Zoom Video Communications Aktie Prognose Zoom: Starke Ergebnisse und Kursrallye – das sieht gut aus

News: Aktuelle Analyse der Zoom Video Communications Aktie

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Zoom Video Communications
ISIN: US98980L1017
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das bekannte Softwareunternehmen für Videokonferenzen hat gestern nach Börsenschluss seine Quartalsergebnisse veröffentlicht. Dabei konnte der Konzern positiv überraschen und die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. In der Folge stiegen die Aktienkurse im nachbörslichen Handel merklich an. Zwischenzeitlich wurde die Zoom-Aktie sogar bei über 71 USD gehandelt, bevor sich der Kurs wieder etwas stabilisierte. Aus technischer Sicht war gestern die Rückeroberung der Marke von rund 64 USD ein wichtiger Schritt. Diese Schwelle, die seit dem Durchbruch nach unten im Oktober als bedeutender Boden galt, konnte nun zurückerobert werden. Ein positives Signal, das nun auf solide Fundamentaldaten trifft – eine ausgezeichnete Kombination.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Zoom Video Communications Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Werfen wir einen Blick auf die detaillierten Zahlen. Der Gewinn pro Aktie lag bei 1,29 USD und übertraf damit die allgemeinen Erwartungen von 1,08 USD sowie die Flüsterschätzungen von 1,14 USD pro Aktie. Auch der Umsatz überstieg mit 1,14 Milliarden USD den Konsens von 1,06 Milliarden USD. Die Prognosen für das vierte Quartal wurden leicht nach oben, auf 1,13 bis 1,15 USD pro Aktie, angepasst – wiederum ein positives Zeichen. Insgesamt deutet alles darauf hin, dass die begonnene Erholung anhalten könnte, und es der Aktie vielleicht sogar gelingt, die jüngsten Höchststände im Bereich von 75 bis 75,90 USD erneut zu erreichen.

Aussicht: BULLISCH

Zoom Aktie: 20.11.2023, Kurs: 66.00 USD, Kürzel: ZM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Zoom Aktie: 20.11.2023, Kurs: 66.00 USD, Kürzel: ZM | Quelle: TWS
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Vorherige Analysen der Zoom Video Communications Aktie

Zoom hat ein neues Allzeittief markiert. Sollte man die Reißleine ziehen, oder besteht noch Grund zur Hoffnung?

Börse ist ein unerbittliches Geschäft. Nirgendwo wird man schneller und härter für Fehlentscheidungen bestraft.
Nirgendwo platzen Träume so schnell. Das dürften sehr viele Anleger, die in den letzten Jahren erstmals an die Börse geströmt sind, am eigenen Leib erfahren haben.

Zoom ist für diese Entwicklung sinnbildlich. Aus der absoluten Euphorie wurde ein Niedergang, wie er seinesgleichen sucht.
Inzwischen hat die Aktie rund 90 % an Wert verloren und sogar den Preis des Börsengangs aus dem Jahr 2019 unterschritten.

Zoom Aktie: Chart vom 31.10.2023, Kurs: 60,00 USD - Kürzel: ZM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Zoom Aktie: Chart vom 31.10.2023, Kurs: 60,00 USD – Kürzel: ZM | Quelle: TWS

Eine Bodenbildung ist bis heute nicht gelungen, in den letzten Tagen hat die Aktie sogar ein neues Allzeittief markiert.
Zoom steckt mitten in der absoluten Depression, die Anleger haben kapituliert.

Und das ist gut so. Denn das könnte die Grundlage dafür bilden, dass es irgendwann wieder aufwärts geht.
So wie die Euphorie 2020 zu weit geführt hat, dürfte die derzeitige Depression auch zu weit führen.

Das macht Zoom zu einem heißen Wert für die Watchliste. In den meisten Fällen kommt es nach einer Ausblutung, wie wir es hier erleben, zu einem schlagartigen Richtungswechsel.
Den Auslöser dafür könnten beispielsweise die nächsten Quartalszahlen am 20. November liefern.

Es wird schlagartig passieren

Vielleicht wird man dann endlich wieder nennenswerte Aktienrückkäufe beschließen. Warum Zoom davon nicht im großen Stil Gebrauch macht, ist schleierhaft.

Denn Zoom hatte zuletzt in etwa 6 Mrd. USD an Barmitteln (cash, cash equivalents, and marketable securities), was mehr als einem Drittel des Börsenwerts entspricht.
Da man profitabel ist, einen positiven Cashflow erwirtschaftet und das Kapital unmöglich reinvestieren kann, könnte man sich die Buybacks problemlos leisten.

Darüber hinaus würde es ein klares Signal an den Markt senden. Die Ankündigung könnte bereits genug sein, um die Aktie wieder aus dem Reich der Toten zurückzuholen.

Abgesehen davon, ergeben Buybacks bei der vorliegenden Bewertung sowie dem hohen Barmittelbestand auch grundsätzlich Sinn.

Zoom kommt derzeit auf eine forward P/E von 12,9. Bezieht man die Cashbestände in die Rechnung mit ein, liegt die P/E nur noch bei 8,5.

Auf diesem Niveau müsste man keinerlei Wachstum mehr unterstellen, um die Bewertung zu rechtfertigen.
Zoom könnte in den kommenden achteinhalb Jahren einfach alle Aktien einziehen.

Ausblick und Bewertung

Das Erstaunliche daran ist aber, dass Zoom wächst, obwohl sich die Lage wieder normalisiert hat und die Menschen in die Büros zurückgekehrt sind.

Darüber hinaus hat man reihenweise die Prognosen übertroffen, geholfen hat das bisher aber nicht.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres lag der Gewinn mit 1,16 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,00 USD. Der Umsatz übertraf mit 1,11 Mrd. die Analystenschätzungen von 1,08 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entsprach das einem Umsatzplus von 3 % und einem Gewinnsprung um 13 %.
Daraufhin erhöhte man die Prognose für den Gewinn 2023 von 4,11 – 4,18 auf 4,25 – 4,31 USD je Aktie.

Im zweiten Quartal lag der Gewinn mit 1,34 je Aktie wieder weit über den Erwartungen von 1,05 USD. Der Umsatz übertraf mit 1,14 Mrd. die Analystenschätzungen von 1,10 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entsprach das einem Umsatzplus von 4 % und einem Gewinnsprung um 28 %.
Daraufhin erhöhte man die Prognose für den Gewinn erneut, dieses Mal auf 4,63 – 4,67 USD je Aktie.

Dazu hat vor allem das Wachstum bei den Geschäftskunden beigetragen. In diesem Segment legte der Umsatz zuletzt um 10,2 % auf 659,5 Mio. USD.

Das Wachstum in diesem Segment nährt sich aus zwei Faktoren:
Die Zahl der Geschäftskunden steigt und gleichzeitig auch der Umsatz je Auftraggeber.

Der Bereich gewinnt immer mehr an Gewicht und das ist eine gute Nachricht für Zoom, denn das Geschäft mit Großkunden dürfte deutlich profitabler sein als das mit Klein- und Privatkunden.

Zoom muss man niemandem vorstellen, den Spezialisten für Videokonferenzen kennt wohl jeder, das gilt vor allem für Börsianer.

In Rekordgeschwindigkeit

Das liegt nicht nur daran, dass Arbeiten im Homeoffice in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen hat, sondern auch daran, dass der Umsatz des Unternehmens in Rekordzeit auf mehrere Milliarden gestiegen ist, der Kurs zeitweise komplett durch die Decke ging und dann komplett kollabiert ist.

Doch von dem einstiegen Anlegerinteresse ist nicht mehr viel übriggeblieben. Es ist nicht lange her, da war Zoom in aller Munde. Inzwischen hört man den Namen kaum noch und es ist erstaunlich, wie oft das an der Börse passiert.

So oder so ähnlich könnte man die Situation bei Zoom beschreiben. Wir hatten bereits im März darauf hingewiesen:
Zoom: Schlummert hier enormes Potenzial?

Zoom übertrifft reihenweise Prognosen

Zoom hat inzwischen mehrfach und eindeutig gezeigt, dass es deutlich besser läuft als man annehmen dürfte.

Im ersten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres lag der Gewinn mit 1,03 USD je Aktie über den Prognosen von 0,88 USD.
Im zweiten Quartal lag der Gewinn mit 1,05 USD je Aktie abermals über den Schätzungen von 0,92 USD.
Im dritten Quartal lag der Gewinn mit 1,07 USD je Aktie über den Erwartungen von 0,84 USD.
Im vierten Quartal lag der Gewinn bei 1,22 und somit abermals weit über den Erwartungen von 0,80 USD je Aktie.

Man sollte eigentlich meinen, dass der Kurs irgendwann darauf reagiert, doch bisher war das nicht der Fall.
Das liegt aber nicht an den Zahlen, sondern an der unsäglichen Kommunikation von Zoom, denn im Jahresverlauf hatte man mehrfach die Prognosen erhöht, dann wieder gesenkt, erhöht, gesenkt.
Die Investor-Relations-Abteilung von Zoom sollte kollektiv entlassen und ersetzt werden.

Es ist schon wieder passiert

Doch all das ändert nichts an der starken Geschäftsentwicklung und am Ende ist es das, was ein Investment attraktiv macht oder eben nicht.
Früher oder später folgt der Aktienkurs den operativen Kennzahlen.

Am Montag hat Zoom nachbörslich die Zahlen zum ersten Quartal 2023 vorgelegt. Der Gewinn lag mit 1,16 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,99 USD. Der Umsatz übertraf mit 1,11 Mrd. die Analystenschätzungen von 1,08 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 3 % und einem Gewinnsprung von 13 %.

Die in der letzten Analyse angesprochenen Trends haben sich fortgesetzt. Zoom ist dabei, die Belegschaft zu reduzieren, wodurch die Profitabilität steigt.
Doch der eigentliche Kernpunkt ist, dass Klein- und Privatkunden wegfallen, im Gegenzug aber das sehr viel attraktivere Geschäft mit Unternehmenskunden nennenswertes Wachstum verzeichnet.

Wachstumstrends bestätigt: Zoom konzentriert sich auf Unternehmenskunden

Die Zahl der Unternehmenskunden konnte auf Jahressicht um 9 % auf 215.900 gesteigert werden. Der Umsatz in diesem Bereich kletterte um 13 % auf 632 Mio. USD und die Zahl der Kunden mit einem Umsatz von mehr als 100.000 USD kletterte um 23 %.

Das sind gute Vorzeichen und es dürfte einer der Gründe sein, warum man die Gewinnprognose für 2023 von 4,11 – 4,18 auf 4,25 – 4,31 USD je Aktie erhöht hat.

Zoom kommt demnach auf eine forward P/E von 16,7. Man muss kein besonders hohes Wachstum unterstellen, um das zu rechtfertigen.
Liefert Zoom weiterhin Zahlen über den Erwartungen ab, sollte das die Kurse früher oder später beflügeln.

Weitere Möglichkeiten würden sich durch Buybacks ergeben, leisten könnte man es sich. Zoom hält derzeit 5,6 Mrd. USD an Barmitteln und hat keine nennenswerten Schulden.
Theoretisch könnte man mit den Cashreserven rund ein Viertel aller Aktien einziehen, wodurch der Gewinn je Aktie um mehr als 30 % steigen würde.

Zoom Aktie: Chart vom 23.05.2023, Kurs: 71,41- Kürzel: ZM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Zoom Aktie: Chart vom 23.05.2023, Kurs: 71,41- Kürzel: ZM | Quelle: TWS
Zoom Aktie: Chart vom 23.05.2023, Kurs: 71,41- Kürzel: ZM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Zoom Aktie: Chart vom 23.05.2023, Kurs: 71,41- Kürzel: ZM | Quelle: TWS

Die große Panik ist verflogen, die Aktie tendiert seit Monaten seitwärts und hat die beiden eingezeichneten Abwärtstrends überwunden.
Es wäre also gut möglich, dass die Aktie gerade dabei ist, einen finalen Boden auszubilden.

Mit dem Anstieg über 71 USD wurde ein Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 74 sowie 80 und 85 USD ausgelöst.

Fällt die Aktie jedoch unter 70 USD zurück, muss ein erneuter Rücksetzer in Richtung 65 oder sogar 61 USD eingeplant werden.

Es ist nicht lange her, da war Zoom in aller Munde. Inzwischen hört man den Namen kaum noch und es ist erstaunlich, wie oft das an der Börse passiert. Erinnern Sie sich beispielsweise noch an Snowflake?

Die Börse ist ein Minenfeld

Inzwischen scheint es nicht mal mehr jemanden zu interessieren, wenn Zoom gute Quartalszahlen und einen starken Ausblick vorlegt. Das suggeriert jedenfalls die Kursreaktion oder vielmehr die ausgebliebene Kursreaktion.

Mindestens genauso erstaunlich ist es, wenn man sich rückblickend anschaut, was manchmal an der Börse vor sich geht.
Daraus kann man viel lernen, zum Beispiel dass sich Investoren nicht von der Masse mitreißen lassen sollten oder auch dass alle Aktien irgendwann auf den Boden der Fundamentaldaten zurückkommen.

Wer aktiv handelt, kann derartige Phänomene vielleicht für sich ausnutzen.
Doch selbst Trader müssen mit höchster Vorsicht vorgehen, wenn sie solche Situationen handeln.
Wer nicht diszipliniert ist und sich nicht an Stopps hält, für den können aus aussichtsreichen Trades schnell Depotleichen werden. Schützen Sie sich und Ihr Depot davor.

Doch kommen wir zu der aktuellen Lage zurück. Aus dem einstigen Überflieger mit einem astronomischen KUV von etwa 80 ist fast schon ein Value-Wert geworden.
Heute liegt das KUV bei knapp über 5 und die P/E bei 17,5.

Das macht die Aktie nicht zwingend attraktiv, aber ein Blick könnte sich lohnen, vor allem, da Zoom inzwischen mehrfach die Erwartungen übertroffen hat.

Zoom „Communications“: Kommunikation ist nicht ihre Stärke

Im ersten Quartal lag der Gewinn mit 1,03 USD je Aktie über den Prognosen von 0,88 USD.
Darüber hinaus erhöhte man die Gewinnerwartungen von 3,45 – 3,51 auf 3,70 – 3,77 USD je Aktie.

Im zweiten Quartal lag der Gewinn mit 1,05 USD je Aktie abermals über den Schätzungen von 0,92 USD.
Beim Ausblick für das Gesamtjahr ruderte man allerdings von 3,70 – 3,77 auf 3,66 – 3,69 USD je Aktie zurück.

Es gibt wenig Dinge, die bei Anlegern schlechter ankommen als so ein Hin- und Her, doch leider wird es noch schlimmer.

Im dritten Quartal lag der Gewinn mit 1,07 USD je Aktie über den Erwartungen von 0,84 USD.
Im selben Zug senkte man jedoch den Ausblick für das Ergebnis im vierten Quartal auf 0,75 – 0,78 USD je Aktie und erhöhte es für das Gesamtjahr auf 3,91 – 3,94 USD je Aktie.
Wie das zusammenpassen sollte, wusste wohl nur Zoom.

Schweigen ist Gold

Doch jetzt kommt der Clou. Wie wir seit Montag wissen, lag das Ergebnis im vierten Quartal bei 1,22 und somit abermals weit über den Erwartungen von 0,80 USD je Aktie.

Der Jahresgewinn erreichte somit 4,37 USD je Aktie, was ebenfalls weit über den in Aussicht gestellten 3,91 – 3,94 USD je Aktie lag.

Zoom hat Anfang Februar bekanntgegeben, dass man rund 15% aller Mitarbeiter entlassen wird. Man kann nur hoffen, dass man im Gegenzug anderthalb Spezialisten für Investor Relations an Bord holt, denn die Kommunikation von Zoom ist eine absolute Katastrophe.

Ständig erhöht oder senkt man die Prognosen, verunsichert damit die Anleger und am Ende liefert man vollkommen andere Zahlen als man in Aussicht gestellt hat.

Das dürfte maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Aktie im vergangenen Jahr 62% an Wert verloren hat, obwohl man viermal die Erwartungen übertroffen und am Ende 25% mehr verdient hat als anfänglich in Aussicht gestellt wurde.

Wie geht es jetzt weiter?

In Anbetracht dieser Tatsachen kann und muss man sich natürlich die Frage stellen, wie viel die Prognose, die uns Zoom für das nun angebrochene Geschäftsjahr gegeben hat, wert ist.
Ich denke, diese Frage kann sich jeder selbst beantworten. Der Vollständigkeit halber möchte ich sie Ihnen aber nicht vorenthalten:
Laut Zoom soll der Gewinn bei 4,11 – 4,18 USD je Aktie liegen.

Es kommt nicht gerade oft vor, aber ich bin in diesem Fall optimistischer als der Vorstand selbst.

Zoom ist es im vergangenen Jahr gelungen, den Umsatz um 7% zu steigern, ohne negative Währungseffekte wären es 9% gewesen.
Das ist erstaunlich, da es im Geschäftsleben im Allgemeinen zu einer Rückkehr zur Situation von vor 2020 gekommen ist.

Daher war damit zu rechnen, dass viele Kunden, die notgedrungen auf Zoom zurückgegriffen hatten, die Nutzung wieder einstellen oder herunterfahren.
Genau dazu kommt es mit Sicherheit auch und das überlagert die positive Entwicklung mit den Kunden, bei denen das nicht der Fall ist.

Schwer zu erkennen

Das zeigen einige Punkte recht eindeutig. Darunter beispielsweise, dass die Zahl der Kunden, mit denen man einen Jahresumsatz von mehr als 100.000 USD um 27% gestiegen ist.
Ferner, dass die Geschäftskunden ihre Ausgaben für Zoom spürbar gesteigert haben (115% trailing 12-month net dollar expansion rate for Enterprise customers).

Das vierte Quartal zeigt die Vorgänge exemplarisch. Der Umsatz mit Geschäftskunden kletterte um 18% auf 636,1 Mio. USD, abseits davon war der Umsatz allerdings um 10% auf 481,7 Mio. USD rückläufig.

Wenn man diese Entwicklung in beiden Segmenten in die Zukunft fortschreibt, dürfte klar sein, wohin das führt.
Die Kundenbasis von Zoom wird immer stabiler und qualitativ hochwertiger, obendrein gewinnt der wachsende Bereich an Bedeutung.

Im Reich der Fantasie

Sollte sich die Entwicklung in dieser Weise fortsetzen, würde Zoom in fünf Jahren 6,68 Mrd. USD an Umsatz erzielen, davon 5,51 Mrd. USD mit Geschäftskunden.

Es könnte aber bereits lange davor dazu kommen, dass sich dadurch der Blick der Anleger auf Zoom verändert.
Denn je größer der Anteil der Geschäftskunden ist, desto mehr wird Zoom zu einer Art Abo-Unternehmen mit planbaren Cashflows.

Geht man nun davon aus, dass Zoom die FCF-Marge stabil halten kann, was sicherlich pessimistisch ist, läge der freie Cashflow dann bei 1,8 Mrd. USD.

Unternehmen mit Abo-Geschäftsmodellen werden in der Regel mit einem P/FCF von mindestens 25 bewertet.
Dadurch ließe sich ein Enterprise Value (EV) von 45 Mrd. USD rechtfertigen.

Aktuell würde das einem Aktienkurs von 208 USD entsprechen. Sollte Zoom zwischenzeitlich auch noch Buybacks durchführen, käme man auf ein noch höheres Kursziel.

Da man im vergangenen Jahr bereits für 1,0 Mrd. USD eigene Aktien zurückgekauft hat und 5,41 Mrd. USD an Barmitteln besitzt (rund ein Viertel des Börsenwerts), stehen die Chancen dafür gut.

Bevor wir nun alle überschwänglich unsere Lebensersparnisse in Zoom investieren ein Hinweis:
Fünf Jahre sind eine lange Zeit und es ist keineswegs sicher, dass die reale Entwicklung der zuvor angestellten Modellierung entsprechen wird.

Chart vom 01.03.2023 – Kurs 74,03 Kürzel: ZM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.03.2023 – Kurs 74,03 Kürzel: ZM – Wochenkerzen

Die große Panik ist verflogen und der mehrjährige Abwärtstrend wurde überwunden. Inzwischen tendiert Zoom seit Monaten seitwärts.
Es wäre also gut möglich, dass die Aktie gerade dabei ist, einen finalen Boden auszubilden.

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 90 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 100 sowie 125 USD.