Indexanalyse:
S&P 500: Und wer kauft jetzt weiter?

Aktuelle Analyse des S&P 500 Index

Normalerweise versuchen die großen Adressen, das Problem stagnierender Käufe zu lösen, indem sie einen „Anreiz“ schaffen. Bei Abwärtsbewegungen hat sich die Verteidigung der 200-Tage-Linie bewährt. „Oben“, nach einem größeren Anstieg, sind neue Rekordhochs das übliche Mittel. Der gezielte Einsatz von Barreserven hievt die großen Indizes auf neue Rekorde in der Hoffnung, dass die Anleger nicht nur bei der Stange bleiben, sondern bei ETFs, Fonds und Hedgefonds weiter Geld investieren und die Hausse so am Leben erhalten. Das muss gelingen, denn wenn bei den großen Adressen Kapital abgezogen würde, statt stetig zu wachsen, wären die Aufwärtstrends nicht zu retten. Dieses Bild sehen wir auch aktuell:

Der Nasdaq 100 hat zum Wochenstart neue Rekordhochs erreicht, der marktbreite S&P 500 ebenso. Und dem Flaggschiff Dow Jones fehlt dazu noch weniger als ein Prozent. Das neue Rekordhoch beim Dow Jones wäre zu schaffen, nachdem es weder als Reaktion auf die erste Berechnung des Bruttoinlandsprodukts Abgabedruck gab, obwohl die Zahlen den Eindruck vermitteln, als sei vieles der ausgewiesenen 1,9 Prozent Zuwachs, berechnet als annualisierte Jahresrate, in Lagerbestände geflossen.

Noch ließ man sich von der US-Notenbank stören, obwohl die signalisierte, dass man jetzt nach drei Leitzinssenkungen erst einmal abwarten wolle, wie sich die Datenlage entwickelt, bevor weitere Schritte erwogen werden. Dass das nicht unbedingt eine bullische Aussage war wurde dadurch deutlich, dass der marktbreite S&P 500 danach nur wenig zulegte, die sonst so typische, wilde Kaufwelle ausblieb. Aber es wollte eben auch niemand verkaufen. Das Bild von US-Aktienindizes auf Rekordhoch blieb erhalten.

Nur: Das reicht nicht. Wie auch gestern in der Analyse des Nasdaq 100 dargelegt, kam es zuletzt oft zu neuen Rekorden, die nicht weit führten, verhungerten und Basis einer größeren Korrektur wurden, die sich weit unter die zuvor überbotenen Hochs bewegten. Nachvollziehbar, denn wenn die Akteure erkennen, dass neue Rekorde, eigentlich ja ein Kaufsignal par excellence, genau das, nämlich Käufe, nicht generieren, sieht man zu, dass man seine Schäfchen ins Trockene bekommt. Und genau dieses „Verhungern“ der Käufe droht jetzt. Nachdem der S&P 500 am Montag neue Rekorde erreichte, tritt er auf der Stelle.

Chart auf Tagesbasis vom 30.10.2019, Kurs 3.046,77 Punkte, Kürzel SPX | Online Broker LYNX Aktienempfehlung

Und das, obwohl die „Earnings Season“ läuft. Obwohl ein ums andere Mal die Gewinne wichtiger Unternehmen verblüffend deutlich über den Analystenprognosen liegen, es zieht nicht recht. Offenbar steigt die Zahl derer, die erkennen, dass diese Prognosen gezielt niedrig gehalten werden, um den Eindruck zu erwecken, dass die Gewinne ein Quartal um das andere immer schneller immer höher steigen. Und jetzt konnte auch die US-Notenbank nicht für eine Belebung sorgen. Werden es die US-Arbeitsmarktdaten richten, die am Freitag um 13:30 Uhr unserer Zeit anstehen? Sie müssen!

Denn ansonsten wird man sich umschauen und die unangenehme Frage stellen: Wer sollte jetzt einsteigen und warum, wenn die vorherigen „good news“, ob jetzt real oder rosa eingefärbt, nicht zu nennenswerten Käufen führten? Und da der Chart eines S&P 500, der nur knapp über dem alten Hoch bei überkaufter kurzfristiger Markttechnik seitwärts schleicht und deshalb obendrein immer noch unter der im Wochenchart rot markierten Hausse-Begrenzungslinie notiert, die Antwort „niemand“ förmlich aufdrängt, wäre es dann bis zu einem unterschreiten des vorherigen Hochs bei 3.028 Punkten nicht weit.

Diese Linie von 3.028 Zählern musste übrigens am Mittwoch gleich zweimal im Handelsverlauf verteidigt werden, bevor sich der S&P 500 zum Handelsende doch noch im Plus etablierte. Achten Sie auf diese 3.028! Wenn die auf Schlusskursbasis bricht, könnte die nächstgelegene Unterstützung in Form der bei 2.982 Punkten verlaufenden 20-Tage-Linie Halt bieten. Aber sie muss nicht.

Chart auf Tagesbasis vom 30.10.2019, Kurs 3.046,77 Punkte, Kürzel SPX | Online Broker LYNX Aktienempfehlung

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