Aurubis – weltweit größter Kupferwiederverwerter

Aurubis – deutscher Kupferproduzent

Die Aurubis AG ist nach eigenen Angaben ein weltweit führender Anbieter von Nichteisenmetallen und global der größte Kupfer-Recycler. Aurubis verarbeitet Kupferkonzentrate, die am Weltmarkt von Minen- und Handelsgesellschaften angeboten werden, darunter komplexe Kupferkonzentrate, die aufgrund mangelnder Qualität bearbeitet werden. Das Unternehmen verarbeitet zudem Altkupfer und weitere metallhaltige Recyclingmaterialien. Neben den Kupferhalbzeugmärkten werden künftig auch Technologiemärkte mit Metallen beliefert. Im Geschäftsjahr 2017/2018 lag der Konzentrat-Durchsatz bei 2,52 Millionen Tonnen. Es wurden 1,16 Millionen Tonnen Kupferkathoden produziert und insgesamt rund 700.000 Tonnen Recycling-Material verarbeitet. An 33 Standorten weltweit beschäftigt die Aurubis AG 6.673 Mitarbeiter. Das Unternehmen wird von CEO Jürgen Schachler geleitet und hat seinen Sitz in Hamburg.

Expansion im Bereich Multi-Metall-Lösungen – Vision 2025

Die Aurubis AG entwickelt ihr Geschäftsmodell konsequent weiter. So will man das zentrale Kupfergeschäft stärken, jedoch im Bereich Multi-Metall-Lösungen expandieren. Diese Expansionsstrategie trägt firmenintern die Bezeichnung „Vision 2025“. Der Konzern will auch künftig weitere Metalle extrahieren und verarbeiten, um diese mit Wertzuwachs zu veräußern. Aus Metallkonzentraten, Altmetallen und metallhaltigen Recyclingstoffen werden Metalle mit höchster Reinheit. Neben dem zentralen Metall bei Aurubis, dem Kupfer, besteht das Metallportfolio aus den Edelmetallen Gold, Silber und Platin, sowie aus den Industriemetallen Blei, Nickel und Zinn. Ferner werden noch Nebenmetalle wie Selen und Telur extrahiert und verarbeitet.

Details zur Aurubis Aktie

Die Aurubis-Aktie wird seit Juli 1998 an der Börse gehandelt. Das Wertpapier ist unter anderem im MDAX und Stoxx Europe 600 einbezogen und gehört dem Börsensegment Prime Standard der Deutschen Börse an. Insgesamt sind 44.956.723 Aktien ausstehend. Der größte institutionelle Aktionär ist mit 25,00 Prozent die Salzgitter AG. Der Streubesitz beträgt 61,21 Prozent. Neben Allianz Global Investors und Dimensional Holdings sind auch noch BlackRock und Norges Bank als Großinvestoren mit an Bord. In den letzten fünf Jahren gewann die Aktie rund 19 Prozent an Wert, während zum Beispiel der MDAX im Vergleichszeitraum um rund 57 Prozent zulegen konnte – die Wertpapiere sind somit ein Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 2,12 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten via Xetra in den letzten 52 Wochen 78,98 EUR im Hoch und 41,84 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Insgesamt finden sich seit April 2018 14 Analysen mit einer Kurszielangabe. Das höchste Kursziel stammt von Cowen, die am 26. November 2018 ein Ziel von 82,00 Euro ausgaben. Das niedrigste Kursziel stammt von Goldman Sachs, die am 11. April 2019 ein Ziel von 45,00 Euro veröffentlichten. Das Durchschnittskursziel der 124 Analysen liegt bei 60,36 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 47,12 Euro aus dem Xetra-Handel.

Langfristige Chartanalyse der Aurubis Aktie

In sauberen mittelfristigen Trends bewegte sich die Aktie der Aurubis AG in den vergangenen Handelswochen auf- und abwärts und bot verschiedene interessante Möglichkeiten für gewinnbringende Käufe. Lediglich mit Beginn des Jahres 2018 konnte sich kein ausnutzbarer Longtrend mehr entwickeln und der Wert sackte überproportional stark ab. Die Tiefs des betrachteten Zeitraums lagen nahe der Marke von 37,50 EUR, die Hochs Anfang 2018 leicht oberhalb von 85,00 EUR und der Vorwochenschlusskurs zum Freitagabend schlussendlich auf verhältnismäßig tiefem Niveau von rund 48,00 EUR.

Im aktuellen Jahr konnte die Aktie der Aurubis AG zwar grundsätzlich leicht positiv performen, betrachtet man diese Bewegung jedoch im Verhältnis zur Bewegung des Jahres 2018, muss diese Erholung als Tropfen auf den heißen Stein gewertet werden. Der vorläufige charttechnische Ausblick bleibt somit Short und weitere Bewegungstiefs sind definitiv nicht auszuschließen. Sollte sich die Aktie jedoch stabilisieren und über die 55,00 EUR vorarbeiten können, kämen Chancen für die Aufwärtsseite gegebenenfalls zurück. Die Widerstände 60,00 EUR und 65,00 EUR wären folgend realistische Ziele. Für diesen Gedanken wäre es von Vorteil, wenn die Aufwärtsbewegung nicht allzu schnell vollzogen würde, um aus der sich dann aufbauenden Sequenz steigender Hochs und steigender Tiefs entsprechende Stoppunkte herauszufiltern.

Aurubis – Fundamentaldaten Geschäftsjahr 2017/2018

Bei der Aurubis AG wird jeweils zum 30.09. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Im Geschäftsjahr 2017/2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 10,424 Mrd. EUR. Im Geschäftsjahr 2016/2017 betrug der Umsatz noch 11,040 Mrd. EUR. In den letzten Jahren verlief die Gesamtumsatzentwicklung seitwärts mit Umsätzen von 9,5 bis 11,3 Mrd. EUR. Das EBIT wurde mit 333,598 Mio. EUR angegeben, das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) lag bei 322,053 Mio. EUR und das auf die Aktionäre der Aurubis AG entfallende Konzernergebnis wurde mit 290,253 Mio. EUR testiert.

Das Ergebnis je Aktie lag bei 6,46 EUR. Je Anteilsschein betrug die Dividende 1,55 EUR. Insgesamt liegt die Ausschüttungssumme somit bei 69,7 Mio. EUR. Der Konzern wies für 2018 liquide Mittel in Höhe von 461,045 Mio. EUR aus. Das Eigenkapital lag bei 2,566 Mrd. EUR, das gezeichnete Kapital lag bei 115,089 Mio. EUR und die Verbindlichkeiten wurden mit 1,936 Mrd. EUR angegeben. Die Bilanzsumme betrug 4,502 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2018 6.673 Mitarbeiter.

Bilanzprognose für das Geschäftsjahr 2019/2020

Das laufende Geschäftsjahr endet am 30. September 2019. Aus diesem Grund soll hier nur die Prognose für das folgende Geschäftsjahr 2019/2020 herangezogen werden. Der Umsatz könnte bei 11,538 Mrd. EUR liegen. Das EBIT wäre bei 324,5 Mio. EUR zu avisieren und das Ergebnis je Aktie könnte sich bei 5,03 EUR einpendeln. Die Dividende käme möglicherweise auf 1,62 EUR.

Termine

Der Konzern publiziert am 15. Mai 2019 den Zwischenbericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2018/2019.

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