Börsenblick

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Aktienanalyse:
Philip Morris & Altria: Fusion und/oder 8% Dividende

Aktuelle Analyse der Altria Group Aktie

Altria ist ein global tätiger Tabak- und Nahrungsmittelkonzern.

Haben Sie das auf dem Schirm?

Zum Unternehmen gehören unter anderem Marlboro USA, mit einem US-Marktanteil von nahezu 50%, L&M, Parliament, Kentucky Club, John Middleton, Nat Sherman, der Vaporizer-Hersteller Nu Mark und Philip Morris Capital Corp.

Den Wenigsten dürfte bekannt sein, dass Kraft Foods und Philip Morris dereinst ebenfalls zum Konzern gehörten.
Auch heute gibt es noch eine ganze Reihe an Beteiligungen, wie 11% an Anheuser Busch.

In jüngerer Vergangenheit hat man durch zahlreiche Investitionen im Bereich Vaporizer und sogar Cannabis Aufsehen erregt. Zum Konzern gehört MarkTen, man ist mit 35% an Juul beteiligt und mit 45% an Cronos Group.

In den letzten zehn Jahren legte der Umsatz von 16,84 auf 25,36 Mrd. USD zu.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,75 auf 3,99 USD je Aktie.

Der freie Cashflow legte von 3,17 auf 8,15 Mrd. USD zu. Altria ist also hochprofitabel und daher kann man sich die enorme Dividendenrendite von 8,0% auch leisten.

Wiedervereinigung

Philip Morris gehörte bis vor rund zehn Jahren noch zu Altria. Jetzt erwägt man die Wiedervereinigung.

PM war zwischenzeitlich nicht tatenlos, hat zugekauft und ist ebenfalls in den Bereich Vaporizer vorgestoßen.

Der Umsatz kletterte in den letzten zehn Jahren zwar nur von 25,04 auf 29,63 Mrd. USD, beim Gewinn sieht es allerdings besser aus.
Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 3,29 auf 5,23 USD je Aktie.

Der freie Cashflow lag zuletzt bei 8,04 Mrd. USD und dementsprechend kann sich auch Philip Morris die enorme Dividendenrendite von 6,4% leisten.

Wer macht den besseren Deal?

Egal ob die Fusion über einen Aktiendeal läuft oder teilweise per Cash beglichen wird: Die Bewertung von beiden Unternehmen ist nicht hoch.
Es ist keine Selbstverständlichkeit, doch ein Zusammenschluss dürfte für Anleger also keine große Gefahr darstellen.

Altria kommt auf ein EV/FCF von 13,5 und ein EV/EBITDA von 10,8.

Philip Morris wird derzeit mit einem EV/FCF von 17,5 und einem EV/EBITDA von 11,7 bewertet.

Altria ist also eindeutig günstiger bewertet und bietet mit 8,0% auch die höhere Dividende.
Darüber hinaus hat das Unternehme meines Erachtens einen besseren Trackrecord.

Wie gut der ist, zeigt auch der Fastgraphs* -Chart. Eine derartige Kontinuität beim Gewinn ist äußerst selten.

Die P/E lag seit der Jahrtausendwende durchschnittlich bei 14. Wer darunter gekauft hat, konnte anschließend eine ansehnliche (Out-) Performance erzielen können.
Aktuell ist das der Fall, die P/E liegt bei 10,6.

Paradoxe Situation

Dadurch lässt sich auch die unterschiedliche Kursentwicklung der beiden Aktien erklären.

Ein Zusammenschluss könnte für die Anteilseigner von Altria weniger attraktiv sein, als für die von Philip Morris.
Das gilt vor allem dann, wenn es zu einem Aktientausch kommt und genau das wird aktuell wohl diskutiert.

Das bedeutet: Kommt die Fusion zustande, könnte man mit den Papieren von Philip Morris womöglich besser fahren. Das rechnet sich der Markt aktuell zumindest aus.
Daher hält sich PM auch, während Altria weiterfällt.

Kommt es nicht zu einem Zusammenschluss, wäre Altria die bessere Wahl.
Der Fastgraphs* -Chart deutet ebenfalls daraufhin, dass die Aktie klar unterbewertet ist.

Für diejenigen, die nicht investiert sind, ergibt sich durch die jüngsten Kursverluste also eine Chance. Der Abschlag wurde bereits vollzogen, außerdem liefert er dem Vorstand von Altria weitere Munition, um in den Verhandlungen doch vorteilhafte Konditionen zu erzielen.

Charttechnik

Die Altria -Aktie hat inzwischen nahezu die Hälfte an Wert verloren. Unter 44 USD wurde ein weiteres Verkaufssignal, mit einem Kursziel bei 40 USD, ausgelöst.

Fällt die Aktie in den Bereich zwischen 37,50 und 40 USD, sollte dort mit vermehrtem Interesse gerechnet werden.
Altria würde sich in diesem Fall wieder am unteren Ende des Abwärtstrends befinden, was bereits mehrfach zu größeren Erholungen geführt hat.

Darüber hinaus reihen sich unter 37,50 Euro die Unterstützungen regelrecht auf.

Man sollte auch nicht vergessen, dass das Abwärtspotenzial begrenzt ist. Ein Unternehmen mit Milliarden-Cashflow ist nicht unendlich wenig Wert.
Was auf der Oberseite gilt, gilt auch auf der Unterseite: Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Je weiter die Aktie fällt, desto geringer ist für Anleger das Restrisiko und umso größer das Potenzial.

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Chart vom 16.09.2019 Kurs: 41,31 Kürzel: MO - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 16.09.2019 Kurs: 41,31 Kürzel: MO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker
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