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Aktienanalyse:
MTU Aero Engines: Ab Montag im DAX … was ändert das?

Aktuelle Analyse der MTU Aero Engines Aktie

Ab Montag wird die Aktie des Triebwerkkomponenten-Herstellers MTU Aero Engines für thyssenkrupp im DAX notiert sein. Was ändert sich damit für die Aktie? Eigentlich sollte sich gar nichts ändern, aber das hätte man bei den letzten beiden Aufsteigern, Covestro und Wirecard, auch sagen können. Und beiden Aktien tat ihr Aufstieg in den DAX gar nicht gut. Kurz vorher stoppte bei beiden eine Super-Hausse, die entscheidend dafür war, dass die Unternehmen eine ausreichend hohe Marktkapitalisierung erreichten, um für den DAX „groß“ genug zu sein.

Aber nachdem diese Marktkapitalisierung nicht mehr entscheidend war, weil die Entscheidung für die Aufnahme in den DAX gefallen war, schienen weniger Akteure daran interessiert zu sein, diese Hausse fortzuführen. Man nahm im Gegenteil Gewinne mit. Was nicht mit der Aufnahme in den DAX begann, sondern in dem Moment, in dem klar wurde, dass dieser Aufstieg beschlossen ist.

Diese Nachricht wurde für MTU am 4. September nach Handelsende kommuniziert. Und am Folgetag, dem 5. September, sah die Aktie mit 258,20 Euro ihr bisheriges Allzeithoch. Noch am selben Tag kam es zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Da hielten noch wichtige kurzfristige Unterstützungen. Aber es sollte nicht bei diesem einen Verkaufsimpuls bleiben.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass MTU Aero Engines an diesem 5. September noch die obere Begrenzung des zu Jahresbeginn etablierten Aufwärtstrendkanals und die auf demselben Niveau verlaufende 20-Tage-Linie hielt. Doch die Aktie schaffte es nicht, sich nennenswert von diesem Support zu lösen. Schon drei Börsentage später kam es zum Bruch dieser Zone. Auffällig war, dass es auch diesmal zu markanten Abgaben an einem Tag kam, der zunächst mit kräftigen Käufen begonnen hatte. Der Versuch, die gebrochenen Unterstützungen zurückzuerobern, scheitere kurz darauf, seither bewegt sich MTU innerhalb des 2019er-Aufwärtstrendkanals seitwärts. Wird ab Montag womöglich wieder Schwung in die Aktie kommen, weil die großen ETFs, Fonds etc., die den DAX abbilden, die Aktie kaufen müssen?

Das ist zwar nicht unmöglich, aber normalerweise werden solche Käufe im Vorfeld absolviert. Und dass MTU auf Rekordhoch und nach Bekanntwerden des DAX-Aufstiegs solche ungewohnt starken Abgaben sieht, deutet an, dass da so manche große Adresse Kasse macht. Um dagegen anzukommen, bräuchte es Nachrichten vom Unternehmen, die deutlich machen würden, dass der derzeitige Kurslevel immer noch sehr günstig wäre, so dass sich nennenswert mehr Aufwärtspotenzial auftun würde.

Denn auch, wenn MTU mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von derzeit 23 nicht unbedingt überteuert wäre, so notiert die Aktie doch gegenüber der Jahreswende 50 Prozent höher – bei einem von den Analysten erwarteten Gewinnanstieg zwischen 16 und 18 Prozent. Wirklich überraschend wäre es somit nicht, wenn MTU Aero Engines das Schicksal ihrer beiden Aufsteiger-Vorgängerinnen Wirecard und Covestro teilen und erst einmal schwächer tendieren würde. Ein Kursziel wäre dann der breite Unterstützungsbereich zwischen der 200-Tage-Linie bei 204 Euro und dem August-Tief bei 215 Euro.

Chart vom 19.09.2019, Kurs 239,80 Euro, Kürzel MTX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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