Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
S&P 500: Mission Impossible für die Bullen?

Wenn man sich dieser Tage die US-Börsensender ansieht, fällt auf, dass die Bullen besonders schrill und laut klingen. Die Argumente, die da aufgefahren werden, um zu „beweisen“, dass die US-Aktien auf gar keinen Fall mittelfristig nach unten drehen können, sind zahlreich. Aber es ist immer das gleiche, was da vorgebracht wird:

Unsummen an Barreserven warten auf Korrekturen, um endlich investiert werden zu können (was man nicht beweisen kann). Die Renditen am Anleihemarkt fallen, weshalb die Bonds keine lukrative Konkurrenz sind (die Renditen fallen, weil Anleihen gekauft werden wie geschnitten Brot und Aktien nicht). Das US-Wachstum ist gewaltig, eine Rezession nahezu ausgeschlossen (die meisten Daten, die nicht von der US-Regierung kommen, reflektieren dieses gewaltige Wachstum nicht). Die Unternehmensgewinne haben wieder einmal die Prognosen geschlagen (wegen der wie immer gezielt niedrigen Analystenprognosen und den gigantischen Aktienrückkäufen). Fazit:

Das sind „Argumente aus der Dose“, die man immer bringt, die aber nie ein Argument sind, warum es eben nicht doch abwärts gehen kann. Und dass das vierte Quartal 2018 das bewiesen hat und die Lage seither kniffliger wurde, insbesondere in Sachen Verschuldung und Handelskrieg, dürfte die perma-bullischen „Experten“ dazu veranlassen, jetzt besonders laut zu trommeln.

Erfahrene Anleger wissen jedoch: Wäre die Lage wirklich positiv, hätte man das nicht nötig. Was wir derzeit an „Daumen-Hoch-Parolen“ hören und lesen, ist mehrheitlich das gute, alte „Pfeifen im Walde“. Was nicht heißt, dass diese Durchhalteparolen nicht funktionieren könnten. Aber es sollte dazu anhalten, besonders skeptisch zu werden. Nicht zuletzt, weil das Chartbild der US-Indizes ganz und gar nicht so bullisch daherkommt, wie es müsste, um wirklich einigermaßen gelassen mit neuen Rekordhochs rechnen zu dürfen.

Sie sehen beim Wochenchart des marktbreiten Standard & Poor’s 500-Index (S&P 500), dass der „Hanging Man“, der Doji mit langem unteren Docht, der entstand, als versucht wurde, die alten Rekordhochs vom Herbst 2018 zu bezwingen, mit einer unmittelbar folgenden roten Wochenkerze als negatives Signal bestätigt wurde und es seither nicht gelingt, auf Wochenschlusskursbasis ein Plus zu erreichen. Positiv könnte man werten, dass der S&P 500 in der wichtigen Unterstützungszone 2.800/2.817 Punkte aufgesetzt hat und nach oben drehte. Nur passierte dann nicht das, was hätte passieren müssen, um die Kuh vom Eis zu kriegen.

Chart auf Wochenbasis vom 24.05.2019, Kurs 2.826,06 Punkte, Kürzel SPX | LYNX Aktienempfehlungen

Sie sehen im Chart auf Tagesbasis, dass der Index daraufhin zunächst zwar anzog, dann aber noch unterhalb des nächstgelegenen Widerstands in Form der 20-Tage-Linie wieder nach unten abdrehte und im Verlauf der vergangenen Woche erneut in die Supportzone 2.800/2.817 zurückfiel. Die Woche beendete er kaum darüber, die Bullen sind also weiterhin in der Defensive. Und dass die wichtige 200-Tage-Linie mit 2.776 Punkten in unmittelbarer Nähe wartet und der Index so schnell wieder dort gelandet ist, wo er Anfang vorvergangener Woche noch nach oben konnte, ist Grund genug, um die Bullen nervös zu machen.

Sollte der S&P 500 diese Unterstützungszone sowie die 200-Tage-Linie mit Schlusskursen unter 2.700 Punkten brechen, wäre eine äußerst spannende Short-Chance gegeben. Eine Chance, die zudem einen knapp über der dann zum Widerstand gewordenen Zone 2.800/2.817 Punkte gelegenen und damit relativ engen Stoppkurs ermöglicht.

Chart auf Tagesbasis vom 24.05.2019, Kurs 2.826,06 Punkte, Kürzel SPX | LYNX Aktienempfehlungen

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