Merck Aktie Prognose Merck & Co: Vorsicht, der Erfolgslauf könnte hier enden

News: Aktuelle Analyse der Merck Aktie

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Merck
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Merck Aktie
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatten wir die Aussichten auf das US-amerikanische Pharmaunternehmen im Mai dieses Jahres angehoben. Seither zeigt die Merck-Aktie ein überaus positives Bild. Es gibt aktuell nur wenige Papiere an der Wall Street, welche es im letzten Halbjahr geschafft haben, sich stetig über einem steigenden 200-Tage-Durchschnitt zu entwickeln. Merck ist eines davon. Der Startschuss zur aktuellen Rallye erfolgte Anfang Oktober. Hier wurde eine mehrmonatige Konsolidierung mit einem Gap nach oben verlassen. Gleichzeitig erhöhte sich auch das Handelsvolumen, welches diesen Ausbruch ordentlich Zündstoff mit auf den Weg gab. Seither sind die Kurse kaum noch zu bremsen. Bereits Ende Oktober zeigte sich eine deutlich übergekaufte Phase, als sich die Kurse etwas zu weit von der 50-Tage-Linie entfernt hatten. Nun ist dieses Szenario erneut zu sehen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Merck Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: In den letzten Handelstagen sind die Kurse zwar weiter gestiegen, gleichzeitig ging das Volumen jedoch deutlich zurück. Dies in Kombination mit dem recht hohen Abstand zur 50-Tage-Linie lässt vermuten, dass es wohl nicht mehr allzu lange dauern wird, bis es hier zur nächsten Korrektur kommen dürfte. Dies wäre in Folge dann wieder eine interessante Trading-Chance für Anleger. Vorerst jedoch sehe ich hier kein gutes Niveau für einen Einstieg und stufe daher die Aussichten auf neutral ab. Ein Rücklauf in den Bereich von 97.50 bis 100 USD wäre wohl keine allzu große Überraschung.

Aussicht: NEUTRAL

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Vorherige Analysen der Merck Aktie

Der Pharmakonzern Merck lag mit dem 2021er-Ergebnis zwar nur im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Aber der Ausblick prognostiziert weiteres Wachstum. Und Merck gehört zu den Branchen, die man als „sicheren Hafen“ ansehen könnte. Nutzen die Bullen diese Chance?

Die im DAX notierte Merck KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) steigerte ihren Umsatz 2021 um 12,5 Prozent zum Vorjahr. Und da gab es keine „Corona-Delle“ aufzuholen, auch 2020 hatte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr bereits um neun Prozent zugelegt. Der Gewinn stieg überproportional dank gestiegener Margen, vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 17,3 Prozent, netto um 54,3 Prozent. Und für 2022 sieht Merck ein starkes, organisches Plus, für Umsatz und EBITDA gleichermaßen.

Wie groß der Zuwachs sein könnte, bleibt damit zwar offen, denn „stark“ ist natürlich ein höchst dehnbarer Begriff. Aber in einem Umfeld wie aktuell, in dem weiteres Wachstum für so viele Unternehmen in Frage gestellt ist, klingt das ermutigend. Zumal das Unternehmen festhielt, dass man nicht mit „materiellen Abweichungen“ von dieser Prognose durch den Ukraine-Konflikt rechnet. Stabilität, Wachstum, Zuversicht: Das ist momentan am Aktienmarkt dünn gesät und zieht Anleger natürlich an. Kein Wunder, dass die Merck-Aktie am Donnerstag positiv reagierte. Aber kann das vorhalten, kann aus einer solchen ersten Reaktion ein für die Anleger nutzbarer Aufwärtsimpuls werden?

Expertenmeinung: Das kann es, wenngleich man „kann“ in diesem volatilen, von nicht vorhersehbaren Nachrichten hin und her gerissenen Markt dick unterstreichen muss. Als Pharmaunternehmen unterliegt Merck nur moderat den Schwankungen, die für Konsumgüter gelten, die nicht zum Grundbedarf gehören. Medikamente und Wirk- und Grundstoffe für andere Unternehmen, z.B. für die Impfstoffherstellung, haben eine stabile Perspektive.

Und die Aktie selbst hatte zwar zuvor eine Übertreibungsphase gesehen und musste am Rekordhoch von 231,50 Euro, das am letzten Handelstag 2021 erzielt wurde, als überbewertet eingestuft werden. Aber seither hat der Kurs in der Spitze um fast 28 Prozent korrigiert, während sich Umsatz- und Gewinnperspektiven hielten. Würde der momentan von den Analysten gesehene Gewinnzuwachs von etwa zehn Prozent im Jahr 2022 eintreffen, wäre die Merck-Aktie aktuell mit einem 2022er-KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis) um 24 sogar relativ günstig bewertet.

Das wäre eine taugliche Basis, um das Ringen um die mittelfristige, im März 2020 etablierte Aufwärtstrendlinie zu Gunsten der Bullen zu entscheiden. Diese in den letzten Tagen immer mal wieder leicht, aber nie signifikant unterbotene Linie zu verteidigen, wäre der erste Schritt hin zu einer Aufwärtswende. Auf kurzfristiger Ebene bullisch wäre die Merck-Aktie, sobald es gelingt, die Widerstandszone 181,70/184,30 Euro zu überwinden, ein mittelfristig bullisches Signal würde durch einen Schlusskurs über 200 Euro ausgelöst. Einer solchen Aufwärtswende vorzugreifen, ist in diesem unsteten Markt riskant, aber auf die Watchlist gehört die Merck-Aktie allemal!

Vor Corona war Merck eine „so um die 100 Euro“-Aktie. Fünf Jahre lang pendelte der Kurs hauptsächlich in der Region 80 bis 115 Euro. Doch jetzt hat die Merck-Aktie diese damalige Handelsspanne weit unter sich gelassen. Und die Bullen haben dafür gute Argumente.

Das Pharmaunternehmen gehört weder zu den Branchen, die von den Folgen der Corona-Maßnahmen völlig verschont blieben noch produziert die Merck KGaA Impfstoffe. Aber sie liefert Grundstoffe dafür. Und das ist eine ganz besonders spannende Sache. Denn wenn wir uns erinnern, wie viele Unternehmen 2020 angetreten sind, Corona-Vakzine zu entwickeln und wie viele davon am Ende gescheitert sind, ist die Entwicklung von Impfstoffen für Unternehmen zwar eine gewaltige Chance, zugleich aber ein gewaltiges Risiko. Merck hingegen trüge nur das Risiko, dass auf einmal kaum noch Impfstoffe benötigt würden, so dass die Stoffe, die Merck für deren Herstellung liefert, nicht mehr gefragt sind. Aber die Anleger wissen:

Damit ist nicht zu rechnen, eher im Gegenteil. Und die „Booster-Kampagne“, die sich quer um den Globus zieht, die ersten Andeutungen, dass man einige Monate später womöglich auch eine vierte Impfung erwägen sollte, der weiterhin in vielen Regionen der Erde massive Mangel an Corona-Vakzinen: All das lässt erwarten, dass der Umsatz bei Merck vorerst nicht in ein tiefes Loch fallen wird. Und wer sich die Zahlen und Analystenschätzungen ansieht, erkennt schnell: Die Sache rechnet sich.

Expertenmeinung: 2020 legte der Gewinn pro Aktie um beeindruckende 50 Prozent zu, für 2021 wird mit einem Gewinnanstieg in derselben Größenordnung gerechnet. Zwar erwarten die Analysten derzeit, dass sich dieses Tempo in den kommenden Jahren deutlich moderieren wird und 2022 sowie 2023 eher nur noch etwa zehn Prozent Gewinnplus pro Jahr drin sind. Aber da die Aktie auf Basis des erwarteten 2021er-Gewinns ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 33 ausweist, das, wenn diese Prognosen eintreffen, 2023 bei 29 liegen würde (falls der Kurs bleiben würde, wo er ist), ist sie nicht zu hoch bewertet. Ein KGV um 30 ist für Merck auch in früheren Jahren normal gewesen. Zumal man Merck nicht auf einen Impfstoffkomponenten-Hersteller reduzieren kann, in Sachen Medikamentenentwicklung ist man äußerst aktiv, die breite, bestehende Produktpalette ist ohnehin jedem bekannt.

Man sollte zwar nicht erwarten, dass diese Aktie auf einmal wie eine Rakete davonzieht, der Chart zeigt schon, dass die Dynamik des Aufwärtstrends nachgelassen hat. Aber dieses Pharmaunternehmen hat den Vorteil, wie eine „Aktie für alle Fälle“ zu fungieren. Wenn das Wachstum wieder Fahrt aufnimmt, kann das Mercks Umsatz und vor allem die Margen befeuern. Bliebe Corona ein hartnäckiges Thema, wäre Merck eine dieser eher wenigen Aktien, die davon unmittelbar profitieren.

Chart vom 23.12.2021, Kurs 225,20 Euro, Kürzel MRK | Online Broker LYNX

Das hat dazu geführt, dass sich Merck kurz vor Jahresultimo hinter Sartorius auf Platz 2 der DAX-Top-Performer 2021 vorgeschoben hat. Und im Falle eines wankenden Gesamtmarkts wäre eine „Aktie für alle Fälle“ wohl weiterhin gesucht, zumal sie, im Gegensatz zu vielen Medizintechnik-Aktien, noch nicht überbewertet ist. Ein Stop Loss unter 205 Euro und damit knapp unter der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie wäre allemal sinnvoll, wiederum für den „Fall der Fälle“ … aber ansonsten könnte man mit dieser Aktie im Depot vorerst gut schlafen.