Coca-Cola Aktie Prognose Coca-Cola: Wenn selbst defensive Titel beginnen einzubrechen

News: Aktuelle Analyse der Coca-Cola Aktie

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Coca-Cola
ISIN: US1912161007
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Coca-Cola Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zu Beginn von Bärenmärkten sind es traditionell defensive Sektoren, welche sich über einen gewissen Zeitraum gegen den Abwärtstrend stemmen können. Setzt sich dieser jedoch weiter fort, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Titel beginnen, im Sog der Indizes mit nach unten gerissen zu werden.

Exakt dies sehen wir auch in der Coca-Cola-Aktie. Bis Ende April war hier die Welt noch in Ordnung, doch ein tieferes Tief und ein tieferes Hoch beendete die Vormachtstellung der Bullen. Zwar konnten sich die Kurse Ende Mai noch einmal in Form einer V-förmigen Erholung aufraffen, doch auch diese war zum Scheitern verurteilt. Ein weiteres tieferes Tief läutete unlängst eine bärische Trendphase ein. Nun sitzen die Bären am Ruder.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Coca-Cola Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Nach dem heftigen Abverkauf der vorigen Woche haben sich die Kurse recht weit von der 50-Tage-Linie entfernt. Eine kurzfristige Zwischenrallye halte ich zwar durchaus im Bereich des Möglichen, doch es scheint, als ob als nächstes das Pivot-Tief von März auf dem Programm stehen würde. Danach wird sich entscheiden, wohin sich die Aktie weiterentwickeln wird.

Entweder haben die Bullen wieder Lust mitzumachen, oder das Gap von Dezember 2021 knapp unter der Marke von 57 USD wäre das nächste Support-Level. So oder so. Für eine bullische Einstufung sehen wir derzeit zu wenig, aber richtig bärisch wäre die Aussicht erst, wenn wir die eingezeichneten Unterstützungsebenen ebenfalls nach unten brechen würden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 17.06.2022 Kurs: 59.43 Kürzel: KO | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Coca-Cola Aktie

Als Coca-Cola am 25. April seine Quartalszahlen vorlegte, erreichte die Aktie als Reaktion darauf mit 67,20 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Jetzt notiert sie jedoch deutlich darunter, nachdem es im Verlauf der vergangenen Woche zu einem Selloff kam. Was steckt dahinter?

Neue Nachrichten von Coca-Cola selbst gab es keine, als die Aktie am Mittwoch um für diese eher ruhig laufende Aktie ungewöhnliche sieben Prozent wegbrach. Aber es gab Nachrichten von anderen Unternehmen. Als Walmart am Dienstag für viele überraschend schwache Zahlen lieferte, glaubten viele Trader wohl noch an eine Art „Einzelschicksal“. Aber als dann einen Tag später auch noch die US-Supermarktkette Target mit schwachen Zahlen und einer gesenkten Prognose daherkam, erkannte man: Jetzt hat die Krise den Konsum erreicht. Und damit, so die Folgerung, auch Coca-Cola.

Die Ergebnisse, die der Getränke-Riese Ende April für das erste Quartal präsentiert hatte, waren zwar mit einem Umsatzplus und einem Gewinnanstieg von jeweils etwa 16 Prozent zum Vorjahresquartal herausragend. Aber Walmart und Target haben verschobene Geschäftsjahre und deswegen in ihren Bilanzen den April mit dabei, für den man bei Coca-Cola eben noch nicht weiß, wie er gelaufen ist. Und da die Supermarktketten klar gemacht hatten, dass diese von ihnen berichteten Monate Februar bis April kein einmaliger Ausrutscher sind, sondern die Verbraucher auch jetzt immer vorsichtiger werden, erkannte man: Hersteller von Basiskonsumgütern sind keine sicheren Häfen, wie es zuvor viele dachten. Und damit auch Getränkehersteller nicht. Aber fällt die Coca-Cola-Aktie damit jetzt in ein tiefes Loch?

Expertenmeinung: Die Erkenntnis, dass das Geld in Aktien wie denen von Coca-Cola doch nicht so sehr vor Verlusten sicher ist wie zweifellos viele dachten, dürfte den Weg nach oben jetzt deutlich steiniger machen, keine Frage, zumal:

Falls der Gewinn nicht im Rest des Jahres in vergleichbarer Größenordnung zulegt wie im ersten Quartal, wäre die Aktie auf dem vorherigen Level neuer Rekorde ziemlich teuer bewertet. Wobei Coca-Cola selbst im Rahmen der Quartalsbilanz einen Ausblick auf das Gesamtjahr lieferte, der ein organisches Umsatzwachstum zwischen sieben und acht Prozent, also klar weniger als im ersten Quartal, beinhaltete. Man hätte gewarnt sein können … aber erst Walmart und Target sorgten dafür, dass die Alarmglocken schrillten.

Aber deswegen ist das Potenzial nach unten natürlich nicht unbegrenzt. Die Aktie hat mit ihrem Abverkauf des vergangenen Mittwochs zwar ein Doppeltopp vollendet und durch die Anschlussverkäufe des Donnerstags die mittelfristige Aufwärtstrendlinie gebrochen. Aber die nächsten potenziellen Supportlinien in Form der 200-Tage-Linie bei aktuell 58,77 US-Dollar und die massivere Unterstützungslinie bei 57,50 US-Dollar wären jetzt nicht mehr allzu fern. Darauf zu wetten, dass diese Auffanglinien halten, wäre zwar riskant, denn natürlich können jederzeit weitere schlechte Nachrichten hinsichtlich der weltweiten Konsumperspektiven auflaufen. Aber hier jetzt noch neu auf der Short-Seite einzusteigen, dürfte eben auch eher gewagt sein.

Coca-Cola-Aktie: Chart vom 20.05.2022, Kurs 60,98 US-Dollar, Kürzel KO | Online Broker LYNX