STRATEC Biomedical Aktie Prognose Stratec: Selloff – aber es naht Hilfe!

News: Aktuelle Analyse der STRATEC Biomedical Aktie

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STRATEC Biomedical
ISIN: DE000STRA555
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Zur STRATEC Biomedical Aktie
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Umsatzrückgang und Margendruck im zweiten Quartal: Kein Wunder, dass die Aktie des Diagnosesysteme-Spezialisten Stratec daraufhin gestern kräftig in die Knie ging. Aber dadurch nähert sich die Aktie wichtigen längerfristigen Supportlinien, die durchaus halten könnten.

Die vorläufigen Zahlen, die Stratec am Montagabend nach Handelsende ablieferte, lasen sich unschön: Ein Umsatzrückgang um 11,9 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2021, eine EBIT-Marge, die mit 15,4 Prozent um 30 Prozent schwächer ausfiel als im Vorjahr. Aber bevor man die Aktie abschreibt, sollte man die Meldung komplett lesen.

Denn Stratec leidet nicht unter Nachfragemangel nach seinen Analyse- und Diagnostiksystemen, sondern unter Materialknappheit. Man kann nicht ausliefern, was man gerne würde bzw. sollte. Und Stratec erwartet, dass sich das in den nächsten Monaten bessert und man dadurch imstande ist, diese Rückstände aufzuholen. Weswegen das Unternehmen die bisherige Jahres-Prognose aufrechterhält: Umsatz auf Vorjahresniveau und eine EBIT-Gewinnmarge zwischen 16,5 und 18,5 Prozent (2021 lag die bei 18,9 Prozent).

Daraus errechnet sich dann zwar auch ein gegenüber 2021 sinkender Gewinn, ob minimal oder größer, wird davon abhängen, an welchem Ende der Prognosespanne die EBIT-Marge am Ende wirklich landet. Aber das ist eben etwas, das längst bekannt war. Wenn man hier eine Neubewertung vornehmen wollte, dann nur, weil man davon ausgehen würde, dass sich diese Lieferrückstände entgegen der Aussagen Stratecs doch nicht aufholen lassen. Will heißen:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur STRATEC Biomedical Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Wer jetzt negativer denken würde als zuvor, täte das aus einer subjektiven Meinung heraus, die dem Unternehmen widersprechen würde. Das alleine wäre kein Grund, hier ins fallende Messer zu greifen, zumal die ersten Analysten auf diese Vorab-Zahlen hin bereits ihre Kursziele gesenkt haben: Warburg Research von 116 auf 96 Euro, Einstufung „Halten“, Alsterresearch von 98 auf 86 Euro, „Halten“. Aber es wäre ein Grund, genau zu überlegen, ob es jetzt noch lohnt, zu verkaufen oder gar Short zu gehen. Vor allem, weil neben der Chance, die Lage bis Jahresende zu stabilisieren, auch noch das Chartbild andeutet, dass man hier als Short Seller vorsichtig sein sollte:

Die Aktie bewegt sich seit Ende letzten Jahres in einem Abwärtstrendkanal. Der Versuch der vergangenen Wochen, sich noch oberhalb dessen unterer Begrenzung zu stabilisieren, wurde durch die gestrige, vorläufige Bilanz zwar abgeschmettert. Aber dadurch steuert die Stratec-Aktie jetzt auf die untere Begrenzung des Kanals zu, die mit einer Reihe sehr markanter Wendepunkte aus der Zeit zwischen Herbst 2018 und Sommer 2020 zusammenfällt.

Diese Unterstützungszone liegt zwischen 74,45 und 80,40 Euro und wurde durch diesen gestrigen Selloff fast erreicht. Und da Stratec erwartet, dass sich der Durchhänger des zweiten Quartals wieder aufholen lässt, wäre es jetzt womöglich die bessere Idee, erst einmal die Tragkraft dieser Supportzone abzuwarten, bevor man sich noch zum Verkauf oder für einen Short-Trade entscheidet.

Stratec-Aktie: Chart vom 26.07.2022, Kurs 84,60 Euro, Kürzel SBS | Online Broker LYNX

 

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Vorherige Analysen der STRATEC Biomedical Aktie

Der gestern im Zuge der 2021er-Bilanz vorgelegte Ausblick auf das laufende Jahr war eigentlich ziemlich enttäuschend, denn er avisierte gegenüber dem Vorjahr nachgebende Gewinne. Dafür hielt sich die Aktie des Medizintechnik-Spezialisten Stratec auffällig gut!

Ein Minus von 2,63 Prozent ist normalerweise kein Grund, eine Aktie auf ihre Chancen auf der Oberseite abzuklopfen. Aber bei Stratec Biomedical ist dieser Abschlag angesichts dessen, was das Unternehmen für 2022 prognostizierte, aller Ehren wert, zumal der Gesamtmarkt am Mittwoch insgesamt schwach war und die Aktie daher deutlich mehr hätte nachgeben können.

2021 gelang es, den Umsatz um 16,7 Prozent, den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 30,1 Prozent zu steigern. Das lag im Rahmen der Erwartungen, darüber hinaus ist mittlerweile das erste Quartal 2022 vorüber, diese Zahlen bewogen also eher niemand zum Ein- oder Ausstieg. Weit wichtiger war, was Stratec für dieses Jahr anpeilt. Und das klang mager: Der Umsatz soll etwa auf Vorjahresniveau liegen, die EBIT-Marge sieht man zwischen 16,5 und 18,5 Prozent. Da die EBIT-Marge 2021 auf 18,9 Prozent zugelegt hatte, sie dieses Jahr also niedriger ausfallen dürfte, heißt das bei gleichbleibendem Umsatz: Der Gewinn wird nachgeben. Das sind keine guten Nachrichten, so gesehen waren diese -2,63 Prozent erstaunlich wenig. Hatte man damit womöglich schon gerechnet?

Expertenmeinung: Vermutlich ja, denn andere Unternehmen der Branche hatten im Vorfeld ähnliches avisiert. Aber wenn diejenigen, denen so etwas bereits schwante, im Vorfeld ausgestiegen sind oder aber der Ansicht sind, dass man so etwas aussitzen kann und sollte, was könnte diese Marktteilnehmer in nächster Zeit bewegen, doch noch auszusteigen, jetzt, da die wichtigsten Nachrichten auf dem Tisch liegen? Die Bilanz des ersten Quartals steht erst für den 6. Mai im Terminkalender. Und mit dieser ja aktuellen 2022er-Perspektive dürften dahingehend keine allzu hohen Erwartungen existieren, die enttäuscht werden könnten. Wäre Stratec Biomedical da nicht nach unten relativ gut abgesichert, nach oben aber offen?

Wenn man sich alleine auf diese Bilanz nebst Ausblick stützen könnte, eher ja. Aber man muss immer im Hinterkopf behalten, dass wir uns derzeit in einem Umfeld bewegen, in dem es jederzeit zu emotional befeuerten Kauf- und Verkaufswellen kommen kann, in denen die Akteure dann auch Aktien wie Stratec auf Basis von Nachrichten, die mit dem Unternehmen direkt nichts zu tun haben, unlimitiert kaufen oder verkaufen könnten. Nach unten „sicher“ ist da also derzeit nichts. Aber die Aktie hat aus charttechnischer Sicht zwei tadellose Ankerpunkte zu bieten, an denen man sich orientieren könnte.

Der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass die Aktie seit Sommer 2020 ein großes Topp ausbildet. Aber das zieht sich schon ewig hin … und immerhin blieb die Aktie im Zuge der Verkaufswelle durch die Ukraine-Krise über der entscheidenden  Nackenlinie bei 93 Euro und kam ihr auch jetzt, nach diesem mageren 2022er-Ausblick, nicht nahe. Erst, wenn diese Linie fallen sollte, wäre es opportun, die Beine in die Hand zu nehmen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Aktie nach oben freie Bahn hat. Dazu sollte man zumindest einen Wochenschlusskurs über 116 Euro und damit über dem Herbst-Tief sehen, idealerweise sollte Stratec über der aktuell bei 124,60 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie schließen. Das muss nicht gelingen. Aber wenn sich eine Aktie bei eigentlich negativen Nachrichten so stabil zeigt, sollte man sie auf jeden Fall in Sachen Long-Trade im Auge behalten.

Stratec Biomedical-Aktie: Chart vom 30.03.2022, Kurs 111,00 Euro, Kürzel SBS | Online Broker LYNX