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Aktienanalyse:
TeamViewer: Rückkehr in den „sicheren Hafen“ … ist das klug?

Aktuelle Analyse der TeamViewer Aktie

Eine gewisse Logik steckt schon hinter den Käufen zu Wochenbeginn. Sollten die in einigen US-Bundesstaaten, die ihre Einschränkungen früh und weitreichend reduziert hatten, plötzlich wieder steigenden Infektionsraten Schule machen, käme es womöglich bald zu einer zweiten, großen Infektionswelle. Und würde es dann auch zu einem zweiten „Lockdown“ kommen, würde TeamViewer als Anbieter von Software, die Home-Office-Arbeit unterstützt, davon wohl profitieren. Allerdings stellen sich dabei vier Fragen:

Zum einen, ob die Aktie das nicht schon in den vergangenen Wochen eingepreist hatte. Zum anderen, ob es dann eine vergleichbar große Nachfrage nach TeamViewer-Software gäbe wie im Zuge der ersten Welle. Immerhin haben viele bereits jetzt das nötige Equipment beisammen, um viel ins Home-Office auszulagern. Drittens, ob diese momentan beunruhigen Corona-Zahlen aus den USA sich verstetigen oder man im Gegenteil dort zeigen kann, dass man aufflackernde Infektionsherde mittlerweile schnell und effektiv eingrenzen kann. Und selbst wenn nicht, wäre die Frage, ob die Politik einen zweiten „Lockdown“ wagen würde, in den USA ebenso wie hier. Würde auch nur eine Antwort auf diese vier Fragen nicht „passen“, stünden die gestrigen Käufe in der TeamViewer-Aktie auf dünnem Eis.

Expertenmeinung: Dass man hier am Montagmorgen gezielt in einen vermeintlich „sicheren Hafen“ einstieg, sah man daran, dass die Aktie am Morgen zügig in die Gewinnzone lief, während der Gesamtmarkt tief in der Verlustzone festhing. Positiv beeindruckte dabei, dass die TeamViewer-Aktie sich trotz der rasanten Aufholjagd der deutschen Indizes im Kielwasser der Wall Street wacker in der Gewinnzone hielt, die Käufe also nicht als „Fehlalarm“ angesehen wurden, sondern die Akteure erst einmal investiert blieben. Aber wie eingangs beschrieben stehen hinter höheren Kursen allerhand Fragezeichen. Daher wäre es ratsam, sich hier konsequent an der Charttechnik zu orientieren, zumal das Chartbild auf der Ober- ebenso wie auf der Unterseite aktuell gute Ankerpunkte bietet.

Sie sehen, dass TeamViewer zwar vergangene Woche aus dem Anfang April etablierten Aufwärtstrendkanal herausgerutscht war, die Aktie dann aber gleich zweimal an der im Chart dick schwarz markierten 50-Tage-Linie aufgefangen wurde und nach oben drehte. Die 50-Tage-Linie ist hier der längste, bereits bewährte gleitende Durchschnitt, weil die Aktie erst im September letzten Jahres an die Börse gebracht wurde, so dass man sich an der 200-Tage-Linie mangels ausreichender Kurshistorie nicht orientieren kann. Damit ist diese Linie derzeit der entscheidende Trigger in Bezug auf die Frage, ob man hier noch Long investiert sein müsste. Derzeit lautet die Antwort „ja“, denn am Montagmorgen hielt diese Linie dem bereits dritten Test in kurzer Zeit stand. Damit wird klar:

Würde der momentan bei 41,97 Euro verlaufende 50-Tage-Durchschnitt auf Schlusskursbasis gebrochen, wäre das ein charttechnisch klar negatives Signal. Im Gegenzug müsste TeamViewer zurück in den vorherigen Aufwärtstrendkanal und über die 20-Tage-Linie hinaus, die beide jetzt als ultra-kurzfristige Widerstände fungieren. Würde das mit Schlusskursen über 44,50 Euro hinreichend deutlich gelingen, wäre der Weg aus rein charttechnischer Sicht an das bisherige Verlaufshoch bei 48,50 Euro frei, möglich wäre dann sogar ein Anlauf an die obere Begrenzung des April-Aufwärtstrendkanals, die derzeit bei 51,20 Euro verläuft.

TeamViewer Aktie Chart vom 15.06.2020, Kurs 43,46 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX

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