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Aktuelle Analyse:
Zalando: Na, diese Bullen trauen sich was!

Seit der Onlinehändler Zalando am Morgen des 28. Februar seine 2018er-Bilanz vorlegte und die eigenen Erwartungen für 2019 formulierte, ist die Aktie um 38 Prozent gestiegen. Der Kurs steht sogar kurz davor, die Kurslücke anzugehen, die entstand, als Zalando im September meldete, dass das dritte Quartal dramatisch schief gelaufen sei.

Es liegt nahe, diese neue Zuversicht der Marktteilnehmer mit äußerst optimistischen Zielsetzungen des Unternehmens für das laufende Jahr in Verbindung zu bringen. Denn auch, wenn man für 2018 hinsichtlich des Gewinns vor Steuern und Zinsen (EBIT) mit 173,4 Millionen Euro über der im Vorfeld mehrfach nach unten genommenen, durchschnittlichen Analystenprognose von 162 Millionen lag, blieb der Gewinn doch deutlich unter den 215,1 Millionen, die Zalando 2017 einfahren konnte.

Aber so recht erschließen will sich das beim Blick auf diese Prognose nicht: Zalando will einen Umsatzanstieg am unteren Ende einer Spanne von 20 bis 25 Prozent erreichen, das EBIT soll zwischen 175 und 225 Millionen liegen. Da geht bei erfahrenen Anlegern eine Augenbraue nach oben, denn:

Expertenmeinung: Wieso legt man eine Prognose an, bei der man eine Spanne nennt, von der aber nur das untere Ende erreicht werden soll, wenn es nicht darum geht, mit 25 Prozent eine Zahl mit hinein zu bringen, die nach „mehr“ klingt? Und was ist daran bullisch, wenn Zalando einen Gewinn anpeilt, der im schlechtesten Fall auf dem Niveau des enttäuschenden Jahres 2018 liegt, im besten Fall wenige Prozentpunkte über dem Gewinn vor zwei Jahren?

Man könnte zwar trotzdem optimistisch sein wenn man unterstellt, dass Zalando bei den Prognosen regelmäßig zu tief stapelt. Aber zuletzt dominierten da die gekappten Prognosen. So gesehen wirkt das, was die Käufer bei der Aktie derzeit veranstalten, reichlich mutig, zumal das momentane, durchschnittliche Kursziel der Analysten bei 35 Euro liegt, da ist die Aktie also bereits darüber hinaus gelaufen.

Am 2. Mai stehen die Ergebnisse des ersten Quartals an, das traditionell kein gutes ist. Die Konsens-Prognose liegt bei drei Cent Verlust pro Aktie – man darf gespannt sein. Sollte Zalando in die Kurslücke zwischen 38 und 42 Euro hinein laufen, wäre es aus rein charttechnischer Sicht gut möglich, dass die Aktie deren oberes Ende ansteuert. Aber wer da mithält, sollte sich gewahr sein, dass Long-Trades ein gewagtes Unterfangen sind.

Sollte Zalando nach unten abdrehen, wäre ein Schlusskurs unter 33,80 Euro ein klar bärisches Signal, denn damit würde der Kurs in den nach oben verlassenen Dezember-Aufwärtstrendkanal zurückfallen, dessen untere Begrenzung erst bei 26 Euro wartet.

Chart vom 05.04.2019, Kurs 36,18 Euro, Kürzel ZAL | LYNX Aktienempfehlungen

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