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Aktienanalyse:
Deutsche Post: Aktie macht erste Schritte in „feindliches Gebiet“

Aktuelle Analyse der Deutsche Post Aktie

Drei Prozent Kursgewinn waren der Lohn der am Dienstagmorgen vorgelegten Quartalsbilanz der Deutschen Post. Das klingt gut, zumal es dadurch gelang, den Kurs von der im Chart dick blau markierten 20-Tage-Linie nach oben abzulösen und diesen gleitenden Durchschnitt dadurch als unterstützenden Leitstrahl der Aufwärtsbewegung zu bestätigen. Aber das von bärischen Tradern verteidigte Gebiet mit entscheidenden Widerstandslinien hat die Aktie gerade erst angekratzt. Und man weiß ja: Unterstützungen zu verteidigen ist gut, aber das heißt nicht, dass es gelingen muss, daraufhin auch Widerstandslinien zu bezwingen. Vor allem nicht, wenn der Auslöser, die Bilanz des ersten Quartals, nicht zwingend überzeugend war.

Natürlich ist es positiv, wenn der Logistik-Riese trotz der Virus-Problematik imstande war, den Umsatz gegenüber den ersten drei Monaten 2019 leicht von 15,4 auf 15,5 Milliarden Euro zu steigern. Allerdings hätte man sich über einen noch höheren Umsatz nicht wundern müssen, denn viele Menschen waren im Zuge des „Lockdown“ hinsichtlich des Bezugs von Waren auf das Internet und damit auch auf den Versandweg ausgewichen. Und während sich der Umsatz gut behauptete, halbierte sich der Gewinn vor Steuern und Zinsen fast, von 1,16 Milliarden im Vorjahresquartal auf 592 Millionen Euro. Nicht gerade ein umwerfendes Ergebnis.

Expertenmeinung: Hinzu kommt, dass die mittelfristigen Ziele bis 2022 und die Langfrist-Strategie, die bis 2025 reicht, zwar nicht korrigiert wurden, eine Prognose für das laufende Jahr aber nicht vorgenommen wurde. Dass die Aktie überhaupt stieg, dürfte daran gelegen haben, dass die Marktteilnehmer positiv werteten, dass der Konzern seine Lage „trotz aller Herausforderungen“ als „sehr stabil“ ansieht und es nicht geplant ist, Staatshilfen in Anspruch zu nehmen. Aber ob das ausreicht, die Aktie an und durch die jetzt anstehenden Charthürden zu tragen? Da würde es sich anbieten, den Beweis abzuwarten.

Die „Aktie Gelb“ hat mittlerweile gut die Hälfte des Kurseinbruchs wieder aufgeholt. Würde es den Bullen gelingen, wieder zurück in die obere, die „eigene“ Hälfte der Handelsspanne zu gelangen, wäre das allemal ein sehr bullisches Signal. Aber wirklich „durch“ wäre man damit erst, wenn ein Schlusskurs über der aktuell bei 29,98 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie gelänge. Davor liegt noch das Zwischentief des vergangenen Herbsts bei 28,41 Euro. Wenn die Bären, die Leerverkäufer, eine solche Rückkehr in bullisches Terrain verhindern wollen, dann werden sie es jetzt und in dieser jetzt erreichten Zone, dem entscheidenden Grenzbereich, tun. Denn jetzt liegen die „news“ erst einmal auf dem Tisch, jetzt würden die Bullen am ehesten zu Gewinnmitnahmen neigen und den Leerverkäufern damit die Arbeit noch leichter machen. Solange diese für die Käuferseite riskante Widerstandszone nicht mit Schlusskursen klar über 30 Euro überboten wäre, wäre damit auf der Long-Seite Vorsicht geboten.

Deutsche Post Chart vom 12.05.2020, Kurs 27,56 Euro, Kürzel DPW | Online Broker LYNX

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