zählern verlaufenden 200-Tage-Linie aufgesetzt hatte und umgehend anzog, ist für viele Akteure alleine der Gedanke an einen größeren Baisseschub absurd. Dass der deutsche Leitindex nach einem dynamischen Abwärtsschub auf dieser so wichtigen Unterstützung drehte und noch deutlich dynamischer wieder nach oben lief, wirkt in der Tat wie ein Beleg dafür, dass die Bullen hier nicht gedenken, auch nur das Geringste anbrennen zu lassen. Woran auch kein Zweifel besteht, fraglich ist nur, ob sie das auch durchsetzen können. Für den Moment ja. Aber auch morgen, in einer Woche, in einem Monat?

Basis solcher für manchen Optimisten wohl fast unanständigen Zweifel ist das Problem, dass eine nachhaltige Aufwärtsbewegung keine Unterstützung seitens der Rahmenbedingungen hätte. Die deutschen ebenso wie die europäischen Konjunkturdaten der letzten Wochen deuten keine Aufhellung der äußerst trüben Perspektiven an. Und auch die Bullen wissen sehr wohl, dass diese Perspektiven noch deutlich unerfreulicher würden, wenn der BrExit hart und der US-Handelskonflikt real werden sollten. Womit man derzeit rechnen muss. Und ein Blick über den Tellerrand zeigt derzeit tendenziell steigende Anleihe- und Edelmetallpreise und einen nachgebenden Rohöl-Kurs. Signale dafür, dass das Gros der Investoren sehr wohl weiß, dass andere Asset-Klassen derzeit durchaus attraktiv sind … weil Aktien riskanter werden.

Zu Gunsten des bullischen Lagers darf man festhalten, dass die Notierungen eine Richtung auch ohne triftige Gründe lange beibehalten können. Wenn die Chart- und Markttechnik die technisch agierenden Trader und die vielen auf dieser Basis arbeitenden computergesteuerten Handelsprogramme unter Dampf hält. Und wenn es Termine wie den „dreifachen Hexensabbat“ gibt, den Freitag nächster Woche anstehenden Abrechnungstermin für Optionen und Futures mit Juni-Laufzeit, der die Kurse höher ziehen könnte. Morgen oder übermorgen dürfte das entscheidende Ringen um die Tendenz bis zu diesem 21. Juni beginnen. Und es kann, muss den DAX aber nicht höher ziehen. Woran ließe es sich festmachen, ob der DAX weiter anzieht oder aber kippt, die 200-Tage-Linie einem zweiten Test unterzieht … der dann womöglich zu deren Bruch führt? Ein Blick auf die Charttechnik zeigt die aktuell relevanten Ankerpunkte auf, an denen sich wohl auch die großen Akteure an der Terminbörse mit Blick auf diesen großen Abrechnungstermin orientieren werden:

Chart auf Tagesbasis vom 11.06.2019, Kurs 12.155,81 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Aktienempfehlungen

Sie sehen, dass der Index einen kurzen Abwärtstrendkanal nach oben verlassen hat. Den kann man als konsolidierende „Flagge“ im Zuge der Aufwärtsbewegung seit der Jahreswende werten, auch, wenn der DAX den mittelfristigen Aufwärtstrendkanal nach unten verlassen hatte. Genau das aber ist jetzt entscheidend, denn der Index ist zwar aus der Flagge nach oben ausgebrochen, aber noch nicht in den alten Aufwärtstrendkanal zurückgekehrt. Im Gegenteil, dort ist er gestern erst einmal abgeprallt. Um die Rallye fortzusetzen, muss er durch diese Linie hindurch und zügig eine weitere angehen und bezwingen:

Das bisherige Jahres-Verlaufshoch bei 12.436 Punkten, das in etwa auf Höhe des markanten Zwischenhochs vom September 2018 (12.458 Punkte) liegt. Mit einem neuen Jahreshoch wäre die Chance gut, dass der Index zumindest kurzfristig auch ohne positive Nachrichten eine Zeitlang weiter nach oben laufen kann, es womöglich sogar in Richtung des Hochs vom Juli 2018 bei knapp 12.900 Punkten schafft. Wenn er jetzt aber abdreht, können die gerade zurückeroberten Chartmarken wie Dominosteine fallen. Die 20-Tage-Linie bei 12.021 Punkten ist noch nicht weit entfernt. Und fiele sie, wäre der Index dadurch in seine „Flagge“ zurückgekehrt und der Weg in Richtung der Supportzone um 11.800/11.860 Punkte frei. Dann wäre es für die Bären, die sich im Augenblick klein machen, keine große Schwierigkeit mehr, mit einer gezielten Attacke die 200-Tage-Linie anzugehen. Und ein erneuter Test, der zeitnah nach einem ersten, bestandenen kommt, sorgt nicht selten für einen markanten Bruch solcher wichtigen Unterstützungen. Noch haben die Bullen das rettende Ufer also nicht erreicht. Und das Bären-Lager wird aufkommende Schwächen eiskalt zu nutzen wissen.

Chart auf Wochenbasis vom 11.06.2019, Kurs 12.155,81 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Aktienempfehlungen

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